Wir haben seit ein paar Monaten einen Q320. Die Hitze auf den Gußrosten ist mehr als ausreichend für Steaks, Burger und alles, was ein schönes Branding braucht. Wenn wir zu dritt grillen, nutze ich oft nur einen der beiden Roste, also die halbe Fläche. Für Alltagsgrillen würde ich schätzen, dass der Q320 für 4 bis 6 Personen ausreicht. Wenn Besuch da ist, kann man auch mal ohne Probleme gut 10 Personen oder mehr versorgen.
Eine 5er Gasflasche und weitere Teile passen unten in das Gestell. Die Griffleuchte hatte ich als Gimmick gesehn. Irrtum. Die ist jetzt im Herbst und Winter Gold wert. Leuchtet die Grillfläche hell aus und geht aus, wenn man den Deckel schließt. Der Zünder ist schnell und komfortabel. Das Edelstahlgestell des Q320 benötige ich nicht unbedingt. Über kurz oder lang beschafft sich jeder diese Ikea-Teile Bratform mit Gestell aus V2A.
Der Grill hat zwei Gußroste. Ein Manko ist aus meiner Sicht, dass sich die beiden Roste nicht getrennt befeuern lassen. Die beiden Brenner decken jeweils beide Roste ab. Wäre mir einen Aufpreis von 100 oder 150 wert gewesen, die beiden Roste getrennt regeln zu können.
Der Grill ist wertig verarbeitet und bis auf die Abtropfwanne, die immer etwas verkantet, fast man das Gerät gerne an. Er sieht schön aus, ist durch die Rollen beweglich und bringt viel Leistung in kompakter Bauform. Wer bereit ist, das Geld auszugeben, bekommt nach meinem Dafürhalten einen schönen funktionellen und leistungsfähigen Gasgrill.
Empfehlenswert ist das Zubehör "Abdeckhaube".
Wer überwiegend indirekt grillen möchte sollte was anders kaufen. Das geht mit dem Q320 auch, ist aber nicht dessen Domäne. Wer überwiegend direkt grillen möchte und mit den gebotenen Features zufrieden ist, macht mit dem Q320 nichts falsch.
Edit: Hatte vergessen zu erwähnen: Die Hitzeverteilung auf den Rosten ist etwas ungleichmäßig. Das wurde hier schon besprochen. Dort, wo der Punkt für den Flammenübersprung vom äußeren Ring auf den inneren Brenner ist (und umgekehrt), also dort, wo sich die beiden Brenner treffen, ist die Hitze im Verhältnis zur übrigen Fläche wesentlich höher. Ist also konstruktiv bedingt. Da legt man halt die Stücke auf, die die größte Hitze brauchen. Könnte ein Nachteil sein, wenn man die ganze Grillfläche mit identischem Grillgut voll nutzen möchte. Mich hats aber noch nie gestört.