McRoell
Militanter Veganer
Leider habe ich nicht daran gedacht, den Aufbau mit der Kamera zu dokumentieren, ich vertraue da jetzt einfach auf Euer Vorstellungsvermögen.
Erst einmal kommt der Grill mit 89 kg schwerer als (von mir) erwartet um die Ecke. Was beim Auspacken schon mal positiv auffiel, waren die Sperrholz-Platten, die die ganze Box recht stabil gemacht haben. Ohne die Möglichkeit eine Sackkarre zu nutzen, wäre es eine ziemliche Plackerei geworden, dass Teil aus dem Wagen auf die Terrasse zu bringen. Einmal ausgepackt lag eine ganze Menge Kram auf dem Tisch.
Jetzt habe ich keine
Der eigentliche Grill ließ sich ganz einfach auf das Gestell setzen und mit vier Schrauben fixieren. Hier stolperte ich dann aber über das ersten kleinen Aufreger – dem Batteriefach. Zuerst habe ich das Teil in dem Karton mit den ganzen Anbauteilen gesucht – nüscht.
Als ich danach, einer inneren Eingebung folgend, von unten in den Innereien des Grills nach dem Batteriefach fingerte, erfühlte ich mehrere „Dinge“, die zu allem Überfluss auch noch in einer Plastiktüte verpackt waren. Kurzum; die Schrauben wieder gelöst, die Grilleinheit vom Wagen gehoben und den Kram da raus gefummelt. Danach das Ganze wieder auf den Wagen gesetzt und erneut festgeschraubt – so klappt das dann auch mit dem Batteriefach. Natürlich hat so eine Plastiktüte nichts in der Nähe von starker Hitze zu suchen, das ist selbst mir klar. Aber ein kleiner Hinweis, dass der Kram überhaupt vorhanden ist, wäre hilfreich gewesen.
Noch irritierender war, dass ich anschließend, zumindest gefühlt, das halbe Teil demontieren musste um die Seitenablage bzw. den Seitenbrenner zu montieren. Also Schrauben lösen, Halterung für die Ablage einhängen und Schrauben wieder anziehen. Bei dem Seitenbrenner war es ähnlich, nur dass das Teil direkt an die Seitenwand gedübelt wird. Was ein elendiger Fummelkram.
Ich kann ebenfalls verstehen, dass man Anleitungen so erstellt, dass sie für unterschiedliche Modelle passen sollen. Nur wenn die Lokation der zu lösenden Schrauben in der Anleitung nichts mit denen des real vor mir stehenden Geräts zu tun haben, führt das dazu, dass man mehrfach Schrauben löst und wieder festzieht. Auch finde ich es suboptimal, dass man bis hierher durchgängig mit einem Schraubendreher die Schrauben bearbeitet und das dann auf einmal nicht mehr geht. Schlimmer noch, dass Material der Schraube so weich ist, dass das Kreuz nun ein Kegel ist. Ja, die Schraube ließ sich hervorragend mit einem (mitgelieferten) Schraubenschlüssel bearbeiten aber warum zum Kuckuck hat das Teil dann eine Aufnahme für einen Schraubendreher..?
Der Rest war dann wieder absolut einfach.
Einen Funktionstest aller sechs Brenner später kam die Erkenntnis, dass ich wohl keine allzu großen Fehler gemacht habe. Zumindest haben weder ich noch die Überdachung der Terrasse in einem großen Feuerball das Zeitliche gesegnet.
Ich möchte das durchaus als Erfolg ansehen.
Resümee
Das Ganze macht von der Verarbeitung her einen soliden Eindruck. Abgesehen von einigen doch recht fummeligen Passagen lässt er sich, auch von Ungeübten gut zusammenbauen.
Einzig die mitunter nicht ganz eindeutige Montageanleitung sorgt dann und wann für etwas Kopfschmerz. Auch hätte ich erwartet, dass zumindest eine ganz einfache Abdeckung mit dabei ist. Ja, die gibt es zu kaufen, auch für kleines Geld von Drittanbietern. Aber so ganz nackig auf der Terrasse…
Aber das sind im Grunde Details.
Den ersten echten Test gibt es dann in ein paar Tagen...
Und jetzt noch ein paar Impressionen
Habemus Culinam

Nach dem Einbrennen