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Salami vom Wildschweinstier

nuscht nich

Fleischesser
5+ Jahre im GSV
Guten Abend Freunde der Fleischeslust,

wie jedes Jahr, so auch in diesem mache ich Salami aus Wildschwein.
Diesmal ist es eben Neujahr, das Jahr geht also schon gut los.

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Da liegt er, oder sie.
Der Schuß traf von links hinten. Darum das fehlende Stück Bauchlappen. Da ging die Kugel rein.

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Da ist sie, die Kugel. Steckengeblieben unter dem rechten Blatt. (Vorderbein).
Auch hier mußte ich einiges wegschneiden, alles was blutunterlaufen ist, muß weg.

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Für die Salami habe ich die Keulen verwendet. Ordentlich entsehnt und das Fleisch leicht angefroren.
Dazu Speck vom rosa Schwein, schön hart gefroren.
Gewürzt und gesalzen und danach durch die 4-er Scheibe gelassen.

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Wacholder, Rosmarin und Senfkörner habe ich wie immer im "Minicutter" gemahlen.
Damit nichts klebt kam noch bisschen Zucker dazu.
Das gelbe ist Knoblauchpulver, welches bisschen hart geworden ist. Nach der Mitfahrt im "Cutter" war der wieder top pulvrig.

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alles schön bindig kneten.
Das ist verdammt unangenehm, weil arschkalt.

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vorher noch die Därme in warmem Salzwasser eingelegt um sie geschmeidig zu machen.
Ich nehme Naturin, habe ich nur gute Erfahrungen mit gemacht.

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Das Brät kam dann in den Füller. Schön luftfrei hineinpressen.
Man sieht sehr schön wie der Füller beschlagen ist. In der Garage waren 9°C, und trotzdem bildete sich Schwitzwasser. So kalt muß das Brät sein.

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Meine Ausbeute für dieses Mal.
Die kleine Wurst oben drauf ist ein 55-er Kaliber. Den Rest, der im Füllrohr bleibt, stopfe ich immer von Hand in einen Wurstdarm. Das klappt recht gut.
Da ich so aber keinen vernünftigen Fülldruck hinbekomme, mache ich folgendes:
Nach dem Abbinden mache ich oben und unter je einen Kabelbinder hinter den Knoten. So gibts etwas mehr Druck.
Meistens löst sich der Darm dann erst nach 5-6 Wochen, dann wird sie halt aufgegessen und gut ist.

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Jetzt hängen die Würste für drei Tage bei 21°C und hoher Luftfeuchte.
Dafür habe ich mir eine Kiste angepasst. Nach dem Foto kam da noch ein Deckel drauf.
 
Schöne Verwurstung :thumb2:
Schön gefüllt.
So kalt muß das Brät sein.
Das kannste Dir eigentlich sparen. Um 4°C durchgekühltes Fleisch und Speck tuen es ebenso und es fallen einem die Finger beim Mengen nicht ab und die Bindung bekommst Du auch besser hin.
Das bißchen Plus beim Schnittbild ist bei dem groben Brät eigentlich marginal - wenn Du lange ausreifen lässt, eh.
 
Schön gewurstelt! Die werden bestimmt sehr lecker!
75% Magerfleisch, hier Keule
25% Speck vom Hausschwein
23g NPS
4 gr Pfeffer schw. gemahlen
0,5 gr Pfeffer schw. grob
0,5 gr Koriander
1 gr Knoblauchpulver
1 gr Wacholder
0,5 gr Rosmarin
1 gr Senfkörner
20 ml Rotwein
3 gr Zucker
Ich habe den Speckanteil bei wild reduziert, gefiel mir geschmacklich mit nur Speck nicht so gut.
Ich glaube beim letzten Mal hatte ich 60 Prozent Wild, 30 Prozent Bauch mager und 10 Prozent Speck. Könnte aber auch 60/35/5 sein. Müsste ich gucken.
War mir geschmacklich aber deutlich runder.
 
@nuscht nich super gemacht. Viel Erfolg bei der Reifung.

@Schönwetter-Angler danke für den Tipp was die Temperatur angeht.

@Utti ,so geht es mir auch. Ich hatte letztes Jahr meine Wildschwein-Salsiccia/Salami auch mit ca 40% Hausschwin ergänzt. Aber das ist Geschmackssache.

Rezept liest sich auch ganz gut. Die Italiener sagen wahrscheinlich,, eine Salami ohne Fenchel ist keine Salami" aber auch da sind wir wieder bei der Geschmackssache.

Beste Grüße

Erz-Knacker
 
Die Würste sehen super aus - in dem Rezept sehe ich keine Starterkulturen oder Ähnliches - das klappt alles so? Wie fest ist die Wurst denn im "Endzustand" - bei dem Kaliber wird das ja sicherlich keine Trockensalami, oder?
 
entschuldigt bitte meine späte Reaktion, eine fiese Erkältung hat mich gleich am Tag nach dem wursten angefallen und mit der kämpfe ich immer noch.

@FlorianD
ja richtig, Starter sind da nicht mit dabei. Das geht ganz wunderbar auch ohne. Haben unsere Vorfahren ja auch ohne gemacht.

Ich lasse meine Salami reifen bis sie 40% Gewicht verloren haben. Das ist im Allgemeinen, bei meinen Bedingungen, in 3 Monaten der Fall.
 
entschuldigt bitte meine späte Reaktion, eine fiese Erkältung hat mich gleich am Tag nach dem wursten angefallen und mit der kämpfe ich immer noch.

@FlorianD
ja richtig, Starter sind da nicht mit dabei. Das geht ganz wunderbar auch ohne. Haben unsere Vorfahren ja auch ohne gemacht.

Ich lasse meine Salami reifen bis sie 40% Gewicht verloren haben. Das ist im Allgemeinen, bei meinen Bedingungen, in 3 Monaten der Fall.
Danke Dir für die Rückantwort und zunächst mal weiterhin gute Besserung...
Ich habe das bislang immer mit Startern und die Umrötung auch in solch einer Kiste gemacht und war vom Ergebnis jedes Mal nicht so angetan (ich plane über die Zeit auch immer mit rund 30-40% Gewichtsverlust - vielleicht mache ich das noch ein letztes Mal nach deinem Vorbild - die sehen ja wirklich sehr gut aus...
 
Danke Dir für die Rückantwort und zunächst mal weiterhin gute Besserung...
Ich habe das bislang immer mit Startern und die Umrötung auch in solch einer Kiste gemacht und war vom Ergebnis jedes Mal nicht so angetan (ich plane über die Zeit auch immer mit rund 30-40% Gewichtsverlust - vielleicht mache ich das noch ein letztes Mal nach deinem Vorbild - die sehen ja wirklich sehr gut aus...
Bei den starterkulturen gibt es wohl auch ziemliche Unterschiede, was ich so gelesen habe. @intothefire oder @riese82 können da sicherlich noch was zu schreiben, da sie vom Fach sind.
Ich persönlich habe mich mittlerweile auf die Zugabe von 4g Zucker eingependelt, ohne Starter. Du kannst hier auch nochmal etwas spielen, indem du entweder Einfachzucker (Dextrose, Traubenzucker) nimmst oder Zweifach-Zucker (Rohrzucker oder den normalen weißen). Je nach Zuckerart hast du eine andere Verstoffwechselung.
Ich lasse meine Würste einen Tag bei Raumtemperatur hängen, dann ziehen sie in die Wurstekammer um. Ich sehe dann nur zu, dass die RLF passt. Die schwankt immer zwischen 70-80 Prozent.
 
Bei den starterkulturen gibt es wohl auch ziemliche Unterschiede, was ich so gelesen habe. @intothefire oder @riese82 können da sicherlich noch was zu schreiben, da sie vom Fach sind.
Ich persönlich habe mich mittlerweile auf die Zugabe von 4g Zucker eingependelt, ohne Starter. Du kannst hier auch nochmal etwas spielen, indem du entweder Einfachzucker (Dextrose, Traubenzucker) nimmst oder Zweifach-Zucker (Rohrzucker oder den normalen weißen). Je nach Zuckerart hast du eine andere Verstoffwechselung.
Ich lasse meine Würste einen Tag bei Raumtemperatur hängen, dann ziehen sie in die Wurstekammer um. Ich sehe dann nur zu, dass die RLF passt. Die schwankt immer zwischen 70-80 Prozent.
Danke dir - ich probiere das jetzt mal so wie von dir beschrieben und nuscht nich beschrieben - in meinem neuen Keller kriege ich das auch problemlos mit der Luftfeuchte hin
 
Starterkultur kann man einsetzen, muss man aber nicht wirklich.Andere Zusätze sind wichtiger.

Das Rezept liest sich für mich gut. Jedoch ist auch hier wieder sehr wenig Salz im Spiel…hier könnte es passieren das die Wurst Zuviel Essigsäure bildet, das sie sich gut verhält aber einfach zu sauer schmeckt. Vor allem wenn die Temperatur zu sehr nach oben schwankt.
 
Das Rezept liest sich für mich gut. Jedoch ist auch hier wieder sehr wenig Salz im Spiel
Das finde ich immer wieder interessant. Ich mach meine Rohwürste seit Jahren mit 24g NPS/kg. Das passt perfekt für mich. Ich habs mal versucht mit 28g, das war nicht zu genießen, viel zu salzig! Obwohl ich die Wurst schon nach relativ kurzer Reife (=wenig Abtrocknung) probiert hatte. Wie man Salami mit 30g/kg herstellen kann, wie in manchen Rezepten beschrieben ist mir schleierhaft. Für dünne Rohwürste (Pfefferbeißer, Rohpolnische) nehme ich nur 21g. Am Fettgehalt kann es nicht liegen, daran mangelt es meinen Würsten nie.

Immer wieder fasziniert mich dass Rüdiger nur 18-20g Salz/kg für seine warmverarbeitete Mettwurst nimmt. Und dann Salpeter, der hat ja in der besonders kritischen Anfangsphase überhaupt keine keimhemmende Wirkung, sondern erst nach ein paar Wochen, wenn das Nitrat zu Nitrit reduziert ist! Als ich das zum ersten Mal gelesen hatte dachte ich an einen Tippfehler. Ich wusste es ja auch nur aus meinen Büchern, und da waren immer Mengen um die 25g/kg angegeben. Aber offenbar funktioniert es wunderbar. Vermutlich hat das mit dem Glykogengehalt des Warmfleisches zu tun, könnte mir vorstellen, dass das die Absäuerung positiv beeinflusst und eine Art natürliches "Reifemittel" darstellt.
 
Vor allem wenn die Temperatur zu sehr nach oben schwankt.

nach den ersten drei Tagen ziehen meine Würste in den Keller um.
Da sind so zwischen 3 und 7 Grad, je nach dem wie der Winter ist. Wenn ich mit wursten spät angefangen habe und die Wurst noch Anfang April hängt, kann es auch mal 10 bis 12 Grad werden. Da ist sie dann aber schon fast fertig.
 
und weiter gehts:
heute bekommen die Würste das erste mal Rauch (sie sind jetzt 3 Wochen alt)

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wie Ihr seht, ich habe immer noch den alten mal schnell zusammengeschraubten Kasten.
Funktioniert aber.

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Sparbrand Marke Eigenbau.


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Um den Rauch im Schrank besser zu verteilen habe ich ein Stück Pappe, darauf als Kondensatschale einen Enddeckel für Lüftungsrohr.
Alles recht simpel, aber es funktioniert.
Ich bin sowieso eher der Meinung, daß tolles glänzendes Werkzeug nicht das wichtigste ist. Vernünftiges Handwerk ist weit wichtiger. Ein guter Koch ist ja auch nicht so gut weil er tolle Töpfe hat. ;)
 
vier Wochen sind rum.
Die Würste sind nun 4x je 10h geräuchert.
Die 60-er haben bis jetzt 21% Gewicht verloren, die kleine 55-er nicht ganz 25%.

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Temperatur und Feuchte passen auch. Die Feuchte werde ich erst in ein, zwei Wochen reduzieren.

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Die kleine 55-er, die ich per Hand mit den Resten aus dem Füller gestopft habe sieht auch noch gut aus. Der Darm liegt immer noch überall fest an.

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uuuuund...fertig!

Fertig war die Wurst schon letztes Wochenende, ich hatte nur keine Zeit sie hier zu zeigen.
Die Reifezeit betrug 13 Wochen, der Gewichsverlust in dieser Zeit 40%.

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Eine 60-er habe ich "unterwegs verloren".
Ich mußte sie neu abbinden, da sie mir nach ein paar Tagen aufgegangen war. Ich habe wohl beim Knoten geschlampert, ist ärgerlich aber passiert.
Da so natürlich kein Fülldruck mehr vorhanden war, hat sich der Darm gelöst. Die Wurscht hab ich vom Haken genommen und aufgegessen.
Hier der Faden dazu: https://www.grillsportverein.de/forum/threads/hilfe-salami-laesst-die-huellen-fallen.360437/
Dafür hat die mit dem Rest aus dem Füller von Hand gestopfte Wurst bis zum Schluß durchgehalten. Hier hat sich der Darm unten ein bisschen gelöst.
Aber das hatte keine Folgen. Kein Schimmel oder Gammel, alles top.
 
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