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Polygonalplatten verlegen

sashman

Bundesgrillminister
10+ Jahre im GSV
Hallo,

ich möchte meinem Sportplatz einen schönen Boden gönnen. Meine Göga und ich haben uns für Polygonalplatten entschieden. Da ich sowas noch nie verlegt habe, bin ich noch nicht so sicher, wie ich vorgehen soll. Natürlich habe ich diverse Online-Quellen angesehen und auch diese Faltblätchen von den Baumärkten gelesen. Da werden aber nur die beiden Varianten (1) verdichteter Splitt (oder vergleichbares) oder (2) Betonfundament disktutiert.

Aus verschiedenen Gründen habe ich Variante (3): ein Plattenfundament. Ich habe ca. 5cm dicke Betonplatten auf ein ca. 15 cm dickes Sandbett gelegt, wobei der Sand mit Estrich trocken gemischt wurde (Pi mal Daumen auf 2-3qm ein 40Kilo Sack). Das wird mit der Zeit auch hart nur eben nicht so hart wie richtiger Beton.

So. Zurück zu den Faltblätchen. Dort steht, dass unabhängig von Variante (1) oder (2) eine 5cm dicke Naurstein-Verlegemörtelschicht aufgetragen wird. Darauf kommen dann die Polygonalplatten.

Ich würde das bei meiner Variant (3) doch genauso machen, richtig? Oder sollte ich mehr als 5cm auftragen?
Muss ich das Plattenfundament noch vorbehandeln?

Sascha
 
Ich nehme an deine Naturstein-Verlegemörtelschicht besteht aus Splitzement oder auch Einkornmörtel genannt!
5 cm is schon die Maximale Stärke, ist aber möglich.
Du verteilst den Einkornmörtel und Verlegst deine Platten darauf. An der Plattenunterseite musst du allerdings ne Haftschlämme anbringen. Dies ist meist Fliesenkleber!
Bitte darauf achten dass die Fugen max. 2 cm breit sind..
 
Naturstein-Verlegemörtelschicht
Das war aus dem Faltblatt abgeschrieben. Ich hatte auch schonmal Trasszement gehört.

An der Plattenunterseite musst du allerdings ne Haftschlämme anbringen.
Das heißt ich bringe erst einen Teil der Mörtelschicht auf, kleistere die Plattenunterseite mit Fliesenkleber ein und lege das dann auf den noch nicht abgebundenen Mörtel. Habe ich das so richtig verstanden?

5 cm is schon die Maximale Stärke
Also geht es bei der Mörtelschicht nicht um Tragfähigkeit? In welchem Bereich lässt sich die Dicke der Schicht denn variieren?

(Sorry, aber ich muss das so genau Fragen, weil ich wie angedeutet nicht vom Fach bin... :kaffee:)
 
Hallo Sascha,
ich mal wieder. :sun:
Bei der Mörtelschicht geht es nicht um Tragfähigkeit, die Platten sollen nicht lose liegen und mit einem Panzer willst Du da auch nicht drüberfahren.
5 cm Mörtelschicht und die ungleichen dicken der Polygonalplatten auszugleichen. Fliesenkleber dazu? Wenn müsste es Kleber für Naturstein sein. Halte ich für übertrieben. Wenn die Platten ordentlich im Mörtel liegen, was soll geschehen?
Der schwierigste Teil ist doch, die Platten so zu verlegen, das überall ein gleichmäßiger Spalt ist.

Bin jetzt nicht der ausgewiesene Fachmann, habe aber schon einiges selber verlegt.

Ich wünsch Euch viel Spaß beim Puzzle.
 
Tip vom Galabauer.
Polygonalplatten sollte man wie folgt verlegen:
10-15cm Minerallage, dann min 5cm Splitt/Trasszementgemisch. Gut feucht sollte es sein.
Die Polyplatten anpassen und mit schmaler Fuge und Natursteinmörtel nass in nass legen.
Die Fugen mit z.B. VDW Fugenmörtel versehen.

Warum so? Wenn nur in Mörtel gelegt wird, kommt Wasser unter die Platten und läuft nicht ab.
Bei Frost lösen sich die Platten. Durch den Splitt/Trasszement kann das Wasser ablaufen.

Denk dran dass Grillen auch mit Spritzern zu tun hat. Jedenfalls bei mir.
Polys sind kaum auswechselbar. Eine harmlose Gehwegplatte gibt's immer irgendwo.
 
Der schwierigste Teil ist doch, die Platten so zu verlegen, das überall ein gleichmäßiger Spalt ist.
Das wird noch einiges an Puzzelei geben...Aber hier geht es ja nicht um "schnell und einfach" sondern eher um "so gefällt's mir". :)

Denk dran dass Grillen auch mit Spritzern zu tun hat. Jedenfalls bei mir.
Polys sind kaum auswechselbar. Eine harmlose Gehwegplatte gibt's immer irgendwo.
Hmm...ja...Da fällt mir jetzt auch kein Gegenargument ein...außer: Polys sind abba doch sooo schön....
 
sorry dass ich mich nicht mehr gemeldet hatte, war lange hier nicht mehr online :(
ist die terasse schon verlegt? notfalls kann ich dir morgen mal ne Querschnittszeichnung hochladen.
aber ich befürchte das ist jetzt eh schon zu spät :/
sorry nochmal und viele grüße
 
Doch doch. Lad mal hoch. Ich konnte bisher noch nicht weitermachen und bis der Boden dran ist, müssen sowieso noch andere Dinge vorher erledigt werden. Da stehen noch so "Kleinigkeiten" auf der Liste wie ein gemauerter Grillofen....huaaaaa....

Also lad mal hoch. Ich bin gespannt.

Sascha
 
Zitat:

" ..... hat schon gut erklärt wie es funktioniert. Es ist sehr wichtig, dass der "Unterbau" aus einer 30-40 cm dicken Schotterschicht aus geeignetem, gebrochenenem Steinmaterial besteht. Wobei die Mischkörnung eine geeignete Siebkurve aufweisen soll (das weiß der Baumarkt bzw. Fachhandel), und eine Korngröße von 0-32 mm bzw 0-56 mm haben soll. Diese Schottertragschicht muss bereits gut verdichtet werden. Darauf kommt eine Schicht von 4-5 cm Dicke aus Pflastersplitt (gebrochenes Material) mit einer Körnung von 2-5 mm. Diese schicht wird mit der Richtlatte "abgezogen" und das Pflaster darauf verlegt, immer in Schritten von 1,0 - 1,5 m Breite. Nach der Pflasterverlegung wird bei Betonpflaster feiner, trockener Quarzsand (Sackware) oder bei Natursteinpflaster Brechsand eingekehrt. Danach wird das Pflaster mit einer geeigneten Rüttelplatte, bei empfindlichem Betonpflaster sollte die Unterseite der Platte mit einem schützenden Kunststoffblatt versehen sein, abgerüttelt. Nach dem Abrütteln des Pflasters nochmal mit feinem Quarzsand nachkehren. Bei dieser Verlegeart sinkt das Pflaster 1 - 1,5 cm ab. Das Nachkehren kann man auch nach einigen Wochen nochmal wiederholen. Wichtig ist die gute Verdichtung der Tragschicht, beim Abrütteln des Pflasters wird nur das Gefüge des Pflastersplitts zusammengepresst. Viel Spaß bei der Arbeit."



Hier ist alles beschrieben, wollt ich jetzt nicht selber "reinklimpern"!
Vergiss Deinen Beton, dafür gibt es mehrere Gründe und willst du die alle wissen, nehm ich mir etwas Zeit dafür! ;)
 
Für welche Gesteinsart habt ihr euch denn entschieden? Bei Porphyr sieht man nachh wenigen Jahren deutlich den Unterschied der Flächen die bewittert sind und denen, die keine Feuchtigkeit abgeben, da hier der Metallanteil rostet und sich daher Farbunterschiede ergeben...
Vom Aufbau her wird auf einer betonierten Platte auch wieder nach oben betoniert, da hier die gesamte Platte abhaut wenn was im Unterbau faul wäre. Die Variante mit der frostfreien Tragschicht und dann dem verdichteten (Edel-)Splitt hat den Vorteil, dass wenn was absackt ich mit wenig Aufwand Platten rausheben und dann auch wieder auf Höhe verlegen kann. Der Trasszementmörtel wird aus folgendem Grund bei Naturstein verwendet, da die Inhaltsstoffe anders gebunden ist und nicht ausdiffundieren wie bei reinem Estrich-> Kalk wird durch Verdunstung an die Oberfläche gezogen und bildet Kalkränder an den Plattenstößen,...
Da ihr ein stabilen Unterbau mit den Waschbetonplatten habt, und Setzungen vermutlich nicht mehr kommen (vorrausgesetzt ihr habt anständige Vorarbeit geleistet :-) ) könnt ihr mit dem Mörtelbett arbeiten und die Platten fest verkleben. Als Hilfe würde ich euch raten zuerst paar m² auszulegen und dann gleichmäßige Flächen puzzeln. Bei der Anlieferung auf der Palette sieht man zu wenig und findet ausgrechnet die benötigte Platte oft nicht.
Grüßle Klaus
p.s. mit Edelsplitt ist ein Moränesplitt, Basaltsplitt etc gemeint- kein Muschelkalk, da hier auch wieder der Kalk flüchtig sein kann
 
Hier ne aufbauskizze lt. norm.. wobei die schotterschicht wie oben beschrieben scho min. 40-50cm betragen sollte! und gut, also wirklich gut, verdichten... lieber beim verdichten ne stunde mehr investieren als dann zu ärgern wenn später alles verbaut ist und absackt...

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