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Rehkeule auf den Grill

hebaca

Militanter Veganer
5+ Jahre im GSV
Hallo zusammen im Forum!
Als Neuling möchte ich mich erst einmal vorstellen. Ich bin seit mehreren Jahren bekennender Qualmgriller mit einem Kugelgrill aus dem Baumarkt gewesen. Mehr als ein Schwein in Wurstform oder ein fertig mariniertes Stück Rind habe ich nicht auf die Glut bekommen. Allerdings war ich immer der Meinung: lecker.
Letztes Jahr ist dann mein Kumpel, nach seiner USA-Reise, auf die Idee gekommen, Informationen über einen Gasgrill einzuholen. Als guter Kumpel geht man ja mit und schaut. Aus dem schauen ist dann schnell ein Weber-Spirit geworden, der nun bei uns auf der Terrasse steht. Tja, seit diesem Tag bin ich nicht nur von meinem neuen Grill überzeugt sondern im Sommer aber auch im Winter wenn es schneit für das Essen zuständig.

Nun aber zu meiner Anfrage:
Mein Vater hat mir vor ein paar Tagen eine Rehkeule geschenkt. Ein Vater wäre nicht ein Vater , wenn er das Geschenk nicht mit einem konkreten Auftrag versehen hätte. Dieser lautete: "Sohn, du hast einen Grill, mach zu Ostern fertig"
Hat jemand ein gutes Grillrezept und ich benötige die Kerntemperatur.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Viele Grüsse aus dem noch verregneten Ruhrgebiet! ;-)
 
Hallo und herzlich Willkommen beim GSV aus Essen. :prost:


Nen Rezept hab ich leider keins, freu mich aber das der Ruhrpott wieder verstärkung bekommt.
 
Hallo im Forum und viel Spass beim Grillen

Gruss baefi :prost:


Rehkeule mach ich immer im Backofen bei Niedrigthemperatur
 
hallo und herzlich willkommen,

das hat Klasse, ich bekennender Wildesser in allen Lagen, zerlege alle Wildarten die ich in ganzen Tiere bekomme kann und bereite diese vielfältig zu!

Wichtig: Totes Wild ist auch nur Fleisch, kein allzu großer Bammel.

Anbei eine Adresse, die vielleicht Inspiration bietet:

http://www.jagdheute.de/Download/downl.htm

Kerntemperatur das ist eine gute Frage, orientiere dich an Rindfleisch.

Geschmacklich, immer etwas Pfefferscharf, und eine süßliche Komponente, das passt immer.

Keule am Knochen hat seinen Reiz, aber bei einem Braten kannste halt noch eine Sosse machen.

Werde den Thread verfolgen.
 
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Hallo hebaca,

ich habe vor, eine 4,5-kg-Hirschkeule zu Ostern zuzubereiten.

Meine Planung ist:

• mit einem selbstgemischten Wildgewürz nach Meuth-Duttenhofer und Olivenöl einreiben und eine Stunde wirken lassen

• die Keule salzen und rundum scharf angrillen, dann in einen Bräter setzen, Röstgemüse dazu und ebenfalls anbruzzeln

• sobald das Farbe hat: ablöschen mit Rotwein und indirekt bei 150° eine Stunde schmurgeln lassen

• dann auf 110° runtergehen und weiterschmoren lassen bis KT 65°

• dann die Keule einwickeln und bei kleinster Hitze nachziehen lassen bis mind. 70° (erstens wg. der Verwandschaft, zweitens weil ich bei Wild unbekannter Herkunft lieber auf Nummer sicher gehe und 10 Minuten bei 70° sollten genügen, alle evtl. vorhandenen Keime absterben zu lassen. Das Fleisch ist dann immer noch rosa und hoffentlich auch zart und lecker.

• währenddessen aus dem Bratenfond eine Sauce zubereiten.

Pro Kilo rechne ich insgesamt mit einer Stunde Garzeit - die Keule wird dann am Tisch tranchiert, Beilagen überlege ich mir noch.

Gutes Gelingen :prost:
 
.....vielen Dank

Schon einmal vielen Dank für die tollen Rezepte. Ich werde dem zarten Rehbein hoffentlich respektvoll und genüsslich einheizen. Natürlich werde ich Fotos einstellen.....hoffentlich gute. Lasst es Euch gut gehen und vor allen Dingen immer gut schmecken..... ;-)
 
Endlich das Ergebnis

Hallo Ihr Griller im Lande,

Ostern ist vorbei und ich habe mich tatsächlich an das gemeine Waldtier gewagt. Leider habe ich die Keule nicht am Stück erhalten, so daß ich kurzfristig improvisieren musste. Aber egal, geschmeckt hat es vorzüglich.

Das Fleisch habe ich einen Tag vor dem Grillen in einer Marinade aus Rotwein, Möhren, Porree, Salz und Pfeffer eingelegt.
Die Knochen habe ich in den Bräter gelegt und anschließend in Rotwein, Gemüse und Gewürzen gekocht, reduziert, gekocht, reduziert usw. (lecker Sößchen geworden)

Vor dem Grillen habe ich das Fleisch in Speck gewickelt und auf dem Grill von jeder Seite gut 2 Minuten scharf gegrillt. Danach wurden die Stücke für ca 6 Minuten (je nach Größe) indirekt weiter gegrillt. Sehr zart und saftig.
Als Beilage gab es Rotkohl und selbstgemachtes Seleriepuree. Hört sich stumpf an, ist aber echt lecker.
Für die Unwilden unter den Gästen gab es mit Rübenkraut, Honig, Pfeffer und Rosmarin marinierten Lammrücken.
Ich hab mal ein paar Fotos eingestellt.

Seit alle gegrüsst und lasst den Grill grillen.
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