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Ständige "Optimierung" der Fleischproduktion

Ekelhaft? Willkommen in der Gegenwart...
 

Den Artikel finde ich schon etwas reißerisch geschrieben.

Was genau findest du denn ekelhaft?

Stört es dich, dass immer mehr automatisiert wird?

Wenn man jetzt die ganze Diskussion Pro und Kontra Großschlachtbetriebe mal ausblendet und wirklich nur die technische Seite betrachtet, ist es doch nicht wirklich verwunderlich, dass auch in der Schlachtindustrie die Technik weiterentwickelt wird.

Die Technik ist mittlerweile nun mal so weit, dass in der Massenproduktion nicht jedes Teil genau identisch sein muss um verarbeitet werden so können. Die automatisierung wird auch in der Fleischindustrie immer weiter voaranschreiten.

Wenn ich mir z.B. in der Fischverarbeitungsindustrie die Filitieranlagen anschaue funktioniert das auch heute schon mit recht geringem Personalaufwand. An einem Ende der Maschine wird der Fisch eingelegt und die Maschine entscheidet selbstständig
wo das Messer hinterm Kopf angesetzt wird und bis zu welcher Stelle am hinteren Ende des Fisches geschnitten wird.


Zitat: "Würste werden von Robotern in die Räucherei transportiert, Schlachterhaken bekommen RFID-Tags eingebaut und Fleischwölfe IP-Adressen."

Was ist denn so schlimm daran, dass Maschinen die Warenverteilung übernehmen? In der Stahl- und Autoindistrie beklagt sich doch auch keiner darüber, dass die Coils oder Autoteile durch Roboter oder Förderanlagen kreuz und quer durch die Produktion gekarrt werden.
Was ist denn so schlimm daran, dass ich dank RFID durch die gesamte Produktion hindurch verfolgen kann, von welchem Tier das Fleisch stammt, das gerade verarbeitet wird, bzw. auch genau sagen kann in genau welcher Charge das Tier gelandet ist? Im Zweifelsfall, schränkt das doch auch die Menge an Waren ein, die Vernichtet werden müssen, wenn mal was falsch gelaufen ist. Sprich in so einem Fall sterben dann auch weniger Tiere, nur um am Ende im Müll zu landen.
Und die Geschichte mit der IP-Adresse. Wozu gibt es den Krams denn? Ferndiagnose für die Wartung - ist doch jetzt nichts negantives! Überwachung des Materialverbrauches - sehe ich auch nichts negatives drin...
 
Wie ekelhaft ist das denn bitte?
ich finde garnicht - sondern zeitgemäss.
Moderne Technik ermöglicht bessere Hygiene, EDV-gestütztes Verteilsystem verbessert die Nachvollziehbarkeit....automatisierte Abläufe senken die Kosten ....alles eine Entwicklung die schlussendlich vom Einkaufsverhalten der durchschnittlichen Kunden beschleunigt wird.

Mal eine ketzerische Frage: Was der Hund in deinem Avatar (ich nehme mal an - deiner) im Futternapf vorfindet, entstammt liebevoller Hausschlachtung? Oder deine Fleischwurst (von deinem Racelette-Post)? Oder dein Schinken (von deinem Sandwich-Post)?

...und du kaufst dein Fleisch stets beim Metzger-der-noch-selber-schlachtet ein? Ich tue es - dennoch würde mir die Bezeichnung "ekelhaft" zu diesen modernen Schlachtanlagen nicht in den Sinn kommen - eher zu den Aufzuchtsbedingungen, unter denen die dort geschlachteten Schweine produziert werden.....aber das ist ein anderes Thema.

Inwiefern reflektiert dein eigenes Kaufverhalten deine negative Beurteilung von moderner Schlachttechnik, Iron Maiden?

Die Bezeichnung "ekelhaft" fällt mir eher im Zusammenhang von Gammelfleisch ein- also grade dem Gegenteil - zumindest was Nachvollziehbarkeit angeht.
 
Ekelhaft finde ich das auch nicht - ist halt industrielle Produktion.

Der Punkt "Hygiene" wird in derartigen Großbetrieben sicherlich teils höher gehangen und strenger konrolliert, als bei manch kleinem Hinterhofschlachter.

Das kommt aber alles nur von der Geiz-ist-geil Menthalität der Leute, die tausende von Euros für teure Klamotten, Autos, etc. ausgeben, aber nicht bereit sind, für anständiger Futter auch einen angemessenen Preis zu bezahlen.
Beispiel: ein 3000 Euro Grill, aber das Fleisch nur um 3,99 EUR/Kg kaufen wollen, weil's halt grad so schön billig ist...
 
Ekelhaft bezog sich auch nicht auf die Hygiene, sondern auf genau das, was @choco73 schrieb.
Ich meine alles, was dahintersteckt, vor allem die vorhergehende Haltung der Tiere und der Gedanke, dass alles ständig optimiert werden muss, um jedem Cent rauszuquetschen. Sorry wenns missverständlich war.
Und ja @ , ich schaue dass ich ausschließlich bei MDVs kaufe. Ich will allerdings auch jicht den Engel raushängen lassen. Es gibt immer Situationen, in denen man zu Industriemist greift. Ich schaue aber, dies so oft es geht zu vermeiden. Fleischwurst: mdv. Schinken: mdv. Hund: Weiss ich nicht. Bild entstand beim grillen in Skandinavien. Also wohl eher Mist ;)
 
Warum soll die Automation da halt machen, ist nunmal der Lauf der Zeit, sehe ich genauso.
Die Automation ist im Grunde nur die Effizienz beim zerlegen, was zunächst keinen Einfluss auf die Qualität des Fleisches hat.

Schlimmer als das automatisierte Schlachten ist die Tatsache, daß das Fleisch selbst nix mehr taugt weil es nichts mehr kosten darf (so wollen es viele Kunden).
Wenn ein Schweinenacken teilweise für 2,99 Euro/kg über den Tisch geht, muß man sich auch nicht fragen wer sich um die Viecher gekümmert hat, wie die Haltungsbedingungen waren und welchen Mist sie zu fressen bekommen haben. Unsere französischen Nachbarn haben da beispielsweise von Haus aus eine andere Einstellung zu Lebensmitteln, Preisen und Qualität. Auch gibt der Franzose im Schnitt für Lebensmittel das doppelte aus als der Deutsche und legt wert auf Qualität.

Lange Zeit gabs in Deutschland nur noch Geiz ist Geil, zwischenzeitlich gibts noch eine andere Fraktion (die stärker wird) die das nicht mehr mitmachen möchte und wieder auf Qualität setzt (dafür lieber nicht so oft Fleisch essen). Aber auch hier ist der hohe Preis nicht immer das aussschlaggebende.
Gerade bei den ganzen importierten Fleisch Leckerbissen bekommt man zwar oft gute Qualität, was dafür aber teilweise abgerufen wird weil sich X Feinkosthändler und Importeure daran Satt fressen, ist ein anderes Thema. Gerade bei den edlen Rindern werden Preise bis 250 Euro/kg abgerufen, was absolut bescheuert und nicht mehr nachvollziehbar ist. Derjenige der das Tier züchtet, hat das wenigste davon. Auch hier muß man sich überlegen ob man sowas unterstützen will oder sich einfach mal 2 oder 3 Landmetzger in der Region sucht die auch kein Geheimnis daraus machen wo das Fleisch her kommt etc. Hier kann man dann oftmals mit gutem Gewissen kaufen und bekommt eine anständige Qualität zum angemessenen/fairen Preis.
 
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