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Villa René LALIQUE **

MrEDER

Khazâd-Schmied
10+ Jahre im GSV
Hallo zusammen,
wir wollen nächste Woche mal ins benachbarte Frankreich und uns dort von Herrn Stradner verwöhnen lassen.
https://chateauhochberg.com/de/
Gesucht hatte ich nach einem Haus mit guter Patisserie und mit Jonathan Bunel gibt es dort wohl einen besonderen Patissier.

Jetzt zur eigentlichen Frage:
War jemand in letzter Zeit dort?
Gibt's Empfehlungen bzgl. einzelner Gänge?
 
Hier noch der Bericht:
Leider war ich nicht ganz auf dem Damm, Erkältung, könnte also sein, dass ich die ein oder andere Nuance verpasst hab. Begrüßt wurden wir multilingual in einem sehr opulent eingerichteten Pavillon. Der Einfluss des Namensgebers ist sehr deutlich, ich fand es aber auch tatsächlich nicht störend. Nach einem schönen regionalen Schaumwein zum Einstand kam als erstes ein kleiner Gruß aus der Küche, lecker...

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Wir haben uns dann für das Menü Walzer in vier Takten entschieden. Zur Auswahl standen noch 2 weitere Standard und ein Saisonales Menü mit Trüffel und Kaviar als Hauptkomponenten.

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Als erstes folgte dann das "Perfekte Ei". Ganz nett zubereitet, mehr aber auch nicht. 5/10

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Als nächstes die Rote Bete Deklination. Ein knuspriges Hörnchen gefüllt mit Fischeiern, ein gebeiztes Stück mit Gels und Sößchen und das Highlight: Ein Salat mit Ziegenkäseeis. Der Rest wieder ganz nett, der Salat eine Bombe! 9/10

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Für den nächsten Gang haben wir uns für den Weihnachtsschmuck von LALIQUE entschieden. In der Hauptsache Foie Gras mit Variationen der Orange und einem lauwarm getoastetem Brioche. Geschmacklich wieder sehr fein, leider viel zu viel Leber, zu wenig Beiwerk. Selbst das zu allen Gängen verfügbare, sehr gute, rustikale Baguette konnte irgendwann nicht mehr dagegen halten. 7/10

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Das folgende Intermezzo bestand aus einem salzigen Eis mit Crunch auf einer feinen Creme. 7/10

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Als Fischgang wählen wir den Glattbutt mit Sellerie und Beure Blanc. Wieder sehr stimmig und gut proportioniert. 8/10

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Der folgende Cappuccino von Kartoffel und Trüffel, wohl ein Signatur Dish, schafft es leider nicht zu überzeugen. Leider wieder recht flach, ähnlich dem perfekten Ei. 6/10

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Der Hauptgang, bei uns die Entenbrust, ist geschmacklich wieder einer andere Liga. Jedoch ist hier auch wieder viel Fleisch bei wenig Beilage. Schade, sowohl Kerbel als auch Hagebutte passen sehr gut zur Brust. 7/10

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Vor der eigentlichen Dessert Runde werden wir gefragt ob wir noch etwas Käse wollen. Klar, wir essen gern Käse... Es stellt sich jedoch heraus, dass die "Würzigkeit" für Käse in Frankreich in einer anderen Liga spielt. Wir mögen gern recht milde Sorten. Die Franzosen nicht. Dort wo unsere Schmerzgrenze nach oben losgeht, fangen die zur Auswahl stehenden Sorten erst an. Zusätzlich sind die Portionen nicht schlecht. Für uns zuviel zu hart... auch wenn wir selbst die Wahl getroffen haben. 5/10

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Jetzt die Paradedisziplin Dessert:

Zuerst, nicht auf der Karte, ein Mango Sorbet mit Zitrus Kaviar und einer feinen Creme mit Minznote. 9/10

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Für Cathrin gab's ein Haselnuss Parfait mit Schokolade. Himmlisch. 9/10

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Und für mich Birne mit Jogurt, Caramel und Ingwer... 9/10

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Zum Abschluss noch ein paar Pralinen und Schokolade... leider ohne Bild. Köstlich. 8/10

Beim Thema Wein spielt das Haus auch in einer eigenen Liga. 20000 Flaschen in einer begehbaren Klimaetage. Wir sind nicht so ganz die Experten auf dem Gebiet und haben deshalb darum gebeten, dass wir entsprechende Weine zu den Gerichten bekommen. Das hat sehr gut funktioniert und war preislich völlig im Rahmen.

Der Service war sehr gut und mindestens zweisprachig, teilweise auch dreisprachig unterwegs. Wenn man über etwas meckern wollte, dann höchstens über das etwas steife Prozedere beim Servieren. Sicherlich Geschmackssache, zum Ambiente passt es eigentlich ganz gut.

Würde ich nochmal hingehen?
Ja
Würde ich das gleiche nochmal nehmen?
Jein, ich würde das kleinste mögliche Menü wählen, den Käse weg lassen und dafür so viele Desserts wie möglich nehmen.

Insgesamt würde ich 7/10 Punkte für das Restaurant geben.

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