Liebes Forum,
Hier http://www.grillsportverein.de/forum/threads/pulled-pork-minion-ring-fehlgeschlagen.197560/
Damals konnte ich mich auf die Weber Löschkohlen ausreden. Nach intensiver Suche konnte ich aber letzte Woche noch Grillis auftreiben und hab mir sogar ein Maverick 732 gegönnt. Der nächste Versuch konnte starten.
Sicherheitshalber hab ich schon um 21:00 gestartet, also eine Stunde vor der offiziellen Zeit!
Ring gelegt, Holzchips verteilt, Wasserschale vorbereitet, Fleisch gesenft und mit Rub versehen. Die Grillis lassen sich, im Gegensatz zu den Weber Briketts, tatsächlich auch schon zu fünft im Anzündkamin entfachen. Wunderbar. Ich hatte ein gutes Gefühl.
Das Einreglen der Temperatur gestaltete sich dann schon schwieriger. Der Redi Chek leistete ausgezeichnete Arbeit, aber ich bin schon einige Mal raus zum Grill um nachzuregeln. Irgendwann bin ich dann bei 120 °C Garraumtemperatur ins Bett. Fleisch ca. 60 °C.
Über Nacht hab ich dann den Alarm zugegebenermaßen deaktiviert. Ich hab die Grenzen für die Garraumtemperatur auf 85 °C und 130 °C gelegt, aber meine bessere Hälfte hat für Alarm mitten in der Nacht wenig Verständnis angekündigt. Am nächsten Morgen um halb sieben dann der erste kleine Schock: Garraum 76 °C, Fleisch 65 °C. Gleich mal in den Garten und nachgesehen - der Ring (2 + 1) war fast schon komplett am Ende!
Ich hab den Ring dann weitergebaut und hab gehofft dass es weiterläuft. Das hat auch wunderbar geklappt. Ich konnte die Temperatur dann auch wunderbar auf ca. 110 °C - 115 °C einregeln. Nur dann kam der fatale Fehler.
Nickerchen zu Mittag. Maverick Alarm natürlich noch immer aus. Zuvor noch schnell die Fleischtemperatur kontrolliert: 92 °C, noch ok. Ihr wisst schon, was dann passiert ist.

Nächster Check: Fleischtemperatur 96 °C. Ich bin natürlich gleich raus zum Grill gerannt und hab den Nacken in Sicherheit gebracht. In Jehova eingeschlagen und in den Backofen (ungeheizt, Raumtemperatur!) zum Zwischenlagern bis zum Essen. Die Kerntemperatur viel dann gleich relativ rasch auf 42 °C.
Vor dem Essen wollte ich das Fleisch dann nochmal etwas wärmen (da war es schon auf 36 °C) und hab einfach den Backofen auf 200 °C gestellt, da wir diese Temperatur sowieso noch für die Brötchen zum fertigbacken brauchten. Na, was soll ich sagen, dann kamen natürlich schon die Gäste, ich hab mich verplappert und die Schulter kam schon wieder auf 66 °C Kerntemperatur. Insgesamt war sie aber sicher nicht länger als ca. 15 min im Ofen.

Das Ende vom Lied: Pullen ging fast gar nicht. Das Fleisch war in großen Bereichen trocken. Klar, es war schon noch zu essen, und stellenweise ließ es sich schon ganz gut pullen und war auch wirklich saftig, wie ich es mir vorgestellt habe. Das große Erlebnis war es aber nicht. Auch geschmacklick eher in Richtung normaler Braten.
Generell hab ich glaub ich ein Problem, Geschmack in das Fleisch zu bringen. Beim Reste-Aufräumen hab ich noch ein Stück Rand (nahe der Schwarte) probiert, und dabei noch viel Rub erwischt. Mann war das lecker! Warum nicht überall so? Ich hab das Gefühl, das im gepullten Fleisch so gut wie kein Geschmack vom Rub unterkommt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das zweite PP zwar technisch besser lief als das erste, aber das Ergebnis war eigentlich noch schlechter. Klar hab ich einige dumme Fehler gemacht, vor allem die Temperaturkontrolle muss ich einfach effizienter betreibern. Aber bei der Lässigkeit, mit der manche hier an die Sache rangehen und dann von tollsten Ergebnissen berichten, war ich mir nicht mehr sicher, ob ein so rigides Vorgehen wirklich notwendig ist.
Ich werd es bestimmt nochmal versuchen. Aber vielleicht erst nächstes Jahr.
Könnt ihr mir noch Tipps geben, wie ich auch so ein großes, saftiges Stück Nacken für PP hinbekomme? Und wie bekomme ich mehr Geschmack vom Rub ins Endergebnis?
Danke für eure Hilfe!
Harry
Hier http://www.grillsportverein.de/forum/threads/pulled-pork-minion-ring-fehlgeschlagen.197560/
Damals konnte ich mich auf die Weber Löschkohlen ausreden. Nach intensiver Suche konnte ich aber letzte Woche noch Grillis auftreiben und hab mir sogar ein Maverick 732 gegönnt. Der nächste Versuch konnte starten.
Sicherheitshalber hab ich schon um 21:00 gestartet, also eine Stunde vor der offiziellen Zeit!
Das Einreglen der Temperatur gestaltete sich dann schon schwieriger. Der Redi Chek leistete ausgezeichnete Arbeit, aber ich bin schon einige Mal raus zum Grill um nachzuregeln. Irgendwann bin ich dann bei 120 °C Garraumtemperatur ins Bett. Fleisch ca. 60 °C.
Über Nacht hab ich dann den Alarm zugegebenermaßen deaktiviert. Ich hab die Grenzen für die Garraumtemperatur auf 85 °C und 130 °C gelegt, aber meine bessere Hälfte hat für Alarm mitten in der Nacht wenig Verständnis angekündigt. Am nächsten Morgen um halb sieben dann der erste kleine Schock: Garraum 76 °C, Fleisch 65 °C. Gleich mal in den Garten und nachgesehen - der Ring (2 + 1) war fast schon komplett am Ende!
Ich hab den Ring dann weitergebaut und hab gehofft dass es weiterläuft. Das hat auch wunderbar geklappt. Ich konnte die Temperatur dann auch wunderbar auf ca. 110 °C - 115 °C einregeln. Nur dann kam der fatale Fehler.
Nickerchen zu Mittag. Maverick Alarm natürlich noch immer aus. Zuvor noch schnell die Fleischtemperatur kontrolliert: 92 °C, noch ok. Ihr wisst schon, was dann passiert ist.

Nächster Check: Fleischtemperatur 96 °C. Ich bin natürlich gleich raus zum Grill gerannt und hab den Nacken in Sicherheit gebracht. In Jehova eingeschlagen und in den Backofen (ungeheizt, Raumtemperatur!) zum Zwischenlagern bis zum Essen. Die Kerntemperatur viel dann gleich relativ rasch auf 42 °C.
Vor dem Essen wollte ich das Fleisch dann nochmal etwas wärmen (da war es schon auf 36 °C) und hab einfach den Backofen auf 200 °C gestellt, da wir diese Temperatur sowieso noch für die Brötchen zum fertigbacken brauchten. Na, was soll ich sagen, dann kamen natürlich schon die Gäste, ich hab mich verplappert und die Schulter kam schon wieder auf 66 °C Kerntemperatur. Insgesamt war sie aber sicher nicht länger als ca. 15 min im Ofen.

Das Ende vom Lied: Pullen ging fast gar nicht. Das Fleisch war in großen Bereichen trocken. Klar, es war schon noch zu essen, und stellenweise ließ es sich schon ganz gut pullen und war auch wirklich saftig, wie ich es mir vorgestellt habe. Das große Erlebnis war es aber nicht. Auch geschmacklick eher in Richtung normaler Braten.
Generell hab ich glaub ich ein Problem, Geschmack in das Fleisch zu bringen. Beim Reste-Aufräumen hab ich noch ein Stück Rand (nahe der Schwarte) probiert, und dabei noch viel Rub erwischt. Mann war das lecker! Warum nicht überall so? Ich hab das Gefühl, das im gepullten Fleisch so gut wie kein Geschmack vom Rub unterkommt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das zweite PP zwar technisch besser lief als das erste, aber das Ergebnis war eigentlich noch schlechter. Klar hab ich einige dumme Fehler gemacht, vor allem die Temperaturkontrolle muss ich einfach effizienter betreibern. Aber bei der Lässigkeit, mit der manche hier an die Sache rangehen und dann von tollsten Ergebnissen berichten, war ich mir nicht mehr sicher, ob ein so rigides Vorgehen wirklich notwendig ist.
Ich werd es bestimmt nochmal versuchen. Aber vielleicht erst nächstes Jahr.
Könnt ihr mir noch Tipps geben, wie ich auch so ein großes, saftiges Stück Nacken für PP hinbekomme? Und wie bekomme ich mehr Geschmack vom Rub ins Endergebnis?
Danke für eure Hilfe!
Harry

erwärmt. Ja, Schande, aber es hat geklappt, wurde dadurch quasi halb "gedampft" und war mit Kraut und Brötchen echt lecker.