Meine Überlegung ging von den überaus positiven Erfahrungen mit 3-2-1 Ribs aus. Da Schäufele bei der elektrischen in-house Zubereitung eine nicht unerhebliche Geruchskulisse erzeugen, war mir der Gedanke gekommen. Das sympathische am WSM ist das fire&forget handling.
Klar kann ich das auch auf meinem Genesis machen. Es geht mir ja gerade darum, was ihr - die Profis - dazu meint. Also was sinnvoller/praktikabler ist.
A) Auf dem WSM wäre mein Vorgehen der Wahl so:
- Delinquenten (eingerieben mit den einschlägigen Gewürzen) auf den oberen Rost, Schale mit "Bier+Biomüll" auf den unteren, Wasser in der Halbkugel
- fire&forget bei 120°C mit Messung der KT des Delinquenten für voraussichtlich 4-6h
Vorteil: ich kann einen Grill benutzen, fire&forget
Nachteil: Kruste wird nicht "rösch"
b) Auf dem Genesis:
- Delinquenten (eingerieben mit den einschlägigen Gewürzen) in einer Schale mit "Bier+Biomüll" auf die eine Seite, Anfeuern der anderen Seite = indirekte 180-220°C mit Messung der KT des Delinquenten für voraussichtlich 2-3h
Vorteil: ich kann einen Grill benutzen, Kruste wird schön
Nachteil: regelmäßiges begießen des Delinquenten notwendig
Bei A) könnte ich die Kruste ggf. noch mit 30 Min. auf dem Genesis nachbrutzeln, wenn ich ihn ordentlich vorheize.
Natürlich probiere ich gerne rum und entwickle selber aber eine solide theoretische Basis wäre von Vorteil und würde mir Sicherheit geben.
Oli
P.S.: Natürlich soll es ein fränkisches Schäufele werden. Die bedauerliche Verirrung der Schäufele-Zubereitung im Badischen ist mir bekannt. Dort pökelt und kocht man das arme Schäufele und serviert es ohne Soße zu glitschigem Kartoffelsalat.
