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Qualitäts-IR-Thermometer (Pyrometer) gesucht

Jim

Vegetarier
15+ Jahre im GSV
Moin ;-)

Da man heutzutage allerlei Lebensmittel per Paketlieferung erhält, würde ich zukünftig gerne die "Eingangs"-Temperatur bei mir verläßlich überprüfen können. Hierzu bin ich auf der Suche nach einem Qualitäts-Pyrometer.

Die Board- wie auch Google-Suchfunktion waren leider keine Hilfe.
Bei Amazon liest man zu diversen Geräten einerseits gute Bewertungen, und gleichzeitig vernichtende Meßfehlerberichte.

Daher meine Fragen:
- Welcher Hersteller liefert in diesem Bereich Qualität?
- Welche Pyrometer kennt ihr beruflich/privat und könnt sie empfehlen/nicht empfehlen?

Mein Dank im Voraus ;-)
Jan
 
Wie du schon richtig gelesen hast, kann man mit einem Pyrometer ziemlich schnell Hausnummern messen. Was du auf jeden Fall benötigst, ist ein Gerät mit einstellbaren Emissionsgrad.

Bevor ich weiterschreibe...wie genau willst du denn messen? 2°, 10 °?
 
Moin Ebbel ;-)

Wahrscheinlich steht die Meßgenauigkeit in einem direktem Zusammenhang zum Preis des Pyrometers *lacht*.
Aber ersthaft: Was nutzt jegliches Thermometer, wenn es nicht (möglichst) exakt mißt. Wenn 2°C also die grundsätzliche Fehlertoleranz ist, gut. Wenn es bezahlbar noch besser ginge, auch das.

Die DIN-10508 sieht für viele kritische Lebensmittel 7°C als Höchsttemperatur für Lagerung und Transportvorgänge vor. Ich möchte daher zukünftig möglichst genau überprüfen können, in wie weit das an meinem Ende der Versandkette vom Versender noch eingehalten wird, oder ob die Ware sofort Retour gehen kann.

Beste Grüße
Jan
 
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Wahrscheinlich steht die Meßgenauigkeit in einem direktem Zusammenhang zum Preis des Pyrometers *lacht*.

...

Genau so ist es. Bei den Herstellerangaben zur Grundgenauigkeit der Geräte muß man sehr genau aufpassen, was die angeben. Mal sind es abolute Werte, mal "Prozent vom Meßbereich", mal "Prozent vom Meßwert", dann kommen noch die berühmten Digits dazu, so daß man auch noch auf die Teilung aufpassen muß.
So, jetzt zu den Geräten an sich: ich habe beruflich, wenn auch als "Nebenrauschen" hin und wieder mit Pyrometern zu tun. Dazu gehören hauptsächlich Geräte der Firma Optris (für den Privatmann nicht zu bezahlen), Raytek (gehört zu Fluke, verlinke ich gar nicht erst, weil noch unbezahlbarer) sowie Testo. Die erstgenannten Hersteller fallen definiv raus, obwohl die Geräte sehr gut einstellbar und vor allem auch langzeitstabil sind. Von der Firma Testo kenne ich die Serie 830, von den Geräten haben wir etliche im Einsatz:

Testo AG - Infrarot-Thermometer testo 830

Man beachte folgende Aussage:
Noch präzisere Messergebnisse, z.B. die Temperatur bis auf 0,1 °C genau anzeigen

im Vergleich zu den technischen Daten (Auszug):


  • ±1.5 °C o. 1.5 % v. Mw. (+0.1 … +400 °C)
    ...

Da ich diese Art Geräte kalibriere, kann ich dir sagen, daß du mit deinen 2° Genauigkeit hier hinkommst, immer vorausgesetzt, deine Emissionsgradeinstellung stimmt und der Meßfleck ist möglichst klein. NICHT aus persönlicher Erfahrung kenne ich die Geräte, die es speziell für den Lebensmittelbereich gibt:

Testo AG - testo 805 < Temperatur < Produkte nach Messgrößen

Bei denen vermute ich mal, daß da ein Standardemissionsgrad eingestellt wird, der für den relativ eingeschränkten Einsatzbereich des Gerätes optimiert wurde. Der Preis von 50€ ist auch human. Das würde ich mir also mal genauer ansehen...
 
Eine athemberaubende Fachberatung in Blitzgeschwindigkeit! :-D
Meinen herzlichstens Dank an Dich (Ebbel). ;-)

testo 805, 830-T1, 830-T2, das muß ich jetzt mit mir noch austentern. ^^
Die 830er-Serie erscheint zumindest vielseitiger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was auf jeden Fall nicht schadet ist ein Gerät mit einem zusätzlichen Eingang für ein Thermoelement, damit man auch mal eine "zweite Meinung" einholen kann. Habe ich schon erwähnt, daß die Messung mit Pyrometern ihre Tücken hat?

:)

Wobei man allerdings sagen muss, daß sich die letzen paar Jahre auch bei den relativ günstigen Geräten einiges getan hat. Ich bin trotzdem immer etwas misstrauisch bei IR-Messungen, weil ich weiß wieviele Unsicherheitsfaktoren es da gibt und die Genauigkeitsangaben immer Laborbedingungen wiederspiegeln. Im "Feld" siehts dann oft anders aus.
 
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