Hallo,
ich bin seit dieser Woche auch Räucherschrankbesitzer. Voller Zuversicht ausgepackt und aufgestellt, die Ernüchterung hat sich aber schnell eingestellt.
Es handelt sich um einen Schrank aus dem Internet, verzinktes Stahlblech mit Elektroheizung 110cm hoch, wobei die unteren ca 15 cm für ein Feuerchen gedacht sind der Rest ist Platz für Schinken & Co. Ganz unten in der Kammer befindet sich die Elektroheizung. Die einzige Öffnung ist oben, die ist mit einem kleinen Schieber verschließbar.
Als Kokelmaterial kam ein Sack Goldspan, mittlere Körnung, mit.
Also aufgestellt, die Späne in die dafür vorgesehene Schale, am Rand U-förmig festgedrückt, Eierschachtel am Schenkelende der Späne angezündet - nichts, brennt gar nicht erst an. Selbes mit einem Holzspan. Sobald die Späne erreicht sind geht das Ganze aus. Nächster Versuch mit Gaslötbrenner ( ca. 1 Min. draufgehalten). Endlich zeigt sich Rauch. Für etwa 2-3 Minuten. Dann war wieder Ende.
Nächster Versuch mit der Elektroheizung. Diesmal die Wanne ganz voll Späne, sind in etwa 3 Hände voll, direkt auf den Heizschlangen gestellt, Türe zu und Strom drauf. Bei Thermostateinstellung von etwa 75 Grad fängt das Ganze das qualmen an. Drunter passiert nichts, nicht mal die Späne verfärben sich. Der Zauber hält eine halbe Stunde dann sind die Späne verbraucht, schwarz und vom ursprünglichen Volumen ist nur noch die Hälfte.
Mutig geworden hab ich das Thermostat höher (auf etwa 100 Grad Innentemperatur) gedreht, dann begannen die Späne zu brennen und ließen sich nicht mehr löschen. Das Thermometer war schnell über die 120 Grad Endanschlag geschossen, innen wurde alles schwarz.
Nagut dachte ich mir und erinnerte mich an die rohen, feinen Thüringer die noch im Eisschrank lagen. Eigentlich für die Pfanne bestimmt, hing dann eine Probewurst im neuen Schrank. Späne in die Schale rein, auf die Heizspirale, Tür zu, Einstellung 80 Grad, Türe zu und Strom drauf. Nach einer knappen Stund hab ich die Wurst wieder rausgeholt. Die Wurst hatt sich braunlila verfärbt und fühlte sich an wie Gummi. Der Geschmack war fast abartig und die Pelle kaute sich wie Leder. Insgesamt absolut ungenießbar!
Nun stellen sich erstmal folgende Fragen:
1.: Was läuft falsch beim Anzünden und vor allem weiterbrennen der Späne.
2.: Wie kann ich längere Räucherzeiten als 30 Minuten erreichen?
3.: Kalträuchern in diesem Schrank? Geht das überhaupt?
4. Gibt's eine Chance für die Bratwurst?
Gruß aus Hof
Hermann
ich bin seit dieser Woche auch Räucherschrankbesitzer. Voller Zuversicht ausgepackt und aufgestellt, die Ernüchterung hat sich aber schnell eingestellt.
Es handelt sich um einen Schrank aus dem Internet, verzinktes Stahlblech mit Elektroheizung 110cm hoch, wobei die unteren ca 15 cm für ein Feuerchen gedacht sind der Rest ist Platz für Schinken & Co. Ganz unten in der Kammer befindet sich die Elektroheizung. Die einzige Öffnung ist oben, die ist mit einem kleinen Schieber verschließbar.
Als Kokelmaterial kam ein Sack Goldspan, mittlere Körnung, mit.
Also aufgestellt, die Späne in die dafür vorgesehene Schale, am Rand U-förmig festgedrückt, Eierschachtel am Schenkelende der Späne angezündet - nichts, brennt gar nicht erst an. Selbes mit einem Holzspan. Sobald die Späne erreicht sind geht das Ganze aus. Nächster Versuch mit Gaslötbrenner ( ca. 1 Min. draufgehalten). Endlich zeigt sich Rauch. Für etwa 2-3 Minuten. Dann war wieder Ende.
Nächster Versuch mit der Elektroheizung. Diesmal die Wanne ganz voll Späne, sind in etwa 3 Hände voll, direkt auf den Heizschlangen gestellt, Türe zu und Strom drauf. Bei Thermostateinstellung von etwa 75 Grad fängt das Ganze das qualmen an. Drunter passiert nichts, nicht mal die Späne verfärben sich. Der Zauber hält eine halbe Stunde dann sind die Späne verbraucht, schwarz und vom ursprünglichen Volumen ist nur noch die Hälfte.
Mutig geworden hab ich das Thermostat höher (auf etwa 100 Grad Innentemperatur) gedreht, dann begannen die Späne zu brennen und ließen sich nicht mehr löschen. Das Thermometer war schnell über die 120 Grad Endanschlag geschossen, innen wurde alles schwarz.
Nagut dachte ich mir und erinnerte mich an die rohen, feinen Thüringer die noch im Eisschrank lagen. Eigentlich für die Pfanne bestimmt, hing dann eine Probewurst im neuen Schrank. Späne in die Schale rein, auf die Heizspirale, Tür zu, Einstellung 80 Grad, Türe zu und Strom drauf. Nach einer knappen Stund hab ich die Wurst wieder rausgeholt. Die Wurst hatt sich braunlila verfärbt und fühlte sich an wie Gummi. Der Geschmack war fast abartig und die Pelle kaute sich wie Leder. Insgesamt absolut ungenießbar!
Nun stellen sich erstmal folgende Fragen:
1.: Was läuft falsch beim Anzünden und vor allem weiterbrennen der Späne.
2.: Wie kann ich längere Räucherzeiten als 30 Minuten erreichen?
3.: Kalträuchern in diesem Schrank? Geht das überhaupt?
4. Gibt's eine Chance für die Bratwurst?
Gruß aus Hof
Hermann