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Pulled Wild Pork aus der Oberkeule

Knarf2807

Schlachthofbesitzer
5+ Jahre im GSV
Vorweg: Es war ein Fest, es war grandios und unbedingt zum Nachmachen empfohlen.

Aber von vorn:
Ich hatte schon vor einiger Zeit von @U-BBQ das Video zur gepullten Wildschweinschulter gesehen und es mir auf meine "unbedingt to-do Liste gesetzt". Jetzt hätte ich endlich eine Oberkeule vom Wildschwein bekommen und der Anlass war auch perfekt. Ein Freund, der sehr gut kocht, kam dieses WE zu Besuch.

Ich hatte gestern keine Zeit, also musste ich etwas experimentieren. Die Räucherphase, die bis ca. 68 Grad KT gemacht werden sollte, musste schon am Mittwoch passieren.

Also Dienstag Abend mit Gin eingerieben und gerubbt. Dabei habe ich mich genau ans Rezept aus dem Video gehalten.

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Am Mittwoch gegen 13:30 Uhr den Grill vorbereitet. Für 5 Stunden lege ich keinen Ring mehr. Also einen länglichen Haufen an die Rückseite geschüttet (Profagus) und mit Hickory Chunks belegt. 10 Brekkies gezündet und das ganze auf Temperatur gebracht.

14:30 Uhr aufgelegt. Der Einfachheit halber auf einem Schwedenschalensurrogat.

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Die GT zwischen 120 und 130 Grad gefahren. Die Temperatur absichtlich etwas höher gewählt, da es ja nur 5 Stunden waren und eine schöne Kruste entstehen sollte.
Gegen 19:00 Uhr konnte ich den Brocken dann runter nehmen und in Jehova wickeln.

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Dort sollte es bis Freitag Abend im Kühlschrank ruhen.

Für die Dünstphase habe ich aus Wurzelgemüse, Rotwein, Wildfonds und Gewürzen am Freitag abend einen Soßenansatz vorbereitet, in die Schwedenschale gefüllt und den Brocken auf dem Rost platziert. Alles verkabelt und in Jehova gewickelt. Da ich keinen Plan hatte, wie lange es bis zu den 93 Grad KT dauert, habe ich den EBO am Samstag 05:00 Uhr mit 140 Grad angeworfen.
Ja, ich weiß. EBO ist unsportlich. Aber deutlich kontrollierbarer und in meinen 47er passt die Schwedenschale nicht.

Gegen 12:00 Uhr dann der Alarm vom Thermometer. Alles ausgepackt und gestaunt.

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Der Brocken sah richtig lecker aus. Wieder in Jehova, EBO auf 70 Grad und bis Abends warm gehalten.
Den Sud einreduziert, noch mit Preiselbeeren und Zartbitterschokolade verfeinert und fertig war die Burgersoße.

Abends die vorbereiteten Buns gebacken (nach ) und noch Rotkraut erwärmt.

Außerdem gab es noch, inspiriert von @frankie1970, eine selbst gebaute Zwiebelmarmelade (Chefkoch-Rezept) und Preiselbeeren.

Der Burger kam bei meinem Freund richtig gut an. Ich hatte ihm versprochen, dass er was bekommt, was er noch nie gegessen hat. Das hat er nicht geglaubt, weil er wirklich eigentlich alles kennt. Aber er hat die Burger verschlungen und musste zugeben, dass ich ihn sehr überrascht habe. Das Fleisch war zart und saftig. Absolut nicht zu trocken und wirklich genial vom Geschmack. In Kombination mit der süßen Zwiebelmarmelade perfekt. Das Rotkraut hat keiner angerührt. :)

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Entschuldigt die schlechte Qualität vom Teller Bild, aber wir hatten echt Hunger. :D

Frank
 

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Toll gemacht und einen wirklich schönen Bericht hast Du da geschrieben. Der Burger sieht super aus, hätte gern mal probiert :thumb2:
 
Ja super,
kannst Du die Bärentatzen zum Pullen empfehlen?
 
Ja super,
kannst Du die Bärentatzen zum Pullen empfehlen?

Ich habe als Vergleich nur die normalen Gabeln. Dagegen sind sie 100 Mal besser. Zerrupfen des Brockens geht super und auch nochmal richtig klein "stoßen" klappt hervorragend. Und es ist natürlich ne Show, wenn man damit ankommt und dann arbeitet.

Da sie keinen Griff haben, landen die Fingerknochen aber gern mal im Fleisch. ;)
 
Meine Liste der Dinge, die ich nachmachen möchte, wird immer länger....
 
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