Hallo,
auf dieses Forum bin ich auf der Suche nach Informationen über Gasgrills gestoßen. Blättern und Suchfunktion haben mir gereicht, deshalb hatte ich keinen "Welchen Grill kaufe ich denn nun?" Thread aufgemacht.
Ich habe ein paar Jahre in Kalifornien gelebt. Geld hatte ich nicht viel, und kam so damals zu einem Gasgrill von BestBuy für ganze 125 USD. Weil der wie die meisten Lavastein-Grills nicht genug Steine hatte, habe ich noch ein paar Steine dazu getan, und zwar die Dinger die auch auf den Sauna-Heizungen verwendet werden. Der Grill hatte eine sehr gute Heizleistung, und ich war sehr zufrieden damit. Wenn ich auf dem Heimweg ein ordentliches Stück Fleisch gekauft habe, musste ich nur auf dem Weg ins Haus den Grill anmachen, in die Küche gehen, Fleisch kurz marinieren, ein bischen Gemüse in den Dämpfer, und konnte dann das Fleisch schon auflegen. Mit ein bischen Routine hatte ich so in 12 Minuten mein Abendessen fertig. Statt Kartoffeln oder sowas dazu zu machen, habe ich lieber ein größeres Stück Fleisch genommen, das macht auch satt. Mit Bränden hatte ich übrigens gar keine Probleme.
Wieder in Deutschland, habe ich einige Jahre nur in Wohnungen gelebt, wo Grillen kaum möglich war. Einen Elektrogrill habe ich mir mal gekauft, extra den mit der größten Heizleistung, aber das ist doch eine traurige Angelegenheit.
Jetzt habe ich endlich wieder Platz, und ein paar Wochen den Schwenkgrill benutzt, den mir meine Vormieter hier gelassen haben. Für den Alltagsbetrieb ging mir das aber einfach zu langsam, deshalb wollte ich wieder einen Gasgrill haben.
Beim ersten Blick auf einen Weber mußte ich erst mal den Preisschock verdauen. Außerdem hat mich die Sache mir den komischen Blechen über den Brennern mißtrauisch gemacht. Darauf hin kam ich über die Suche im Netz zu diesem Forum. Da habe ich dann erfahren, dass Grillen auf Lava ganz schlecht ist, und das man das mit den Blechen über den Brennern jetzt halt so macht.
Aber welchen nehmen? Napoleon mit Infrarot-Brenner klingt interessant, Weber scheint von der Qualität das beste zu sein, Santos ist aus China, und wer will das schon.
Also wieder zum Händler, das Kleingeld für den E-450 in der Tasche. 10 Minuten nicht bedient worden, und dann wieder gegangen. 100% entschlossen war ich eh nicht.
Dann habe ich festgestellt, dass Santos direkt um die Ecke ist. Da wollte ich hin, und direkt im Laden kaufen. Wäre gegangen, sogar an einem Samstag, nur ich habe es zeitlich nicht geschafft. Dann habe ich mal bei Ebay geguckt, und den Santos Reno für ganz kleines Geld ersteigert. So mußte ich zwar warten, was meiner ungeduldigen Natur gar nicht entspricht, aber 50 Euro für jeden Tag warten zu sparen ist so gerade okay.
Gestern kam der "Kleine" dann, und ich weiß jetzt, weshalb manche solche Anschaffungen von Frau oder Freundin verboten bekommen. Zum Glück habe ich Platz, und eine Freundin die findet dass so ein großer Grill gut zu mir passt.
Die Anleitung zum Zusammenbau würde ich freundlich als minimalistisch bezeichnen. Der Zusammenbau ging ingesamt trotzdem ganz gut, die größte Arbeit war das Abziehen der Schutzfolien. Ein Türanschlagblech mußt ich mit der Hand leicht biegen, sonst hat alles gepasst.
Beim "Einbrennen" stieg die Temperatur am Thermometer bis auf 290 Grad, ab 250 Grad allerdings nur noch ganz langsam. Ob die Anzeige stimmt, ist fraglich, das muss ich mal mit einem anderen Gerät messen. Wir waren zu dritt, und alle der Meinung das die Temperatur deutlich höher ist. Vielleicht mache ich den Teppichleisten-Umbau noch, das sehe ich mir aber alles erst mal genauer an.
Dann habe ich den Grill abkühlen lassen. Als ich beschlossen habe, es ist Zeit für ein Testwürstchen, stand auf der Anzeige noch 150 Grad. Den linken Brenner an, Würstchen drauf gelegt, in die Küche um einen Schluck zu trinken, dann wieder an den Grill. Da waren 30-60 Sekunden rum, und nach dem Öffnen der Haube wußte ich dann auch, wo der Spruch "zum Würstchen verbrennen wird es reichen" her kommt.
Abendes habe ich dann ein bischen dünne Aldi-Koteletts und Würstchen gegrillt. Was besseres war halt nicht da. Gewöhnungsbedürftig ist auf jeden Fall, wie schnell sich die Strahlungshitze ändert, wenn man die Brenner verstellt. Brenner runter drehen, "weil da ja sowieso noch so viel Hitze ist", wenn man das Fleisch wendet, funktioniert nicht. Schwups hatte ich eine Seite "gut", die andere fast weiß. Ließ sich reparieren, aber da fehlt ganz klar die Übung.
Hoffentlich schaffe ich es heute in die Metro, dann gibt es auch mal wieder ordentliches Fleisch.
Gruß, Till
auf dieses Forum bin ich auf der Suche nach Informationen über Gasgrills gestoßen. Blättern und Suchfunktion haben mir gereicht, deshalb hatte ich keinen "Welchen Grill kaufe ich denn nun?" Thread aufgemacht.
Ich habe ein paar Jahre in Kalifornien gelebt. Geld hatte ich nicht viel, und kam so damals zu einem Gasgrill von BestBuy für ganze 125 USD. Weil der wie die meisten Lavastein-Grills nicht genug Steine hatte, habe ich noch ein paar Steine dazu getan, und zwar die Dinger die auch auf den Sauna-Heizungen verwendet werden. Der Grill hatte eine sehr gute Heizleistung, und ich war sehr zufrieden damit. Wenn ich auf dem Heimweg ein ordentliches Stück Fleisch gekauft habe, musste ich nur auf dem Weg ins Haus den Grill anmachen, in die Küche gehen, Fleisch kurz marinieren, ein bischen Gemüse in den Dämpfer, und konnte dann das Fleisch schon auflegen. Mit ein bischen Routine hatte ich so in 12 Minuten mein Abendessen fertig. Statt Kartoffeln oder sowas dazu zu machen, habe ich lieber ein größeres Stück Fleisch genommen, das macht auch satt. Mit Bränden hatte ich übrigens gar keine Probleme.
Wieder in Deutschland, habe ich einige Jahre nur in Wohnungen gelebt, wo Grillen kaum möglich war. Einen Elektrogrill habe ich mir mal gekauft, extra den mit der größten Heizleistung, aber das ist doch eine traurige Angelegenheit.
Jetzt habe ich endlich wieder Platz, und ein paar Wochen den Schwenkgrill benutzt, den mir meine Vormieter hier gelassen haben. Für den Alltagsbetrieb ging mir das aber einfach zu langsam, deshalb wollte ich wieder einen Gasgrill haben.
Beim ersten Blick auf einen Weber mußte ich erst mal den Preisschock verdauen. Außerdem hat mich die Sache mir den komischen Blechen über den Brennern mißtrauisch gemacht. Darauf hin kam ich über die Suche im Netz zu diesem Forum. Da habe ich dann erfahren, dass Grillen auf Lava ganz schlecht ist, und das man das mit den Blechen über den Brennern jetzt halt so macht.
Aber welchen nehmen? Napoleon mit Infrarot-Brenner klingt interessant, Weber scheint von der Qualität das beste zu sein, Santos ist aus China, und wer will das schon.
Also wieder zum Händler, das Kleingeld für den E-450 in der Tasche. 10 Minuten nicht bedient worden, und dann wieder gegangen. 100% entschlossen war ich eh nicht.
Dann habe ich festgestellt, dass Santos direkt um die Ecke ist. Da wollte ich hin, und direkt im Laden kaufen. Wäre gegangen, sogar an einem Samstag, nur ich habe es zeitlich nicht geschafft. Dann habe ich mal bei Ebay geguckt, und den Santos Reno für ganz kleines Geld ersteigert. So mußte ich zwar warten, was meiner ungeduldigen Natur gar nicht entspricht, aber 50 Euro für jeden Tag warten zu sparen ist so gerade okay.
Gestern kam der "Kleine" dann, und ich weiß jetzt, weshalb manche solche Anschaffungen von Frau oder Freundin verboten bekommen. Zum Glück habe ich Platz, und eine Freundin die findet dass so ein großer Grill gut zu mir passt.
Die Anleitung zum Zusammenbau würde ich freundlich als minimalistisch bezeichnen. Der Zusammenbau ging ingesamt trotzdem ganz gut, die größte Arbeit war das Abziehen der Schutzfolien. Ein Türanschlagblech mußt ich mit der Hand leicht biegen, sonst hat alles gepasst.
Beim "Einbrennen" stieg die Temperatur am Thermometer bis auf 290 Grad, ab 250 Grad allerdings nur noch ganz langsam. Ob die Anzeige stimmt, ist fraglich, das muss ich mal mit einem anderen Gerät messen. Wir waren zu dritt, und alle der Meinung das die Temperatur deutlich höher ist. Vielleicht mache ich den Teppichleisten-Umbau noch, das sehe ich mir aber alles erst mal genauer an.
Dann habe ich den Grill abkühlen lassen. Als ich beschlossen habe, es ist Zeit für ein Testwürstchen, stand auf der Anzeige noch 150 Grad. Den linken Brenner an, Würstchen drauf gelegt, in die Küche um einen Schluck zu trinken, dann wieder an den Grill. Da waren 30-60 Sekunden rum, und nach dem Öffnen der Haube wußte ich dann auch, wo der Spruch "zum Würstchen verbrennen wird es reichen" her kommt.
Abendes habe ich dann ein bischen dünne Aldi-Koteletts und Würstchen gegrillt. Was besseres war halt nicht da. Gewöhnungsbedürftig ist auf jeden Fall, wie schnell sich die Strahlungshitze ändert, wenn man die Brenner verstellt. Brenner runter drehen, "weil da ja sowieso noch so viel Hitze ist", wenn man das Fleisch wendet, funktioniert nicht. Schwups hatte ich eine Seite "gut", die andere fast weiß. Ließ sich reparieren, aber da fehlt ganz klar die Übung.
Hoffentlich schaffe ich es heute in die Metro, dann gibt es auch mal wieder ordentliches Fleisch.
Gruß, Till




