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Nochmal Sauerkraut

fisch2

Grillkaiser
10+ Jahre im GSV
Seit vor vielen Jahren unser Nachwuchs ausgeflogen ist, haben wir kein Sauerkraut mehr gemacht, da wir der Meinung waren, für uns zwei rentiert sich der Arbeitsaufwand nicht. Ausserdem wäre bei dem großen alten Krautfass, das noch von meinen Schwiegereltern oder sogar noch eine Generation weiter zurück stammte, für unsere Menge grade einmal der Boden gut bedeckt gewesen.
Aber da wir letztes Weihnachten von unserer älteren Tochter mit einem 10l Fässchen nebst selbergemachtem Sauerkraut beglückt wurden, sollte das nicht tatenlos leer rumstehen und deshalb beschlossen wir, heuer wieder einmal eine Portion einzustampfen.
Wir machen nur ein immer ziemlich gleiches Grundrezept.
Die verschiedenen Geschmacksrichtungen werden erst beim Kochen durch Zugabe von Kümmel, Lorbeerblättern, Wacholderbeeren usw. oder allem zusammen erzeugt.
Dazu hatten wir in diesem Fall:
Ca. 500g Karotten fein geschnitten
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Ca. 500g geschälte, in Scheiben geschnittene Äpfel
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Kraut. Knappe 5kg
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Das Ganze in eine Wanne zusammenschütten
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Zu den knapp 6kg Gesamtmasse 100g nichtjodiertes Salz zugeben
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Und kräftig durchmischen
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Jeweils vier, fünf Hände voll in das Gärfässchen füllen und stampfen, bis sich Flüssigkeit an der Oberfläche zeigt.
Wiederholen, bis alles verarbeitet ist.
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Und weil bei uns niemand weder so etwas trinkt noch weiß, woher es stammt, dachten wir es würde viellecht nichts schaden, ungefähr ein drittel von der Flasche mit dazuzugießen.
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Zum Abschluss haben wir alles noch mit ein paar Krautblättern abgedeckt.
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Die Abdecksteine, die bei dem Gärfässchen dabei sind, hatten im Keller einen weißlichen Belag bekommen und um sicher zu gehen, dass wir nicht gleich das frische Kraut infizieren, wurden sie erst in sprudelndem Wasser ausgekocht und nach dem Trocknen mit einer selbstgebrannten rumänischen Slivovicvariante desinfiziert, die vermutlich eigentlich zur Herstellung von Flüssigsprengstoff gebrannt worden war.
Jedenfalls muss man schon einen sitzen haben, bevor man das Zeug trinken kann.
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Nachdem dieser edle Stoff verdunstet war, kammen die Steine auf das Kraut
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Der Deckel drauf und die Rinne mit Wasser aufgefüllt, um zu verhindern, dass Luft an das frische Kraut gelangt.
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So bleibt es jetzt erst mal etwa eine Woche in der warmen Küche stehen.
Danach wird es in den Keller gestellt und nach weiteren zwei Wochen das erste mal probiert.
So bald es für uns den richtigen Geschmack hat, füllen wir es entweder in Gläser um oder frieren es portionsweise ein.

Übrigens hat es sich bestätigt, dass wir das Fässchen nicht ganz uneigennützig bekommen haben.
Normalerweise dauert es häufig schon eine Weile, bis wir auf Bildchen eine Antwort bekommen.
Dieses mal wurde uns sofort geantwortet, dass heuer leider keine Zeit sei, um selber Kraut einzuhobeln und ob es nicht unter Umständen.... und da wir doch... und sowieso..... und warum eigentlich nicht ..............
Naja, schau mer halt:D

Danke fürs reinschaun
 
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