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Stürmisch geramstert

Tomratz

Der Burgbäcker
10+ Jahre im GSV
Für Gestern hatte sich ein Bekannter angekündigt, der mir mal beim Brot
backen über die Schulter schauen und mir ein bisschen helfen wollte.

Also hab ich trotz Sturmwarnung am Donnerstag die Vorteige für Sauer-
länder Schwarzbrot nach @Rauchzeichen und für Roggenbrot nach
@iron.fire angesetzt.

In der Nacht heulte Egon dann über uns hinweg und auch den ganzen
gestrigen Tag blies der Wind ordentlich, was doch für einen erheblichen
Wind Chill Faktor sorgte, dazu später mehr.

Am abgewandelten Rezept des Roggenbrotes muss ich noch etwas feilen,
der Weizen macht den Teig doch etwas flüssiger als ich es vom reinen
Roggensauerteig gewohnt bin. Ich werde nächstes mal anstatt 20g mehr
Roggenmehl auf 50g mehr Roggenmehl gehen.

20170113_150214.jpg


Das Ergebnis kann sich, glaube ich, trotzdem sehen lassen, ich hätte mir die Roggenbrote etwas höher gewünscht.

Gebacken wurden außer den drei Körnerbroten noch zwei "normale" Roggen-/Weizenmischbrote
und zwei Roggen-/Weizenmischbrote mit Tiroler Brotgewürz von Ingo Holland. Da bin ich mal auf
den Geschmack gespannt, hab ja bisher noch nie mit Brotgewürzen gearbeitet.

Mit der Resthitze wollten wir dann noch Zwiebelkuchen backen, was letztlich auch gelungen ist.
Dabei mussten wir feststellen dass trotz der guten Isolierung des Le Grand, durch den starken Wind
der Ofen doch recht schnell abkühlte, so dass wir die Backzeit des Zwiebelkuchens um einiges ver-
längern mussten.

Das hatte ich bei wesentlich kälteren Temperaturen so bisher nicht, man merkte also, dass der
starke Wind doch für eine ziemliche Abkühlung sorgte.

20170113_154612.jpg

Durch die etwas längere Backzeit bei niedrigeren Temperaturen wurde allerdings der Boden so richtig schön
kross, ohne zu fest zu werden.

Tellerbild gibts leider keines.
 

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Na, das sind doch trotz des Sturmes klasse Brote geworden. Es ist aber weniger so, dass der Wind den Ofen mehr auskühlt, als wenn es draussen kalt ist. Der Grund ist, dass der Wind über den Ofen hinwegfegt, dadurch im Ofen ein Unterdruck entsteht, und die ganze heiße Luft aus dem Ofen gezogen wird. Dieses Phänomen betrifft auch z.B. Grills oder gemauerte Speicheröfen.


Grüße
Thomas
 
Na, das sind doch trotz des Sturmes klasse Brote geworden. Es ist aber weniger so, dass der Wind den Ofen mehr auskühlt, als wenn es draussen kalt ist. Der Grund ist, dass der Wind über den Ofen hinwegfegt, dadurch im Ofen ein Unterdruck entsteht, und die ganze heiße Luft aus dem Ofen gezogen wird. Dieses Phänomen betrifft auch z.B. Grills oder gemauerte Speicheröfen.


Grüße
Thomas

Wieder was gelernt, danke Thomas @Backwahn .

Die Erklärung ist durchaus einleuchtend :thumb2:
 
@Tomratz : Für meinen Ofen von @Backwahn habe ich eine Lösung, die recht gut Abhilfe schafft. Die ausgeräumte Glut fällt in eine (billige) Blechform. So strömt Warmluft durch die Löcher in den Ofen.

ofen1.jpg

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@Tomratz : Für meinen Ofen von @Backwahn habe ich eine Lösung, die recht gut Abhilfe schafft. Die ausgeräumte Glut fällt in eine (billige) Blechform. So strömt Warmluft durch die Löcher in den Ofen.

Klingt nach nem Plan, muss ich mir nur noch überlegen wie ich die Blechform vor den Türen befestige, da mein Ramster ja auf dem Gestell vom Thomas steht und damit vor dem Ofen keine Ablagefläche ist.
 
...muss ich mir nur noch überlegen wie ich die Blechform vor den Türen befestige...
Evtl. sehe ich eine Möglichkeit. Zwei 1/2" Rohre unter dem Ofenauflage-Rahmen die von zwei od. vier Rohrschellen (etwas größer als die verwendeten Rohre) am Rahmen gehalten werden.
Evtl. findest Du auch eine Lösung mit den Winkeln, die oben-außen-links u. rechts angebracht sind.
Edit sagt: Vielleicht bietet @Backwahn so etwas demnächst als Zubehör an. Würde mich freuen.
Sorry, die "Schellen" sind nicht so schön geworden.

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Evtl. sehe ich eine Möglichkeit. Zwei 1/2" Rohre unter dem Ofenauflage-Rahmen die von zwei od. vier Rohrschellen (etwas größer als die verwendeten Rohre) am Rahmen gehalten werden.
Evtl. findest Du auch eine Lösung mit den Winkeln, die oben-außen-links u. rechts angebracht sind.
Edit sagt: Vielleicht bietet @Backwahn so etwas demnächst als Zubehör an. Würde mich freuen.
Sorry, die "Schellen" sind nicht so schön geworden.

Besser, die Schellen sind nicht so gut geworden als dass ich sie krieg ;).
Wie es ausschaut ist völlig Wurscht, hauptsache ich versteh was Du meinst.

Bin sowieso am überlegen wie ich eine bessere Lösung fürs ausräumen der Glut
hin bekomme, da kann ich das gleich in die Überlegungen mit einbeziehen.

Danke jedenfalls fürs Gedanken machen :prost:


Was ich auf jeden Fall in Kürze mal schauen muss, ist ein gscheites Rezept für Vinschgauer,
hab ja jetzt Schabzigerklee. Den hab ich überall gesucht und jetzt ganz einfach beim Holland
entdeckt :woot:
 
Evtl. sehe ich eine Möglichkeit. Zwei 1/2" Rohre unter dem Ofenauflage-Rahmen die von zwei od. vier Rohrschellen (etwas größer als die verwendeten Rohre) am Rahmen gehalten werden.
Evtl. findest Du auch eine Lösung mit den Winkeln, die oben-außen-links u. rechts angebracht sind.
Edit sagt: Vielleicht bietet @Backwahn so etwas demnächst als Zubehör an. Würde mich freuen.
Sorry, die "Schellen" sind nicht so schön geworden.

Anhang anzeigen 1401042


Du hast recht,

ich bin schon am Planen und wir werden im Frühjahr eine Aschefang / Auskehrbox zum nachträglichen Anbau anbieten.
 
Da ich die Antwort von Thomas zu spät gelesen hab, hab ich mir heute schnell
selbst eine Auskehrbox gebastelt.

20170117_103837.jpg

Die Lösung von Thomas wird sicher professioneller ausfallen, aber für 15 Minuten Arbeit schauts schon mal ganz gut aus.
Jetzt noch die Ecken bissel abrunden und entgraten, dann tut es seinen Zweck ;)
 

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Da bleibt die Glut aber nicht liegen, damit die Wärme in die Türlöcher ziehen kann. Oder?
Nein, das ist nur fürs ausräumen gedacht.

Ich überleg, ob es vielleicht auch schon hilft, die Zuglöcher zu verschließen, das ginge ja relativ einfach mit einem Blech und paar
Magneten, an Magnete komm ich gut ran.

Sobald die Zuglöcher zu sind, kann sich ja nicht mehr so ein Unterdruck bilden, oder Thomas? @Backwahn
 
Ich überleg, ob es vielleicht auch schon hilft, die Zuglöcher zu verschließen, das ginge ja relativ einfach mit einem Blech und paar
Magneten, an Magnete komm ich gut ran.

Sobald die Zuglöcher zu sind, kann sich ja nicht mehr so ein Unterdruck bilden, oder Thomas? @Backwahn

Magnete sind möglicherweise eine schlechte Idee. Ich hatte überlegt, eine Verkleidung zu bauen, die mit Magneten angehängt werden sollte, damit ich keine Löcher in den LeRond bohren muss.

Hat leider nur bis zum ersten großen Feuer funktioniert, da die Magnete bei Hitze Ihr Magnetfeld verlieren bzw. dieses geschwächt wird.

Vielleicht hast du ja bei der Tür mehr Glück, da diese möglicherweise nicht so heiß wird...
 
Ich stelle ein Vierkantholz vor die Löcher um den Zug zu vermeiden. Meine Rauchrohrklappe schließt nicht ordentlich, daher nehme ich das Rohr nach dem Anheizen ab und lege erst ein Tuch, dann eine Holzplatte und darauf einen 10 er Pflasterstein. Seit dem habe ich 30 Grad mehr im Ofen nach einer Stunde Brotbackvorgang. Die letzten 10 Minuten stecke ich das Rohr wieder auf und nehme das Holz weg. Trotz geschlossener Klappe zieht der Wasserdampf durch das Rohr ab.
 
Magnete sind möglicherweise eine schlechte Idee. Ich hatte überlegt, eine Verkleidung zu bauen, die mit Magneten angehängt werden sollte, damit ich keine Löcher in den LeRond bohren muss.

Hat leider nur bis zum ersten großen Feuer funktioniert, da die Magnete bei Hitze Ihr Magnetfeld verlieren bzw. dieses geschwächt wird.

Vielleicht hast du ja bei der Tür mehr Glück, da diese möglicherweise nicht so heiß wird...

Stimmt, hatte ich total vernachlässigt.

Allerdings ist das tatsächlich eher ein Problem bei viel Wind; bei normalen Windverhältnissen hält der
Le Grand, dank der guten Isolierung von Thomas @Backwahn die Hitze sehr lange, so dass ich nach
dem Backvorgang normalerweise noch weit jenseits der 200° C, meistens so im Bereich von 240-250° C
liege.
 
Das mit den Magneten funktioniert nicht, die fangen sich bei 250 Grad an zu verabschieden. Die Löcher kannst Du einfach schließen, indem Du innen einen Vierkantstab von 400 mm aus Schamott hinlegst, und deine Tür zumachst. Dann sind die Löcher geschlossen. Wir hatten ganz am Anfang verschließbare Bohrungen an der unteren Tür und sind vollkommen aus verschiedenen Gründen davon abgekommen.

Grüße
Thomas
 
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