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Problemchen mit der SizzleZone

Lightyear

Veganer
5+ Jahre im GSV
Hallo liebe Gemeinde,

ich hab' schon gesucht, finde aber keine passenden Antworten, daher mein neuer Thread...

Ich bin ja nun stolzer Besitzer eines Napoleon und habe inzwischen auch schon die meisten Anfängerfehler gemacht und daraus gelernt... Ist halt doch was Anderes, als der olle CampingGaz RBS :roll:

Nun möchte ich gerne zukünftig etwas mehr in richtung Steak gehen und dabei die SizzleZone natürlich richtig benutzen.
Die ersten Gehversuche waren leider ernüchternd, irgendwie habe ich noch das Problem, entweder wesentlich zu rohes Fleisch zu erhalten, oder aber bittere Brandspuren, je nach Grilldauer.

Das beste Ergebnis (bei ca. 30mm Fleischstärke, Entrecote) hatte ich bislang mit beidseitig ca. 40 Sekunden auf der SizzleZone (vorgeheizt und volle Pulle) und danach noch ein paar Minuten nebenan auf mittlerer Leistung.
Auf diese weise war das Fleisch noch etwas zu sehr Medium. Beim nächsten Versuch habe ich das Entrecote dann länger auf mittlerer Leistung liegen lassen, Erfolg war dann eine fast verbrannte Oberfläche.

Ich opfere mich zwar heroisch, die ganzen "Fehlversuche" auch aufzuessen, jedoch beschleicht mich langsam der Gedanke, dass ich einen grundsätzlichen Fehler mache...

Gibt es (speziell in Verbindung mit der SizzleZone) eine Faustformel, um Steaks (Entrecote & Filet) auf Anhieb "richtig" zu grillen..?
Sollte ich die SizzleZone mit weniger Leistung benutzen?
Sollte ich danach auf weniger Leistung (länger) garen?
Oder ist es besser, das Fleisch komplett auf der SizzleZone zuzubereiten und danach nur noch ruhen zu lassen?

Fragen über Fragen...

Gruß aus Nürnberg,

Ly
 
8)


......ich hab' zwar'n Napi, aber leider ohne SZ......

Ich würde Dir aber raten mal ein wenig mit der Leistung der SZ zu experimentieren .

Du solltest auf Rosthöhe die gleiche Temperatur erreichen wie bei nem Holzkohlegrill, aber net ZU heiss.......ist schwer zu erklären. Gussrost mit Öl einpinseln, dieses darf aber net sofort verdampfen sondern sollte sich noch etwas an dem Material halten......

Mit der richtigen Temperatur braucht ein 3 cm dickes Steak aus Roastbeef oder RibEye ziemlich genau 9 Minuten ! Auflegen, mach 3 min. wenden, nach weiteren 3 min in Jehova und 3 min ruhen lassen ( ist dann medium-rare ) ......aber wie gesagt, das sind Erfahrungswerte vom Kohlegrill ;-)
 
Hm, scheibar mußt Du an der optimalen Leistung noch etwas rumschrauben.
3 Minuten pro Seite (dabei zur Halbzeit je eine 90°-Drehung) sollte ein dickes Steak locker abkönnen, danach bei 100° so 10 Minuten zur Ruhe schicken. So geht´s jedenfalls über richtig heißer Kohle mit gutem Ergebnis.
 
Egal ob jetzt Grillpfanne, Schmiedeeisenpfanne,Grillrost oder was auch immer..Steaks grill ich nie mit uhr oder faustformeln..
1. Steaks rechtzeitig ausm Kühlschrank..nicht kalt auflegen
2. Aufheizen..Steaks=Vollgas und auch mitm reinlegen warten,bis die Pfanne/Grill die Hitze auch aufgenommen hat
3.Ich lass die Steaks auf der ersten Seite,bis der Rand etwa bis zur Hälfte oder knapp drüber Farbe genommen hat..dann wird gewendet
4.Ich mags Medium..um das zu testen mach ich n Drucktest (Daumenballenmuskel oder wie das heißt)
5. Danach ruhen lassen.. also runter von der Hitze und auch keine weitere wärme mehr zuführen.

Hat bisher immer ganz gut geklappt.
 
Nutz die Sizzle Zone doch erstmal für ein schönes Branding, da die große Hitze zum durchgaren sicherlich zu hoch ist.
Danach einfach bei geschlossenem Deckel, eventuell abgedeckt ruhen lassen.
 
Ich würde zum Durchgaren einfach indirekt mit wenig Temperatur (80° oder so) arbeiten. Dann kann auch nichts mehr schwarz werden.

Und eben keine kalten Steaks auf den Grill! Immer 2h vorher aus dem Kühlschrank holen.
 
@Lightyear,

3 cm ist zu dick um eben mal was Kurzgebratenes zu machen.
wie schon oben erwähnt, A+O ist, das Fleisch frühzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen bis es Zimmertemperatur hat, dann 2-3 Min pro Seite + 45° Drehung und anschliessend je nach Vorliebe bei 100° nochmal 2-3 garziehen. Einwickeln und 3 Min. ruhen lassen und dann wird das schon.
Der grösste Fehler der m.E. öfters gemacht wird ist zu kaltes Fleisch in die Pfanne oder auf die Glut und dann ist es noch roh bzw. lauwarm in der Mitte.

viel Erfolg
 
Hmmm, danke schonmal für die ersten guten Ratschläge! :prost:

Wie gesagt, ich habe schon viel experimentiert, aber igrendwie will sich der Erfolg nicht so recht einstellen... Mein langjährig antrainiertes Gefühl scheint beim Napi noch nicht ganz kalibriert zu sein...
Klar ist das Fleisch vor dem Grillen auf Raumtemperatur.
Auf der einen Seite "glühe" ich den Rost natürlich schon kräftig vor, alleine um ein schönes Branding herzubekommen. Andererseits erscheint mir die Temperatur im Grill dann einfach zu hoch, um das Fleisch nicht doch noch zu verbrennen.

Wie gesagt, es ist ein wirklich schmaler Grat zwischen schönem Branding und einer schwarzen Spur auf dem Fleisch, da entscheiden Sekunden.
Wenn ich warte, bis ich am Rand Farbe sehe, ist das Branding schon so weit fortgeschritten, dass man nimmer guten Gewissens von Röstaromen sprechen kann...
Wenn ich weniger Vorheize, wird das Branding nix, grummel...

Jetzt werde ich mir erstmal ein vernünftiges Grillthermometer beschaffen, denn mit den Temperaturzonen im Napi bin ich noch nicht wirklich vertraut, wenngleich ich eigentlich viel lieber nach Gefühl arbeite, als nach Thermoteter oder dgl...

Gruß aus Nürnberg,

Ly
 
Ganz ohne SizzleZone habe ich es noch nicht probiert - wofür habe ich das Teil denn..? :cool:

Gruß aus Nürnberg,

Ly
 
8)


.....jetzt muss Dich doch mal fragen: Was ist Dir wichtiger.....n gutes Branding für die Show oder'n gutes Steak ?


.......mir ist das Branding scheissegal (sry) , wenn das auch noch passt isses gut, wenn nicht....Pffft, egal.....das Fleisch bedeutet mir erheblich mehr !
 
Dodgeman schrieb:
8)



.......mir ist das Branding scheissegal (sry) , wenn das auch noch passt isses gut, wenn nicht....Pffft, egal.....das Fleisch bedeutet mir erheblich mehr !

So isses! :mosh: :steak:
 
Ja, macht mich nur fertig... :cry:

Ich will primär natürlich ein lecker Stück Fleisch, aber das Auge isst ja schliesslich auch mit, oder..? Zumal der Reiz der SizzleZone imho ja darin liegt, die Poren in möglichst kurzer Zeit zu schliessen, um so wenig Saft, als irgendmöglich zu verlieren. Dass dabei ein Branding entsteht, ist ja quasi nur ein "Abfallprodukt"...

Gruß aus Nürnberg,

Ly
 
Lightyear schrieb:
.. die Poren in möglichst kurzer Zeit zu schliessen, um so wenig Saft, als irgendmöglich zu verlieren.

ich glaube, das wurde schon mal widerlegt :cool:

das andere . . . ich würde sagen, daß du nach kurzer Anbratzeit in der indirekten Zone noch eine zeitlang nachziehen lassen solltest . . . wie lange . . . das wiederum ist dann Erfahrungswert :cool:

:weizen:
 
Jetzt weiss ich zwar, dass es eine Maillard-reaktion gibt, aber was hat das mit dem Schliessen der Saftmenge im Fleisch zu tun..? :blinky:

Gruß aus Nürnberg,

Ly
 
mams schrieb:
Lightyear schrieb:
eine zeitlang nachziehen lassen solltest . . . wie lange . . . das wiederum ist dann Erfahrungswert :cool:

:weizen:

...oder mit einem schnellmessenden Einstichthermo ermitteln :roll: Ich weiß, da haben einige hier ein Problem mit, aber bei teuren Rindersteaks geh ich gern auf Nummer sicher - bei 56° KT sind die für uns genau richtig (das Blut läuft nicht mehr aus) und bis dahin, auf den Punkt, kann es noch sehr unterschiedlich laufen (je nach Fleischqualität, Ruhetemperatur etc.).... ;-)
 
Lightyear schrieb:
Jetzt weiss ich zwar, dass es eine Maillard-reaktion gibt, aber was hat das mit dem Schliessen der Saftmenge im Fleisch zu tun..? :blinky:

Gruß aus Nürnberg,

Ly

Man kann es auch anders formulieren - durch das scharfe Anbraten versiegelt man die Oberfläche. Saft tritt erst beim Anschnitt aus. Allerdings kenne ich von früher "Steak wenden, wenn an der Oberfläche Safttropfen aus dem Fleisch treten". Also es gibt da wohl keine allgemeingültige Regel. ;-)
 
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