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TSPROF Kadet Pro Knife Sharpening System

DerTeufel

Kaiser des Schmarrns
15+ Jahre im GSV
Foto des Monats
Ich war ja bisher der Meinung, ich hätte scharfe Messer. Aber heute musste ich mich eines Besseren belehren lassen.

Aber fangen wir doch vorne an: Bisher habe ich meine Messer Freihand geschliffen und war mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Was mir aber dann doch irgendwie gefehlt hat, war die Möglichkeit, einen bestimmten Winkel möglichst genau zu halten. Eigentlich wollte ich mir eine Tormek anschaffen, aber nachdem ich mich da ein bisschen informiert hatte, kam ich zu dem Schluss dass das nicht das ist was ich haben will. Über YouTube bin ich auf den Kadet Pro gestoßen, und der schien echt alles zu haben was ich mir so vorgestellt habe. Nachdem ich ein paar Nächte drüber geschlafen hab und ein paar Tests studiert hatte, wurde das Teil dann bestellt.

Alles sehr massiv und hochwertig verarbeitet.
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Fünf Diamant-Schleifplatten bis Körnung 1000 waren auch dabei.
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So sieht er aufgebaut aus.
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Zum Einstellen des Schleifwinkels wird das Messer eingespannt, der Schleifstein aufgelegt und mit einem Winkelmesser genullt.
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Dann stellt man den Arm über eine Stellschraube so ein, dass der gewünschte Winkel anliegt und man kann mit dem Schleifen beginnen.
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Zum Seitenwechsel wird seitlich ein kleiner Hebel umgelegt und man kann die ganze Spannvorrichtung um 180° drehen.
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Da ging ganz schön was weg.
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Ich hatte mir ja vor Ewigkeiten ein ähnliches System aus dem 3D Drucker zugelegt und dafür auch Steine bestellt. Jetzt wollte ich wissen ob ich die auch verwenden kann.
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Dazu muss man nur den Arm auf die Höhe der anderen Steine einstellen. Dazu zieht man die Hülse ein wenig aus dem Halter raus, legt den Stein unter und dreht die Schraube wieder fest. Jetzt kann man die dickeren Steine verwenden, ohne irgendwas anderes ändern zu müssen, der Winkel passt exakt.
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Die Schneide sieht fantastisch aus.
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Und rasieren kann man sich damit jetzt auch problemlos. Das ganze nach vielleicht 10 oder 15 Minuten. Ich bin sehr zufrieden damit.
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Ich habe jetzt die verschiedensten Messer in unterschiedlichen Formen geschliffen, es geht alles prima. Und sie sind hinterher echt brutal scharf.

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Habe die „große“ Version seit wohl ca 2 Jahren und bin noch immer begeistert.

Nehme den Koffer auch immer mal wieder mit zu Freunden oder Verwandten, wenn ich weiß, dass es da was zu tun gibt 😎
 
Aua, habe den den Preis gegoogelt... Aber sehr spannendes Gerät. :thumb1:

Das ist jeden Cent wert, gibt es auch noch in kompakt als TSProf Blitz

Mit z.B. den Steinen von Boride (220/400/800/1200 FEPA F) kommt man binnen 15-30 Minuten zu exzellenten Ergebnissen:

Vorher mit Ausbrüchen beim VG10 Damast (800fach vergrößert)

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Nachher der gleiche VG10 Damast (1000fach vergrößert)

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Die Boride Steine sind wirklich extrem effizient, trocken oder nass (splash´n´go) nutzbar und die FEPA F Körnung vom 1200er entspricht etwa 4000JIS, das ist schon wie poliert.
Auf Leder, der Jeans oder Zeitungspapier abgezogen ist das schon eine extreme Schärfe. Einmal richtig ordentlich und präzise im Winkel geschliffen kann man solche Messer locker monatelang mit dem Saphierzug oder Microfeinzug (Wetzstäbe) so scharf halten.
 
Hallo Zusammen,
die Boride Steine klingen interessant...
Ich habe noch zusätzlich ein Leder mit Diamantpaste auf einem Halter aufgezogen, ist aber für den normalen Hausgebrauch nicht mehr nötig.
Fehlen tut mir noch die Einzelklammer, für kleinere Messer
Den Kadett habe ich auch seit ca. 2 Jahren im Einsatz, seither schlummert mein Horl im Regal.
Ich kann den Kadett nur wärmstens empfehlen, speziell die Höhenverstellung für unterschiedlich hohe Steine ist für mich ein großer Vorteil, da das Umstellen wirklich einfach von der Hand geht und nicht langwierig der neue Winkel gesucht werden muss, sollten unterschiedliche Steine im Einsatz sein
In diesem Sinne, bleibt scharf! :thumb1:
 
Ich habe noch zusätzlich ein Leder mit Diamantpaste auf einem Halter aufgezogen, ist aber für den normalen Hausgebrauch nicht mehr nötig.
Ich hab noch das Diamantleder von Schmiedeglut, da bin ich nach dem Schleifen immer nochmal drüber gegangen. Aber ich geb dir Recht, das ist jetzt nicht mehr nötig.
 
Ich habe jetzt die verschiedensten Messer in unterschiedlichen Formen geschliffen, es geht alles prima.
Für meine kleinen Küchenmesser muss ich mir noch was einfallen lassen, da schleife ich zumindest teilweise am Halter bevor ich die Klinge erreiche.
 
Für meine kleinen Küchenmesser muss ich mir noch was einfallen lassen, da schleife ich zumindest teilweise am Halter bevor ich die Klinge erreiche.

Kleine Klingen klappen perfekt mit den kleinen, serienmäßigen Klemmen vom TSProf Blitz, habe den Blitz gewählt weil ich dutzende Taschenmesser in der Sammlung habe.
Für den Kadet gibt es auch kleine Klemmen, soweit ich das weiß.
 
die Boride Steine klingen interessant...

Ja, die sind wirklich gut.

Benutze 4 unterschiedliche Steinsätze, immer ohne Druck nur mit dem Eigengewicht der Steine:

  • China-Diamantplatten 8 Stück von 100 JIS bis 2.500 JIS / Dieses Set gibt es für wenig Geld und es ist besser als sein Ruf - echt gut geeignet für das Neuanlegen von Fasen, da fast kein Verschleiß (nass) Der Preis liegt bei irgendwas um 20-40 Euro pro Set und es sind Diamantplatten auf Plastikträgern, ca 2 cm breit, und man benötigt keinerlei Korrektur der Schleifplattendicke.

  • TSProf-Diamantplatten 5 Stück mit 150, 220, 400, 600 und 1.000 FEPA F (150-3.000 JIS) / Ein gutes Set, allerdings verschleißen diese Diaplatten relativ schnell, die gröberen Platten mehr als die feineren Platten. (nass) Der Preis liegt bei ungefähr 55-60 Euro pro Set und es sind Diamantplatten auf Aluminiumträgern, ca 2,5 cm breit und man benötigt keinerlei Korrektur der Schleifplattendicke.

  • Boride CS-HD Set vier Steine 220, 400, 800, 1.200 FEPA F (240-4.000 JIS) / Mit das beste Set für die Messer, ist schnell, effektiv und sehr verschleißfest, auch das Feedback beim Schleifen ist klasse (nass / trocken / Öl) Der Preis liegt bei ungefähr 60-70 Euro pro Set und es sind Silizium-Steine auf Aluminiumträgern, ca 2 cm breit, hier benötigt man nach jedem Schleifdurchgang eine Anpassung** der Schleifplattendicke

  • Naniwa Superstone Set mit sechs Steinen 400, 1.000, 3.000, 5.000, 8.000, 10.000 Korn (JIS) / Das Set ist ebenfalls richtig gut, allerdings kostet es sehr viel Zeit eine Klinge mit den Körnungen durchzuschleifen, 5K und 8K und 10K sind schon extrem fein und man muss auch sehr lange Arbeiten um die Scheidfase zu polieren. Das Ergebnis ist dann allerdings extrem, spiegelglatte Schneidfase und Rasiermesser-Schärfe. (nass) Der Preis liegt bei etwa 20-25 Euro pro Stein, bei Sets meistens etwas günstiger, es sind Aluminiumoxid-Steine auf Aluminiumträgern, ca 2 cm breit, hier benötigt man nach jedem Schleifdurchgang eine Anpassung** der Schleifplattendicke.
** Beim TSProf Kadet gibt es die Anpassungsmöglichkeit über eine eingebaute Messinghülse, beim TSProf Blitz kann man das "nachrüsten" mit einer einfache Aluhülse oder man benutzt die Verstellung über das Einstellrad hinten mit der Bevelbox zusammen. Habe selber die Aluhülse nachgerüstet:

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Wäre ich heute vor der Entscheidung zur Anschaffung eines geführten Schleifsystems, dann wäre es immer noch TSProf und die Steine wären tatsächlich die von Boride geworden. Die Chinasteine waren die ersten Steine, hatte ich schon vorher besessen, danach kam der TSProf zusammen mit den TSProf Diamantsteinen - und weil ich es noch feiner haben wollte kamen die Boride hinzu - und weil ich dachte, dass ich es nochmal eine Nummer extremer haben wollte kamen die Naniwa Steine hinzu, die machen auch Spaß, aber man braucht es nicht wirklich.

Hier mal ein Video mit der Tomate nach einem Schliff mit Naniwa Superstones:


Glaube solch eine Schärfe ist in der Küche nur von sehr kurzer Dauer und man braucht sie auch einfach nicht.
Das alte Bambus-Brett, auf dem die Tomate liegt, nutze ich übrigens nicht mehr zum Schneiden, Bambus macht Klingen stumpf.
 
Wo liegt jetzt genau der unterschied zwischen Kadet und Blitz? Ausser dem Aussehen?

Im Wesentlichen ist es erst mal die Größe der Klemmen, beim Kadet sind die größer und breiter, beim Blitz sind die sehr klein.
In der Konstruktion der Winkelverstellung gibt es Unterschiede, beim Blitz hat man zwei variable Winkel, einmal am Gestänge und einmal an der Klemme, beim Kadet hat man einen einstellbaren Winkel an der Klemme.
In der Kompaktheit unterschieden die Geräte sich auch, der Kadet ist größer.
Stellt man beim Kadet die Schleifsteindicke an der Messinghülse ein kann man das beim Biltz entweder über das dafür vorgesehene Drehrad mit Bevelbox oder halt an der Öse direkt, geht auch ohne zusätzliche Hülse.

Möchte man mehr in Richtung Küchenmesser gehen, dann ist der Kadet besser geeignet, möchte man auch kleine Taschenmesser schärfen ist der Blitz besser geeignet.
Das Zubehörangebot, nicht nur an Klemmen, ist aber so groß, dass man alles mit jedem schleifen kann.

Unter dem Strich kann man sagen, dass beide sehr präzise gefertigt sind und der Blitz passt zusammengebaut in eine Schublade, der Kadet in den Schrank.
 
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