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Rotweinschinken

DonGeilo

Topics commissioner
15+ Jahre im GSV
★ GSV-Award ★
Im Laufe der letzten Woche habe ich einen weiteren Versuch zum Theme Räuchern gewagt. Dazu habe ich mich für ein Rezept aus dem Buch "Großvaters Hausgemachtes" entschieden: Rotweinschinken.

Dafür reibt man ein Stück Oberschlae vom Schwein zunächst mit Pökelsalz ein und legt es dann für zwei bis drei Tage in einem zuvor gekochten Sud aus Rotwein, Zwiebel, Wurzeln, Sellerie, Porree, Lorbeerblättern, Nelken, Wacholderbeeren, Pfefferkörnern, Senfkörner und Pöklsalz ein.
Nach dieser Zeit wird der Schinken laut rezept in Fleischbrühe bei einer GT von 80°C bis auf eine KT von 65-68°C gebrüht. In diesesem Punkt bin ich vom Rezept abgewichen und habe stattdessen den Schinken vakuumiert und dann in der Folie gebrüht.
Im nachhinein vermute ich, dass dieser ein Fehler war, da ich so die KT nicht messen konnte, die wohl leider etwas zu hoch war. Jedenfalls vemrute ich, dass sie zu hoch war, da der Schinken am Ende etwas trocken war. Wenn dies aber auch andere Ursachen haben kann, dürft Ihr mich gerne korrigieren.

Anschließend sollte der Schinken ca. eine Woche kaltgeräuchert werden. Das habe ich mit Hilfe eines Sparbrandes in der Kugel gemacht.
Leider ist der Sparbrand bis auf ein Mal immer zwischendurch ausgegangen. Hat einer ne Ahnung, was man dagegen tun kann. Ich hab zu dem Thema nicht sonderlich viel gefunden. Einmal hieß es, man solle das Räuchermehl festdrücken, was ich dann auch probiert habe, und dann solle es auch eine Rolle spiele, wie fein bzw. eben grob die Späne sind. Ich habe Buchenspäne in der Größe 500/1000 verwendet.

Das Ergebnis war OK. Der Schinken schmeckt nicht schlecht, ist aber etwas trocken geworden und sieht auch nicht gerade sonderlich schön aus.
Wenn da einer Verbesserungsvorschläge hat, nur her damit.


Hier nun die Bilder:

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Hallo DonGeilo,
schau doch mal bitte hier: Rotweinschinken. Da wirst Du fündig!
 
Hallo DonGeilo,

Als ich das Rezept gelesen habe, war mein erster Gedanke, dass der Schinken mit Gewissheit sehr trocken ist.
Ich gehe mal davon aus, dass das wohl auch so gewollt ist.
Wenn du mit der Brühtemperatur etwas runter gehst, könntest du schon einen etwas feuchteren
Schinken bekommen.
Das ist aber in dem Fall uninteressant, weil jeder Kochschinken nach einer
Woche Kaltrauch furztrocken wird.

Üblich ist, dass man vor dem Brühen kurz warm oder heiß räuchert.
Oder man macht es so, wie ich es in meinem Kochschinkenrezept beschrieben habe.

http://www.grillsportverein.de/forum/threads/kochschinken-ohne-kochschinkenform-im-vakuumbeutel.178363/

Dass der Sparbrand nicht durchbrennt liegt an mangelnder Luftzufuhr.
Das Mehl ist o.k und dürfte wohl auch nicht feucht sein.

Mit den Kugeln bin ich nicht vertraut.
Aber bestimmt kannst du Luftklappen oben und unten so aufstellen, dass es etwas mehr
Durchzug gibt.
Dann brennt der Sparbrand auch durch.

Ralph
 
Hallo Don,

die Rezeptur ist reizvoll und regt zum Nachmachen an.
Die Pökelzeit erschein mir recht kurz. Bei Kochschinken
mach ich gern Lakeinjektionen. Im Sud liegt der bei mir
aber mindestens 10 Tage.

Dann 1/2 Tag im Kühlschrank trocknen lassen und dann kalt räuchern.

Erst dann ins heisse Wasser (ich mach das in der Schinkenpresse).

Nur kurz in kochendes Wasser, dann bei 80 Grad (ich hab da einen Käsethermometer) 2 Stden simmern lassen - nicht mehr kochen.

Du kannst das ruhig wieder im Vakkum machen; nach den 2 Stden Kochzeit
den Vac-Sack in kaltes Wasser für ca. 3 - 4 Stunden legen.
Dann für 1 Tag in den Kühlschrank und dann erst Beutel öffnen.

Wirst sehen, dann ist er nimmer trocken.

Servus
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