Liebe Essbegeisterte,
gestern Abend zog es meine bessere Hälfte ins Spezialgeschäft für Tanzschuhe.
Ich durfte sie begleiten - dafür gabs am Abend Wiedergutmachung in Form von gutem Essen
Dieses Mal gings ins französisch inspirierte Le Rendezvous in Baden bei Wien. Das Lokal liegt beinahe am Josefsplatz, in den Seitengassen rundherum lässt es sich fast zu einfach parken. Das Lokal selbst ist relativ klein (insgesamt innen 18 Sitzplätze) und ein wenig versteckt - entlang der Hausmauer durch den Schanigarten geht’s dann aber auch schon rein ins Gebäude.
Wir waren ein bisschen zu früh dran und haben das Personal (dürfte eine 2-Man-Show sein) anscheinend ein wenig überrascht (ab 17:30 geöffnet, Ankunft von uns war um 17:45 und reserviert war für 18:00) - aber wir wurden als einzige Gäste sofort herzlich empfangen und zum Tisch gebracht.
Das Menü von gestern:
Nach der Einigung auf einen Cremant aus dem Hause Bouvet als Aperitif gabs auch sofort das Gedeck für uns beide…
Sehr gelungenes Brot, gesalzene Butter und eine tolle Salami - schöner Einstieg.
Die Jakobsmuschel war leicht geflämmt, Garpunkt sehr gut getroffen, die Yuzu-Beurre-blanc ein willkommener Gegenspieler zum Trüffel. Sehr gute Kombination
Das pochierte Ei war ebenfalls genial auf den Punkt gegart, der Toast war unter dem Spinatbett und gab dem ganzen noch einen unerwarteten Crunch - ebenfalls schön zusammengestellt.
Die Rinderessenz wurde toll serviert (natürlich erst am Tisch angegossen, stilvoll aus einer klassischen Teekanne), der Markknochen liegt unter dem angerösteten Brot. In sich stimmig, aber leider (trotz tollem Markknochen mit dem richtigen Anteil an Röstaromen an der Schnittseite) für mich der schwächere aller Gänge, weil die Bouillon für mich fast zu kalt war. Geschmack trotzdem sehr gut.
Der Stör hingegen war wieder toll - ähnlich genialer Garpunkt wie die Jakobsmuschel, das (der?) für mich perfekte Beignet war mit einer herrlichen Pilzfarce gefüllt, Dashi und Miso unterstützen das Gesamtkunstwerk. Tres bien…
Das Filet war handwerklich ebenso toll, die Beilagen waren on top drapiert - wobei die Mengen absolut stimmig waren. Anfangs dachte ich dass dieser Gang überladen daherkommt - aber weit gefehlt, wieder mal gut getroffen. Garpunkt sehr gut, die Demi-glace ein Traum, die Pommes dauphine herrlich kross außen und locker-fluffig innen - ein Gedicht. Einzig der sich wiederholende Kaviar hätte nicht sein müssen - war aber auch nicht unbedingt störend.
Das Dessert war wieder gut, jedoch auch nicht mehr.
Die Weine dazu (von links nach rechts):
Mein Fazit:
Die Küche hätte sich mehr als eine Haube verdient, der Service war total freundlich - aber leider teilweise nicht ganz im Takt. Zweimal kam der Gang vor dem zugehörigen Wein - das trübt die ansonsten wirklich nette Erfahrung leider ein wenig. Auf dem Niveau sollte so etwas nicht passieren - gerade unter dem Aspekt dass das Lokal bei weitem nicht voll war und mit dem Service (ergo dem Sommelier) immer wieder zwischendurch kurz Zeit gefunden wurde ein paar nette Worte zu tauschen.
Trotzdem war es unterm Strich ein schöner Abend, das Le Rendezvous sieht uns definitiv wieder.
gestern Abend zog es meine bessere Hälfte ins Spezialgeschäft für Tanzschuhe.
Ich durfte sie begleiten - dafür gabs am Abend Wiedergutmachung in Form von gutem Essen

Dieses Mal gings ins französisch inspirierte Le Rendezvous in Baden bei Wien. Das Lokal liegt beinahe am Josefsplatz, in den Seitengassen rundherum lässt es sich fast zu einfach parken. Das Lokal selbst ist relativ klein (insgesamt innen 18 Sitzplätze) und ein wenig versteckt - entlang der Hausmauer durch den Schanigarten geht’s dann aber auch schon rein ins Gebäude.
Wir waren ein bisschen zu früh dran und haben das Personal (dürfte eine 2-Man-Show sein) anscheinend ein wenig überrascht (ab 17:30 geöffnet, Ankunft von uns war um 17:45 und reserviert war für 18:00) - aber wir wurden als einzige Gäste sofort herzlich empfangen und zum Tisch gebracht.
Das Menü von gestern:
Nach der Einigung auf einen Cremant aus dem Hause Bouvet als Aperitif gabs auch sofort das Gedeck für uns beide…
Sehr gelungenes Brot, gesalzene Butter und eine tolle Salami - schöner Einstieg.
Die Jakobsmuschel war leicht geflämmt, Garpunkt sehr gut getroffen, die Yuzu-Beurre-blanc ein willkommener Gegenspieler zum Trüffel. Sehr gute Kombination
Das pochierte Ei war ebenfalls genial auf den Punkt gegart, der Toast war unter dem Spinatbett und gab dem ganzen noch einen unerwarteten Crunch - ebenfalls schön zusammengestellt.
Die Rinderessenz wurde toll serviert (natürlich erst am Tisch angegossen, stilvoll aus einer klassischen Teekanne), der Markknochen liegt unter dem angerösteten Brot. In sich stimmig, aber leider (trotz tollem Markknochen mit dem richtigen Anteil an Röstaromen an der Schnittseite) für mich der schwächere aller Gänge, weil die Bouillon für mich fast zu kalt war. Geschmack trotzdem sehr gut.
Der Stör hingegen war wieder toll - ähnlich genialer Garpunkt wie die Jakobsmuschel, das (der?) für mich perfekte Beignet war mit einer herrlichen Pilzfarce gefüllt, Dashi und Miso unterstützen das Gesamtkunstwerk. Tres bien…
Das Filet war handwerklich ebenso toll, die Beilagen waren on top drapiert - wobei die Mengen absolut stimmig waren. Anfangs dachte ich dass dieser Gang überladen daherkommt - aber weit gefehlt, wieder mal gut getroffen. Garpunkt sehr gut, die Demi-glace ein Traum, die Pommes dauphine herrlich kross außen und locker-fluffig innen - ein Gedicht. Einzig der sich wiederholende Kaviar hätte nicht sein müssen - war aber auch nicht unbedingt störend.
Das Dessert war wieder gut, jedoch auch nicht mehr.
Die Weine dazu (von links nach rechts):
Mein Fazit:
Die Küche hätte sich mehr als eine Haube verdient, der Service war total freundlich - aber leider teilweise nicht ganz im Takt. Zweimal kam der Gang vor dem zugehörigen Wein - das trübt die ansonsten wirklich nette Erfahrung leider ein wenig. Auf dem Niveau sollte so etwas nicht passieren - gerade unter dem Aspekt dass das Lokal bei weitem nicht voll war und mit dem Service (ergo dem Sommelier) immer wieder zwischendurch kurz Zeit gefunden wurde ein paar nette Worte zu tauschen.
Trotzdem war es unterm Strich ein schöner Abend, das Le Rendezvous sieht uns definitiv wieder.