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Projekt: CHICKENMAKER

Grillpyromane

Militanter Veganer
15+ Jahre im GSV
Hallo Grillsportgemeinde,

nach gefühlten 15 Jahre "Durststrecke" ist es endlich so weit. Wir dürfen wiedermal einen Grill bauen :clap2:. Wir heißt, mein Kollege, der bisher bei allen drei Projekten mitgeholfen hat (der Jack Daniels UDS war für ihn ;)) und meine Wenigkeit.

Neulich erzählte er mir von seiner Hähnchenvergrillung, die er am Vortag durchgeführt hatte. Er hatte keinen Antrieb und musste so recht umständlich den Spieß an seinem improvisierten Hänchengrill von Hand drehen. Zwei Stunden lang! Wir suchten also alle möglichen Stellen in unserem Betrieb ab und wurden fündig: Eine alte ausgeschlachtete Schweißdrehvorrichtung mit einem drehzahlgeregelten Elektromotor.
Abgesehen davon war unser Ölfass mit dem Schneidemulsionsöl gerade leer geworden, also beschlossen wir kurzerhand, einen komplett neuen Hänchengrill zu konstruieren und zu bauen. Wobei er so ausgelegt wird, dass man ihn auch als normalen Grill verwenden kann.

Gestern ging das Projekt dann in die erste Runde. Der Kollege baute ein Untergestell, dass später tatsächlich als Untergestell mit Rädern dient, aber vorerst zum Ausbrennen des Ölfasses verwendet werden sollte.

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Ich beschäftigte mich in der Zeit schon mal mit dem Fass:

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Anschließend "ging die Klasse dann auf den Hof" zum Ausbrennen: :ola:

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Tja, und das wars auch schon wiedermal in Kürze. Nächste Woche müsste der Bau weitergehen. Ich werd natürlich versuchen, so oft wie möglich ein Update mit ein, zwei Bilder hier reinzustellen.

Viele Grüße,
Chris
 

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So, dann gehts mal weiter:

Nach dem Bürsten der zwei Halbschalen wurden Versteifungsrahmen angebracht. Am Oberteil lediglich ein Flachstahlrahmen und für das Unterteil einen Winkelrahmen, der bei geschlossenem Deckel in das Oberteil eingreift, damit der Rauch nicht aus dem Spalt rauskommen kann. Längs unterhalb des Winkelrahmen wurden noch zwei Winkel angebracht als Rostauflage.

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Das Unterteil bekommt einen richtigen Kohlerost und darunter wiederum einen längs herausziehbaren Aschekasten. Dieser dient gleichzeitig der Luftzufuhrregelung. Je weiter er rausgezogen wird, desto mehr Luft kann in das Innere und von unten durch die Kohlen oder das Holz durch. Das Prinzip stammt in etwa von meinem ersten Smoker.

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Während mein Kollege sich mit dem "Schwarzstahl" beschäftigt hat, ging ich an den "Weißstahl" nämlich dem Kamin aus Edelstahl.


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Ich hoffe nur, dass er wegen der Hitze bei der Benutzung nicht anläuft. Das sähe nicht so prickelnd aus.


Das wärs dann auch schon wieder auf die Schnelle. Vielleicht ist dem einen oder anderen von Euch etwas aufgefallen, was man evtl. verbessern könnte. Bitte keine Scheu.

Viele Grüße,
Chris
 

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Na da bleib ich dran schöne Arbeit bis jetzt !!!
:respekt:
 
Hallo Leute,

heute haben wir eine Sonderschicht eingelegt. Zeit war vorhanden, also warum nicht. Aber zunächst noch das Update von gestern:

Gestern wurde der Grill von meinem Kollegen endgültig "auf die Füße gestellt". Der Unterbau war dran. Außerdem widmete ich mich dem Kohlerost. Das Ganze sah so aus:

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Leider hatten wir beide eines nicht bedacht...

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... der Kohlerost hätte natürlich VOR dem Rahmen mit der Grillrostauflage eingebaut werden sollen. Also blieb uns nichts anderes übrig als diese Lösung:

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Wir trennten eine Stirnseite komplett raus und ersetzten sie heute mit einem neuen (und auch etwas stabileren) Blech.



Heute kam auch schon der Schornstein ran. Eine klassische "Schwarz/Weiß-Verbindung". Wir hatten gerade zufällig ein Schweißgerät mit einem entsprechenden Zusatzwerkstoff bestückt.

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Zudem wurde das gute Stück um einen Grillrost erweitert...

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... und um ein paar echt ansehnliche Deckelhalter:

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Hier noch die ersetzte Stirnseite:

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Ich beschäftigte mich heute mit dem Antrieb des Drehspießes. Irgendwie ist dabei aber der Gaul mit mir durchgegangen.

Zur Anmerkung: Wir bauen diesen Grill ohne große Vorkonstruktion wie bei unseren früheren Projekten. Ich habe lediglich den Grill mal ganz grob aufgezeichnet, damit wir ungefähr eine Vorstellung von den Größenverhältnissen hatten. Alles weitere entwickeln wir beide gemeinsam während des Baus.


Wie gesagt, ursprünglich wollte ich die Mechanik in einer etwas einfacheren Ausführung bauen. Heraus gekommen ist dann folgendes:

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Wir verwenden, wie schon erwähnt, eine ausrangierte Drehvorrichtung. Oben im Bild erkennt man die Steuerung, der Motor ist links unter dem Kasten verbaut. Öffnet man den Kasten, sieht das dann so aus:

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Und hier noch das Ganze von der anderen Seite:

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In das Vierkantrohr rechts wird später der Drehspieß eingesteckt. Die ganze Mimik, auch das Gegenlager, wird an den Grill steckbar gebaut.


Wir haben uns zum Ziel gesetzt, nächstes Wochenende zu Lackieren und vielleicht einzubrennen. Aber das Ganze ohne Garantie! :pfeif:Es sind noch einige Sachen dran zu machen. Montag geht es weiter. In der Zwischenzeit wünsche ich Euch noch einen schönen Sonntag.

Viele Grüße,
Chris
 

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Hallo Leute,

es sieht so aus, als könnten wir unseren Lackiertermin am WE halten. Jetzt nach dem dritten Tag, an dem wir nach unserer regulären Arbeitszeit jeweils noch etwa vier Stunden dran gehängt haben, fehlen nur noch die Griffe für den Deckel und dem Aschekasten/Luftzufuhrregelung und ein Halter für den Drehspieß. Aber erst mal der Reihe nach:

Zurerst wurde der Antriebskasten am Grill ausgerichtet und angebaut. Wie schon erwähnt, wir wollten ihn und das Gegenlager vom Spieß abnehmbar machen.

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Danach kam, nach ein paar Drehteilen das Gegenlager mit Spieß:

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Der Spieß ist an der Gegenlagerseite auf ein Drehteil gesteckt (auf dem wiederum die Nutscheibe sitzt) und mit einer Schraube fixiert. Die Nutscheibe läuft auf zwei einfachen Kugellagern:

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Außerhalb der Nutscheibe ist auf das innere Drehteil ein Edelstahlrohr aufgesteckt und leicht verschweißt. Dieses dient als Griffstück auf einer Seite des Drehspießes. Die andere Seite des Spießes muß, wie gesagt, mit einem separaten Halter gehalten werden.

Da der Deckel des Grills auch trotz des Spießes zugehen soll, mussten entsprechende Ausschnitte jeweils an den Stirnseiten angebracht werden. Wir wollten nicht zuviel ausschneiden, also zeichneten wir den Radiusverlauf beim Öffnen auf:

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Die Ausschnitte wollten wir nicht einfach so "labbedüddlig" belassen und verstärkten sie kurzerhand:

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So, und jetzt wirds Zeit unter die Dusche zu gehen (--> Flexstaub abwaschen). Vielleicht schaffe ich es morgen noch, den fertigen Grill vor der Lackierung zu zeigen. Ansonsten müsst Ihr Euch auf den Zeitpunkt nach der Lackierung gedulden. Er wird zweifarbig. Das kann ich jetzt schon verraten. Also, bis die Tage!


Viele Grüße,
Chris
 

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Hallo Zusammen,

gestern war es soweit: Der Hänchengrill wurde nach exakt zwei Wochen Bauzeit fertiggestellt.

Zunächst einmal brauchten wir noch ein paar Mitnehmer für den Drehspieß. Da wir ganz "normales" Edelstahlvierkantrohr für den Spieß verwenden, wurden wir natürlich auch nicht im Internet fündig. Also kümmerte ich mich darum. Ich betrieb früher mal Modellbau. Das war einfacher!

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Aber ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen:

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Währenddessen kümmerte sich der Kollege schon um das Abkleben vor dem Lackieren.

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Da ich das auch schon bei meinen Projekten machen musste, war ich nicht böse drum, mich dem Edelstahlzeug zu widmen.

Wie das beim Lackieren so aussieht, wissen hier wohl die meisten, darum auch nur ein Bild:

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So, und nun...
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...*Trommelwirbel*
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... Wir präsentieren stolz unseren "Chickenmaker":


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Einzig die Räder sind ein Provisorium. Die Richtigen sind gerade noch beim Sandstrahlen (also zumindestens die Metallteile davon). Diese sollen mit einem Chromlack beschichtet werden und an den schwarzen Gummirädern werden die Beschriftungen weiß hervorgehoben.

Kurz nach der Fertigstellung wurde der Grill auch schon verladen und zum Kollege nach Hause gebracht. Natürlich hatten wir dafür wiedermal ein wahnsinns Timing. Das Wetter war trocken, exakt bis zum Losfahren. Danach schüttete es wie aus Eimern! Und ich muß wohl nicht erwähnen, dass wir den Grill nur für vier Kilometer Fahrt auf dem Anhänger nicht abgedeckt hatten. :cry::cry::cry:

Gut, was solls. Shit happens. Wir wollten sowieso den Lack gleich nach dem Transport einbrennen. Die Anbauteile und das Untergestell trockneten wir mit Lappen ab. Ich hoffe nur, das die Elektronik nichts abbekommen hat. Das Einbrennen fand in der Garage statt (lediglich der Kamin guckte zum Tor raus, half aber nichts, wir wurden trotzdem gut eingeräuchert):


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Für heute Abend hat mein Kollege schon die erste Vergrillung geplant. Davor möchte er, zur Feier der Fertigstellung, den Grill rauchend durch den Ort zu einem Kumpel schieben; schön mit Kiste Bier auf der Holzablage und so :thumb1:. Er meinte, er wolle auch mal im jährlichen Narrenblättle erwähnt werden. Wie auch immer, ich bin dabei zum Fotografieren. Möglicherweise kann ich noch ein paar Bilder von der Aktion und vom ersten Betrieb hier reinstellen.


Bis die Tage,
Chris
 

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OMG!!!! Sehr Sehr GEIL!!!
 
Herrlich! Noch mehr Irre hier! Fühl´ mich wie daheim!:ballballa:
Aber mit dem Megaspieß ham´die Broiler nach dem aufspießen ganz schön Probleme mit dem Schließmuskel!:respekt:
Geht der Spieß denn am Kragen durch so nen Gummiadler überhaupt durch??
 
super arbeit für paar gockel fast zu schade nen kleines spanferkel sollte da doch auch locker platz nehmen können :)

ich würde noch zwei längliche kohlekörbe basteln, damit das ganze fett nicht in die Glut tropft.
 
Tolles Gerät... :thumb2:
Kannst du noch was zur Breite des GR schreiben?
Herrlich! Noch mehr Irre hier! Fühl´ mich wie daheim!:ballballa:
Aber mit dem Megaspieß ham´die Broiler nach dem aufspießen ganz schön Probleme mit dem Schließmuskel!:respekt:
Geht der Spieß denn am Kragen durch so nen Gummiadler überhaupt durch??

Arno, du weißt doch: Was nicht passt, wird passend gemacht... :patsch:
Und den Schließmuskel brauchen die dann eh nicht mehr...:hammer:

Viele Grüße
 
Tolles Gerät... :thumb2:
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Hallo Tom. Das war ein Standard-Ölfass (200 L) mit 60cm Durchmesser und etwa 90cm Länge. Durch die Versteifungsrahmen ist der Grillrost ein paar Zentimeter kleiner, also etwa 86cmx56cm. Passt schon ordendlich was drauf.

Die Probevergrillung lief recht gut. Das mit der Prozession durch den Ort haben wir aber mitunter aus wettertechnischen Gründen gelassen. Ich hab etwas übertrieben mit dem Anfeuern. Drei Sack Brekkis durchgeglüht, da hat man bei der Fläche des Kohlerostes gefühlt eine weitaus stärkere Hitzeabstrahlung wie bei einem Schmiedefeuer auf vollen Touren!:burn:

Wir haben mal vier Hähnchen aufgespießt (es geht; wie schon geschrieben wurde: was nicht passt wird passend gemacht:domina: :D). Es passt aber auf jeden Fall noch ein fünftes, vielleicht sogar noch ein sechstes drauf. Durch die enorme Hitze mussten wir mit geöffneten Deckel arbeiten und die Viecher ein bisschen zügiger drehen lassen (Drehzahlregler sei Dank). Nach zwei Stunden waren sie dann durch und Mega-Lecker!

Das mit dem Spanferkel ist nicht mal die schlechteste Idee. Ich denke, das könnte tatsächlich passen. Kommt vielleicht auch mal :).

Viele Grüße,
Chris
 
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