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Temperaturregulierung bei Wind

Grillabend

Militanter Veganer
Hallo liebe Grillsportfreunde,

am Wochenende habe ich endlich meinen neuen (und ersten) Smoker mit einem BBC eingeweiht.

Die Haut war ok. Nicht richtig kross, aber auch nicht labberig oder ledrig. Das Fleisch und das Gewürz war dafür erstklassig! Ich glaube, es war das beste Hähnchenfleisch, das ich je gegessen habe! Die Keulen haben wir zu erst gegessen und waren zunächst verunsichert, weil das Fleisch leicht rosa war => noch nicht gar?
Als wir dann die Brust gegessen haben, konnte man den Rauchrand aber gut erkennen, der den Randbereich rosa einfärbt, obwohl das Fleisch natürlich gar ist. Es war wirklich sensationell.


Zu meinem Problem:
Ich habe keinen windgeschützten Bereich und so war auch der Smoker jeder Luftbewegung ausgesetzt. Anfangs hatte ich ihn mit dem Rücken zum Wind stehen. Das war ungünstig, weil sich kein Zug aufbauen konnte, und der Luftstrom mal in die eine- und mal in die andere Richtung durch den Smoker zog. Dann habe ich die SFB in den Wind gedreht. Bei jedem Lüftchen, das in die offene Tür des SFB geweht hat, ist die Temperatur schlagartig um 15 - 20 Grad angestiegen. Sobald der Zug dann vorbei war, ging die Temperatur wieder runter. An eine gleichmäßige Regulierung der Temperatur war nicht zu denken. Theoretisch hätte ich die Klappenöffnung an jede Luftbewegung anpassen müssen...
Erst, als der Wind später abgenommen hat, hielt sich die Temperatur.

Könnt Ihr mir einen Tipp geben außer, den Smoker in einen windgeschützten Bereich aufzustellen?

Grüße,

Grillabend
 
Noch keine Antwort - habe nur ich Schwierigkeiten, bei Wind die Temperatur zu halten?


Am Samstag habe ich mein Glück nachmal versucht und noch zwei BBC gegrillt. Es war fast windstill und ich hatte mich schon darauf gefreut, etwas weniger stressig grillen zu können.

Allerdings war das Biest (der Smoker) wirklich schwer berechenbar. Die Temperatur ist oft schnell und unerwartet eingebrochen. Eine "Regulierung" der Temperatur bei +-150° war reine Glücksache und ich musste permanent nachregulieren, damit die Temperatur ansatzweise im gewünschten Bereich blieb (150° - 175°).

Ich habe mir das Smoken einfacher vorgestellt. Habe gedacht, daß man den Grill laufen lassen könnte, während man andere Dinge im Garten macht und müsste nur ab und an mal regulieren...

Habe ich da etwas grundlegendes noch nicht verstanden?

Grüße,

Grillabend - der an der Regulierung seines Smokers bald verzweifelt (wären die BBC nicht so wahnsinnig lecker!)
 
Hallo,

leider habe ich meine Kiste noch nicht fertig. Kann Dir also keine Tipps aus Selbsterfahrung geben.

Frage zur Technik: Wie bzw womit heizt du? Wie regelst Du? Wie dick ist das Blech des Smokers?
 
Servus!

Ja, erste Frage:
Was für einen Smoker hast du? Wandstärke?

Schöne Grüße,
Jan
 
Mein Grill ist kein Profi-Gerät und hat eine Wandstärke von 1,5 mm.

Ich heize mit trockenem Buchenholz (3 Jahre getrocknet).

Edit: Ich regle die Temperatur, indem ich die SFB-Klappe offen lasse und immer nur wenig Holz nachlege. Wenn die Temperatur zu hoch steigt, schließe ich die Klappe ein wenig. Reicht das nicht aus, dann öffne ich den Grill kurz um die zu heiße Luft abzulassen.
 
Es tut mir leid das jetzt so zu sagen, aber Dein "Smoker" ist zum smoken ungeeignet. Ich gehe mal stark davon aus daß dieser auch keinesweg dicht ist und die Spaltmaße nicht passen. Somit drückt Dir der Wind die Hitze aus dem Garraum. Das ist auch das was von vielen hier bemängelt wird, wenn manche das smoken ausprobieren wollen und damit argumentieren, erst nicht soviel Geld ausgeben zu wollen weil sie nicht wissen ob es ihnen gefällt.
Klar daß Dir das mit so einem Gerät keinen Spaß macht.

Ist ungefähr das gleiche wenn jemand das Angeln ausprobieren will und sich zuerst mit einer Zaunlatte, einer Wäscheleine an der ein Nagel hängt an den See sitzt und sich wundert warum nix beißt;-)
 
Das liegt an der Wandstärke und ist normal. Die dünne Wandstärke kann keine Temperatur "puffern".

Ich habe es bei meinem Chinasmoker ebenso. Irgendwann hat man aber den "dreh" raus. Ist aber immer viiiiel aufwändiger wie bei dickwandigen Geräten.

Ich habe halbwegs gute Erfahrung mit Kohle und Grillis in der SFB gemacht. Diese ist nicht so "windempfindlich" und hält die Temperatur konstanter. Außerdem brauchst du zum "smoken" dann weniger Holz. Das Holz sollte sehr trocken sein und, in deinem Fall, in dünnen Scheiten nachgelegt werden. Achte darauf, dass das Holz von Luft "umspült" werden kann. Ich mache oft einen AZK voll Grilliesin die SFB, lasse den Smoker vorwärmen und packe dann ein-zwei dünne Scheite Holz drauf. Es sollte nicht qualmen. Die Grillies sorgen für die "Grundlast" das Holz für das zusätzliche was du brauchst.

Ebenso habe ich bei meiner Chinabüchse die Deckel mit Dichtungsband abgeklebt, so dass keine Wärme entweichen kann. Und noch ein Tipp: benutze ein Garraumthermometer, denn das einzelne Thermometer im Deckel ist a) zu ungenau und b) hast du, aufgrund der dünnen Bauweise, unterschiedliche Temperaturzonen im Garraum.

Einfacher wird es mit einem "richtigen" Smoker (ab ca. > 5mm Wandung). Das ganze System ist viel träger und somit auch einfacher zu handhaben. Viele hier im Forum schwören auf 8mm.
 
Servus!

Ja, leider muss ich mich meinen Vorrednern anschließen. Richtigen Spaß wirst du mit diesem Ding nicht haben. Deine Probleme sind gerade durch die Wandstärke bedingt.
Hab ja selbst uA. auch ne Chinabüchse - du kannst die Spalte abdichten, du kannst mit Breckies und Chips arbeiten oder Plates, Eisenbahnschienen oder sonst was in den Garraum legen. Das macht es besser, aber um ehrlich zu sein nicht gut. Lange nicht.
Aber damit musst du mit so einem Gerät halt leben, hilft nix.

Schöne Grüße,
Jan
 
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