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Outdoorchef Dualchef 325 G

lecram2703

Bundesgrillminister
5+ Jahre im GSV
Ich möchte heute mal ein wenig über einen Grill berichten, der nicht so oft auf der Liste steht.
Der ODC Dualchef 325 G ist ein Grill mit drei Brennern, die U-Förmig gebaut sind, so das man eigentlich 6 Brenner hat. Ich finde die Temperaturverteilung ist dadurch echt gut. Hab auf dem Grill 18 Frikadellen gebraten und hatte keine Unterschiede in dem Bräunungsgrad.
Durch die relativ niedrige Haube kommt der DC sehr schnell auf die gewünschte Temperatur. Und er wird richtig heiss. Ich habe mit einem geeichten Thermometer mit Sonde ca 410 Grad gemessen. Das zeigt sich auch bei der Pizza. Auch ohne BB wird eine sehr gute Oberhitze erreicht. Ich finde, das sieht man auch.
Durch gute Gussroste sind Steaks echt kein Problem. Wenn man die Grillfläche mit dem Zone Divider teilet, kann man auch der einen Seite das Steak richtig scharf anbraten und auf der anderen Seite in Ruhe gar ziehen lassen. Bei dem 325 G hab ich so Temperaturunterschiede von ca 150 Grad erreicht. Ich finde, das macht den Grill sehr vielseitig. Man kann auch auf der einen Seite einen Spießbraten machen und auf der anderen z.B. Fisch.
Zum Thema Qualität kann ich nur sagen, das mich der Aufbau und die Schraubverbindungen überzeugt haben, alles mit Pressgewinde und Edelstahlschrauben. Die Wanne für die 11kg Flasche ist aus Edelstahl ( pulverbeschichtet) und ein Regal im Grill für Plancha und Gussplatten hat ein Edelstahlblech auf dem Boden. So kann man durch das hin und her schieben nicht den Boden beschädigen und damit den Rost fördern.
Ich weiss natürlich nicht, wie der Grill sich rostmäßig auf Dauer schägt, da ich den Grill erst seit ein paar Wochen habe, aber ich habe zumindest konstruktionsmäßig keine Mängel entdeckt. Die Grillkammer ist bis auf die Rückwand komplett mit Edelstahlblechen verkleidet. Die Flavourbars sind aus massivem Edelstahl von Guter Qualität. Die haben nach bis jetzt ca 25 Vergrillungen kein bisschen Flugrost ( im Gegensatz zu meinem BK Regal 590 pro) und brennen sich sehr gut frei von Grillrückständen. Den Seitenbrenner hab ich noch gar nicht ausprobiert. Ein ganz normaler Seitenbrenner halt. Die beiden Seitenteile lassen sich abklappen. Was mir nicht gefällt, sind die beiden Thermometer. Wenn sich so mancher hier über die Schätzeisen bei Napoleon lustig macht, die sind gar nichts gegen die vom 325 G. Bis ca 250 Grad gehen die einigermaßen genau, aber dann enteilen sie auf unglaubliche (geschätze) ca. 600 Grad. Man lernt relativ schnell so um die 200 Grad abzuziehen und dann passt alles wieder.
Aber ist schon lustig. Wenn ich den Grill einordnen soll, so würde den Grill qualitativ beim Regal von BK oder P500 von Napoleon einordnen.
Ich pack noch ein paar Bilder dazu. Und ich weiß, es gibt da ein paar Leute, denen es jetzt in den Fingern juckt, aber lasst uns doch einfach mal abwarten, wir der Grill sich auf Dauer schlägt.
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Ach so, ich habe bei dem Temperaturtest ein ODC Thermometer gegen ein von einem Saffire Keramikgrill getauscht. Das hat aber zu wenig angezeigt.
Wenn es noch Fragen gibt, sehr gerne.
VG aus Essen
Marcel
 
Dieses Temperatur ist wie ein rotes Tuch für mich. :D
Ich habe die Meinung das JEDER Gas-Grill so heiß wird das man auch alles darauf zubereiten kann. Maximal dauert es etwas länger. Aber ist doch egal. Grillen bedeutet für mich Entschleunigung.
Und immens viel Hitze um nen Steak anzubraten finde ich auch zu hoch priorisiert. Das Steak bleibt das Steak und schmeckt wie ein Steak, auch bei "nur" 370°C. :D
Dabei ist mir so ein olles Branding Wurst. Macht das Fleisch nicht besser.

U-förmige Brenner mag ich nicht mehr. Für das indirekte Grillen engen sie sehr stark ein. Was der Vorteil der gleichmäßigen Hitzeverteilung im direkten Grillen ist, ist der Fluch der großen Fläche die nicht abgeschirmt werden kann wenn man indirekt grillen möchte.
 
Naja, jedes Auto bringt dich ans Ziel. Nicht im jeden Auto macht es auch Spaß.
Im Ernst, ein Steak braucht schon eine schöne Kruste und Krarameliesierung, wenn der Grill dafür zu lange braucht, ist das nicht so doll. Das Fleisch ist dadurch sicherlich nicht schlechter, schmeckt aber nicht so gut. Wenn für dich 370 Grad in Ordnung sind, aber 400 Grad zuviel, geschenkt. Aber auch nicht jeder Grill erreicht 370 Grad. Und ich würde niemals auf die Idee kommen, bei meinem P500 ein Steak auf dem normalen Rost zu grillen, da hat der nicht genug Hitze am Rost, um diese Kruste zu erzeugen ohne das Fleisch zu übergaren. Aber gottseidank haben wir da alle so unsere Eigenheiten, sonst bräuchten wir nur einen Grill.
Bei den U-Brennern bin ich fast bei Dir, aber wenn man mit dem Zonedivider arbeitet, bekommt man ein gute Fläche zum garen. Auch zb. Für PP, da kann man die Hitze Quelle komplett entkoppeln, finde ich gar nicht so übel.
 
ja, aber jetzt zeige mir diesen 1.000 - 6.000 Euro Grill der kein Steak hinbekommt. :)
Hier gibt es schließlich Unbedarfte die sich nach einem Grill erkundigen der um die 1.000 - 1.500€ kosten darf und es kommen Foren-Mitglieder mit "der wird nicht so heiß".
Ende vom Lied:
Der unbedarfte Fragesteller ist verunsichert ob ein 1.000€ Grill in der Lage sei ein Steak zu grillen. Und das ist doch sehr ........ unsinnig ..... beraten muss ich in dieser Hinsicht sagen.
Wur reden ja hier nicht von den 15€ Baumarkt-Kisten.
 
Hinbekommen tun das alle Grills. Der eine besser und der andere schlechter. Und ich finde, genau darum geht es bei einer Beratung. Herauszufinden, welcher Grill was gut kann.
Mehr wollte ich nicht aussagen. Ich bin gar kein Temperatur Junkie, aber wer sich für die Max Temperatur interessiert, soll diese Info auch bekommen.
 
Ich habe meinen Outdoorchef 315 jetzt fast ein Jahr und er hat auch keine Anzeichen von Rost. Temperatur ist auch super. Schöne stabile abklappbare Seitentische, die zum Grill hin auch geschlossen sind im Gegensatz zu den meisten anderen Grills.
Der Bereich über den drei Brennern ist jeweils 20 cm breit, da läßt sich schon gut was indirekt machen, wenn man unbedingt 2 Brenner anhaben möchte. Das Problem habe ich doch bei den anderen 3-Brenner Grills ähnlich. Man könnte auch das Gerät mit 4 Brennern nutzen. Hier ist eher das Problem, das ich die Temperatur nicht runterbekomme unter 180°, wenn ich mehr als einen Brenner anhabe. Ich habe mir zusätzlich einen Durchflußregler gekauft.
Nachteile:
- Durch die niedrige Rollhaube ist der Warmhalterost (2 Höhen) nur bedingt nützlich. Entweder ist der Platz darüber zu wenig, oder der darunter.
- Die Rotisserie ist nicht oberhalb der Roste nutzbar, da zu niedrig. Mit Heat Diffusor (Spezialblech, wird oberhalb der Brenner in den garraum versenkt, um die Hitze der Brenner auf die Rotisserie zu lenken) reicht der Platz. Das Ergebnis beim Hendl grillen ohne Backburner mit Heat Diffusor ist super, aber der Grill danach versaut, da sich keine Schale unterstellen läßt und das Fett im ganzen Grill rumspritzt.

Ob ich ihn nochmal kaufen würde? Wahrscheinlich, da die Nachteile nicht so stark sind
 
Ich habe gerade mal ausprobiert, wie man beim 325 eine große indirekte Zone bekommt. Den Divider rein und den rechten Brenner auf ca. 1/3.
Dann hab ich in der rechten Kammer fast genau 100 Grad. Ideal für PP. Entsprechend wird die Temperatur auch höher mit höherer Temperatur in der linken Kammer. An dem Dividerblech ist die Temperatur unwesentlich höher. Somit wäre ein PP komplett von der Hitzequelle entkoppelt. Eigentlich Ideal.
Den Anlagerost nutze ich gar nicht. Eigentlich bei den anderen auch nicht. Ganz selten, wenn ich viele Würstchen machen muß.
Ach so, hab ich fast vergessen, ich benutze den Spieß und den Motor vom BK Regal.
Da geht ein Spiessbraten samt Schale auf die Roste. Hähnchen hab ich noch nicht gemacht.
 
Mach ich beim nächsten. Das passt alles. Ich packe morgen mal ein Foto rein.
 
Stimmt, hab ich vergessen.
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Ja, gar kein Problem. Halt wie jeder Grill, der auch keinen BB hat. Wenn man aber zum Schluss noch etwas aufknuspern möchte, dann einfach die Schale rausnehmen und den Diffuser rein. Dann kann man gezielt den Braten aufknuspern. Kein großer Aufwand.
 
Jetzt gibt es auch ein Foto mit Braten. Der Nacken vom Schwein hatte ca. 3 kg. Also nicht sooo klein.
Das Setup ist mit dem Spieß und der Aufnahme vom BK. Ich habe den Zone Divider drin gelassen und nur den ganz linken Brenner angemacht.
Der Nacken war also komplett von der Hitze entkoppelt. Ich hab den Nacken ca 4 Std drin gelassen. Anfangstemperatur war 100 Grad. Jede Std ca 15-20 Grad erhöht, was kein Problem war mit nur dem linken Brenner. Zum Schluss hatte ich um die 150 Grad im Grill.
Der Braten war gleichmäßig gar und unglaublich zart und saftig. Das kenn ich sonst nur vom Keramikgrill so. Ich hätte gedacht, mehr Probleme mit der Hitzeverteilung zu haben, war aber nicht der Fall. Ich werde demnächst mal Pulled Pork am Spieß versuchen. Macht das Sinn? Keine Ahnung, macht aber Spaß. Ich hatte das Gefühl, das durch die Entkopplung das Fleisch sehr entspannt im Grill war ( ich weiss, komische Schilderung). Hab selten so einen zarten und saftigen Braten gegessen. Ich glaube, auch Ribs werden so super. Ich bin echt erstaunt, was der Grill hergibt, im positiven Sinn.
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Kann ich jedem empfehlen, das mal so auszuprobieren.
 
Ich habe gestern nochmal 32 kleine Frikadellen gleichzeitig gemacht, alle haben den gleichen Bräunungsgrad. ( Die erste vorne rechts nicht)
Hab den Grill jetzt ein knappes Jahr und bin immer noch Top zufrieden. Nirgends einen Ansatz von Rost und die Hitzeverteilung finde ich jedes mal wieder super. Letzte Woche hab ich Spießbraten für 14 Personen drauf gegrillt, Roste sind drin geblieben.
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Ich kann ja verstehen, warum viele nicht so auf ODC stehen. Wahrscheinlich zu recht, ich kenne die Australia Serie nicht. Aber dieser Dualchef 325 S macht echt Spaß.
 
Ich bin von meinem 315 G auch immer noch voll zufrieden. Das Einzige was ich geändert habe ist, dass ich die Roste hab' emaillieren lassen. Weniger Pflege und weniger festkleben, grade bei Burgern. :-)
 
Jetzt gibt es ja für den Dualchef 425 und 325 eine sogenannte Blazing Zone. Also einen Keramikbrenner statt Seitenbrenner. Mußte ich natürlich bei meinem 325 einbauen, was wirklich sehr einfach und schnell ging. Ein paar Schrauben rausgedreht, den Seitenbrenner rausund die Blazing Zone rein. Drei Schrauben wieder rein und fertig. Dann muss man noch den Drehknopf für Gas abziehen und einen neuen draufstecken. Also wirklich keine Raketentechnik.
Und es funktioniert super. Schön heiss.
Man kann den Edelstahlrost auf drei verschiedenen Höhen justieren. Der Keramikbrenner ist nicht so groß wie beim Napoleon Prestige, eher so wie bei Broil King.
Das ganze kostet ca 199,00 €. Wem beim Dualchef die Sizzlezone gefehlt hat, der hat jetzt was er braucht.
Nochmal allgemein zum Dualchef.
Nach über einem Jahr kann ich weder Rost, noch andere Schwachstellen an dem Grill finden. Der Grill wird schön gleichmäßig heiss und verbraucht relativ wenig Gas.
Wer also einen absoluten Allrounder sucht, muss nicht immer nur bei den großen Dreien schauen. Mit dem Dualchef bekommt man einen absolut ebenbürtigen, wenn nicht besseren ( in Aufbau und Konstruktion) Grill.
Ich packe noch ein paar Fotos von der Blazing Zone dazu.
Alles wie immer nur meine Meinung, jeder kann gerne eine andere haben.
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Geht aber auch wunderbar ohne den Keramikbrenner.
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Schöne Pfingsten und VG
Marcel
TapBar.BBQ
 
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