Hallo,
ich möchte mal versuchen die beiden Probanden gegenüber zu stellen. Vorne weg möchte ich sagen,dass ich im Besitz beider bin und möchte mich nur schwer, wenn ich es den müsste, für einen entscheiden.
Der Cobb ist auf jedenfall der elegantere und edlere, wobei der GA den raubeinigeren und einfacheren Typen mimt. Es ist beim Cobb nicht möglich direkt zu grillen, also über der Kohle (Kissed by the Flame). Auch die Temperatursteuerung geschieht hier nur über die Anzahl der verwendeten Briketts, also keine Temperatursteuerung durch Lüftungsregulierung, wohingegen der GA diese genannten Punkte alle möglich macht.
Der GA steht Verarbeitungstechnisch dem Cobb hinten nach, der Cobb ist aufwendig und Designtechnisch aus Edelstahl perfect verarbeitet, wobei der GA im klassischen nicht unbedingt unschönen Weberdesign daherkommt - funktional einfach ohne Verwendung hochwertiger Materialien.
Die Flexibilität der zwei Probanden ist auch recht unterschiedlich, wobei ich aus meiner Sicht den GA vorne sehe.Aufgrund seiner geometrischen und durchaus kompakten Bauweise, ist er auch durch seine einklappbaren Standbeine die als Deckelverriegelung dienen leicht mit einer Hand zu transportieren, wie eine "Männerhandtasche" halt.Der Cobb hingegen kommt in einer über die Schultern getragenen schwarze Tasche mit plakativem Logo in der das nötige Grundzubehör Platz findet daher.
Während es beim GA kein spezifisches Zubehör gibt und das Grund Equipment wie Thermometer, Grillzange, Grillhandschuhe, ein paar Brekkis mit Anzünder und ein Feuerzeug, während dem Transport im inneren der "Männerhandtasche" Platz finden, kommt der Cobb mit einer beachtlichen Zubehörliste daher, die nicht komplett in der Tasche untergebracht werden kann.
Der Cobb bietet die Möglichkeit ohne das Benutzen einer extra Schale Flüssigkeiten beim Grillen einzusetzen, um durch deren Verdunstung ein spezielles Grillaroma zu erzielen und dem Austrocknen entgegen zu wirken. Was natürlich das Umsetzen unter Betrieb des Grills erschwert.
Die Hitzeabgabe um den GA erfolgt in alle Richtungen, auch das Umsetzen des Grills sollte mit Handschuhen erfolgen, genauso wie die Luftregulierung, da sich die Griffe bei längerer Betriebszeit erwärmen.
Beim Cobb erfolgt die Hitzeabgabe nur um den Deckel, der Sockel bleibt kalt und ermöglicht den Betrieb auf jeder nur erdenklichen Unterlage kann so auch ohne das tragen von Handschuhen umgesetzt werden.
FAZIT: Auch wenn es so scheint als käme der GA in der Gegenüberstellung schlechter weg, ist dem nicht so.
Es ist mit dem GA möglich puristisch direkt, aber auch kulinarisch hochwertig indirekt zu Grillen, also wer das offene Feuer nicht scheut und auch vor einem Steak (Kissed by the Flame) keine Angst hat, den sehe ich mit dem Bier in der Hand an einem GA stehen.
Wer hingegen das "saubere" "gesündere" Grillen und meiner Meinung nach auch das vielseitigere Angebot für das indirekte Grillen (vom Kuchen über den Gemüseauflauf bis zum Krustenbraten) nutzen möchte, dabei auch noch Wert auf Design und Langlebigkeit setzt, den sehe ich mit einem Glas Wein vor dem Cobb sitzen.
Ich persönlich mag beide und habe auch für beide Verwendung. Beim GA sieht jeder dass man Holzkohlegriller ist, wohingegen beim Cobb ich schon mal angesprochen worden bin ,was für einen schönen Gasgrill ich da hätte, wobei es den Cobb auch als Gas Ausführung gibt.
Danke fürs Lesen
shnyder