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Santos S418 erste Gehversuche

McRoell

Militanter Veganer
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Am Samstag war es soweit, der alte(rsschwache) Gasgrill durfte aufs Altenteil. Sein Nachfolger ist der S418 von Santos. Vier Hauptbrenner, Heckbrenner und ein Infrarot Seitenbrenner.

Leider habe ich nicht daran gedacht, den Aufbau mit der Kamera zu dokumentieren, ich vertraue da jetzt einfach auf Euer Vorstellungsvermögen.

Erst einmal kommt der Grill mit 89 kg schwerer als (von mir) erwartet um die Ecke. Was beim Auspacken schon mal positiv auffiel, waren die Sperrholz-Platten, die die ganze Box recht stabil gemacht haben. Ohne die Möglichkeit eine Sackkarre zu nutzen, wäre es eine ziemliche Plackerei geworden, dass Teil aus dem Wagen auf die Terrasse zu bringen. Einmal ausgepackt lag eine ganze Menge Kram auf dem Tisch.
Jetzt habe ich keine allzugroße Erfahrung im Aufbau von Gasgrills und bin auch nicht der absolute Handwerker-König, konnte das Ganze aber in knapp vier Stunden, inkl. einer Kaffeepause zusammenbauen.

Ausschnitt aus Montageanleitung
Das Untergestell ließ sich recht einfach zusammenbauen. Keine Herausforderungen, nichts. Einzig vielleicht, dass man bei den Schienen, in die dann später die Fettauffangschale eingeschoben wird, in der Anleitung nicht erkennen konnte, wie herum diese eingebaut werden. Einfach irgendwie reingeschraubt und großes Glück gehabt, sie konnten so bleiben. Wenn ich die andersrum eingebaut hätte und das erst beim gefühlt vorletzten Arbeitsschritt bemerkt hätte, wäre ärgerlich ein viel zu schwaches Adjektiv.

Der eigentliche Grill ließ sich ganz einfach auf das Gestell setzen und mit vier Schrauben fixieren. Hier stolperte ich dann aber über das ersten kleinen Aufreger – dem Batteriefach. Zuerst habe ich das Teil in dem Karton mit den ganzen Anbauteilen gesucht – nüscht.
Als ich danach, einer inneren Eingebung folgend, von unten in den Innereien des Grills nach dem Batteriefach fingerte, erfühlte ich mehrere „Dinge“, die zu allem Überfluss auch noch in einer Plastiktüte verpackt waren. Kurzum; die Schrauben wieder gelöst, die Grilleinheit vom Wagen gehoben und den Kram da raus gefummelt. Danach das Ganze wieder auf den Wagen gesetzt und erneut festgeschraubt – so klappt das dann auch mit dem Batteriefach. Natürlich hat so eine Plastiktüte nichts in der Nähe von starker Hitze zu suchen, das ist selbst mir klar. Aber ein kleiner Hinweis, dass der Kram überhaupt vorhanden ist, wäre hilfreich gewesen.
Noch irritierender war, dass ich anschließend, zumindest gefühlt, das halbe Teil demontieren musste um die Seitenablage bzw. den Seitenbrenner zu montieren. Also Schrauben lösen, Halterung für die Ablage einhängen und Schrauben wieder anziehen. Bei dem Seitenbrenner war es ähnlich, nur dass das Teil direkt an die Seitenwand gedübelt wird. Was ein elendiger Fummelkram.

Ich kann ebenfalls verstehen, dass man Anleitungen so erstellt, dass sie für unterschiedliche Modelle passen sollen. Nur wenn die Lokation der zu lösenden Schrauben in der Anleitung nichts mit denen des real vor mir stehenden Geräts zu tun haben, führt das dazu, dass man mehrfach Schrauben löst und wieder festzieht. Auch finde ich es suboptimal, dass man bis hierher durchgängig mit einem Schraubendreher die Schrauben bearbeitet und das dann auf einmal nicht mehr geht. Schlimmer noch, dass Material der Schraube so weich ist, dass das Kreuz nun ein Kegel ist. Ja, die Schraube ließ sich hervorragend mit einem (mitgelieferten) Schraubenschlüssel bearbeiten aber warum zum Kuckuck hat das Teil dann eine Aufnahme für einen Schraubendreher..?
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Auch war ich darauf, dass ich anschließend das Innenleben, den eigentlichen Brenner also, aus dem Seitenbrenner ausbauen musste, eher weniger vorbereitet. Vor allem der Umstand, dass der "Gasanschluss" für den Seitenbrenner nicht mit dem Heizelement verschraubt, sondern nur „zusammengesteckt“ wird, empfand ich sehr merkwürdig. Ja, im Nachhinein ergibt es alles Sinn. Wo ich einen Flansch erwartet habe, um den Gasschlauch mit dem Brenner zu verbinden, hat sich der Schlauch als Düse entpuppt, deren Flamme augenscheinlich direkt in/auf den Brenner schlägt und ihn so auf Temperatur bringt.

Der Rest war dann wieder absolut einfach.
Einen Funktionstest aller sechs Brenner später kam die Erkenntnis, dass ich wohl keine allzu großen Fehler gemacht habe. Zumindest haben weder ich noch die Überdachung der Terrasse in einem großen Feuerball das Zeitliche gesegnet.
Ich möchte das durchaus als Erfolg ansehen.

Resümee
Das Ganze macht von der Verarbeitung her einen soliden Eindruck. Abgesehen von einigen doch recht fummeligen Passagen lässt er sich, auch von Ungeübten gut zusammenbauen.
Einzig die mitunter nicht ganz eindeutige Montageanleitung sorgt dann und wann für etwas Kopfschmerz. Auch hätte ich erwartet, dass zumindest eine ganz einfache Abdeckung mit dabei ist. Ja, die gibt es zu kaufen, auch für kleines Geld von Drittanbietern. Aber so ganz nackig auf der Terrasse…
Aber das sind im Grunde Details.

Den ersten echten Test gibt es dann in ein paar Tagen...

Und jetzt noch ein paar Impressionen
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Habemus Culinam :)
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Nach dem Einbrennen
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Cool 😎

Viel Spaß mit dem neuen Sportgerät ✌🏼
 
Frisch, Gesellen, seid zur Hand!

Ok, vielleicht nicht ganz passend. Erstens stehe ich hier alleine am Feuer und zweitens soll es am Ende nicht klingen sondern schmecken!
Für die erste Grillung habe ich mich ganz bewusst für ein Rumpsteak vom Discounter mit den vier Buchstaben ohne A entschieden. Warum? Ich bin ganz am Anfang meiner Lernkurve mit diesem Grill. Wenn ich es verbocke, dann lieber ein recht einfaches Produkt als ein Premium Stück mit einem Kilopreis von 100,- € aufwärts. Mir wäre das zu schade. Das mag man anders sehen, ich aber warte mit den guten Teilen, bis ich meinen Grill besser kenne…

OK, zurück zum eigentlichen Thema.
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Wie gesagt zwei Rumpsteaks á 250g.
Auf Zimmertemperatur gebracht, das Fett eingeschnitten und lediglich gesalzen.

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Der Plan ist, den "Ofen" auf 110°C aufzuheizen und dann die Steaks mit indirekter Hitze – beide äußere Brenner auf minimale Stufe – auf eine KT von 48°C zu bringen.

Also einmal durchatmen und "GO!".

Apropos Aufheizen.
Ich habe einen Unterschied zwischen dem Deckelthemometer und dem Einstechthemometer, das in der indirekten Zone auf dem Rost lag, von rund 100°C feststellen können. Eine Kontrollmessung mit einem Infrarot-Temperatur-Pistolen-Mess-Dingsbums hat das Einstechthemometer bestätigt.
Ist das normal? Hätte ich länger warten müssen, weil der Deckel zuerst heiß wird oder ist da irgendwas im Argen?

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Nach rund 30 Minuten meldete sich das Thermometer und ich bin auf den Seitenbrenner gewechselt – BURN BABY, BURN! 🔥
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Von beiden Seiten für 30 bis 60 Sekunden abgeflammt und fertig…


Ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden.
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Einzig der Fettrand hat etwas zu viel Hitze erhalten und vielleicht mehr Röstaromen als geplant erhalten.
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Mit dem Gargrad bin ich schon mal recht zufrieden. Beim nächsten Mal das Steak zwei Grad früher rausnehmen.
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Sollte es Fragen geben bitte einfach fragen.

/McRoell
 
für den ersten versuch ist das doch ein top Ergebnis! vielleicht dürfte beim nächsten mal ein Quäntchen mehr Kruste dabei sein aber trotzdem mega :)
 
Zunächst mal Gratulation zum neuen Grill, sieht gut aus das Gerät. Der Unterschied vom Rost zum Deckelthermometer ist meiner Meinung nach ziemlich normal. Zumindest was das bei meinem Taino so und ist beim Block D von Flammkraft auch da, wenn auch weniger, was aber wohl an den massiven Edelstahlgrillrosten liegen dürfte. Die nehmen relativ viel Energie auf.
 
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