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Verwurstung - hat geklappt - aaaaber

rabe62

Vegetarier
10+ Jahre im GSV
Tach,

erstmal vielen Dank an dieses Forum und dessen geballtes Wissen, hat mir vorab schon viel geholfen.
Wie der Titel schon sagt, sind meine ersten Bratwürste m.e. gelungen, Ich wollte trotzdem einmal meine Vorgehensweise beschreiben und um konstruktive Kritik bitten.


3kg Schweineschulter pariert und dazu 20% Speck gewürfelt. (Umständlich für mich aber eine einfache Möglichkeit den Fettgehalt zu definieren.)

Jeweils ein kilo für normale bratwurst, salsiccia und paprikawurst gewürzt. An Salz habe ich normales, kein NPS benutzt.
Einmal mit der 4mm scheibe durchgedreht.

Mit der Hand nochmal durchgemischt (bei der salcicia das grünzeug erst hinterher dazu getan)

Geschmackstest des bräts mit kleinen buletten war erfolgreich.

Ein Wurstfüller ist schon bestellt aber ich war ungeduldig und habe den Wolf zum füllen benutzt. na ja. Nicht umsonst wurden die Füller erfunden. :-)

Das Endergebnis mit Darm(28/30) (Abschnitte vom Grosshandel)
IMG_1186.jpg


Das ganze wird, wenn nicht heute abend gegessen, im Kammervakumierer eingetütet und eingeforen.

Und jetzt die Fragen:
Sind, ganz allgemein, irgendwelche gravierenden handwerklichen Mängel festzustellen?

Die Salzart ist bei Bratwürsten egal? Oder doch lieber nps nehmen weil?

Bei einigen Fotos hier im Forum, sieht man am Darm längst eine dicke Naht. Bei dem obigen Darm war die nicht zu sehen. Ist das besser oder schlechter oder vollkommen egal?
 
Sieht doch mal schwer nach ner gelungenen Aktion aus.
Wenn sie dann auch noch schmecken , hast du doch alles richtig gemacht :thumb2:

:prost:
 
3kg Schweineschulter pariert und dazu 20% Speck gewürfelt. (Umständlich für mich aber eine einfache Möglichkeit den Fettgehalt zu definieren.)
Wieso umständlich? Irgendwie müssen wir alle auf den Fettanteil kommen. Da gehört es nun mal dazu, dass man mehrere Fleischstücke zuschneidet.
20% Speck gewürfelt? Hört sich für mich so an, als hättest Du verarbeiteten Speck benutzt. Also gesalzenen getrockneten oder geräucherten?

Fleisch fürs Wolfen nicht würfeln, sondern in längliche Streifen schneiden, die durch den Einfüllschacht des Wolfes passen. So kann es der Wolf alleine einziehen und dieses Rumgestopfe am Wolf, wie aus vielen YouTube Videos, kann man sich so sparen.
Die Salzart ist bei Bratwürsten egal? Oder doch lieber nps nehmen weil?
Für Grillbratwurst wird zu 99,9% Kochsalz verwendet.
Sind, ganz allgemein, irgendwelche gravierenden handwerklichen Mängel festzustellen?
Die Würste werden Dir beim Grillen wahrscheinlich platzen und es wird Brät zu den Enden herausgedrückt werden.
Beim nächsten mal nicht abdrehen, sondern eine Handbreite leer lassen zwischen den einzelnen Würsten und mittig auseinander schneiden.
Dann platzen die Würste nicht bis gar nicht.
 
Vielen Dank für die Rückmeldungen. Ist alles vermerkt und wird beim nächsten mal angepasst/ ausprobiert.

@Schönwetter-Angler Ja, es war fertiger, fetter speck aus dem regal. Warum?
 
Vielen Dank für die Rückmeldungen. Ist alles vermerkt und wird beim nächsten mal angepasst/ ausprobiert.

@Schönwetter-Angler Ja, es war fertiger, fetter speck aus dem regal. Warum?
Weil der schon gesalzen sprich gepökelt ist, und somit einen Salzanteil zu deiner Wurst mit bringt. Musst du beim Rezept beachten.
Organisier dir nächstes Mal grünen Speck =ungesalzen, oder nimm fetten Bauch. Je nach Gusto.
 
@Schönwetter-Angler Ja, es war fertiger, fetter speck aus dem regal. Warum?
Hat @LGresch Lutz schon geschrieben.
Verarbeiteten Speck - also gepökelt - nur in der Not. Ist geschmacklich nicht so der Burner und bindungstechnisch auch nicht.
Nächstes Mal frischen Rückenspeck bestellen. Läuft im Großhandel unter "Verarbeitungsspeck". Dein Fleischer weiß was gemeint ist und kann ihn Dir bestellen.
Speck in der Wurst muss immer so frisch wie möglich sein !!
Eingefrorenen Speck unverzüglich verarbeiten - 2 bis 3 Wochen ist OK im Eis, aber länger sollte es nicht sein.
Liegt er zu lange im Eis oxidiert er gerne - wird leicht bräunlich und fängt an ranzig zu riechen.
Speck sollte immer schneeweiß sein.
 
für würste, die nicht gebraten werden solltest du lieber NPS nehmen.
Daher schrieb ich ja extra "Grillbratwurst". Die will ich selbstverständlich grillen oder braten.
Ich weiß ja, dass es Gegenden in Deutschland gibt wo klares Hochdeutsch keine Muttersprache ist. Dort wird ja als Bratwurst eine Mettwurst, Salami, what auch ever bezeichnet.
Dort nimmt man NPS wenn man eine turbogereifte Wurst will. Die, die das Handwerk noch beherrschen, nehmen auch da kein NPS. ;-)
 
Daher schrieb ich ja extra "Grillbratwurst". Die will ich selbstverständlich grillen oder braten.
Ich weiß ja, dass es Gegenden in Deutschland gibt wo klares Hochdeutsch keine Muttersprache ist. Dort wird ja als Bratwurst eine Mettwurst, Salami, what auch ever bezeichnet.
Dort nimmt man NPS wenn man eine turbogereifte Wurst will. Die, die das Handwerk noch beherrschen, nehmen auch da kein NPS. ;-)

ich bezog meine aussage mehr auf @rabe62.
bei uns in thüringen ist eine bratwurst eine BRATwurst. die anderen dinger heißen z.b. KNACKwurst (oder knacker) (weil sie beim brechen oder abbeißen 'knacken'). und dann gibt es noch mettwürste von fein bis grob.
aber andere gegenden - andere bezeichnungen fürs gleiche.
 
Die Würste werden Dir beim Grillen wahrscheinlich platzen und es wird Brät zu den Enden herausgedrückt werden.
Da kann ich mir vorstellen, die Würste bei 75°C zu brühen, dann wird die Masse fest.
Wenn sie dann beim Grillen platzen, ist es eigentlich egal.
Das schmeckt gegrillt nicht so gut wie rohe Würste, wäre aber ein Kompromiss.
 
Da kann ich mir vorstellen, die Würste bei 75°C zu brühen, dann wird die Masse fest.
Ja, geht grundsätzlich.
Bei gebrühten Bratwürsten geht man aber etwas anders vor.
Es wird ein Feinbrät hergestellt (wie für eine Brühwurst, nur halt ohne NPS).
Also Kuttern, Eis und Kutterhilfsmittel.
Ich persönlich gebe dann eine Grobeinlage zum Feinbrät, muss man aber nicht.
Gerade zum Brühen werden die Würste nicht abgedreht, denn sonst knallt es Dir die evtl, beim Brühen um die Ohren.
 
Bei gebrühten Bratwürsten geht man aber etwas anders vor.
Hab' ich mir schon gedacht, daß Du wieder was zu meckern hast.
Also ich habe das schon gemacht, in Ermangelung eines Kutters mit 2mm gewolft,
Milch dazu (Thüringer) und bindig gerührt, gefüllt, abgedreht und gebrüht.
Ist zum Glück nichts geplatzt.
Aber zum grillen sind mir rohe Bratwürste zehnmal lieber.
 
Hab' ich mir schon gedacht, daß Du wieder was zu meckern hast.
Na klar :-D Wenn Du lange rührst, z.B. in der Küchenmaschine, dann kommt man ja ein Stück an das Kuttern heran. Eiweißketten werden aufgebrochen und angeschlagen und durch das Phosphat im KHM kommt man dem Idealzustand "schlachtwarm" sehr nahe. Das Fleisch kann wieder mehr Wasser binden.
Gewolfte und händisch gemengte Bratwurst brüht man normalerweise nicht. Sie wird roh gegrillt oder gebraten.
Mir persönlich schmeckt die frische Bratwurst auch besser, aber auch gebrühte haben ihre Berechtigung. Currywurst z.B. finde ich mit gebrühter Bratwurst wesentlich besser.
Unsere Mädels nehmen oft Bratwurst zum Grillen mit den Freunden mit. Bei gebrühter Bratwurst ist mir dabei wesentlich wohler. Ich weiß nämlich nicht wie sie in ihrem jugendlichen Leischtsinn damit umgehen. Sollte bei der frischen etwas schief gehen, bin ich nämlich der Gelackmeierte. Bei gebrühter ist das sehr unwahrscheinlich.
Ich habe bisher mit gefrorenem (jedoch vakuumiertem) Speck kein Problem
Muss ja auch nicht zwangsläufig schief gehen, aber riech mal an frischem Speck und an einem, der z.B. 6 oder mehr Monate im Eis gelegen hat. Ist auch egal ob der im Vakuum war. Du wirst einen Unterschied riechen.
 
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