Moin.
Jetzt habe ich auch eins. Ein Ei. Und dann noch ein rotes. Warum, weshalb, und überhaupt… vielleicht etwas später.
So. Jetzt muss ich erst mal auspacken..
Nachdem der hilfsbereite Mitarbeiter der Spedition mir schnell das Monstrum von Karton in die Garage gerollt hat, gehts ans Auspacken. Ist der starke Karton gelüftet empfange ich viel Styropor mit div. Einlagerungen von (Bau)Teilen. Hier ist nichts provisorisch. Nicht die Verpackung, geschweige die Teile. Roste und Körbe in dieser Materialstärke sind mir im Grill-Serienbau bisher unbekannt. Dagegen wirkt das Ascheloch und der Lüftungsschieber direkt wie aus der Drittverwertung, obwohl auch hier kein Billigmaterial Verwendung findet.
Jetzt gehts ans Vermessen der (Grill)Welt. Die Maße für den Arbeitsplattenausschnitt mal „live“ gemessen, Abstand zur Wand bei aufgeklapptem Hut usw.. Unterschiede zu den im Web gefundenen Maßen in Inch sind vorhanden. Man könnte (als Hersteller) auch exakte Umrechnungen mit in die Tabellen direkt aufnehmen (Nein, das wäre nicht unpatriotisch, das wäre kundenfreundlich, schließlich rechnet der überwiegende Teil der Welt metrisch.) Wenn man den Bildern im Web trauen kann, werden die Standeier überwiegend „eingebaut“, also mit einer Arbeitsplatte o. Ä. umschlossen. Von daher wäre es in nettes Gimmik, wenn Kamado alternativ ein „Schnittmuster“ für den Ausschnitt beilegen würde. Aber das nur am Rande.
Altbestände der Grillecke zwischen Backofen und Grill müssen weichen. An und für sich keine große Sache, aber eine echte Sauerei. Und die Frage nach der Abgabe des Gebrauchtgasbetons… Aber das ist eine andere Geschichte. Irgendwann ist dann der Sockel fürs Ei und den Schrank auf den Restplatz geschafft. Jetzt kommt der spannende Teil, das Ei muss aus der Garage ins zukünftige Nest.
Mit vereinten zwei Kräften geht das ganz gut, wenn das Ei leer ist, kann man es ganz gut heben. Es wird die Umgebung (Arbeitsplatte, Beleuchtung usw.) neu gestaltet. Alles braucht seine Zeit, man hat ja auch noch andere Verpflichtungen. Und dann ist es so weit, die erste Fuhre Kohle wird angezündet. Für mich erstaunlich schnell glüht es im Untergrund und die Wunschtemperatur von 180° ist fix schon überschritten. Zur Feier des Tages ist etwas Simples geplant, das für uns erste Bierbüxenhuhn. Bisher gab es immer nur welche vom Karussellspieß. Das Temp-Einregeln geht auch ohne Komplikationen. Also dann, den schwarzen Indirektgrilleinsatz aufgelegt und den normalen Rost eingebaut. Und dann geht´s los…
Ich habe Bier in einer 0,5l-Dose. Entweder ist sie zu groß (hoch) für den Gockel oder dieser hat einen Rundrücken. Jedenfalls kommen die Strampler nicht wirklich auf den Boden der Unterlage.(Ja, es gibt da Hilfsprothesen, ist schon in Arbeit.) Mit Gefühl wird der Balanceakt auf den Rost gebracht. Deckel zu und… Reicht die Höhe überhaupt aus? Schnell noch mal nachsehen. Und… ja, es kommt wie es kommen sollte, die ganze Fuhre fällt um und ein Schwall Winterbier ergießt sich ins Ei. Es zischt und dampft und - ja - ich habe überhaupt nicht den Thermofühler im Auge gehabt, der da im Schatten des Domes lauert. Na gut, alles schnell eine Etage tiefer und dann geht´s endlich los. Bei all der ganzen Wuling hab ich glatt ein Foto vergessen.
Am Ende hatten wir dann ein zartes Stück Federvieh auf dem Teller, was wir so sicher nochmals machen werden (ohne Wuling). An der knusprigen Hühnerhaut muß man noch arbeiten, evtl. eine noch längere Hochtemperatur-Phase am Ende der Garzeit oder die „klassische“ halbe-halbe Indirekt-Einteilung über die Deflektor-Platten und abschließendem Full-Power-Ende.
Aufgefallen ist: die Temp-Anzeige des Ei´s lag den ganze Zeitraum rd. 30° niedriger als das ext. Thermometer auf dem mittleren Grillrost. Abweichung mech./elektr. Thermometer? Arbeiten auf zwei Ebenen bekommen da eine „weitere Variante.“
Der nächste Einsatz ist schon geplant, es wird was vom/mit „Türmchen“….
************
Nachdem ganzen Aufwand kann man fragen: Wann ist genug - „genug“?
(Wenn man die GöGa fragt ist die Antwort (relativ) einfach.)
Braucht man ein Ei oder reicht ein Eimer? Oder nur ein Stecken über dem Feuer?
Hm. Ich denke jeder Artikel ist das Kind des „Marketings“ der jeweiligen Zeit.
Was war bei der „Erfindung“ des Dopfs die Grundidee? Ich würde meinen, die Möglichkeit unterwegs eine Mahlzeit zu erstellen, möglichst einfach (ein Feuer genügt), möglichst universell (Eintopf, braten, garen, Brot backen usw.), möglichst haltbar (was den Dopf angeht). Da haben die Holländer ein tolles Ding aus Guss gemacht. Brauchen wir das heute in unserer oftmals gestylten Grillecke? Macht jemand noch ein Lagerfeuer im Garten und hängt den Eimer drüber? Das mag „auf dem Lande“ gehen, herzlichen Glückwunsch, in einer Stadt geht es wohl nicht. Und wo die Hitze außen am Dopf herkommt ändert ja nix am Geschmack des Inhaltes (naja, machmal fällt ja auch etwas Glut beim Rühren vom Deckel…). Wozu „braucht“ man heutzutage also einen Dopf? (Ich darf das fragen, ich habe selber einen). Klar. Weil es Gerichte gibt, die schmecken einfach nur aus dem Dopf. Und das „Gefühl“ mit dem schwarzen Pott auf dem Tisch ist schon ein anderes als mit einem Löffel im Jenaer Glas. Und dann kann die Hitze herkommen, wo sie auch immer entsteht.
Was ist die Idee des Ei´s, was man nicht auch anders erledigen kann? Jaaa, so ein Ei ist inzwischen ein High-Tech-Gerät (siehe Kamado „konnected“) und ist fast auf der Stufe vom „Pellet-Grill-Automaten“ angekommen. Wer es so möchte, soll es liebend gern so machen. Mein Ding ist es (noch) nicht, kann ja noch werden. Warum habe ich jetzt eins? Weil ich glaube, dass es im meiner Grill-Umgebung die sauberere Sache ist. (Gas-Grills, die gibt´s, aber die mag ich nicht). Und weil sich viele Grilll-Varianten mit einem Gerät handeln lassen. Kohle sparen im Ei? Mag sein, dass das so ist, kann ich noch nicht beurteilen. Wenn ich die teuerste „Weber Master Trallalla“ Holzkohle-Schüssel (ohne Tisch) sehe, kostet die noch immer noch nur ein Bruchteil eines grünen oder roten Ei´s. Für den Aufpreis eines Ei´s gäbe es eine Menge Kohle. Und grobe Kohle gibt es auch nicht nur im roten oder grünen Sack…
Was ich damit sagen will: über den SINN des Grillens darf man nicht zu sehr nachdenken. Es ist eine Freizeitbeschäftigung, ein Hobby, vergleichbar mit dem Motorradfahren, Modellbau o. ä.. Hobbys sind toll, schränken aber (leider) den klaren Gedanken ein, und da wir leider bereit sind viel Geld dafür auszugeben, will es immer jemand verdienen.
Um zur Ausgangsfrage zurück zu kommen… Die besten Argumente liefern immer noch die Ergebnisse…
Bis demnächst
Jetzt habe ich auch eins. Ein Ei. Und dann noch ein rotes. Warum, weshalb, und überhaupt… vielleicht etwas später.
So. Jetzt muss ich erst mal auspacken..
Nachdem der hilfsbereite Mitarbeiter der Spedition mir schnell das Monstrum von Karton in die Garage gerollt hat, gehts ans Auspacken. Ist der starke Karton gelüftet empfange ich viel Styropor mit div. Einlagerungen von (Bau)Teilen. Hier ist nichts provisorisch. Nicht die Verpackung, geschweige die Teile. Roste und Körbe in dieser Materialstärke sind mir im Grill-Serienbau bisher unbekannt. Dagegen wirkt das Ascheloch und der Lüftungsschieber direkt wie aus der Drittverwertung, obwohl auch hier kein Billigmaterial Verwendung findet.
Jetzt gehts ans Vermessen der (Grill)Welt. Die Maße für den Arbeitsplattenausschnitt mal „live“ gemessen, Abstand zur Wand bei aufgeklapptem Hut usw.. Unterschiede zu den im Web gefundenen Maßen in Inch sind vorhanden. Man könnte (als Hersteller) auch exakte Umrechnungen mit in die Tabellen direkt aufnehmen (Nein, das wäre nicht unpatriotisch, das wäre kundenfreundlich, schließlich rechnet der überwiegende Teil der Welt metrisch.) Wenn man den Bildern im Web trauen kann, werden die Standeier überwiegend „eingebaut“, also mit einer Arbeitsplatte o. Ä. umschlossen. Von daher wäre es in nettes Gimmik, wenn Kamado alternativ ein „Schnittmuster“ für den Ausschnitt beilegen würde. Aber das nur am Rande.
Altbestände der Grillecke zwischen Backofen und Grill müssen weichen. An und für sich keine große Sache, aber eine echte Sauerei. Und die Frage nach der Abgabe des Gebrauchtgasbetons… Aber das ist eine andere Geschichte. Irgendwann ist dann der Sockel fürs Ei und den Schrank auf den Restplatz geschafft. Jetzt kommt der spannende Teil, das Ei muss aus der Garage ins zukünftige Nest.
Mit vereinten zwei Kräften geht das ganz gut, wenn das Ei leer ist, kann man es ganz gut heben. Es wird die Umgebung (Arbeitsplatte, Beleuchtung usw.) neu gestaltet. Alles braucht seine Zeit, man hat ja auch noch andere Verpflichtungen. Und dann ist es so weit, die erste Fuhre Kohle wird angezündet. Für mich erstaunlich schnell glüht es im Untergrund und die Wunschtemperatur von 180° ist fix schon überschritten. Zur Feier des Tages ist etwas Simples geplant, das für uns erste Bierbüxenhuhn. Bisher gab es immer nur welche vom Karussellspieß. Das Temp-Einregeln geht auch ohne Komplikationen. Also dann, den schwarzen Indirektgrilleinsatz aufgelegt und den normalen Rost eingebaut. Und dann geht´s los…
Ich habe Bier in einer 0,5l-Dose. Entweder ist sie zu groß (hoch) für den Gockel oder dieser hat einen Rundrücken. Jedenfalls kommen die Strampler nicht wirklich auf den Boden der Unterlage.(Ja, es gibt da Hilfsprothesen, ist schon in Arbeit.) Mit Gefühl wird der Balanceakt auf den Rost gebracht. Deckel zu und… Reicht die Höhe überhaupt aus? Schnell noch mal nachsehen. Und… ja, es kommt wie es kommen sollte, die ganze Fuhre fällt um und ein Schwall Winterbier ergießt sich ins Ei. Es zischt und dampft und - ja - ich habe überhaupt nicht den Thermofühler im Auge gehabt, der da im Schatten des Domes lauert. Na gut, alles schnell eine Etage tiefer und dann geht´s endlich los. Bei all der ganzen Wuling hab ich glatt ein Foto vergessen.
Am Ende hatten wir dann ein zartes Stück Federvieh auf dem Teller, was wir so sicher nochmals machen werden (ohne Wuling). An der knusprigen Hühnerhaut muß man noch arbeiten, evtl. eine noch längere Hochtemperatur-Phase am Ende der Garzeit oder die „klassische“ halbe-halbe Indirekt-Einteilung über die Deflektor-Platten und abschließendem Full-Power-Ende.
Aufgefallen ist: die Temp-Anzeige des Ei´s lag den ganze Zeitraum rd. 30° niedriger als das ext. Thermometer auf dem mittleren Grillrost. Abweichung mech./elektr. Thermometer? Arbeiten auf zwei Ebenen bekommen da eine „weitere Variante.“
Der nächste Einsatz ist schon geplant, es wird was vom/mit „Türmchen“….
************
Nachdem ganzen Aufwand kann man fragen: Wann ist genug - „genug“?
(Wenn man die GöGa fragt ist die Antwort (relativ) einfach.)
Braucht man ein Ei oder reicht ein Eimer? Oder nur ein Stecken über dem Feuer?
Hm. Ich denke jeder Artikel ist das Kind des „Marketings“ der jeweiligen Zeit.
Was war bei der „Erfindung“ des Dopfs die Grundidee? Ich würde meinen, die Möglichkeit unterwegs eine Mahlzeit zu erstellen, möglichst einfach (ein Feuer genügt), möglichst universell (Eintopf, braten, garen, Brot backen usw.), möglichst haltbar (was den Dopf angeht). Da haben die Holländer ein tolles Ding aus Guss gemacht. Brauchen wir das heute in unserer oftmals gestylten Grillecke? Macht jemand noch ein Lagerfeuer im Garten und hängt den Eimer drüber? Das mag „auf dem Lande“ gehen, herzlichen Glückwunsch, in einer Stadt geht es wohl nicht. Und wo die Hitze außen am Dopf herkommt ändert ja nix am Geschmack des Inhaltes (naja, machmal fällt ja auch etwas Glut beim Rühren vom Deckel…). Wozu „braucht“ man heutzutage also einen Dopf? (Ich darf das fragen, ich habe selber einen). Klar. Weil es Gerichte gibt, die schmecken einfach nur aus dem Dopf. Und das „Gefühl“ mit dem schwarzen Pott auf dem Tisch ist schon ein anderes als mit einem Löffel im Jenaer Glas. Und dann kann die Hitze herkommen, wo sie auch immer entsteht.
Was ist die Idee des Ei´s, was man nicht auch anders erledigen kann? Jaaa, so ein Ei ist inzwischen ein High-Tech-Gerät (siehe Kamado „konnected“) und ist fast auf der Stufe vom „Pellet-Grill-Automaten“ angekommen. Wer es so möchte, soll es liebend gern so machen. Mein Ding ist es (noch) nicht, kann ja noch werden. Warum habe ich jetzt eins? Weil ich glaube, dass es im meiner Grill-Umgebung die sauberere Sache ist. (Gas-Grills, die gibt´s, aber die mag ich nicht). Und weil sich viele Grilll-Varianten mit einem Gerät handeln lassen. Kohle sparen im Ei? Mag sein, dass das so ist, kann ich noch nicht beurteilen. Wenn ich die teuerste „Weber Master Trallalla“ Holzkohle-Schüssel (ohne Tisch) sehe, kostet die noch immer noch nur ein Bruchteil eines grünen oder roten Ei´s. Für den Aufpreis eines Ei´s gäbe es eine Menge Kohle. Und grobe Kohle gibt es auch nicht nur im roten oder grünen Sack…
Was ich damit sagen will: über den SINN des Grillens darf man nicht zu sehr nachdenken. Es ist eine Freizeitbeschäftigung, ein Hobby, vergleichbar mit dem Motorradfahren, Modellbau o. ä.. Hobbys sind toll, schränken aber (leider) den klaren Gedanken ein, und da wir leider bereit sind viel Geld dafür auszugeben, will es immer jemand verdienen.
Um zur Ausgangsfrage zurück zu kommen… Die besten Argumente liefern immer noch die Ergebnisse…
Bis demnächst