Hi,
das Brot ist natürlich selber gebacken. Nach einem Rezept aus dem Buch "Kulinarische Reise durch das Oldenburger Land".
Da wir hier im Süden der Republik kein Schwarzbrot haben, habe ich mich auf die Suche nach einem Rezept gemacht, das möglichst nahe aus der da-wo-ich-mal-geboren-wurde Gegend kommt.
Gestern das erste Mal ausprobiert.
Zutaten und Vorgehensweise:
Weizenmehl 190g
Roggenschrot fein 107g
Weizenschrot grob 107g
Sesam 53g
Leinsamen 53g
Sonnenblumenkerne 38g
Salz 0,38EL = 5,7g
Buttermilch 379ml
Rübensirup 76g
Frischhefe 24g
Die krummen Zahlen kommen, weil ich das Rezept von einer größeren Menge runtergerechnet habe.
Das Schrot (Roggen und Weizen) zusammen mit der Buttermilch am Vortag zu einem Quellstück angesetzt und über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.
Am Backtag das Quellstück frühzeitig aus dem Kühlschrank nehmen oder in der Mikrowelle zart auf Raumtemperatur bzw. Handwärme erwärmen.
Quellstück mit dem Rest zusammenrühren und ca. 15-20 Minuten in der Knetmaschin kneten. Der Teig bleibt eher klebrig nass.
Die Backform mit Margarine einfetten und mit Haferflocken ausstreuen.
Den Teig in die Backform füllen und gleichmäßig verteilen.
Im vorgeheizten Ofen bei 150°C 3 Stunden backen.
Dabei die erste Stunde die Backform offen lassen, nach einer Stunde die Backform mit Alufolie abdecken.
Wenn die Backzeit vorbei ist, der Ofen ausschalten und das Brot im Ofen über Nacht auskühlen lassen.
Dieses Probebrot habe ich im E-Pizzaofen gebacken.
Es eignet sich aber auch gut für den Holzbackofen, weil man durch die niedrige Backtemperatur die Restwärme nach einem Backtag hervorragend nutzen kann.
Im Originalrezept wird kein Quellstück gemacht und das Abdecken der Backform mit Alufolie (bzw. Bratschlauch) nur beim Backen im Heißluftofen gemacht. Im Holzbackofen kann man darauf wohl verzichten.
Ich mage es aber nicht ganz so gerne, wenn die Kruste des Brotes das Brot zu hart wird, deshalb die leichten Änderungen. Auch weil unser Weizenschrot ein seeehr grobes Schrot ist.
Beim nächsten Versuch werde ich mal versuchen, das Roggenschrot vorher mit Roggensauerteig zu versäuern.
Das dürfte den Geschmack noch etwas voller und das Brot noch bekömmlicher machen.
Viele Grüße
Onkelchen