Hallo,
gute Frage
Der komplette Grillwechsel war grundsätzlich von „haben wollen“ getrieben, daher war ich da vielleicht auch nicht immer 100% objektiv. Ich dachte mir, „wenn, dann richtig“ und beim direkten Vergleich im Laden hat sich an vielen Kleinigkeiten gezeigt, warum der Pro500 dann doch gut 20 kg schwerer ist als der P500. Seitenteile, Regal im Unterschrank, Beleuchtung, Warmhalterost massiv Edelstahl statt verchromt, dickere Hauptroste, (...) und nachdem ich beruflich einen HIntergrund im Maschinenbau habe bin ich für so etwas natürlich empfänglich. Rein objektiv reicht der P500 dicke aus, ein Freund hat den seit Mitte letzten Jahres und das ist ein top Gerät, mich hat die insgesamt nochmal wertigere Machart überzeugt. Bisher zu Recht, er hat 3 Jahre auf des (überdachten) Balkon verbracht und jetzt ein gutes Jahr auf der (ebenfalls überdachten) Terrasse, sieht aus wie neu (wenn man ihn spiegelblank putzen würde) und da sieht man eben nach und nach, wofür man bezahlt hat. Die Grillergebnisse passen, er lässt sich gut indirekt nutzen und kann ebenso Höllenhitze, die Flexibilität ist echt ein Traum. Man muss wissen, dass er nicht ganz so schnell auf Temperatur kommt wie eine günstigere Blechbüchse, dafür ist er eben auch sehr temperaturstabil und wenn man mal kurz den Deckel aufmacht dauert es nicht lange und er hat wieder seine Temperatur bzw. er verliert kaum was. Da macht sich einfach die Masse der Grillkammer bemerkbar. Im vorderen Bereich braucht er etwas länger zum aufheizen als im hinteren Bereich bzw. wird ein paar Grad weniger heiß, das Problem haben aber nahezu alle Gasgrills und jetzt kommt der persönliche Grillstil zum tragen, manche finden das ganz furchtbar und manche finden es top, weil man unterschiedliche Größe/Dicke des Grillguts elegant dadurch ausgleichen kann, dass man es entsprechend positioniert und es ist gleichzeitig fertig. Ich gehöre zu letzteren. Die ewig geführte Diskussion Gusseisenrost vs. Edelstahlrost ist für mich beantwortet, „nie wieder Gusseisen“. Nicht weil es schlecht ist, sondern weil dem Edelstahlrost einfach alles egal ist und für die Liebhaber der Grillstreifenmuster kann man auch sorgen, man muss nur etwas Zeit zum vorheizen haben, sie sind eben fast einen Zentimeter dick. Bei sensibleren Sachen wie Tortillas/Wraps, teilweise Gemüse und auch exotischeren Sachen wie Trauben (Rezept von Ottolenghi, unglaublich!) sehe ich sie im Vorteil, weil sie nicht nur brutale Hitze übertragen können sondern eben auch, wenn nicht knallheiß, etwas gemäßigter in der Übertragung sind. Dann kann man den Wrap gleichmäßig bräunen statt schwarze Streifen bei Kontakt und rohen Rest zu machen. Die Beleuchtung des Garraums ist auf den ersten Blick Spielerei, im Herbst/Winter aber echt mega weil man abends sonst oft improvisieren muss, damit man was sieht, das fällt hier weg. Daher bisher top zufrieden und keinerlei Gründe zur Beanstandung. Der Pelletsmoker kam dazu, weil „räuchern“ eines der wenigen Dinge ist, die ein Gasgrill nur durchschnittlich kann, da war ich aber mit dem Pro500 nicht unzufrieden, ich wollte nur einen haben...