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Traeger Woodridge pro

Michi2605

Militanter Veganer
Ich bin schon seit längerer Zeit, vermutlich seit gut zwei Jahren, am Überlegen, mir einen Pelletgrill beziehungsweise Pelletsmoker zuzulegen.
Da ich allerdings bereits einige Grills im Einsatz habe — einen Keramikgrill, einen Gasgrill, eine Feuertonne, einen Pizzaofen, die gute alte Weber-Kugel und noch ein paar andere Spielereien — war es gar nicht so einfach, das Thema „noch ein Grill mehr“ zuhause durchzubekommen. Platz wäre auf der Terrasse eigentlich genug vorhanden, aber meine Frau von einem weiteren Grill zu überzeugen, ist dann doch immer die größere Herausforderung gewesen.
Ich habe immer wieder mit verschiedenen Herstellern geliebäugelt, allen voran mit Traeger. Die Geräte waren mir allerdings lange Zeit einfach zu teuer. Zwischenzeitlich hatte ich auch den Moesta Sheriff und den Burnhard Flint im Blick. Für mich war aber immer ein entscheidender Punkt, dass ich auch unabhängig von zuhause sein wollte. Sprich: Ich wollte den Grill bequem per App steuern können, ihn von unterwegs starten, bei Bedarf in den Warmhaltemodus versetzen, die Temperatur regeln und allgemein alles im Griff haben, auch wenn ich mal kurz einkaufen oder anderweitig unterwegs bin.
Dieses Jahr habe ich dann gesehen, dass Traeger den Woodridge auf den Markt bringt. In den habe ich mich sofort verliebt. Da es gleich drei verschiedene Modelle gab, musste ich mich natürlich erst einmal entscheiden. Der Elite war mir preislich doch einen Tick zu hoch angesiedelt, deshalb fiel die erste Wahl zunächst auf das normale Modell. Als ich dann aber gemerkt habe, dass dort unter anderem der Pelletsensor fehlt, die Super-Smoke-Funktion nicht dabei ist und er außerdem etwas kleiner ausfällt, habe ich mich schließlich für den Woodridge Pro entschieden.
Bestellt wurde er letzte Woche am Mittwochabend, und bereits am Freitagmorgen um 9 Uhr stand die Spedition vor der Tür. Da war ich ehrlich gesagt ziemlich baff — schneller als Amazon.
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Heute, an Karsamstag, wurde er dann endlich aufgebaut. Die Montage war im Großen und Ganzen fast alleine machbar. Lediglich beim Drehen des vormontierten Grills brauchte ich kurz Unterstützung. Insgesamt habe ich etwa 90 Minuten gebraucht, wobei ich alles ganz entspannt angegangen bin und auch einige Wege zwischen Garage und Terrasse dabei waren.
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Nach dem Aufbau stand natürlich erst einmal das Einbrennen auf dem Programm. Bisher bereue ich keine einzige Minute, mir den Grill zugelegt zu haben. Gegrillt habe ich zwar noch nicht, bisher wurde er nur montiert und eingebrannt, aber der erste Eindruck ist durchweg positiv.



Am Montag gibt es vielleicht direkt etwas Schnelles zum Testen — Hähnchenkeulen mit Kartoffeln und etwas Gemüse, vielleicht Zucchini oder ähnliche Sachen. Dann bin ich wirklich gespannt, wie er sich in der Praxis schlägt. Aber Stand jetzt: ein wirklich sehr, sehr gutes Gerät. Super verarbeitet, und was Preis-Leistung angeht, würde ich ganz klar sagen: top.
Und noch eins am Rande: Ich habe in meinem Leben schon viele Grills aufgebaut, aber so gut beschrieben wie bei Traeger habe ich eine Anleitung samt gesamtem Drumherum tatsächlich noch nie erlebt.
 
Viel Spaß mit dem neuen Gerät!!
 
Macht wirklich einen tollen Eindruck! Bin auf deine weiteren Eindrücke/Erfahrungen gespannt :thumb2:
 
Macht wirklich einen tollen Eindruck! Bin auf deine weiteren Eindrücke/Erfahrungen gespannt :thumb2:
Danke dir! 😊
Der Traeger Woodridge Pro macht bisher wirklich einen sehr guten Eindruck. Am Montag hatte ich 2 Hähnchenschenkel drauf – die waren bis auf meine Rub-Wahl echt gelungen. Auf dem Grill haben sie sich fast schon ein bisschen verloren. 😄

Übernächstes Wochenende gibt’s dann wahrscheinlich Pulled Pork oder vielleicht ein paar Spare Ribs ein paar Tage vorher. Dann kann ich auf jeden Fall noch mehr zu meinen Erfahrungen sagen. 👍
 
Heute gab es Schweinefilet mit Grillgemüse aus Kartoffeln, Zucchini, Paprika und Feta.
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Das Gemüse habe ich vorher angebraten. Das Filet lief zunächst bei 90 Grad mit Super Smoke (Signature Blend Pellets von Traeger) bis zu einer Kerntemperatur von 50 Grad und anschließend bei 120 Grad weiter bis 61 Grad Kerntemperatur. Veredelt wurde das Ganze noch mit einer Glasur aus Honig, Hot Honey, Senf, Knoblauch und Sojasauce.

Das Ergebnis war richtig saftig, zart und mit einer sehr angenehmen, dezenten Rauchnote. Bisher bin ich mit dem Woodridge Pro wirklich sehr zufrieden. Die Temperaturführung klappt sauber und die Ergebnisse passen bisher absolut. Und leicht zu reinigen.
 
Da bekommt man gleich Hunger, ich hab nur nen Skyr vor mir stehen:cry:
Der Woodrige Pro interessiert sich sehr, habe aktuell noch einen Flint den was ich endlich austauschen möchte, ist die Temperatursteuerung auch vom Handy möglich?
 
Guten Tag FlorianMerk,
Ich habe einen Woodridge Elite.
Du kannst über die App die Temperatur sehen und einstellen, du bekommst Benachrichtigungen wenn das Aufheizen abgeschlossen ist.
Timer einstellen mit Alarm am Gerät und über das Telefon.
Einstellen der gewünschten Kerntemperatur für mehrer Thermometer mit Alarm am Gerät und über das Telefon.
Supersmoke, Warmhalten und Ausschalten gehen über die App
Pellet-Füllstand wenn der Sensor verbaut ist.

Das Einschalten, das öffnen vom Deckel, Fleisch auflegen und Pellets nachfüllen geht nur am Gerät.

Falls ich noch was vergessen habe bitte korrigieren!
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Leider gibt es nur die Momentan-Anzeige der Werte und keinen Graph in einem Koordinatensystem um den Verlauf der Temperatur zu sehen.
 
Hallo, ich steh vor der Entscheidung einen Woodridge oder Woodridge Pro zu kaufen. Eigentlich gefällt mir der normale besser bezüglich Griff und Grösse, aber ich bin mir unsicher ob mir die Super Smoke Funktion nicht fehlen wird. Hast du schon Erfahrungen oder eine Meinung, ob diese Funktion wichtig ist beim Grill oder ob du darauf auch verzichten könntest? Hast du auch schon Test (mit/ohne Super Smoke) gemacht? Vielen Dank.
 
@Chris888 ich habe da leider noch keinen direkten Vergleich. Mir war halt auch die Grillfläche wichtig. Und der zusätzliche Unterschied zum Pro ist noch der Pelletsensor. Ich denke, wenn man viel „Low and Slow“ fährt, also Pulled Pork und so, kann man eventuell schon einen Unterschied schmecken. Eventuell findest du auf YouTube einen direkten Vergleich.
 
Besten dank. Noch eine Bitte, könnte jemand mir mal die Breite des Pro oder Elite sagen, wenn die Seitenklappe nach unten eingeklappt ist? Dieses Mass finde ich nirgends. Finde nur die 1.7m mit Seitenklappe. LG
 
Schau mal bei "Einfach Grillen" bei YT. Unter Pro würde ich persönlich nicht anfangen. Oder einem älteren Ironwood 650 für etwas über 850 bei Alternate (Kampfpreis...). Für die Differenz das Edelstahlablaufblech von Grillrost, und gut.
 
@Chris888 1,38 m oder 138 cm.
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Einen direkten Vergleich zwischen mit Super Smoke und ohne kann ich dir auch nicht geben.
Ich kann aber sagen wenn man es benutzt macht es schon was aus.

Hatte meinen 3. Schweinenacken über Nacht laufen lassen und am Anfang mit 3 h Super Smoke bei 100°C. Ist am besten geworden! Schöne Kruste und schöner Smokering.
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Hier um 0530 vor dem einpacken ins Papier.
 
Mach das auf jeden Fall. Die Super Smoke Option ist es schon Wert. Ich hab heute den Rauch beobachtet und was aus dem Smoker kommt ist schon ein großer Unterschied zwischen Super Smoke an und Super Smoke aus.
 
Am Samstag, den 2. Mai, habe ich um 22:30 Uhr meinen Traeger Woodridge Pro gestartet. Eingestellt hatte ich ihn zunächst auf 105 °C. Zur genauen Aufheizzeit kann ich leider nicht mehr viel sagen, aber gegen 23:00 Uhr habe ich das Fleisch aufgelegt.
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Auf dem Grill lagen zwei Schweinenacken à ca. 2 kg. Nach dem Auflegen habe ich die Super Smoke-Funktion aktiviert und mir sicherheitshalber für 2:00 Uhr nachts einen Wecker gestellt. Den hätte ich zum Glück gar nicht gebraucht, da ich kurz vor 2:00 Uhr von selbst wach geworden bin. Ich habe dann Super Smoke beendet und die Temperatur auf 110 °C erhöht.
So lief der Traeger dann bis morgens durch. Gegen 6:00 Uhr hatten beide Nacken ungefähr 70 °C Kerntemperatur. Ich meine, einer lag bei etwa 72 °C, der andere bei 68 °C. Zu diesem Zeitpunkt habe ich zum ersten Mal die Bark kontrolliert und war damit schon sehr zufrieden.
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Danach habe ich das Butcher Paper vorbereitet. Dafür habe ich das Papier leicht mit etwas Apfelsaft und etwas von meinem eingefrorenen Gar- bzw. Bratensaft eingepinselt. Den Sud hatte ich noch von meinem letzten Projekt übrig, bei dem ich Schweinebauch geräuchert und anschließend im GN-Behälter mit Apfelsaft und etwas Fleischbrühe gegart hatte. Der Sud war nach dem Auftauen schon schön geliert und passte meiner Meinung nach sehr gut dazu. Zusätzlich kamen noch zwei kleine Stücke Butter mit ins Papier.
Anschließend habe ich beide Schweinenacken in das vorbereitete Butcher Paper eingewickelt und wieder zurück auf den Traeger gelegt. Einen der beiden habe ich zusätzlich mit meiner Meater-Nadel versehen und diese direkt mit eingewickelt. Danach wurden beide Nacken bei 110 °C weitergegart.
Ab diesem Zeitpunkt blieben beide Nacken komplett im Butcher Paper eingewickelt – bis zum späteren Pullen.
Gegen 13:15 Uhr waren beide Schweinenacken fertig, mit einem Abstand von ungefähr 25 Minuten. Danach durften sie jeweils etwa 20 Minuten bei Raumtemperatur ruhen. Anschließend kamen sie, weiterhin komplett im Butcher Paper eingewickelt, in eine Edelstahlschale und wurden bei 65 °C Ober-/Unterhitze im Backofen warmgehalten.
Essen wollten wir gegen 17:00 Uhr. Etwa 45 Minuten vorher habe ich die Schale aus dem Ofen genommen und das Fleisch noch einmal mit einem Kerntemperaturfühler kontrolliert. Bei ungefähr 65 °C Kerntemperatur habe ich es dann ausgepackt und gepullt.
Das Fleisch ließ sich sehr gut pullen, war schön grobfaserig und für mich genau richtig. Die Bark war wirklich noch gut: leicht kross, nicht zu matschig und geschmacklich sehr gelungen.
Zum Pelletverbrauch kann ich nur einen ungefähren Wert nennen, da ich nicht exakt gewogen habe. Ich hatte zu Beginn einen vollen Sack Pellets eingefüllt. Nach dem kompletten Garvorgang waren beim Entleeren nur noch ungefähr vier Hände voll Pellets übrig. Ich schätze den Verbrauch daher auf etwa 9 kg Pellets für den gesamten Lauf von Samstagabend bis Sonntagnachmittag.

Allen hat es sehr gut geschmeckt. Sogar meine Frau, die normalerweise gar nicht so der Pulled-Pork-Fan ist, will heute Mittag direkt wieder einen Pulled-Pork-Burger von den Resten essen. Auch mein Bruder und seine Partnerin waren sehr angetan.
Den Rub habe ich selbst gemischt. Enthalten waren:
-Paprika
-Knoblauchgranulat
-Zwiebelgranulat
-Salz
-frisch gemahlener Pfeffer
-Zucker, wobei ich beim Zucker eher zurückhaltend war

Alles in allem bin ich mit dem Lauf des Traeger Woodridge Pro sehr zufrieden. Der Grill lief über Nacht zuverlässig durch, die Temperaturführung passte, der Pelletverbrauch lag grob geschätzt bei etwa 9 kg, und das Ergebnis war für meinen Geschmack genau so, wie ich mir Pulled Pork wünsche.
 
Davon habe ich auch noch nichts gelesen oder gehört.
Wäre aber eine schöne Funktion wenn man einen Timer oder eine Kerntemperatur als Signal nutzen könnte um den nächsten Schritt beim kochen zu aktivieren.
 
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