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Schleifstein zurichten

dirkde

Schlachthofbesitzer
5+ Jahre im GSV
Da mein 1800er Schleifstein mittlerweile fast als Brötchenform taugt, dachte ich, ich muss ihn mal zurichten. Also frisch gegoogelt und da hab ich dann den Hinweis auf das Zurichten mit Wasserschleifpapier gefunden. Ich hab mit 80er Körnung angefangen und das Ergebnis nach 2 min war: am Schleifstein so gut wie nix und das Schleifmitttel von Papier was gänzlich weg. Wenn ich so weitermache, brauche ich 100 Blatt Schleifpapier :ranting:. DAS GEHT SO NICHT!

Also meine Frage an die Selfmade- Zurichter: wie richtet ihr eure Schleifsteine zu?

Schon mal Danke für die Antworten.
 
Einen 1800er kannst Du durchaus auch auf einem Backstein oder glatten Beton abrichten und dann das "Finish" mit Nassschleifpapier machen. Ich persönlich richte Steine aneinander ab, aber dafür braucht man Steine ähnlicher Körnungen. Ideal ist ein Abrichtblock aus Keramik oder Diamant, aber da muss man natürlich auch wieder Geld ausgeben.
 
Wir haben Schleifscheiben (eigentlich ja das gleiche wie Schleifsteine) auf Werkzeugmaschinen nur abgerichtet, nicht zugerichtet, denn dann waren sind sie meistens Schrott.( Ausbrüche usw...)
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Der Vollständigkeit halber gibt's natürlich auch Abrichtsteine. Für japanische Wassersteine nimmt man Nagurasteine. In Europa heißen die einfach Abrichtstein und die sind wie Sigi 2 schon sagte aus sehr, sehr hart gebundenem Siliciumcarbid. Man nimmt die auch zum Abrichten von Schleifscheiben. Ich hab sowas mal auf dem Flohmarkt für 3€ gekauft, weil ich es für einen Schruppstein gehalten hab. Dann hab ich gemerkt, dass er sehr schlecht abträgt und kein bisschen verschleißt. Im Baumarkt (oder real) gibt es auch so ein 3er Set Diamantplatten, damit geht's auch. Die Taugen auch zum Aufreiben von Schleifschlamm.

Hier mal eins - zwei Händler
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Zuletzt bearbeitet:
danke für die Tipps, ich werde es mal mit nem Backstein versuchen, meinen Schleifstein Ab-zurichten:pfeif:;););)

Ein Abrichtstein wäre fast so teuer wie der Schleifstein...

Da kauf ich lieber einen neuen Kombistein, wenns schief geht
 
Probier mal Wasserschleifpapier eines anderen Herstellers.
Da gibts schon starke unterschiede. Mein 600er reicht für 2-3 Steine!
Fürs grobe Diamantkombi für 7€ und gut ist
 
Also meine Frage an die Selfmade- Zurichter: wie richtet ihr eure Schleifsteine zu?
Schon mal Danke für die Antworten.

Äußerst effektiv und günstig ist auch folgende Methode:

Schleifgitter (für Putz - 80er Körnung im Baumarkt - ca. 5 EUR für 10 Stück) befeuchtet auf Blech legen.

Mit viel Wasser die (i.d.R.) Ecken plan schrubben.

Das Schleifgitter verliert bei dieser Nutzung relativ schnell seine Schleifkörper und wird mit der Zeit "glatter". Bei groben Steinen (bis ca. 750er Körnung) brauchts dann kein Finish mehr.

Bei "höheren" Steinen als Finish einfach den nächstgröberen Stein nach unten fürs Finish nehmen - natürlich auch mit viel Wasser.

Viel Erfolg.
 
Kurzes feedback:

das Abrichten mit einem Backstein und Schleifpapier hat super geklappt, danke mr. Pink :thumb2:
 
Wurde ja oben schon geschrieben: Es gibt gigantische Unterschiede bei der Qualität von Schleifpapier. Was bei mir gut funktioniert ist - ordentliches - Naßschleifpapier auf Glasplatte. Evtl. etwas Siliziumcarbitpulver drauf gestreut.

Viele Grüße,
Gerhard
 
Und meinen Arkansas-Ölstein, den ich von meinem Großvater ( Sattler, der seine eigenen Schneidwerkzeuge aus Bandstahl hergestellt hat) geerbt habe, hab ich mit dem 1800er auch wieder "öffnen" können. Einfach mal ausprobieren und: es funzt:v:

Der entspricht ca. 6000er Körnung und den nehm ich zum Abschluss des Schleifvorgangs oder zum Auffrischen der Schärfe, wenn der Keramikstab nicht mehr reicht.
 
danke für den Tipp, ich hab die "Unterseite" genommen ( ich hab mir angewöhnt, nur eine Seite des Steins zu nutzen, um eine große Auflagefläche zu erhalten, ich spar mir nämlich den Schleifblock und nehme eine Platte mit einem nasssen Tuch) und den Arkansas vorher mit Benzin gereinigt und das 24 Std vorher ablüften lasssen. sollte also geklappt haben. (irgendwie dachte ich mir schon, dass Öl und Wasserstein keine gute Kombi ergeben, auch beim Abrichten ;) )
 
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