Nachdem der KEG nun schon seit fünf Monaten meine Griller-Ei positiv beeinflusst, ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich noch keinen richtigen Longjob darauf zubereitet habe. 3-2-1 Ribs zwar schon, aber nichts richtig langes über Nacht. Wie es der Zufall will, hatte ich mir fast zeitgleich mit dem KEG ein Stück Schweinenacken beim MdV mitgenommen, dass mit seinen kleinen 2.000g einsam in der Theke lag. Bis zum Wochenende lag es im Froster und als mich am Sonntag der Gedanke ereilte, war keine Zeit nachzudenken und der Nacken wanderte vom Froster in den Kühlschrank. Gestern Abend war er dann aufgetaut und ich checkte den Wetterbericht. Angedacht war eigentlich Mittwochabend, denn für heute ist Wiener Schnitzel geplant (ebenfalls aus dem Froster). Da ab heute Nachmittag allerdings mal wieder Unwetter mit starken Regenfällen gemeldet sind, habe ich kurzfristig entschieden, das PP noch am Montagabend aufzulegen. Also den Nacken mit Pull that piggy gerubbt (Cherry Chipotle muss nachbestellt werden). Auf spritzen und über Nacht eingewickelt ziehen lassen musste ich verzichten. Bin gespannt, ob sich ein Unterschied bemerkbar macht. Dann den KEG mit Greek Fire Briketts befüllt und 5-6 Briketts im AZK durchglühen lassen. War mein erster Longjob mit einem Nicht-Gasgrill überhaupt, zum ersten Mal Greek Fire, daher etwas Trial and Error. Mein allererster Minion Ring funktionierte aber ganz gut. Sicher nicht ganz sauber gelegt, aber die Temperatur verhielt sich insgesamt relativ stabil. 5-6 durchgeglühte Briketts waren zu viel, 2 hätten ausgereicht. Vier Woodchunks verteilt, Pizzastein als Deflektor, zusätzlich eine Schale mit Flüssigkeit unter den Nacken. Die Temperatur pendelte sich auf etwa 110 Grad ein, um 21.30 Uhr legte ich den Nacken auf. Bis um 3 Uhr hielt sich die Temperatur auch mit sehr geringen Schwankungen. Zwischen 3 und 4 Uhr stieg die Temperatur dann auf 120 Grad an, wo sie weitere 1,5 Stunden konstant blieb. Um 6 Uhr klingelte der Wecker, da lag die Temperatur bei 125 Grad und stieg weiter an. Ich regelte den KEG etwas zurück, der Anstieg ging erstmal bis 135 Grad weiter und anschließend wieder zurück auf 120 Grad. Meine Vermutung ist, dass die Flüssigkeit (waren 1,7 Liter) verbraucht war, was zu diesem Anstieg der Temperatur führte. Die Kerntemperatur von 95 Grad wurde soeben erreicht, der Nacken darf sich also gleich noch etwas entspannen. War eine richtige Rennsau, insgesamt waren das nun gut 10 Stunden ohne richtig langes Plateau. Kann natürlich auch am kleinen Nacken liegen.
Nun darf ich mir noch Gedanken machen, wie und wann es das Fleisch gibt, vermutlich spätestens heute zum Abendessen, aber ein kleines Stück werde ich sicher probieren, wenn ich den Nacken gleich vom KEG hole.
Nun darf ich mir noch Gedanken machen, wie und wann es das Fleisch gibt, vermutlich spätestens heute zum Abendessen, aber ein kleines Stück werde ich sicher probieren, wenn ich den Nacken gleich vom KEG hole.