Moin Zusammen,
immer wieder wird hier im GSV über die Vorzüge vom regionalen Erzeuger, von Bio-Fleisch etc. diskutiert; in der Regel im Zusammenhang mit Fleischqualität und Geschmack. So weit, so gut...
Manchmal fehlt mir bei diesen Diskussionen aber der Faktor Tier und die Betrachtung des Themas unter dem Aspekt, wie die Tiere bis zur Schlachtung leben; völlig losgelöst von der Frage, ob das Fleisch letzendlich besser schmeckt als das aus Massenhaltung oder nicht.
Man darf sich nun die Frage stellen, warum ich diesen Thread gestartet habe, und ich möchte Euch die Antwort nicht schuldig bleiben: Weil Gäga und ich am Wochenende 12/13 Oktober ehemalige Kinder-/Jungendfreunde meiner Frau im Odenwald besucht haben. Einer diese Freunde, Christoph Böhm, hat vor ein paar Jahren den elterlichen Hof übernommen und von konventioneller Landwirtschaft (mit Milchkühen, Schweinen, etc...) auf Fleischproduktion umgestellt. Inzwischen werden nur noch Rinder gehalten, in dem Fall Limousin-Rinder. Christoph hält zwei bis drei Mal im Spätsommer/Herbst einen BBQ-Abend ab, bei dem es richtig leckere Spezialitäten von seinen Limousin-Rindern aus dem Smoker gibt, und zu eben diesem Anlass waren wir am besagten Wochenende dort.
Schlussendlich sind es aber die Rinder, die mir heute den Anstoß zum Thread gegeben haben, bzw. die Art und Weise wie sie leben und aufwachsen.
Ein paar Fakten versuche ich zu rekapitulieren: Christoph hält 80 Muttertiere und zwei Stiere, pro Muttertier hat - und benötigt er - mehr als ein Hektrar Wiese, weil diese ohne chemische Düngung nicht mehr hergeben, und pro Jahr werden rund 50 Rinder im Alter von etwas mehr als 10 Monaten auf die Schlachtbank geführt. Bis dahin leben sie in der gemischten Herde aus Muttertieren und unterschiedlich alten Kälbern; ganzjährig im Freien, aber mit der Möglichkeit in offenen, aber windgeschützen Ställen/Hallen zu ruhen. Noch wird im Schlachthof getötet, das Zerlegen, Portionieren, etc. erfolgt dann wieder auf dem Hof, und demnächst fällt die Fahrt zum Schlachthof weg, weil per Kugelschussverfahren auf der Wiese getötet und in einer mobilen Schlachtbox ausgeblutet wird; stressfreier geht's für die Tiere aus meiner Sicht fast nimmer.
Ich hab ein paar Bilder geschossen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte, und beim Fotografieren hab ich mir schon gedacht: "Wenn ich mal als Rind auf die Welt kommen sollte, und zur Verarbeitung vorgesehen bin, dann würde ich schon gerne in so einer Herde auf solchen Wiesen stehen; und auch wenn die 10 Monate ein vergleichsweisese kurzes Leben sind (verglichen mit den Mutterkühen, die bis zu 15 Jahren (manchmal länger) auf dem Hof sind) ist es doch wenigstens ein gutes und tiergerechtes Leben."
Bilder:
Das ist der Hof:
Herbstliche Impressionen vom Hof Schleiersbach:
Die folgenden Bilder dieser Reihe, bis auf die die drei letzten, sind samt und sonders vom Balkon unseres Zimmer auf dem Hof geschossen worden.
Daher ohne viele Worte, ein Teil der Herde
Muttertier mit Kalb
Apfel pfücken mal anders
Nochmal Muttertier mit Kalb
Da hat Chef Christoph gerufen, und alle stürmen los.
Die letzten Impressionen bei etwas besserem Wetter:
Und noch ein paar Bilder vom Samstag Abend von der Scheune, in der der BBQ-Abend stattfand. Von Smoker und Bufett habe ich diesmal keine Bilder gemacht, wen's interessiert, der bemühe diesen Beitrag: http://www.grillsportverein.de/forum/threads/ein-hof-im-odenwald.152065/
da sind ein paar Bilder vom Smoker, von der Menükarte und vom Buffett zu sehen
Die Scheune
Göga
Bär
Also, bisweilen nicht nur an Preis, Qualität und Geschmack denken, sondern auch mal die Haltung der Tiere mit bedenken; auch ich mach das viel zu selten
Wünsch Euch ne angenehme Woche und Grüße
Gerhard
immer wieder wird hier im GSV über die Vorzüge vom regionalen Erzeuger, von Bio-Fleisch etc. diskutiert; in der Regel im Zusammenhang mit Fleischqualität und Geschmack. So weit, so gut...
Manchmal fehlt mir bei diesen Diskussionen aber der Faktor Tier und die Betrachtung des Themas unter dem Aspekt, wie die Tiere bis zur Schlachtung leben; völlig losgelöst von der Frage, ob das Fleisch letzendlich besser schmeckt als das aus Massenhaltung oder nicht.
Man darf sich nun die Frage stellen, warum ich diesen Thread gestartet habe, und ich möchte Euch die Antwort nicht schuldig bleiben: Weil Gäga und ich am Wochenende 12/13 Oktober ehemalige Kinder-/Jungendfreunde meiner Frau im Odenwald besucht haben. Einer diese Freunde, Christoph Böhm, hat vor ein paar Jahren den elterlichen Hof übernommen und von konventioneller Landwirtschaft (mit Milchkühen, Schweinen, etc...) auf Fleischproduktion umgestellt. Inzwischen werden nur noch Rinder gehalten, in dem Fall Limousin-Rinder. Christoph hält zwei bis drei Mal im Spätsommer/Herbst einen BBQ-Abend ab, bei dem es richtig leckere Spezialitäten von seinen Limousin-Rindern aus dem Smoker gibt, und zu eben diesem Anlass waren wir am besagten Wochenende dort.
Schlussendlich sind es aber die Rinder, die mir heute den Anstoß zum Thread gegeben haben, bzw. die Art und Weise wie sie leben und aufwachsen.
Ein paar Fakten versuche ich zu rekapitulieren: Christoph hält 80 Muttertiere und zwei Stiere, pro Muttertier hat - und benötigt er - mehr als ein Hektrar Wiese, weil diese ohne chemische Düngung nicht mehr hergeben, und pro Jahr werden rund 50 Rinder im Alter von etwas mehr als 10 Monaten auf die Schlachtbank geführt. Bis dahin leben sie in der gemischten Herde aus Muttertieren und unterschiedlich alten Kälbern; ganzjährig im Freien, aber mit der Möglichkeit in offenen, aber windgeschützen Ställen/Hallen zu ruhen. Noch wird im Schlachthof getötet, das Zerlegen, Portionieren, etc. erfolgt dann wieder auf dem Hof, und demnächst fällt die Fahrt zum Schlachthof weg, weil per Kugelschussverfahren auf der Wiese getötet und in einer mobilen Schlachtbox ausgeblutet wird; stressfreier geht's für die Tiere aus meiner Sicht fast nimmer.
Ich hab ein paar Bilder geschossen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte, und beim Fotografieren hab ich mir schon gedacht: "Wenn ich mal als Rind auf die Welt kommen sollte, und zur Verarbeitung vorgesehen bin, dann würde ich schon gerne in so einer Herde auf solchen Wiesen stehen; und auch wenn die 10 Monate ein vergleichsweisese kurzes Leben sind (verglichen mit den Mutterkühen, die bis zu 15 Jahren (manchmal länger) auf dem Hof sind) ist es doch wenigstens ein gutes und tiergerechtes Leben."
Bilder:
Das ist der Hof:
Herbstliche Impressionen vom Hof Schleiersbach:
Die folgenden Bilder dieser Reihe, bis auf die die drei letzten, sind samt und sonders vom Balkon unseres Zimmer auf dem Hof geschossen worden.
Daher ohne viele Worte, ein Teil der Herde
Muttertier mit Kalb
Apfel pfücken mal anders

Nochmal Muttertier mit Kalb
Da hat Chef Christoph gerufen, und alle stürmen los.
Die letzten Impressionen bei etwas besserem Wetter:
Und noch ein paar Bilder vom Samstag Abend von der Scheune, in der der BBQ-Abend stattfand. Von Smoker und Bufett habe ich diesmal keine Bilder gemacht, wen's interessiert, der bemühe diesen Beitrag: http://www.grillsportverein.de/forum/threads/ein-hof-im-odenwald.152065/
da sind ein paar Bilder vom Smoker, von der Menükarte und vom Buffett zu sehen
Die Scheune
Göga

Bär
Also, bisweilen nicht nur an Preis, Qualität und Geschmack denken, sondern auch mal die Haltung der Tiere mit bedenken; auch ich mach das viel zu selten

Wünsch Euch ne angenehme Woche und Grüße
Gerhard
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