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Trager vs Masterbuilt

Ticey

Militanter Veganer
Hi zusammen,

Ich stöber schon länger immer wieder mal hier rum und nachdem sich in dem Forum ja doch einiges an geballtem Grillwissen tummelt dachte ich mir ich meld mich jetzt an und Frag um eure Meinung.

Ich hab nachdem ich das ganze Jahr über immer wieder mal mit einem ausgeborgten billigen Pelletsmoker gespielt hab beschlossen, dass ich mir auch einen Smoker zulegen möchte. Jetzt hab ich ganz konkret zwei Modelle gefunden die mich sehr interessieren, ich bin mir aber unsicher welcher die bessere Wahl ist. Vielleicht hat derr eine oder andere von euch ja eines der Geräte und kann seine Erfahrungen mit mir teilen.

Trager Ironwood XL:

Overpriced von dem was man so hört, aber abgesehen davon scheinen die Leute die einen haben damit sehr zufrieden zu sein. Vor allem der set and forget aspekt dabei wär was für mich, weil ich nicht wirklich die Zeit habe laufen den Smoker zu checken ob alles in Ordnung ist.
Was damit halt nicht wirklkich funktioniert ist mal eben was scharf angrillen, aber dafür steht auch noch der Gasgrill hier rum bzw mach ich sowas auch gerne in der Gusseisernen Pfanne.

Masterbuilt Gravity XT:

Scheint auf dem Papier ja ein spitzen Allrounder zu sein, leider hab ich auch hier schon im Forum gelesen, dass die Verarbeitungsqualität nicht die beste zu sein scheint. Mir ist bewusst, dass der Ironwood noch ein gutes Stück teurer ist, aber bei 1500€+ hab ich dann keine Lust auf ein Gerät das einfach nicht sauber verarbeitet ist und eventuell auch nicht besonders langlebig.


Grundsätzlich muss ich sagen, dass es mir aber wirklich hauptsächlich um longjobs (Brisket, Ribs, Pulled Pork, ....) geht und mir hohe Hitze nicht so wichtig ist.
Ich hab auch ne tolle selbst gebaute Feuertonne, die nehm ich am ehesten wenn ich was mit Hitze anbraten will.

Wie schaut's aus, welchen würdet ihr nehmen, empfehlen?

LG
Ticey
 
Ich würde den Ironwood nehmen wenn es wirklich nur um Low and slow geht.

Der XT ist nicht schlecht aber wie er sich auf Dauer schlägt lässt sich noch nicht beurteilen.

Ich bin mit meinem kleinen Traeger Pro22 jedenfalls rund um zufrieden.

Wenn es ein Allrounder werden soll, würde ich aber den XT nehmen.

Bei hohen Temperaturen futtern die Pelletgeräte Unmengen Brennstoff. 😅

Außerdem erreicht der XT auch höhere Temperaturen.
 
Danke dir schonmal für den Input. Was den Verbrauch angeht wird der XT ja sicher auch gut was wegbrennen wenn der auf höheren Temperaturen rennt😅

Irgendwo reizt mich der XT dann doch mehr weil ich dann den Gasgrill nicht mehr brauche und so wieder etwas mehr Platz auf der Terasse ist. Zumindest meine bessere Hälfte würds mir danken. Und smoken sollt zumindest in dem ausmaße wie ichs schon mit dem no name pellet smoker mit dem ich aktuell rumspiele gewohnt bin auch drinn sein nehme ich mal an.
 
Inzwischen ist mir beim Recherchieren noch ein cooles Teil untergekommen.

Hat irgendjemand hier Erfahrungen mit dem Konnected Joe? Der sieht mir nach einem absoluten Alleskönner aus und vor allem sind die Joes ja was die Verarbeitung angeht absolute Spitze.
 
Hallo Ticey,

ich habe seit Anfang des Jahres den neuen Ironwood, aber nicht XL, sondern die kleine Variante. Bei dem habe ich sogar den Seitentisch links nicht montiert, da ich nur einen Balkon aber zwei Grills habe :)

Jedenfalls bin ich restlos begeistert. Ich kann zum Masterbuilt nichts sagen. Hatte bisher einen Weber Watersmoker zum räuchern. Hier war mir aber die Reinigung immer zu aufwändig. Und auch die großen 60 cm Roste konnte ich nicht in meinem Spülbecken säubern. Habe in der Regel für kleine Grundreinigung des Grills (also auskehren, um Smoke-Abblätterung zu entfernen und die drei „Steckverbindungen“ abwaschen, da sonst der Deckel oder die Tonne aneinander festgeklebt sind und sich nicht mehr öffnen ließen) und die Roste putzen inklusive Spareribshalter zwischen 1,5 und 2 h geputzt. Sodass ich immer weniger gesmoked hatte oder bei kurzen Räuchereinheiten lieber meinen Gasgrill verwendet habe.

Nun kehre ich nach der Benutzung vielleicht 5 Minuten den Grill aus und putze in 5 - 10 Minuten die Roste. Ich liebe den Grill und mache jetzt auch mal Spareribs nur für 2 Personen.

Für mich war ausschlaggebend, dass
- Die Schnecke über der Brennkammer fördert, sodass kein Rückbrand entsteht.
- ich habe von einem Freund der im Grillfachhandel arbeitet auch erfahren, dass die Traeger-Schnecken wohl am zuverlässigsten fördern, da sie auch mit größeren Pellets zurecht kommen. Während man bei anderen Herstellern wohl die Säcke, wenn die Pellets zu lang ausfallen vorher mehrfach auf den Boden schmeißen muss. Oder es gibt Förderstau.
- Traeger ist auch einer der wenigen Hersteller bei dem man andere Pellets verwenden darf ohne die Garantie zu verlieren.
- EINFACHE Reinigung
- da mein Smoker immer draußen steht und die Pellets leicht aufquellen, leere ich sie nach jeder Benutzung. Daher liebe ich die Leerung über dem Container. Da geht auch wirklich nichts daneben.
- Ich hatte am Anfang gezweifelt ob die emaillierten Roste wohl optimal sind. Da ja Edelstahl „härter“ gereinigt werden kann. Auch der Innenteil ist nicht Edelstahl. Die Roste lassen sich jedoch mit der Beschichtung 1000x leichter reinigen. Klar Du darfst kein Akopatz nehmen. Ist aber auch nicht notwendig. Und der Grill sieht innen nicht so verrust aus wie in der Edelstahlversion.
- ich finde die Überwachung oder Steuerung per App super, da ich zwischendurch auch mit dem Hund Gassi gehe.

Der einzige Nachteil gegenüber vorher ist, dass ich nicht mehr so viele Rips unterbringe und der Grill insgesamt mehr Platz einnimmt. Aber die Vorteile wiegen alles auf. Auch dass ich ihn dadurch öfters nutze. Ich habe aber auch absichtlich nicht nach einem Allrounder gesucht, sondern nur etwas zum Smoken. Für heiß habe ich meinen Gasgrill.

LG Milosch
 
Danke dir für deinen Erfahrungsbericht und freut mich, dass du so viel Spaß mit deinem Ironwood hast! Platz hab ich tatsächlich genug, wobei meine Frau halt auch nicht begeistert ist, dass aktuell drei Grills auf der Terrasse stehen 😅.

Ich denke ich hab inzwischen den Fehler gemacht und mir zu viel zu den einzelnen Grills angeschaut.

Ein wenig Zeit hab ich noch bis ich mich entscheiden muss/darf welches Gerät es werden soll, momentan bin ich wieder sehr unschlüssig.

Von den Amerikanischen Foren werd ich aber erstmal die Finger lassen, dort werden nur die Geräte bevorzugt die man bei uns gar nicht bekommt oder für die man ein Vermögen hinblättern muss 😂
 
Klar entscheiden kannst nur Du. Auch was Dir wichtig ist. Ich persönlich habe nicht nach einem Allrounder gesucht. Die können zwar alles ein bisschen. Sind aber in nichts so richtig stark. Und ich wollte keinen Grill bei dem ich immer Kompromisse machen müsste. Aber das ist halt Geschmacksache.

LG
 
Hallo Hundefreund,
wie machst du denn die Roste sauber? Mit einer "normalen" Grillbürste darf man da ja "offiziell" nicht drübergehen.
Ich überlege auch mir einen Ironwood XL anzuschaffen, aber mich stören diese emaillierten Roste und auch die Rück- und Seitenwand doch irgendwie, gerade für einen Grill in dieser Preisklasse. Ich war am WE bei einem Grillhändler und da waren an den Seiten ein/zwei Ecken schon ab geschrappt vom oberen Rosteinschieben.
Ich fand auch irgendwie die Höhe zum Arbeiten zwischen dem unteren und dem oberen Rost nicht ganz so bequem. Der Händler meinte zwar erst, man kann den oberen Rost auch oben auf die 4.te "Schiene" legen, aber irgendwie ging es nicht.
Hast du schonmal versucht den oberen Rost auf die oberste (4te) Schiene zu legen, oder reicht dir die Arbeitshöhe auf der 3ten?

Vielen Dank und einen schönen Abend
Gruß
Jörn
 
Hallo Jörn,

Zum Reinigen der Roste:
Ich nehme gar keine Grillbürste. Auch nicht die von Traeger. Die sieht mir immer noch zu hart aus.

Ich weiche nach dem grillen den Rost kurz ein. Habe mir dafür eine passende Wanne gekauft und spüle den Rost mit einem Scotch-Brite-Schwamm oder manchmal auch nur mit einem Microfasertuch.

Also die grüne Seite des Schwamms hält die Beschichtung gut aus. Trotzdem nehme ich oft nur ein Tuch, denn durch die Beschichtung bleibt der Dreck nicht so haften. Die Reinigung geht nach dem Einweichen echt sehr leicht. Als wäre alles gar nicht richtig dreckig. Auch bei Spareribs, die mit BBQ-Sauce eingepinselt werden. Kein Vergleich zum Edelstahlrost meines alten Smokers.

Ich war damals auch im Vorfeld total enttäuscht, dass es in der Preisklasse kein Edelstahl gab. Im Nachhinein bin ich super dankbar. Die emaillierten Roste sind viel pflegeleichter und sehen immer noch wie neu aus im Gegenzug zu Ruß- und Hitzeverfärbtem Edelstahl.

Und Du darfst die emaillierten Roste nicht mit pulverbeschichteten vergleichen. Bei Pulverbeschichteten geht immer irgendetwas beim Lack durch die Hitze ab und dann fängt es an zu rosten. Die Emailleschicht fühlt sich dick und wertig an. Ähnlich wie mein Emaillierter Grilldeckel bei meinem Weber Gasgrill, der ist auch unzerstörbar. Ich habe den Grill nun seit fast einem Jahr im regelmäßigen Einsatz (allerdings als Smoker. Nutze selten extrem hohe Temperaturen) und bei mir ist die Emailleschicht der Roste noch voll intakt. Du darfst die Roste halt nicht fallen lassen oder gegen irgendwas schlagen.

Zum Innenraum: Ich fege den Staub nach jeder Benutzung mit einem Handfeger aus. Natürlich sieht man Rußablagerungen. Durch die schwarze Optik finde ich den Innenraum allerdings ansprechender als das verfärbte Edelstahl. Jetzt im Frühling habe ich mir eine Grundreinigung mit dem Traeger-Reinigungsmittel vorgenommen. Ich finde jedoch, dass der Grill noch echt gut aussieht für die Anzahl der Jobs und nur ausfegen.

Ich habe den Rost schon auf der 4. Ebene „aufgelegt“. Einschieben geht dort nicht. Hat funktioniert. Nutze aber auch öfters die 3. Anmerkung: wir sind im Standard nur zu zweit. Da benötige ich oft nur 1 Rost. Da ich Spülfaul bin, lasse ich nur die Roste im Grill, die ich zwingend benötige. Bei Sparribs mache ich oft texanische Bohnen im Wok dazu. Da mein Wok höher ist, verwende ich dann nicht die ganz obere Ebene für das obere Rost.

Ich hoffe meine Antworten helfen.

LG
 
Zum Thema Roste beim Traeger und reinigen kann ich nur sagen das ich eine normale Weber Bürste (die aus Holz) verwende.

Bestimmt wohl schon 30 mal damit abgeschrubbt und da löst sich nichts von der Emallie.
 
Nur zur Klarstellung wegen der Roste: ich habe zwei Grills. Ein Gasgrill für schnell und heiß und ein Smoker zum räuchern. Auf meinem Gasgrill brenne ich meine Gussroste aus und reinige sie ausschließlich mit Bürste und Öle sie danach ein.

Beim smoken erreicht man keine Temperaturen fürs ausbrennen. Ich glaube auch, dass der Traeger nicht hoch genug geheizt werden könnte um das Fett und die Essensreste zu Asche zu verbrennen. Denn nur dann ist eine Bürste sinnvoll. Denn für Pyrolyse benötigt man ja Temperaturen jenseits der 300 Grad. Merke das an meinem Weber Genesis. Über der Searzone wird alles zu Staub. Auf dem einzelnen Brenner links nicht.

Außerdem benötigt der Smoker je höher die Temperatur eingestellt wird mehr Pellets und es entsteht mehr Asche.

Ich bin wirklich spülfaul. Würde es jedoch nicht einsehen die Pellets „umsonst“ zu verheizen und mehr Reinigungsaufwand im Innenraum in Kauf zu nehmen um 2 Minuten Spülaufwand zu umgehen.

Das ist jedoch nur meine Meinung.
 
Hey,
vielen Dank für die schnelle und ausführliche Rückmeldung.
Dass ich die 4.e "Ebene" nutzen kann, ist schonmal viel wert in Bezug auf Flexibilität.
Also zum Reinigen erstmal einen Schwamm nutzen und dann sehen wie es sich verhält und ob es andere Bürsten benötigt. Die Wanne ist ein guter Tipp ;)
Die Roste könnte man ja auch gegen Edelstahl tauschen, falls diese wirklich in Jahren einen Schaden nehmen sollten (wobei Traeger pro Einzelost € 150,- aufruft..)
Ich habe auch noch einen Gasgrill, sodass der Smoker in erste Linie zum Smoken da sein soll. Aber da er ja bis 260 Grad gehen soll, vielleicht kann man ihn ja doch zu mehr nutzen. Der Pellet verbrauch, soll bei den neuen Modellen ja auch weniger als bei den vorherigen sein.
Durch seine innere Konstruktion soll der Ascheflug auch deutlich minimiert gegenüber den vorherigen Modellen sein.
Nochmals vielen Dank und euch einen angenehmen Mittwoch
 
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