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Schweden Hede Juni 09

AndreL

Grillkönig
10+ Jahre im GSV
Auch wenn es jetzt schon einige Wochen her ist möchte ich euch diesen Bericht nicht vorenthalten. Wir (meine Frau und ich) waren im Juni 2 Wochen im schönen Schweden, um uns zu erholen ;) und allem nachzustellen was Flossen hat. Dieses Jahr haben wir uns entschlossen unser Boot mitzunehmen, um den "Bewegungsradius" ein wenig zu erweitern. Sowas hat natürlich auch Nachteile, wie etwa 16 Stunden Fahrt für 1300Km und höhere Kosten für Fähren und Kraftstoffverbrauch. Wenn man aber erstmal da ist, vergisst man all die Nachteile sofort.
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Diese erste "Testfahrt" auf einem kleinen Teilstück des Ljusnan direkt in Hede brachte gleich eine schöne Mahlzeit ein, einen Barsch für mich und eine Seeforelle für meine Frau. Unser schwedischer Freund, der uns begleitet hat, durfte 2 Forellen und einen kleinen Hecht mit nach Hause nehmen.
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Abends gings dann mit einem anderen Freund, welcher zufällig Guide ist, nach Linsell zum Fliegenfischen. Dieser abendliche Kurztripp brachte gefühlte 2000 Mückenstiche und eine schöne 43er Äsche.
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Leider sanken in der Nacht die Temperaturen von 15-27° auf 0-8° was natürlich nur eine Überlegung zuließ: es ist Zeit zum Saiblingeangeln. Also das Boot ans Auto, schnell noch 2 Schleppsysteme für Saibling gekauft und ab zum Fillingen. Bei 5° Lufttemperatur auf knapp 800m über dem Meer war es "ein wenig" kalt und wir natürlich nicht für solche Temperaturen vorbereitet. Trotz dieser Umstände fing meine Frau innerhalb einer Stunde 2 schöne Saiblinge.
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Zwischendurch mussten wir auch noch die Natur und deren Tiere bewundern. Vom Reentier über Elche, Bieber, Adler und sogar einem Bären war alles dabei.
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Natürlich gings auch mit dem Angeln weiter perfekt voran:g. Eine erneute Bootstour auf dem Ljusnan brachte beim Schleppen 3 Hechte und einen Barsch sowie bei den Zwischenstopps 2 große Äschen und eine Seeforelle.
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Aufgrund des kalten Wetters musste nun langsam Abhilfe in Form eines Floatin Overalls geschaffen werden, welcher abends beim Fernsehen ausgiebig getestet wurde. Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie warm sowas ist ;).
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Zwischendurch musste auch mal ein Wasserfall besucht werden und auf der Rücktour nach Hause noch schnell eine 40+ Bachforelle aus einem kleinen Gebirgsbach verhaftet werden.
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Auf Wunsch meiner Frau musste ich mich auch der Zubereitung kulinarischer Köstlichkeiten widmen. Ist zwar kein Grill, aber immerhin.
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Ende Teil 2
 
Nach soviel "Angelstress" musste natürlich auch mal ein wenig Entspannung her und was macht der Schwede, sowie der dort "urlaubende Deutsche" zur Entspannung? - Richtig, er geht auf die Jagd. Wenn aber wie jetzt Schonzeit für nahezu alles ist, nimmt Mann die 30-06, füllt einige leere Bierfässer mit Wasser, fährt auf den örtlichen ÖFFENTLICHEN Schießplatz und testet die Wirkung verschiedener Munitionssorten sowie die Zielgenauigkeit der Waffe auf zuvor erwähnte Fässer.
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Die letzten beiden Tage sollten aber wieder dem Angeln gewidmet werden. Genauer gesagt den Maränen, die es dort in Unmengen gibt, die sich aber bisher nicht so richtig einfach fangen ließen. Ein erster Versuch mit langsam an der Oberfläche eingekurbelter Hegenen war zwar erfolgreich, aber 2 Fische in 4 Stunden ist nicht gerade überzeugend für die Methode.
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Immerhin waren es die ersten beiden Maränen für meine Frau, habe ich erwähnt das ich nichts gefangen habe?
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Zum Maränenangeln in Schweden, genauer gesagt in der Region wo wir waren, muss man wissen, dass sich die Jungs komplett anders verhalten als bei uns. Die Fische sind permanent an der Oberfläche und nahezu nie am Grund, was die normale Führung der Hegenen sinnlos macht. Die Lösung des Problems fand meine Frau am letzten Abend. Statt eines Spirolinos als Wurfgewicht wurde ein Rapala Floating in silber schwarz ohne Haken montiert und die Hegene nicht mehr eingekurbelt, sondern einfach ruhig hängen gelassen und nur leicht bewegt. Ähnlich dem Fischen mit der Renkenpose, nur dass die eine viel zu große Scheuchwirkung hat. Ergebniss: 6 Maränen in 1,5 Stunden + etwa dieselbe Menge an Aussteigern.
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Ende Teil 3
 
Zu guter Letzt blieb nur noch die "kurze Heimfahrt".
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Knapp 1000 Km und 12 Stunden später in Helsingborg.
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Und jedes Jahr bei diesem Anblick weiß man, man ist Zuhause.....
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Klasse Angelurlaub. Gefällt mir sehr gut.

Btw. Maräne heisst hier im Süden Renke oder irre ich mich da?

Gruss Steffe
 
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