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Schinkenherstellung

schaschlikwilli

Putenfleischesser
15+ Jahre im GSV
Hallo liebe Schinkenfreunde.
Möchte demnächst selber Schinken herstellen.
Leider habe ich da keine Ahnung von.Wie gehe
ich da am besten vor?Das Pökeln bekomme ich evtl
noch hin,aber wie gehe ich dann vor?Soll ich den dann
luftrocknen oder was gibt es sonst noch für Möglichkeiten?
Was muß ich beim Lufttrocknen beachten?
Habe öfter von Holzasche gelesen.Wo bekomme ich Holzasche
her? Mache ich mir die selber und wie ist dann der weitere
Ablauf.Für nette Ratschläge wäre ich armer Hungerleider
sehr dankbar.

lG Schaschlikwilli
 
Hallo schaschlikwilli,
schau doch mal bitte hier: Schinkenherstellung. Da wirst Du fündig!
 
schaschlikwilli schrieb:
Das Pökeln bekomme ich evtl noch hin,...

Das ist das einfachste an der Übung.

schaschlikwilli schrieb:
Soll ich den dann luftrocknen ...

Wenn die richtigen klimatischen Bedingungen gegeben sind funktioniert das.
In einem Keller von einem normalen Wohnhaus funktioniert das IMHO nicht,
bzw nur sehr schlecht.

schaschlikwilli schrieb:
... oder was gibt es sonst noch für Möglichkeiten?

Ganz simples räuchern ...


schaschlikwilli schrieb:
Was muß ich beim Lufttrocknen beachten?

Wie gesagt, möglichst konstante klimatische Bedingungen.


schaschlikwilli schrieb:
Habe öfter von Holzasche gelesen.

Hier gibt's diverse Freds mit Ententitten.
Mit Fleisch hab ich noch nix gelesen.
Die Asche kannst du selber produzieren.
Natürlich nur mit unbelastetem Holz.


Mein Rat wäre, sich erst mal auf eine Methode einzuschießen.
Fang mit Räuchern an. Das ist nicht schwer.
Es gibt schon einige Freds dazu und darüber hinaus auch noch ganz brauchbare Lektüre.

:prost:


EDIT:
Hier hab ich ein paar anschauliche Infos zum klimatischen Verlauf
bei der Herstellung von luftgetrocknetem Schinken gefunden.

http://www.consorcioserrano.com/de/pratical-informations/technical-guide.php


:prost:
 
[quote="Cruiser]

Ganz simples räuchern ...

Hey CRUISER, mein Grillidol. Ich will/kann/darf Dich ja nicht kritisieren aber:

So simpel ist es bei den momentanen Temperaturen auch nicht.
Bedenke das Du nicht über 25 Grad kommen darfst.

@schaschlikwilli
Also wenn Du alles schön kühlst oder es Nachts versuchst könnte es klappen.
MfG Der Ingo
 
schaschlikwilli schrieb:
Wenn die Themperaturen draußen etwas

runtergehen,werde ich mal mein Glück(Schinken)

versuchen.

Danke,bin für jeden Tipp dankbar.

Willi

Also ich habe im Winter geräuchert, im Kugelgrill, und hatte meine liebe Müh' mit der Temperatur.
Evtl. kannst Du aber auch heiß räuchern.
Der CRUISER kennt sich damit auch gut aus.

@CRUISER :worthy: ich werde mich hüten Dich/EUCH zu kritisieren :cool:

Schönen Sonntag euch allen.
MfG Der Ingo
 
Habe mir für uns was aus dem I.Net geholt


Trockenpökelung für die Herstellung von Schinken

Diese Pökelart hat ihren Namen, weil die kleineren oder größeren schinkengerecht zugeschnittenen Teilstücke nur mit trockenem Pökelsalz eingerieben werden. Für die Trockenpökelung hat sich eine Menge von 50 g Pökelsalz pro kg Fleisch bewährt. Auf je 50 g Pökelsalz kommen noch ein gestrichener Teelöffel normaler Haushaltszucker oder Honig sowie evtl. Die Gewürze.

Der Zucker bewirkt eine raschere und verstärkte Säurebildung im Fleisch, senkt den pH-Wert und macht es noch haltbarer.

Sind die Fleischstücke gut vorgekühlt, werden sie kräftig und von allen Seiten mit Pökelmischung (Pökelsalz, Zucker, Gewürzen) eingerieben. Dabei ist darauf zu achten, dass die Schwartenseite ausreichend gut bedacht wird. Einschnitte und evtl. vorhandene Kerben müssen vor allen gut mit Pökelmischung versorgt werden, da sich hier leicht Bakterienherde entwickeln.

Tip:

Für den Anfang empfiehlt es sich dringend, für die halbe Fleischmenge auch zunächst die halbe Pökelstoffmenge abzuwiegen und damit die halbe Fleischportion einzureiben. Sonst besteht die Gefahr, dass die gesamte Pökelstoffmenge schon bei der halben Fleischmenge verbraucht ist. Dies wäre dann eine Überdosis von 100% Pökelsalz. Oder umgekehrt könnte es passieren, das zum Schluss noch die halbe Pökelstoffmenge übrig wäre, was dann einer Halbierung der Pökelsalzkonzentration gleich käme. Das Einreiben der Fleischstücke nimmt man zweckmäßigerweise auf einem sauberen Arbeitstisch vor, möglichst in einem kühlen Raum. Nach dem Einreiben kommen die Fleischstücke, immer mit der Schwartenseite nach unten, in ein geeignetes Gefäß. Das Gefäß wird mit dem Deckel oder mit einem sauberen Tuch abgedeckt und in einem kühlen und dunklen Raum mit entsprechender Temperatur gestellt.

Durch das wasserentziehende Pökelsalz wird dem Fleisch Wasser entzogen, gleichzeitig wandern die Pökelsalzmoleküle in Richtung Fleischinneres. Es bildet sich in den folgenden Tagen eine sogenannte Eigenlake, allerdings nicht soviel, dass auch die oberen Fleischstücke von Lake bedeckt wären. Nur die unteren liegen ganz oder teilweise darin. Weil dies so ist, müssen die Fleischstücke alle 3 - 4 Tage umgeschichtet werden, so dass die oberen nach unten kommen. Immer ist zu beachten, dass die Schwartenseite des jeweiligen Stückes nach unten liegt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei Teilstücken bis zu 3 kg Gewicht, eine Pökelzeit von 3 Wochen ausreicht. Eine Faustregel besagt, dass pro kg Stückgewicht eine Woche lang trockengepökelt werden soll. Bei leichteren Stücken muss dann allerdings alle 1 - 2 Tage umgeschichtet werden. Ist die Pökelzeit um, ist die Eigenlake abzuschütten. Die gepökelten Fleischstücke bleiben jetzt noch 3 - 4 Tage zum "Nachbrennen" im Pökelbehälter liegen. Dieses im "Fachjargon" so bezeichnete Nachbrennen bewirkt einen Ausgleich der Pökelsalzkonzentration im Fleischinneren und macht die Stücke mürbe und zart.

Nach der Nachbrennphase füllt man das Pökelgefäß mit den darin liegenden Fleischstücken mit kaltem Wasser auf und läßt die Stücke 12 - 14 Stunden gekühlt im Wasser liegen. Die Wässerdauer beeinflusst direkt die spätere Salzschärfe des Fleisches. Nach den Erfahrungswerten ergibt ein 12stündiges Wässern einen schärferen, ein 14stündiges Wässern einen milderen Geschmack des Fleisches. Ist die Wässerzeit um, müssen die gepökelten Stücke noch mit lauwaren Wasser gut abgewaschen werden, damit sich bei einem evtl. späteren Räuchern kein Salzausschlag bildet.

Anmerkung:

Die Trockenpökelung ermöglicht es, auch in den schon etwas wärmeren Übergangsmonaten wie März und April Schinken zu räuchern. Die Lakepökelung ist nur in der kälteren Jahreszeit (November bis Februar) zu empfehlen. Diese Hinweise beziehen sich darauf, dass man keine geeigneten Kühlräume oder Kühlschränke zur Verfügung hat bei großen Mengen.

Ein weiterer Vorteil der Trockenpökelung liegt darin, dass sie einen sehr haltbaren, trockenen Schinken liefert, der sich durch eine dauerhafte, meist auch kräftig rote Farbe auszeichnet. Ein Nachteil ist, dass der Pökelverlust (Gewichtsverlust des Fleischstückes) bei der Trockenpökelung wesentlich größer ist. Schliesslich dauert die Trockenpökelung, insbesondere wenn es sich um größere Fleischstücke handelt, etwas länger, was in diesem Falle wieder für die Lakepökelung spricht.

Die Lakepökelung hat den Vorteil, dass der Pökelverlust ganz gering ist.

Trockenpökel-Regeln in Kürze:

1. Frische Fleischstücke vor dem Einreiben mit der Pökelmischung gut durchkühlen.

2. Pro kg Fleisch 50 g Pökelsalz und einen gestrichenen Teelöffel Honig-oder Haushaltszucker dosieren.

3. Jedes Fleischstück einzeln kräftig von allen Seiten mit Pökelmischung einreiben (besonders die Schwartenseite).

4. Fleischstücke mit der Schwartenseite nach unten eng in den Pökelbehälter packen.

5. Zugedecktes Pökelgefäß in den bis 15 0C kühlen Keller stellen.

6. Auf Hygiene im Keller achten.

7. Eingepökelte Fleischstücke alle paar Tage umschichten - obere nach unten, untere nach oben, damit die Eigenlake alle Fleischstücke gleichmäßig durchdringen kann.

8. Nach der Pökelzeit, Eigenlake abschütten, Fleisch aber noch 3 - 4 Tage zum Nachbrennen im Pökelbehälter liegen lassen.

9. Danach gepökelte Fleischstücke mit kaltem Wasser völlig übergiessen und 12 - 14 Stunden wässern lassen, herausnehmen und lauwarm abwaschen.

10. Schinken an Haken oder Schnur aufhängen und 2 Tage abtrocknen lassen(sofern man anschliessend räuchern will).

11. Den Schinken niemals direkt am Haken zum Räuchern aufhängen sondern immer eine Schnur dazwischen binden.

Durchsalztabelle für Rohschinken

mit Speisesalz

Für Rohschinken nehme ich die folgende Faustregel:

Pro Zentimeter Fleischdicke (an der dicksten Stelle gemessen) eine 18 stündige Durchsalzzeit. Das ergibt also für folgende Fleischdicken:

Dicke Durchsalzzeit in Stunden

2 cm 36

3 cm 54

4 cm 72

Pro Zentimeter kommen also 18 Stunden hinzu. Diese Tabelle läßt sich beliebig erweitern aber das spare ich mir jetzt hier.

Sollte man Nitritpökelsalz verwenden verringert sich die Pökelzeit pro Zentimeter Fleischdicke um 6 Stunden auf 12 Stunden !!!



Fehlerquellen beim Kalträuchern



Schinken schmeckt säuerlich:

zu feuchtes Räuchermehl
zu geringe Be- und Entlüftung beim Räuchern
Kondenzflüssigkeit (Sud) sammelt sich und tropft aufs Räuchergut
zuviel Rauch (stockt im Ofen)
zu geringe Ruhephasen zwischen den einzelnen Räuchergängen
zu oft aufeinanderfolgende Räuchergänge
zu warme Lagerung beim Reifen (mehr als +150 C)
Schinken wird zu dunkel und zu fest:

zu lange Räuchergänge
zu viele Räuchergänge
zu warm Reifen lassen (s.o.)
Schinken ist zu weich:

nicht genügend Räuchergänge
Reifezeit zu kurz
minderwertiges Fleisch (zu hohe Medikamentenrückstände)
Schinken ist schmierig (Eiweiß tritt aus)

die Räuchertemperatur ist zu hoch gewesen


Trockenpökeln für Fisch aller Art

Der ausgenommene Fisch wird gründlich unter klarem Wasser abgewaschen und so wie er ist in eine Schale mit Abtropfsieb gelegt. Dann wird der Fisch gut und reichlich mit Salz eingerieben, bei den Baulappen etwas weniger Salz nehmen, so das die Haut noch gerade eben zu sehen ist.

Nach ca. 1,5 bis 2 Stunden, je nach Größe des Fisches, diesen gründlich unter fließend kaltem Wasser von dem Salz reinigen und danach gut abtrocknen lassen.

Das Abtropfsieb ist daher wichtig, damit die entstehende Flüssigkeit gut ablaufen kann und der Fisch nicht in dem Sud liegt.

Diese Methode ist etwas für Leute die schon etwas Ahnung vom Räuchern haben und wenn es einmal schnell gehen soll. Ansonsten würde ich jedem die Lakepökelung empfehlen.
 
schaschlikwilli schrieb:
Ja klar.

mit einem kleinen Stück fange ich an.

Wenn da mal etwas schief geht,ist

nicht viel verloren.

:prost:
Seh ich anders, im schlimmsten Fall kanns tödlich ausgehen. Im Sommer und bei den schwülen Temperaturen, macht man keine Experimente. Schinkenhersteller sind ganz anders ausgerüstet als unsereins (Klimmarauch, Kälteanlagen usw.).
Will Dir ja keine Angst machen, warte noch bis es kälter wird.
Es geht nicht um das Stückchen Fleisch, sondern um Dich.
:prost:
 
Thermo-nator schrieb:
schaschlikwilli schrieb:
Ja klar.

mit einem kleinen Stück fange ich an.

Wenn da mal etwas schief geht,ist

nicht viel verloren.

:prost:
Seh ich anders, im schlimmsten Fall kanns tödlich ausgehen. Im Sommer und bei den schwülen Temperaturen, macht man keine Experimente. Schinkenhersteller sind ganz anders ausgerüstet als unsereins (Klimmarauch, Kälteanlagen usw.).
Will Dir ja keine Angst machen, warte noch bis es kälter wird.
Es geht nicht um das Stückchen Fleisch, sondern um Dich.
:prost:


Hallo.

Na gut,es fällt mir zwar nicht leicht,aber ich höre

gerne mal auf Kenner.Wenns direkt schief geht,verliert

man auch den Mut noch einmal anzufangen.

Ich warte,hast Recht.

Willi
 
schaschlikwilli schrieb:
Hallo.

Na gut,es fällt mir zwar nicht leicht,aber ich höre

gerne mal auf Kenner.Wenns direkt schief geht,verliert

man auch den Mut noch einmal anzufangen.

Ich warte,hast Recht.

Willi

Du kannst ja evtl. einen gekochten Schinken machen.
Kennt sich der CRUISER ebenfalls bestens mit aus (womit eigentlich nicht :-? ).

Warte einfach mit dem anderen bis es kälter wird, sonst bist Du enttäucht wenn die Mücken aus dem Fleisch kommen.

MfG Der Ingo
 
Der Ingo schrieb:
schaschlikwilli schrieb:
Du kannst ja evtl. einen gekochten Schinken machen.
Kennt sich der CRUISER ebenfalls bestens mit aus (womit eigentlich nicht :-? ).

Warte einfach mit dem anderen bis es kälter wird, sonst bist Du enttäucht wenn die Mücken aus dem Fleisch kommen.

MfG Der Ingo


Ihr habt mich beide überzeugt und

auch überredet.Ich warte noch,bis wir andere

Themperaturen haben.

Danke

Willi
 
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