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Was tun mit HP ProLiant ML330 G6 Server ??

magmahon

Loretta
15+ Jahre im GSV
Hallo zusammen,
ich habe von der Firma einen ausgemusterten
HP ProLiant ML330 G6 Server bekommen.

Jetzt weiss ich nicht so recht was ich als Privatmann damit anfangen kann oder soll.
Macht es Sinn so ne Kiste als Homeserver aufzusetzen ?
Ich vermute mal dass in Neckarwestheim der zweite Reaktor wieder hochfahren muss wenn ich den einschalte :-)

Mit welchem Betriebssystem arbeitet so ein Teil ??

Wäre schön wenn ich hier ein paar Tips bekommen könnte.

Gruß Magmahon
 
Hello! Solche Maschinen (ok, eher noch größer) sind mein täglich Brot. Von daher einige Tipps bzw. Hinweise von mir:

- Ein Server ist dafür gebaut und macht auch nur dann Sinn, wenn er ständig läuft.
- Hattest du nicht ohnehin vor einen professionellen Homeserver zu betreiben, lass es. Das Ding is jetzt nicht unbedingt der Highend-Server, aber wie du schon richtig vermutet hast, braucht er doch um einiges mehr an Strom als ein normaler PC.
- Hast du nicht vor richtige Serverapplikationen zu betreiben (Webserver, Mailserver, Datenbanken...), ist der Kosten-Nutzenfaktor ebenfalls ein ziemlich schlechter...
- Als Fileserver (Fotos, MP3, Videos,...) gibt es viel günstigere Lösungen
- womit wir beim Betriebssystem wären: typische Serverbetriebssysteme sind z.b. Windows Server 2003, 2008, oder auch Linux, die auf dieser Hardware laufen.
- Serverbetriebssysteme verlangen allerdings etwas mehr an Konfigurations-KnowHow als Win XP oder Win7 (Festplatten-RAID, Domain-Konfig,...)
- Win XP oder Win7 würden zwar prinzipiell auch darauf laufen, hier wirds aber mit den Treibern schwierig. Außerdem sind die Grafikkarten in Servern nicht wirklich dazu gedacht etwas anderes anzuzeigen als Windows selbst.
- Letzter Punkt: Die Ersatzteile. In einen Server passen keine Standard-PC-Teile, sondern nur spezielle für diesen Servertyp (HP Proliant Serie) gebaute Teile...
- Das fängt bei den internen Disk-Controllern an, geht weiter zu den Disken selbst die man eigentlich so im Handel nicht bekommt...


Alles in allem: Zwar eine tolle Sache (hab selber ein paar zu Hause, aber auch nicht ständig an wegen Stromkosten) und recht großzügig von deiner Firma, weil die G6-Serie eigentlich noch recht neu ist, aber wenn du ihn nicht unbedingt brauchst, würd ich versuchen ihn zu verkaufen und dir aus den Erlös dafür ein schickes Sportgerät zu kaufen...

Hoffe geholfen zu haben, wenns noch Fragen gibt nur her damit,

LG,
Thomas

Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk 2
 
Hallo Thomas,
danke für die ausführliche Antwort.

Ich hab mir das schon fast so gedacht.
Dann werd ich mal zu sehen dass ich die Kiste verkauft bekomme.

Gruß Magmahon
 
Schick mir mal paar Daten. HP hat unter der Bezeichnung g6 viele Untertypen. Dann schau mal bei Ebay nach und bei einigen Wiederaufbereitern. Aber mich würde die KIste interessieren, dann kann ich meinen G% eventuell entsorgen.
 
Moin,

diese Maschine gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, je nach Speicher und Anzahl der Prozessoren wird das Teil ab ~700€ aufwärts gehandelt...

Wenn mehrere Prozessoren verbaut sind, würde ich das Teil zu einer Arbeitsstation umrüsten, z.B. für Videoschnitt oder ähnlich rechenintensive Anwendungen.

Testversionen der Serverbetriebssysteme lassen sich z.B. bei Microsoft runterladen... ;)
 
Für nen Homeserver ist sowas aber völlig ungeeignet.
Außer man hat zu viel Geld oder Strom in der Miete mit drin.

Für nen Homeserver würde ich nen Mini-PC basteln. Je nach Ausstattung top Leistung bei fast keinem Stromverbrauch.

Als Server-OS nimmt man nix aus Redmond!!!
 
Als Server-OS nimmt man nix aus Redmond!!!
Komisch! Das Zitat hätte von mir sein können. Aber ich hätte das eher auf Clients bezogen ;)
Son Outlook und Sharepoint Server is schon geil! Meiner Meinung nach hat Microsoft grad in den letzten Jahren ordentlich nachgepackt was Server angeht.
Mit den Clients wiederum werde ich mich wohl nie anfreunden können, auch wenn ich Windows7 insgesamt durchaus für ein wirklich gutes OS halte.

Aber das ist hier, glaube ich, nicht das Thema :pie:

Zum Topic: Ich würde auch zusehen, dass ich das Ding vakoofe! Wenn du was für Files brauchst kannst du dir lieber nen kleinen Homeserver bauen oder ein schönes NAS holen. Das dann direkt gespiegelt und die liebe Seele hat ruh!

Daenni schrieb:
Da spricht wohl der Profi
s.o.

In a Nutshell: Jedem Tierchen sein Plesierchen! Einer unserer Admins hat auch zwei Sun V490 zuhause laufen. Was auch immer er damit in einem Privathaushalt anstellen mag. :fleißig:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

wenn du ihn verkaufst, achte unbedingt darauf das du alle Daten der Festplatte ordentlich löscht, einfaches formatieren reicht da nicht. Nicht das sich die Daten eurer Firma plötzlich bei Ebay oder der Konkurrenz einfinden. Um die Daten 100% zu löschen musst du die Festplatten mind. 7 mal überschreiben.

Gruß Funky
 
Der Hinweis auf das Löschen der Daten ist sehr gut, aber einmal überschreiben reicht.

Naja. Der Standard des US-Verteidigungsministeriums ist 7-faches überschreiben. Die werden schon wissen warum :cop:

Wenn man nicht in Zeitnot ist dann sollte das doch auch kein Problem sein?

Wobei ich auch von einer Firma erwarten würde, dass die das selbst machen BEVOR sie den Rechner an jemanden weitergeben. Auch wenns ein MA ist.
 
Naja. Der Standard des US-Verteidigungsministeriums ist 7-faches überschreiben. Die werden schon wissen warum :cop:
Weil man einfach angenommen hat es wäre nötig.
Dieser Standard ist sehr sehr alt, und überholt.

Die Chance ein zusammenhängendes Byte wiederherzustellen ist bereits extrem gering. Ein zusammenhängendes Wort ein Glückstreffer, einen ganzen Satz mit 120 Buchstaben ist statistisch ausgeschlossen.

Allerdings reicht die gründliche Formatierung von Windows zB. nicht aus, diese löscht nur die MFT (Die Schnellformatierung markiert die MFT nur als gelöscht und erstellt eine neue)

Unter Linux gibt es zB. das Tool shred.
shred -vn 1 /dev/hda
hda bezeichnet die Festplatte, shred generiert auf diese Art Zufalldaten und überschreibt die Platte hda einmalig.

oder mit dd
dd if=/dev/urandom/ of=/dev/hda

das zieht Zufallsdaten auf /dev/urandom (Pseudozufallszahlengenerator) und schreibt sie auf hda bis diese voll ist
/dev/random wäre dafür zu langsam, und zu schnell leer.


Für Windows gibt es da auch brauchbare Freewaretools, aber ich würde es bei einem Server einfach schnell mit ner Knoppix CD oder sowas machen :)



Wenn man nicht in Zeitnot ist dann sollte das doch auch kein Problem sein?

Energieverschwendung wäre ein weiterer Grund.
Es gibt eben nichts was dafür spricht das so zu tun

Wobei ich auch von einer Firma erwarten würde, dass die das selbst machen BEVOR sie den Rechner an jemanden weitergeben. Auch wenns ein MA ist.

Da muss ich dir allerdings uneingeschränkt zustimmen.
Jedoch sieht man ja immer wieder dass dies bei vielen Firmen nicht zu klappen scheint.
Selbst bei sensibelsten Daten nicht :puke:
 
Vielen Dank für all eure Tipps.

Auf dem Server waren nur CAD Daten
unserer CAD/CAM Trainings drauf.
Außerdem noch ein Videokonferenzsystem und evtl. rin paar Trainerleitfaeden.

Selbst wenn das jemandem in kompletter Form in die Hände fallen sollte, so kann er nicht viel damit anfangen.

Ich werde den Server verkaufen.
Hab aber noch keine Idee was ich dafür verlangen kann.
Ich wills auch gar nicht übertreiben.
Soll ja jeder was davon haben.

Gruß Magmahon
 
Hi.

Server sind auch mein täglich Brot. Formatieren ist eigentlich quatsch. Konfigurier ein neuen Raid Verbund, initialisiere diesen und mit Daten wieder herstellen war es das Ding... leider schon passiert ... aber nicht mir. :rolleyes:

An Kosten, alle haben recht, schön an zu schauen aber ein Strom fresser.

Gesendet von der Herz aus Gold mit Tapatalk.
 
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