Vor geraumer Zeit hat mich meine Liebste zur Adventszeit – wohl wissend, dass ich eine Schwäche für das scharfe Zeugs habe - mit diesem Adventskalender beschenkt:
Hinter jedem der 24 Türchen befindet sich eine Tüte mit jeweils 6 Gramm einer anderen Chili-Sorte.
Dazu gibt’s eine Broschüre mit jeweils einer kurzen Beschreibung mit Angaben zu Herkunft, Geschmack und Schärfegrad zu jedem der 24 Tütchen.
Das ganze ordentlich sortiert, nämlich nach aufsteigendem Schärfegrad.
Beginnend mit Paprika Chili mit gerademal 10 Scoville am 1. Dezember bis hin zum Carolina Reaper am Heiligabend mit 1,5 Mio Scoville.
Am Ende hatte ich also ein stattliches Sortiment an Chili-Tütchen, jedes zwischen 4 und 6 Gramm:
Während die ersten 20 Sorten noch einigermassen freihändig dosierbar sind bedarf es dann bei den letzten schon besonderer Sorgfalt um nicht die restliche Zutaten zu ruinieren.
Deshalb war ich sehr dankbar darüber, dass in der Broschüre genau ein Rezept (!) enthalten war, nämlich das für den Carolina Reaper vom 24. Dezember :
Reaper con Carne
Wegen der besseren Lesbarkeit habe ich das Rezept nochmal abgeschrieben:
Zutaten:
- EL extra natives Olivenöl
- 1-2 mittelgrosse Zwiebeln, gewürfelt
- 500 g Rinderhackfleisch
- 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 grosser Lauch, längshalbiert und in Scheiben geschnitten
- 1 Dose geschälte Tomaten mit Saft (ca. 400 ml)
- 250 ml Rinderbrühe
- 100 ml Espresso
- 1,5 TL Salz
- ½ TL schwarzer Pfeffer
- 1 TL Paprikapulver edelsüss
- 1 TL Koriandersaat, gemahlen
- 1 TL Kreuzkümmel gemahlen
- 1 TL Oregano getrocknet
- ¼ TL Carolina Reaper Chiliflocken
(1/8 TL für ein milderes Chili oder ½ TL für ein extrem scharfes Chili)
- 1 rote Paprika
- 1 gelbe Paprika
- 1 Dose rote Kidneybohnen 400g
- 1 Dose weisse Bohnen 400 g
- 1 Dose Mais 400 g
- 1 Dose grüne Erbsen 400 g
- 1 EL Zitronensaft
Zubereitung:
Olivenöl in einem grossen Topf erwärmen und Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig anbraten, Hackfleisch hinzufügen und unter gelegentlichem Rühren scharf anbraten.
Knoblauch und Lauch dazugeben, gut umrühren und 1 Minute dünsten lassen. Mit Tomaten, Rinderbrühe und Espresso ablöschen und die Hitze reduzieren.
Alle Gewürze hinzugeben und abgedeckt ca. 20 min lang sanft köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.
So, jetzt stehe ich also vor dem Problem, dass ich ¼ oder ½ TL von dem Carolina Reaper abmessen soll.
Das kann ja nur schiefgehen.Die Gefahr einer Fehldosierung ist mir dann doch zu gross.
Ich habe mich daher dazu entschieden die Mengen zu vervielfachen, und weil es in der Metro gerade 2,5 kg Rinderhack im Angebot gab habe ich mich für die fünffache Menge von allem entschieden.
Für das Chilipulver bedeutet das dann 2 leicht gehäufte TL, dann sollte das doch sehr scharf werden. So der Plan, mehr dazu später.
Die Hülsenfrüchte aus der Dose habe ich durch trockene ersetzt.
50 % trockene Bohnen entsprechen dem auf der Dose angegebenen Abtropfgewicht,
wenn sie eingeweicht und gekocht wurden:
Verwendet habe ich zweierlei weisse Bohnen, grosse und kleine, Erbsen und rote Kidneybohnen.
Diese jeweils einzeln eingeweicht und auch einzeln gekocht, da mit unterschiedliche Garzeiten zu rechnen war:
zwischengeparkt im HBO zum einweichen
Dass die Bohnen nicht zerkocht werden habe ich jede Sorte einzeln gekocht bis fast fertig, der Rest geht dann im grossen Pott.
Anschliessend die Hülsenfrüchte in die grösste Schüssel die ich gefunden habe umgefüllt:
Den Durst nicht ignorieren
Jetzt das Gemüse vorbereiten
die Dosen sind ja schon fertig
Und die Gewürze abmessen
Chili erstmal separat ! 2 TL
Nun habe ich es – in Anbetracht der doch recht niedlichen Menge Chili – gewagt meinen kleinen Finger etwas anzufeuchten und rein zu tauchen und die wenigen – so etwa drei – Körnchen zu versuchen.
Da ist dann schon eine recht ordentliche Schärfe zu verspüren, was mich dazu veranlasst hat vorerst mal einen halben TL beiseite zu legen.
Am Schluss kam er aber dann doch wieder rein.
Wohl wissend, dass das eine ordentliche Gesamtmenge geben wird habe ich mich entschieden alles draussen auf dem KB5,
den mir Carsten @DerTeufel einst freundlicherweise zu einem moderaten Kurs überlassen hat, zu kochen.
Beginnend mit dem grössten Gusseisernen, den ich finden konnte - ein Kesser 13,6
Für das Finish musste dann der Einwecktopf herhalten.
Der ganze Mist am Platz
Jetzt kommen in loser Folge ein paar Bilder deren es keinen Kommentars bedarf.
Bereits ohne das Gemüse und die Bohnen war der Dopf schon voll, deshalb jetzt Umzug in den Grossen, der fasst maximal 28 L , das sollte reichen.
Tellerbild mit Bier und Dame:
Der grosse Rest wurde natürlich nach TK verbracht und wird uns wohl eine Weile reichen.
Die im Rezept angegebene Menge des Carolina Reaper war dann der Beschreibung entsprechend.
Es war – auch für mich, der gerne sehr scharf isst – sehr (!) scharf.
Meine Liebste schimpft zwar ob der enormen Schärfe, aber sie isst das (gerade) noch.
Nichtsdestotrotz bringen die beiden TL Carolina Reaper ein herrliches Aroma und eine enorme Fruchtigkeit, trotz der enormen Schärfe,
die ich so noch bei keinem Chilipulver erlebt habe an das Gericht. Mir gefällt das.
Nur bei der Dosierung sollte man sich strengstens an die Rezeptangaben halten, sonst könnte das schnell ungeniessbar werden.
Die im Rezept angegebene Fleischmenge ist im Verhältnis zu Bohnen und Gemüse relativ gering, was uns aber nicht weiter stört, das geht schon mal so.
Vielen Dank fürs Reinschauen.
Hinter jedem der 24 Türchen befindet sich eine Tüte mit jeweils 6 Gramm einer anderen Chili-Sorte.
Dazu gibt’s eine Broschüre mit jeweils einer kurzen Beschreibung mit Angaben zu Herkunft, Geschmack und Schärfegrad zu jedem der 24 Tütchen.
Das ganze ordentlich sortiert, nämlich nach aufsteigendem Schärfegrad.
Beginnend mit Paprika Chili mit gerademal 10 Scoville am 1. Dezember bis hin zum Carolina Reaper am Heiligabend mit 1,5 Mio Scoville.
Am Ende hatte ich also ein stattliches Sortiment an Chili-Tütchen, jedes zwischen 4 und 6 Gramm:
Während die ersten 20 Sorten noch einigermassen freihändig dosierbar sind bedarf es dann bei den letzten schon besonderer Sorgfalt um nicht die restliche Zutaten zu ruinieren.
Deshalb war ich sehr dankbar darüber, dass in der Broschüre genau ein Rezept (!) enthalten war, nämlich das für den Carolina Reaper vom 24. Dezember :
Reaper con Carne
Wegen der besseren Lesbarkeit habe ich das Rezept nochmal abgeschrieben:
Zutaten:
- EL extra natives Olivenöl
- 1-2 mittelgrosse Zwiebeln, gewürfelt
- 500 g Rinderhackfleisch
- 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 grosser Lauch, längshalbiert und in Scheiben geschnitten
- 1 Dose geschälte Tomaten mit Saft (ca. 400 ml)
- 250 ml Rinderbrühe
- 100 ml Espresso
- 1,5 TL Salz
- ½ TL schwarzer Pfeffer
- 1 TL Paprikapulver edelsüss
- 1 TL Koriandersaat, gemahlen
- 1 TL Kreuzkümmel gemahlen
- 1 TL Oregano getrocknet
- ¼ TL Carolina Reaper Chiliflocken
(1/8 TL für ein milderes Chili oder ½ TL für ein extrem scharfes Chili)
- 1 rote Paprika
- 1 gelbe Paprika
- 1 Dose rote Kidneybohnen 400g
- 1 Dose weisse Bohnen 400 g
- 1 Dose Mais 400 g
- 1 Dose grüne Erbsen 400 g
- 1 EL Zitronensaft
Zubereitung:
Olivenöl in einem grossen Topf erwärmen und Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig anbraten, Hackfleisch hinzufügen und unter gelegentlichem Rühren scharf anbraten.
Knoblauch und Lauch dazugeben, gut umrühren und 1 Minute dünsten lassen. Mit Tomaten, Rinderbrühe und Espresso ablöschen und die Hitze reduzieren.
Alle Gewürze hinzugeben und abgedeckt ca. 20 min lang sanft köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.
So, jetzt stehe ich also vor dem Problem, dass ich ¼ oder ½ TL von dem Carolina Reaper abmessen soll.
Das kann ja nur schiefgehen.Die Gefahr einer Fehldosierung ist mir dann doch zu gross.
Ich habe mich daher dazu entschieden die Mengen zu vervielfachen, und weil es in der Metro gerade 2,5 kg Rinderhack im Angebot gab habe ich mich für die fünffache Menge von allem entschieden.
Für das Chilipulver bedeutet das dann 2 leicht gehäufte TL, dann sollte das doch sehr scharf werden. So der Plan, mehr dazu später.
Die Hülsenfrüchte aus der Dose habe ich durch trockene ersetzt.
50 % trockene Bohnen entsprechen dem auf der Dose angegebenen Abtropfgewicht,
wenn sie eingeweicht und gekocht wurden:
Verwendet habe ich zweierlei weisse Bohnen, grosse und kleine, Erbsen und rote Kidneybohnen.
Diese jeweils einzeln eingeweicht und auch einzeln gekocht, da mit unterschiedliche Garzeiten zu rechnen war:
zwischengeparkt im HBO zum einweichen
Dass die Bohnen nicht zerkocht werden habe ich jede Sorte einzeln gekocht bis fast fertig, der Rest geht dann im grossen Pott.
Anschliessend die Hülsenfrüchte in die grösste Schüssel die ich gefunden habe umgefüllt:
Den Durst nicht ignorieren
Jetzt das Gemüse vorbereiten
die Dosen sind ja schon fertig
Und die Gewürze abmessen
Chili erstmal separat ! 2 TL
Nun habe ich es – in Anbetracht der doch recht niedlichen Menge Chili – gewagt meinen kleinen Finger etwas anzufeuchten und rein zu tauchen und die wenigen – so etwa drei – Körnchen zu versuchen.
Da ist dann schon eine recht ordentliche Schärfe zu verspüren, was mich dazu veranlasst hat vorerst mal einen halben TL beiseite zu legen.
Am Schluss kam er aber dann doch wieder rein.
Wohl wissend, dass das eine ordentliche Gesamtmenge geben wird habe ich mich entschieden alles draussen auf dem KB5,
den mir Carsten @DerTeufel einst freundlicherweise zu einem moderaten Kurs überlassen hat, zu kochen.
Beginnend mit dem grössten Gusseisernen, den ich finden konnte - ein Kesser 13,6
Für das Finish musste dann der Einwecktopf herhalten.
Der ganze Mist am Platz
Jetzt kommen in loser Folge ein paar Bilder deren es keinen Kommentars bedarf.
Bereits ohne das Gemüse und die Bohnen war der Dopf schon voll, deshalb jetzt Umzug in den Grossen, der fasst maximal 28 L , das sollte reichen.
Tellerbild mit Bier und Dame:
Der grosse Rest wurde natürlich nach TK verbracht und wird uns wohl eine Weile reichen.
Die im Rezept angegebene Menge des Carolina Reaper war dann der Beschreibung entsprechend.
Es war – auch für mich, der gerne sehr scharf isst – sehr (!) scharf.
Meine Liebste schimpft zwar ob der enormen Schärfe, aber sie isst das (gerade) noch.
Nichtsdestotrotz bringen die beiden TL Carolina Reaper ein herrliches Aroma und eine enorme Fruchtigkeit, trotz der enormen Schärfe,
die ich so noch bei keinem Chilipulver erlebt habe an das Gericht. Mir gefällt das.
Nur bei der Dosierung sollte man sich strengstens an die Rezeptangaben halten, sonst könnte das schnell ungeniessbar werden.
Die im Rezept angegebene Fleischmenge ist im Verhältnis zu Bohnen und Gemüse relativ gering, was uns aber nicht weiter stört, das geht schon mal so.
Vielen Dank fürs Reinschauen.