Also das ist ja mal ein netter Einstieg. Gleich zu Beginn die Leute in andere Foren zu schicken. Im Messerforum z.B. darf man gar nicht auf andere Foren verweisen. Da wird das entweder gelöscht oder man kassiert gleich ne Verwarnung.
"In meinen Augen hast Du viel zuviel Geld ausgegeben
." 54€ für 2 Steine + 1 Leder mit Paste hältst du für viel Geld? Im Messerforum wird gerade gerne
dieser Kombistein empfohlen. Der kostet alleine soviel wie das ganze Set. Darüber hinaus ist eine Tausender Körnung vielleicht für neue Messer ausreichend. Aber wenn sich ein Einsteiger erstmalig Steine kauft auch für Messer, die er schon besitzt, dann ist ein grober Stein wirklich nicht verkehrt, denn meist sind die Messer so stumpf, dass ein 1000er dafür zu lange bräuchte und zu sehr verschlissen werden würde. Es ist eh ein Fehler vieler Anfänger zu fein zu beginnen und sich dann zu wundern, dass die Messer nicht scharf werden.
@ulrichlang: "Sind zwar noch nicht so scharf, wie ich mir das vorstelle, aber da denke ich, es liegt noch an etwas Übung." Kommt drauf an, was du meinst mit "noch nicht so scharf". Die erste Möglichkeit, die mir einfällt ist, dass das Entfernen des Grates noch nicht so klappt. Hier spielt der Stahl eine Rolle. Billige Messer haben oft merklich weicheren Stahl. Dadurch biegt sich der Grat eher und er fällt nicht so leicht ab. Hier hilft nur fühlen, ob noch ein Grat da ist. Messer durch ein Holz ziehen, um das lose Metall abzustreifen, das Leder mit Paste benutzen. Man muss dafür schon ein Gefühl entwickeln. Bei schlechten Messer schraube ich auch den Anspruch auf Schärfe etwas herunter, denn es macht sowieso keinen Sinn solche Messer auf sehr hohe Schärfe zu bringen, weil sie diese schnell wieder verlieren. Schlechte Messer kriegen von mir eine gute Geometrie verpasst. Die Schärfe wird dann hauptsächlich mit dem Wetzstahl vor dem Gebrauch kurz aufgefrischt. Dann schneiden auch solche Messer.
Die zweite Möglichkeit der von dir festgestellten ungenügenden Schärfe, besteht darin, dass du eigentlich nicht die Schärfe, sondern die Schneidfähigkeit meinst, also wie leicht ein Messer durch das Schnittgut geht. Da ein Messer frisch geschärft auch leichter durchgeht, wird das meist in eins geworfen. Die Schneidfähigkeit hängt aber nicht nur an der Schneide, sondern am Geometrieverlauf der Klinge. Die Geometrie anzupassen ist allerdings viel Zeitaufwendiger als das Schärfen.
"Denke, ich hole mir fürs Wochenende einfach einen Eisenblock und schleifen den zum Entspannen einfach mal runter." Die Anpassung der Geometrie ist von der Langwierigkeit ungefähr genauso einzustufen. Das kannst du ja mal bei einem alten Messer versuchen. 6 Lagen Isolierband (dicker wie Tesa) über den Rücken kleben. Das Messer auf den groben Schleifstein legen und dann Schleifen von beiden Seiten bis ein Grat kommt. Grat entfernen und dein Messer schneidet wie der Teufel. Das Verkratzen der Klinge lässt sich allerdings nicht verhindern.