Grobi van Hundsteert
Metzgermeister
Moin zusammen!
Seit einigen Jahren bin ich immer wieder über das Gericht Ollerwelsch oder Olls gestolpert. Ein ostfriesisches Gericht, welches schon länger nicht mehr jeder kennt. Auch in meinen hoch geschätzten Ostfiesischen Kochbuch
war kein Rezept zu finden. Zumindest zunächst. Ich wusste nicht mal was sich genau dahinter verbergen sollte und bin einfach angefangen zu suchen und mich durchzufragen. Auch @emmeff habe ich dazu befragt, aber auch ihm war das nur vom hören sagen bekannt, aber ein Rezept hatte er auch nicht. Also weiter durchgefragt und tatsächlich wurde mir über drei Ecken dann ein Rezept zugetragen. Gleich mit dem Hinweis, dass mein MdV die benötigten Zutaten entweder vorrätig hat, oder aber zumindest auf Bestellung liefert. Großartig! Also einen Termin mit einem Kollegen verabredet, der auch Lust hatte das mal zu probieren und los ging es.
Das Rezept für ca. 4 Personen:
Ca 2 Kilo gepökeltes Eisbein
Ein paar Ripchen, gepökelt
1 luftgetrocknete Mettwurst dazu.
Über Nacht das Fleisch in Wasser auswässern, eventuell Wasser noch mal erneuern, wenn noch zu salzig.
Dann abwaschen, abtrocknen.
In einen großen Topf geben, Wasser soviel zugeben, das das Fleisch gut bedeckt ist.
Die Mettwurst dazu geben
Mindestens 1 Pfund Zwiebeln in Ringe schneiden
Zwiebeln mit in den Topf geben
Zwei Lorbeerblätter dazu
Pfefferkörner gemörsert dazu
3 Wacholderbeeren dazu
Das Ganze aufkochen und dann ca. 2-3 Std auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Prüfen, ob das Fleisch weich ist, soll zerfallen.
Fleisch rausnehmen und auf Fleischplatte Anrichten
Zwei bis drei Esslöffel Mehl mit Wasser vermengen, glattrühren, den Sud im Topf aufkochen und die Mehlschwitze dazugeben und kräftig rühren, das nichts klumpt.
Dazu reicht man Salzkartoffeln, eingelegte Gurken, Kürbis und rote Beete.
Das klang schon mal ganz gut.
Also mal die Sachen beim MdV vorbestellt.
Durch das Pökeln ist das Fleisch recht salzig und wurde dann am Abend vorher in Wasser eingelegt, damit es genießbar wird.
Dann am nächsten Vormittag alles in einen großen Topf und aufkochen.
Die Gewürze Lorbeer und Wacholder haben wir in einen Teebeutel getan. So lässt sich das einfach wieder rausfischen.
Und so sah das aus:
Sah schon mal nicht so schlecht aus.
Während wir mit dem ein oder anderen
Überbrückungsbierchen die Kochzeit abgewartet haben, blätterten wir doch noch mal in dem erwähnten Kochbuch und stießen auf Pökelfleisch. Und siehe da, das sieht ja bald genauso aus wie unser Ollerwelsch!
Unglaublich! Da sucht man Ewigkeiten vergeblich und findet nur nichts, weil man den falschen oder einen anderen Begriff hat.
Was uns aber in dem Zusammenhang dann direkt ins Auge sprang waren die Soße auf der Seite.
Hierbei hatte uns die Meerettichsoße klang für uns schon sehr gut! Zutaten waren zufällig da. Also kurzerhand umgesetzt.
Schnell die Einlagen geangelt:
Und Soßen gebastelt.
Erst klassisch aus dem Sud
Und dann noch die Meerrettichsoße
Schnell die Tuffels abgießen und auf den Tisch mit der Köstlichkeit.
Alles angerichtet…
Als Beilage durften natürlich die oben erwähnten Dittjes und Dattjes, also Kürbis, Gurke und rote Beete nicht fehlen.
Insgesamt würde ich sagen, ein sehr gelungener Erstversuch für unser Ollerwelsch. Besonders mit der Meerrettichsoße war das richtig gut.
Hat Spaß gemacht und allen geschmeckt!
Viele Grüße
Sven
Seit einigen Jahren bin ich immer wieder über das Gericht Ollerwelsch oder Olls gestolpert. Ein ostfriesisches Gericht, welches schon länger nicht mehr jeder kennt. Auch in meinen hoch geschätzten Ostfiesischen Kochbuch
war kein Rezept zu finden. Zumindest zunächst. Ich wusste nicht mal was sich genau dahinter verbergen sollte und bin einfach angefangen zu suchen und mich durchzufragen. Auch @emmeff habe ich dazu befragt, aber auch ihm war das nur vom hören sagen bekannt, aber ein Rezept hatte er auch nicht. Also weiter durchgefragt und tatsächlich wurde mir über drei Ecken dann ein Rezept zugetragen. Gleich mit dem Hinweis, dass mein MdV die benötigten Zutaten entweder vorrätig hat, oder aber zumindest auf Bestellung liefert. Großartig! Also einen Termin mit einem Kollegen verabredet, der auch Lust hatte das mal zu probieren und los ging es.
Das Rezept für ca. 4 Personen:
Ca 2 Kilo gepökeltes Eisbein
Ein paar Ripchen, gepökelt
1 luftgetrocknete Mettwurst dazu.
Über Nacht das Fleisch in Wasser auswässern, eventuell Wasser noch mal erneuern, wenn noch zu salzig.
Dann abwaschen, abtrocknen.
In einen großen Topf geben, Wasser soviel zugeben, das das Fleisch gut bedeckt ist.
Die Mettwurst dazu geben
Mindestens 1 Pfund Zwiebeln in Ringe schneiden
Zwiebeln mit in den Topf geben
Zwei Lorbeerblätter dazu
Pfefferkörner gemörsert dazu
3 Wacholderbeeren dazu
Das Ganze aufkochen und dann ca. 2-3 Std auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Prüfen, ob das Fleisch weich ist, soll zerfallen.
Fleisch rausnehmen und auf Fleischplatte Anrichten
Zwei bis drei Esslöffel Mehl mit Wasser vermengen, glattrühren, den Sud im Topf aufkochen und die Mehlschwitze dazugeben und kräftig rühren, das nichts klumpt.
Dazu reicht man Salzkartoffeln, eingelegte Gurken, Kürbis und rote Beete.
Das klang schon mal ganz gut.
Also mal die Sachen beim MdV vorbestellt.
Durch das Pökeln ist das Fleisch recht salzig und wurde dann am Abend vorher in Wasser eingelegt, damit es genießbar wird.
Dann am nächsten Vormittag alles in einen großen Topf und aufkochen.
Die Gewürze Lorbeer und Wacholder haben wir in einen Teebeutel getan. So lässt sich das einfach wieder rausfischen.
Und so sah das aus:
Sah schon mal nicht so schlecht aus.
Während wir mit dem ein oder anderen
Überbrückungsbierchen die Kochzeit abgewartet haben, blätterten wir doch noch mal in dem erwähnten Kochbuch und stießen auf Pökelfleisch. Und siehe da, das sieht ja bald genauso aus wie unser Ollerwelsch!
Unglaublich! Da sucht man Ewigkeiten vergeblich und findet nur nichts, weil man den falschen oder einen anderen Begriff hat.
Was uns aber in dem Zusammenhang dann direkt ins Auge sprang waren die Soße auf der Seite.
Hierbei hatte uns die Meerettichsoße klang für uns schon sehr gut! Zutaten waren zufällig da. Also kurzerhand umgesetzt.
Schnell die Einlagen geangelt:
Und Soßen gebastelt.
Erst klassisch aus dem Sud
Und dann noch die Meerrettichsoße
Schnell die Tuffels abgießen und auf den Tisch mit der Köstlichkeit.
Alles angerichtet…
Als Beilage durften natürlich die oben erwähnten Dittjes und Dattjes, also Kürbis, Gurke und rote Beete nicht fehlen.
Insgesamt würde ich sagen, ein sehr gelungener Erstversuch für unser Ollerwelsch. Besonders mit der Meerrettichsoße war das richtig gut.
Hat Spaß gemacht und allen geschmeckt!
Viele Grüße
Sven




