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Spanferkelgrill selbst gebaut

Spanferkelgrillbauer

Militanter Veganer
Hi Leute,

ich bin neu hier und habe schon seit langer langer Zeitvor gehabt mich hier anzumelden. Ich möchte mich kurz vorstellen, mein Name ist Matthias und ich komme aus dem Raum Heilbronn. Ich bin auf das Forum gestoßen als ich einen Spanferkelgrill für Semi-Professionelle Anwendung bauen wollte und bereits zwei Schweine auf meinem ersten Grill erfolgreich gegrillt habe. Daher möchte ich noch sagen, dass Ihr hier ein super informatives und lebendiges Forum betreibt, echt super!

Wie alles begann:
Zu meinem Mechatronik-Studiumsabschluss habe ich mir vorgenommen, ein großes Fest zu schmeissen. Hierzu wollte ich grillen... kurzerhand kommt hier wegen dem enormen Grillgutbedarf nur ein Spanferkel in Frage. Daher beschloss ich in meiner (Auto-)Werkstatt einen "studentischen" Grill zu bauen.
Da man als Student "relativ" viel Zeit zur Verfügung hat aber kein Geld beschloss ich den Grill aus Schrottteilen, welche ich im Schrottcontainer meiner Hochschule gefunden habe.

Zuerst musste ich mir ein Prinzip überlegen, wie ich den Grill aufbaue. Dies war ein realativ Einfaches. Der Grill sollte eine Feuerwanne besitzen auf der variabel der Spies sitzen soll, sodass der Rasen der Eltern nicht als Feuerstelle herhalten muss. Der Transport des Grills war nicht vorgesehen, sodass ein unlösbares Verbindungsprinzip, sprich schweißen, überwiegend zum Einsatz kam. Somit fand ich im Schrottcontainer ein 300 L Ölfass, welches längs aufgeschnitten als Feuerwanne diente. Baustahlmatten habe ich als Fussgestell genutzt, welche mit Zeltstangen beim Ende des vorhergehenden Festivals gesammelt wurden. Die Baustahlmatten habe ich angeschweisst und die Zeltstangen mit Klebeband befestigt... War so relativ rustikal aber funktionierte. Zwei ineinander gesteckte Zeltstangen sorgten dafür, dass die auf die Zeltstangen aufgeschweissten Lager in der Höhe abgesteckt werden konnten und den Grill führten. Als Spieß wurde ein 10 mm dickes Edelstahlrundmaterial beschafft (was sich aber im Laufe des Grillens als viel zu dünn und nachgiebig erwies). Angetrieben wurde das Schwein mit einem Motor aus dem Schrott der Firma meines Vaters. Dieser Motor jedoch ist einfach genial. Eshandelt sich um einen Faulhaber 12V Motor mit einer 100:1 Untersetzung!!! Dies war dank eines Planetengetriebes möglich, und somit der Grill mit einer Autobatterie betreibbar. Die Kraftübertragung zwischen Spieß und Motor findet via Fahradkette statt. Eine Fahrradnarbe sowie Ritzel habe ich auch im Schrott gefunden. Ich habe ein paar Bilder des ersten Grills hochgeladen. Zu allem Überfluss hat es an dem Nachmittag kurz geregnet, aber dann hat sich das Wetter rasch gebessert.

Beim Betreiben des Grills haben sich folgende Tatsachen als Nachteilig erwiesen:

1. Kettenführung: Die Kette muss genau fluchten da diese sonst runterspringt

2. Feuerschale: Das Fett des Schweins tropft in die Glut, dies verbrennt und raucht. Eine solche Anordnung, Schwein oben Feuer unten, ist meiner Meinung nach nicht zu empfehlen! Ich habe als Abhilfe zwei Blechstreifen (Bild 3) in die Feuerschale eingeschweisst, sodass kein direkt in die Glut tropfen konnte.

3. Spieß: Dieser war viel zu dünn und bog sich unter dem Gewicht von dem Schwein (18 Kg) mächtig durch.

4. Entbeintes Spanferkel: Ohne Wirbelsäule hängt das Schwein wie ein Lappen auf dem Grill.

5. Befestigung des Schweines: Hätte ich Krallen gehabt, mit welchen ich das Schwein richtig auf den Spieß aufspannen können wäre kein Edelstahldraht nötig gewesen.

6. Kettenspanner: Als Kettenspanner fungierte ein 5 L Kunststoffbehälter, welcher mittels Kabelbinder durch die Schwerkraft den Motor nach unten zog und die Kette spannte.

Die Vorteile waren:

1. Motor: Der Motor konnte, da er mit 12 V betrieben wird und nur 450 mA unter Volllast zieht, mit Widerständen in der Drehzahl geregelt werden.

Mit diesem Grill habe ich im Jahr 2013 zwei Schweine erfolgreich gegrillt.

Noch ein paar Worte zum Grillgut. Es handelte sich um zwei Spanferkel mit je ca. 18 Kg. Das Zweite wurde jedoch vom Metzger entbeint. Dies bedeutete, dass dieses Schwein keine Wirbelsäule mehr hatte (wurde vom Metzger entfernt) somit hängt das Schwein wie ein Lappen auf dem Grill (Die Metzgersfrau meinte so könne man das Schwein besser grillen, das war ein Fehler). Dies ist nicht zu empfehlen!
Gefüllt wurden die Schweine mit einer Knödelteigfüllung und Rosmarinzweigen. Diese Füllung ist giganisch gut.

Die nächsten Tage stelle ich den Bau den jetzigen Grills ein, welcher derzeit bei mir im Einsatz ist.

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