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Optimale Grill Reihenfolge

Tepperts

Militanter Veganer
Hallo zusammen,

bisher habe ich immer nur Standard gegrillt (Würstchen usw.) und nun steht am Wochenende eine größere Feier mit 18 Personen an.
Dafür haben wir geplant folgende Gerichte zu servieren und im Vorfeld wollte ich mich mal erkundigen ob meine Reihenfolge gut ist, wo ich was verbessern könnte oder was totaler Quatsch ist. Bin für alles offen.

Bisher habe ich immer das Problem gehabt, das die Wurst verbrennt, das Fleisch nicht durch wird oder auch verbannt. Hat mich immer sehr geärget.

Vielleicht habt ihr ja auch ein paar Rezepte, welche für mich noch passen könnten.

Bisher habe ich es immer so gemacht, doch bin mit dem Ergebnis leider nicht zufrieden.

1. Nackensteaks mit einer Ketchup, Zwiebel Marinade. Diese habe ich scharf erhitzt (ca. 2 Minuten von jeder Seite) und anschließend an der Seite indirekt ziehen lassen.
2. große und kleine Bratwürste habe ich auf direkter Hitze gemacht, doch wurden sie außen zu schwarz und innen noch nicht ganz durch. Das nächste Mal habe ich sie indirekt liegen lassen damit sie innen durch sind und dann nochmals direkt gegrillt.
3. Grillgemüse direkt gegrillt, leider schwarz geworden. Komme ich mit einem Grillkorb besser?
4. Am Ende habe ich dann noch Brot "getoastet", allerdings brauchte es sehr lang bis sie Farbe bekamen. Denke mal das die Hitze nicht mehr ausreichte.

Diesmal wollte ich gern noch einen Lachs auf einem Zedernholz machen, nur wo baue ich den in mein Programm ein?

Wäre Euch sehr dankbar, wenn ihr mir Tipps geben könntet. Ist das vielleicht zu viel, was da gegrillt wird (aber andere machen es doch auch)?

PS: Ich habe einen Weber Kugelgrill 57cm Durchmesser.
 
Für 18 Personen mit einer Kugel finde ich schon sehr sportlich, muss ich sagen!?
 
Nur bei runden Geburtstagen sind wir solche Menge an Leuten. Ansonsten sind wir weniger.
Auch muss das gegrillte nicht auf einmal aufgetischt werden, wenn es nacheinander kommt das schon.
 
Ich finde das auch sportlich mit einer Kugel für 18 Personen. Wenn du dann noch ne Planke drauflegst ist ja schon der halbe Glill besetzt.
 
Mhhhm... ganz ehrlich, für 18 Personen flachgrillen ist nichts, was ich wirklich als "entspannend" bezeichnen würde.

Aber mit ein bisserl Vorbereitung kann man hier einiges rausholen. Gerade, wenn es um größere Mengen geht, würde ich dir immer die Methode "indirekt vorgaren und dann direkt finalisieren" empfehlen.
Sprich: Steaks, Würstchen - lass sie erstmal im indirekten Bereich liegen. Ja, die nehmen Farbe an (nur nicht sofort). Und dann, wenn ein hungriger "Mitesser" am Grill erscheint, schubst du das betreffende Stück über die direkte Zone und lässt es noch ein paar Röstaromen abbekommen.
Du kannst auch für etwas mehr Entspannung auch die Sachen "vorgrillen" und dann nur noch für den finalen Aufwärmschubs über den Rost während der Feier schieben. Steaks wirst du es nicht wirklich ansehen, Würstchen können ein wenig schrumpelig werden, wenn sie zu lange "kühl" gestellt werden.

Bezüglich des Grillgemüse... ich pack das üblicherweise in ne Edelstahlschale (kleine Koncis zB) und lass das mit Gewürzen (Salz, Pfeffer, Rosmarin, Knofi, Olivenöl) vor sich hinschmurgeln, das geht auch im "Angrillen" der Steaks indirekt in der direkten Zone (also Steaks liegen indirekt, Schale mit Grillgemüse liegt direkt - aber dank Schale auch wieder indirekt). Ab und an umrühren, dann sollte da auch nix anpappen.

Brot toasten: Je nachdem, wieviel Hitze du noch im Grill hast indirekt oder direkt. Wenn's direkt liegt verbrennt man hier Kalorien sehr, sehr schnell, also vorsicht! Da entscheiden manchmal Sekunden.

Zur allgemeinen Entspannung könntest du ja auch noch folgendes probieren: Mach am Vortag zur Party in deiner Kugel einen Schweinenacken fertig (ob als Pulled Pork oder einfach nur als Schweinebraten, deine Entscheidung), lass den kalt werden und erwärme den am nächsten Tag einfach im Wasserbad (sofern du nen Vakuumierer hast). Damit kannst du dann schon einige Leute gleichzeitig versorgen, während du dann "Verbrenn die Wurst" beim Flachgrillen spielst ;-)
Persönlich mach ich für größere Menschenmengen lieber große Stücke, die kann ich besser planen als einzelne Steaks oder Würstchen... :D
 
Ich würde auch 2 Schweinehälse auf den Grill legen. Wenn die fertig sind, könntest du noch direkt ein paar Würstchen grillen (nach dem erneuten Anheizen).
 
Damit habt ihr mir schon mal weitergeholfen.
@QBorg
Habe ich das richtig verstanden? Ich soll alles erst einmal indirekt warm werden lassen und kurz vorm servieren direkt grillen? Kann ich dafür Briketts nutzen? Oder wäre ein Korb mit Holzkohle günstiger?

Wegen Brot ist am Ende immer das Problem, das ich egal ob indirekt oder direkt nicht genügend Hitze habe um es zu bräunen.

@all
Habe gerade überlegt einen Schweinenacken, Samstag Morgen als Pulled Pork zu machen. Oder ist die Zeit dafür nicht mehr ausreichend? Habt ihr ein gutes Rezept was ihr empfehlen könnt.
 
Brennstoff ist *im Grunde* egal. Holzkohle bringt mehr Hitze, ist aber schneller alle. Wenn du eher moderate Hitze willst, dafür über ne längere Zeit, dann nimm (gute) Holzkohlebriketts.

Und ja, erstmal die ganze Ladung "vorgrillen" und dann einfach mit ner frischen Ladung Briketts/Kohlen aufknuspern kurz vor dem Servieren.

Bezüglich Pulled Pork am Samstag morgen vor dem Grillen... sagen wir mal so, ich würde mir das zutrauen, aber ich habe schon etliche Schweine zerzupft und weiß, wie meine Geräte reagieren. Wenn du das selber noch nie gemacht hast, dann Finger weg am Präsentationstag. Deine Gäste sind nicht deine Versuchskaninchen.
Deswegen meinte ich auch: Am Vortag (oder noch eher), und dann am Tage der Verspeisung nur nochmal im Wasserbad reaktivieren.

Bezüglich Rezept für Pulled Pork hier meine Vorgehensweise: Schweinenacken parieren und dann mit einem guten Rub (ich mag Butt Glitter Rub mit leichter Rauchnote) einreiben. Für ein paar Stunden einwirken lassen (oder am besten gleich über Nacht). Den Grill/Smoker einpegeln auf 130°C, moderat Rauch (am liebsten mag ich Kirsche, andere Obstholzsorten gehen aber auch sehr gut - oder auch Buche) in den ersten 4-5 Stunden. So alle Stunde immer mal mit Apfelsaft/Cider-Mix einsprühen, darauf achten, dass sich keine Pools auf dem Fleisch bilden. Dann in Butcherpaper (oder notfalls Jehova aka. Alufolie) einwickeln und nochmal sowas um die 4-5 Stunden am Grill lassen (Rauch ist da dann nicht mehr notwendig und Sprühen kann man sich auch sparen). Nach so 7-8 Stunden Gesamtzeit mal langsam mit nem Einstichthermometer nachgucken, ob die KT schon bei *rund* 92°C angekommen ist. Wenn ja, dann kann das Schweinchen vom Grill und nochmal so 1-2 Stunden ruhen, wenn nein, dann darf es weiter in der Sauna schwitzen.
 
Ok dann nutze ich meine Gäste mal nicht als Versuchskaninchen. Leider fehlt mir die Woche unter ein wenig die Zeit.
Gibt es vielleicht einen "Braten" welchen ich Vormittags schon machen kann um ihn Abends nur noch "aufzuknuspern" ?
 
Klar, du kannst den Schweinenacken auch so ab 75°C KT runternehmen... ist dann nicht so leicht zerrupfbar und eher al dente als al prothese, aber trotzdem gut lecker. Dauert dann nicht ganz so lange. :D
 
Ich dachte das Pulled Pork ohne Übung nicht so gut kommt. Wie meinst du das mit dem Schweinenacken? Im Ganzen? Hast da vlt. ein schönes Rezept?
 
Das war ein gegrille für 14 Personen, wo jeder was anderes mitgebracht hat. Alle haben gleichzeitig was bekommen und nichts war angebrannt oder noch nicht gar. Ein AZK Briketts auf eine Hälfte des Grills. Mit ein bisschen platzmanagement geht das ganz gut. Ich lasse dann immer das, was gerade nicht direkt gegrillt wird auf der indirekten Seite Temperatur ziehen.

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PP ohne Übung würde ich nicht machen. Da kann man sich mit der Zeit vertun! Du könntest mit einem Schweinehals auch einen Gyrosbraten machen!

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Habe in letzter Zeit öfter für über zehn hungrige Mäuler gegrillt, das wichtigste ist: nich hetzen lassen!

Eine Anschaffung die hier echt was gebracht hat war der Amarillo Korb, habe z.b. für ca. Dreissig Gäste gegrillt mit folgendem Setup: 54er Kugel, Amarillo vollgemacht, vollen AZK Briketts rein, auf der indirekten Zone Chicken oberkeulen randvoll gemacht, darüber mit nem wingshalter ca. 15 ganze chickenwings. Unter dem Grillerost auf Ebene vom Kohlenrost 1,2kg Roastbeef ziehen lassen. Und es gab auch noch einen zweiten kleinen 39er Weber, der speziell und ausschliesslich für Adana Kebap in der iraner Variante genutzt wurde. insgesamt waren auf den beiden Grills ca. 9 Kilo Fleisch.

Nach ca einer Stunde war alles durchgezogen, so dass man das auf der direkten Zone dann weggrillen konnte. Buffet mit Kartoffelsalat usw als Barriere vor den Horden aufgebaut, Grill als letzte Station. Nachdem die ersten zehn dinger fertig waren Bescheid gesagt und dann allet auf der direkten Zone durchgeballert. Würstchen und so hab ich dann beim direkt geillen dazwischen geknallt als die Kohlen nich mehr so super heiss waren. Durch die Schlange am Gurkenbuffet kamen die Leute immer schön vereinzelt an und konnten genau das eine fertige Teil mitnehmen. Ich hatte natürlich Hilfe beim anrichten etc. Es war am Ende ne Menge stuff übrig, so dass ich noch später am Abend vier hungrige Nachbarn vollgestopft hab und es war immer noch etwas da.
 
Mir ploppen beim Lesen hier schon fast die Augen raus.:blinky: +10 Leute mit nur EINER Kugel ist wirklich GrillSPORT.:-D

Bei mir waren 8 gleichzeitig essende Personen bei einer Flachgrillsession das Maximum. Dabei hatte ich aber wirklich schon ein sehr beklemmendes Gefühl. Deshalb starte ich jetzt immer ab 6 Personen meinen Genesis II (4 Brenner). Da sieht die Sache dann schon etwas anderes aus.

Vielleicht muss ich da mal wieder mehr üben. Was ich hier so lese liegt der Fehler ja scheinbar bei mir und nicht an der Kugel.^^
 
@Tepperts wie ist's denn nun ausgegangen? Waren alle zufrieden? Konntest du ohne übergroßen Stress mitfeiern?
 
Mir ploppen beim Lesen hier schon fast die Augen raus.:blinky: +10 Leute mit nur EINER Kugel ist wirklich GrillSPORT.:-D

Bei mir waren 8 gleichzeitig essende Personen bei einer Flachgrillsession das Maximum. Dabei hatte ich aber wirklich schon ein sehr beklemmendes Gefühl. Deshalb starte ich jetzt immer ab 6 Personen meinen Genesis II (4 Brenner). Da sieht die Sache dann schon etwas anderes aus.

Vielleicht muss ich da mal wieder mehr üben. Was ich hier so lese liegt der Fehler ja scheinbar bei mir und nicht an der Kugel.^^

Ja, so richtig Spass macht es nicht, das gebe ich zu, aber volle backen und runde bäuche sind dann doch ein schöner Lohn für die ganze Arbeit. Aber nach dem Marathon war ich platt, es hat ganz drei Stunden gedauert, bis ich den grill wieder anmachen konnte :D
 
Ich habe selten für zehn, zwölf Leute gegrillt oder für mehr, aber ich fand das immer entspannend - da war irgendwie immer mindestens einer dabei, der sich aufgedrängt und um den Grill gekümmert hat (und zwar sehr gut, solange es nur um Flachgrillen ging - sicher besser als ich) :-)

Aber mal im Ernst: wenn nicht jede/r was mitbringt, würde ich bei einer großen Zahl an Gästen immer lieber was Großes, Dickes grillen, etwa Roastbeef, und nicht zig Würstchen oder Steaks. Man nutzt durch die Dicke die Rostfläche besser aus, muß nicht ständig schauen, ob die ersten Teile schon zu durchgegrillt sind, hat einfach mehr Ruhe.
Die Gäste sollen sich wohlfühlen - ich aber auch.
 
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