Mal südlich angefangen in Richtung Bijela
Bar (Alt Bar) hat eine tolle kleine Altstadt und wir haben dort auch sehr gut gegessen.
Petrovac - schöne Promenade mit vielen Restaurants (kann man mitnehmen wenn man an der Küste entlang fährt)
Budva - etwas größere Stadt, viele Geschäfte, Nachtleben, an der Promenade sieht man anhand der Yachten wo das Geld in Montenegro seinen Hauptsitzt hat

Ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Essen kann man sehr gut bei Jadran, direkt an der Promenade (war ein Tip von Einheimischen die 50km weg wohnen. Sie gehen selten auswärts essen, aber wenn dann z.B. gerne dort)
Zwischen Petrovac und Budva liegt Sventi Stefan (am besten mal goggeln). Das ist eine kleine Insel die unter anderem gerne von Promi's als Luxusresort gebucht wird (Backham war z.B. ab und an da). Es gibt Führungen um sich Sventi Stefan anschauen zu können.
Tivat und Kotor (das kleine Budva) sind auch sehenswert.
Die Küstenstraße zwischen Bar und Budva hat uns gut gefallen. Man fährt oft direkt direkt an den Klippen entlang und sieht entweder auf das Meer oder hat ein schönes Panorama nach dem anderen.
Wir waren beispielsweise auch im Kloster Ostrog. Für die orthodoxe serbische Kirche ist das der heilige Ort überhaupt und eine echte Pilgerstätte.
Es ist ein Kloster, inmitten von Felsen gebaut. Am besten mal goggeln, für uns war es ein Trip wert.
Wir sind auch über den Pass von Serbien nach Montenegro gefahren. Man fährt einige hundert Kilometer durch wunderschöne Landschaften mit Felsen, Gebirge, Seen und Gebirgsbäche.
Eigentlich wollten wir die Strecke nur auf den Hinfahrt mal gefahren sein und auf dem Rückweg den deutlich kürzeren Weg zurück nehmen. Uns hat das aber so gut gefallen, daß wir auf dem Rückweg nochmal den ganzen Pass zurück gefahren gefahren sind um dann von Serbien nach Deuschland zu fahren.
Von Deutschland nach Serbien, weiter nach Montenegro. Dort das Land etwas erkundet und das Meer genossen, danach wieder zurück.
Es waren 4600 km und mal etwas ganz anderes als ich das sonst kannte/machte.
Landschaftlich ein sehr schönes Land, ich würde aber (so schnell) nicht nochmal hin gehen, denn es gibt einfach zu viele negative Seiten die mir sehr sauer aufgestoßen sind.
Man sieht überall sehr viel Müll rumliegen, selbst in der schönsten/abgelegenen Natur. Es schert sich dort irgendwie keiner darum seinen Müll überall wegzuwerfen.
Er wird irgendwo auf Häufen geschmissen und Platt geschoben, teilweise an dafür vorgesehenen Plätzen oder eben an vielen illegalen Plätzen, es interessiert aber auch keinen. Eine echte Müllentsorgung gibt es vielerorts gar nicht. Müllauto kommt, sammelt ein, fährt alles auf einen Platz inmitten der Natur und dort bleibt es liegen, egal was es ist. Müll sortieren, fachgerechte Entsorgung, Wiederverwertung oder ähnliches gibt es nicht.
Auch ist es nicht unüblich dass Plastikflaschen und sonstiger Müll einfach aus dem fahrenden Auto geworfen werden oder ein Kofferraum voll unrat einen Hang runtergeschmissen wird, es interessiert dort irgendwie niemand. Gleiches gilt übrigens auch für die Kanalisation (sofern vorhanden). Alles wird oftmals ungeklärt ins Meer geleitet.
Wenn die Polizei sieht daß jemand seinen Müll in der Natur entsorgt, machen sie nichts. Wenn aber einer tagsüber das Abblendlicht nicht eingeschaltet hat, ziehen sie ihn raus oder fahren sogar hinterher um ihn anzuhalten. Es sind einfach sehr verschobene Prioritäten die man in in vielerlei Hinsicht dort beobachten kann, oftmals steckt direkt oder indirekt Korruption dahinter.
Es ist ein Trauerspiel wenn man sieht was die Menschheit dort mit der Natur treibt. Es wird kaum Geld in die Hand genommen für Nachhaltigkeit.
Um eine vernünftige Infrastruktur kümmert sich niemand denn das kostet ja erstmal nur Geld und es wandert nichts in die eigene Tasche.
So gibt es noch viele weitere Beispiele was dort so getrieben wird und es endet immer damit, daß Geld/Korruption weit über allem anderen steht.
Verkehr/Auto:
Ich war sowohl privat als auch beruflich schon viel auf der Welt unterwegs, so ein rücksichtsloses und hirnloses fahren wie in Montenegro habe ich aber selten erlebt. Es spiegelt ihren ganzen Lifestyle wieder. So wie sie mit der Natur und vielen sonstigen Dingen/Zuständen umgehen, so fahren sie auch Auto. Rücksichtslos, Frechheit siegt, Regeln gibts vielleicht, interessieren aber die meisten nicht.
Achte darauf daß du auf jeden Fall eine grüne Versicherungskarte dabei hast und ich würde dir empfehlen mit deiner KFZ Versicherung darüber zu sprechen daß du nach Serbien fahren willst.
Ggf. können sie dir bereits im Vorfeld Informationen, Nofallnummen, Adressen etc. mitteilen die dir im Schadensfall weiterhelfen.
Wenn du niemand dabei hast der die Landessprache spricht, hast du sonst schnell ein Problem da deutsch oder englisch nicht so verbreitet sind wie man sich das wünscht (kein Vergleich zu Serbien oder Kroatien).
Eine gute Versicherung (auch der ADAC) kann dir im Vorfeld das ein oder andere sagen und dich mit Grundinformationen versorgen sodaß die im Fall der Fälle nicht erstmal da stehst wie der Ochse vor dem Berg. Es denken dort einfach verhältnismässig viele, daß die deutschen alle die Taschen so voll haben (oftmals Neid), daß man versuchen muß dich auf irgend eine Art und Weise zu erleichtern. Das ist natürlich nicht nur in Montenegro so, sondern auch in manch anderen Ländern, ich wollte es aber mal erwähnt haben.
Schau daß dein Auto zu 100% i.O. ist, am besten zu Hause komplett durchchecken lassen. Die Auto Werkstätten dort sind meist Werkstätten wie man sie hier von Hinterhöfen kennt.
Wir haben es schon erlebt und wissen von 2 befreundeten Familien ähnliche Geschichten.
Du gehst hin um etwas kleines reparieren/tauschen zu lassen, zu Hause merkst du dann daß man aus deinem Auto gute Teile gegen alte Gebrauchtteile ersetzt hat (z.B. Batterie, Sensoren etc.).
Wenn du irgendwo bist, lass dein Auto möglichst nicht abgelegen stehen und lass generell nichts wertvolles oder wichtiges im Auto liegen.
Falls du ein Appartment o.ä. mietest, schau daß du für dein Auto einen Stellplatz in einem privaten Gelände hast und das Auto nicht draußen auf der Straße parken muß.
Stellenweise werden ausländische Fahrzeuge bevorzugt aufgebrochen da es nicht so nachverfolgt wird wie man sich das wünschen würde.
Es kann passieren daß dir sogar die Polizei zu verstehen gibt daß sie natürlich ermitteln werden, du aber sowieso über die grüne Versicherungskarte 100% ersetzt bekommst.......
Nach diesem Nebensatz ist dann auch klar mit welchem Einsatz ermittelt wird. Die Leute die dort Autos aufbrechen wissen um diese Einstellung/Zustände, der Kreis schließt sich damit.
Wir waren mit Serben unterwegs, das ein oder andere blieb uns daher erspart oder hat uns nicht so hart getroffen weil wir manches präventiv so gehandhabt haben daß möglichst wenig passieren kann. Ich möchte hier nicht alles schlecht reden, das Wort Dreistigkeit bekommt aber dort stellenweise eine völlig neue Bedeutung. Es heißt natürlich nicht daß es dort überall so ist, aber man sollte auf der Hut sein.
Von Seiten der Natur ist Montenegro ein wunderschönes Land, die Menschen dort können nur leider in vielerlei Hinsicht nicht damit umgehen. Das geht schon in den Köpfen der Bevölkerung los, ein gewisses Verständnis für manches das für uns normal ist, existiert dort (noch) nicht.
Edit: Das Thema Auto hat sich mit dem Mietwagen wohl erledigt. Hatte gestern abend begonnen zu schreiben und konnte es eben erst fertig stellen. Die Posts zwischendurch haben dann erst auf den Mietwagen hingewiesen. Falls du beim ADAC bist, hol dir trotzdem mal ein paar Info's, auch wenn es nur darum geht, wer dir bei Problemfällen sprachlich weiterhelfen kann oder an wen du dich wenden kannst falls es mit dem Mietwagen oder dem Vermieter Probleme geben sollte.