So ganz kann ich die Aussage des Artikels auch nicht teilen.
Für eine durchaus große Anzahl der Menschen auf diesem Planeten ist "satt sein" ohne den Genussaspekt tägliches Ziel, das nicht immer erreicht wird. Da ist es die Schale Reis, die Gegenstand des Verlangens ist, und das völlig ohne das Ziel des Genusses.
Genuss als Element der Ernährung ist eine Luxuskomponente, die erst dann relevant wird, wenn die grundsätzliche Nahrungszufuhr gesichert ist. Daher ist satt werden als solches für mich erst mal unabhängig von Genuss. Das Essen mit Vielfalt und verschiedenen Genusskomponenten mehr Spass macht, ist dabei unbestritten, hat aber nix mit satt zu tun. Und das der Mensch verschiedenen Sinnesreizen ausgesetzt werden will, ist ebenfalls eine Binsenweisheit, aber eben auch nur dann möglich, wenn die Grundbedürfnisse befriedigt sind. Ich kann mich z.B. nur auf Kunst einlassen, wenn ich mich zu dieser Zeit nicht um meine Grundbedürfnisse kümmern muss.
Insgesamt scheint mir das ein Artikel aus einer extremen Luxusperspektive zu sein. Wobei ich nicht abstreiten will, dass mir Essen mit diversen Geschmackskomponenten und Vielfalt ohne Beschränkungen der Gesundheitsgurus besser schmeckt.