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Welche (Diamant-)Polierpaste/-emulsion?

DerLiebeJ

Fleischesser
5+ Jahre im GSV
Moin!

Ich möchte meinen Messern gerne "den letzten Schliff" geben. Habe mir dazu jetzt das Abziehleder von Bacher geholt. Da sind zwar auch Polierpasten bei, ich würde da aber gern direkt hochwertige Diamantprodukte verwenden. Jetzt ist nur die Frage 1) welcher Hersteller und 2) welche Körnung. Aus dem Bauch raus würde ich für die grobe Seite 6 Micron und für die feine 1 Micron anpeilen. Passt?
 
Ehm, das zeuch von Bacher ist etwas Teuer. Ich verwende Ein Sic Leder von Scherenkauf zum entgraten. Diamant bringt nicht unbedingt mehr schärfe. Entweder Du kannst Schleifen oder eben nicht.
Beim Leder wird die Narbenseite mit Paste bestückt, nicht die Fleischseite. Die Sic Paste von Scherenkauf hat 3 micron, das steht aber nirgends beschrieben. Wenn es feiner sein soll, nehme ich ein Chromeoxid leder. Diamant habe ich mit 1 Micron auch da, aber davon bin ich nicht begeistert.
Was Für Messer hast Du? Sohlinger standard? Oder besonders hochgehärtete Japaner?
 
Nee, mehr Schärfe erwarte 7ch auch nicht von Diamant. Aber nen höheren Abtrag - sprich: kürzere Arbeit - und ne längere Haltbarkeit, da Diamanten halt recht unverwüstlich sind und nicht mit der Zeit feiner geschliffen werden.
Messer sind völlig unterschiedlich. Meine Haupt-Arbeits-Messer für die Küche sind von Victorinox. Es geht mir aber auch mit um Taschen- und "Draußen"messer und da ist Querbeet alles mögliche an Stahlsorten dabei.

Mein Schleifstein hat ne 320er und eine 1200er Seite. Daher dachte ich bei der gröberen Schleifpaste auch an ne größere Körnung (6 statt 3Micron) und da es mir vor allem um eine gute Gebrauchsschärfe geht, dachte ich würde 1Micron für fein reichen..
Hab aber mit Polierpasten bisher auch keinerlei Erfahrung, daher halt die Frage, ob das so grob hinkommt^^
 
Am besten funktioniert bei mir ein Känguruhlederschwanz zum Abziehen. Damit habe ich Messer von Bess 200 auf 30 bekommen
 
ern direkt hochwertige Diamantprodukte verwenden
Findest Du bei diesen Produkten Angaben zur Menge der Diamantkörner?
Ich bestelle für 30€ 100cts Diamantpulver und trage es mit Balistol Öl H1 auf. So kenne ich die Körnung und die Menge, die aufgetragen wurde. 100cts reichen bestimmt für 20 bis 30 Filzräder mit Ø250mm und 30mm Breite.
 
@Pietje bisher hab ich nur bei einem Produkt ne Angabe von 20% Diamantpulver gefunden. Ich kann aber nicht einschätzen, ob das viel, wenig oder mittelfeld ist 😅

Hast du einen Link, wo du dein Pulver beziehst?
 
Produkt ne Angabe von 20% Diamantpulver gefunden.
Vier Fünftel sind also Wachs, Alkohol, Öl o.ä.
Diamant, bzw. Zirkon wird ja keine Verbindung mit irgendwas eingehen.
Die Flaschen, die ich kenne kosten dann gleich 80€.
Für 100€ habe ich drei verschiedene Diamantkörnungen gekauft, drei Pinsel und die Sprayflasche H1.
Jeweils ein Pinsel und einen Becher Diamantpulver in einen Umschlag gepackt, damit der Pinsel nicht mit anderen Körnungen verunreinigt wird. Das wars schon.
Das Pulver ist seeehr ergiebig.
Nach dem Auftragen vom Diamantpulver gehe ich mit einem glatten Tapetenkantenroller drüber, um die Diamanten in die Unterlage zu drücken.
Einen Tag trocknen lassen und dann kann es losgehen.
 
Nee, mehr Schärfe erwarte 7ch auch nicht von Diamant. Aber nen höheren Abtrag - sprich: kürzere Arbeit - und ne längere Haltbarkeit, da Diamanten halt recht unverwüstlich sind und nicht mit der Zeit feiner geschliffen werden.
Messer sind völlig unterschiedlich. Meine Haupt-Arbeits-Messer für die Küche sind von Victorinox. Es geht mir aber auch mit um Taschen- und "Draußen"messer und da ist Querbeet alles mögliche an Stahlsorten dabei.

Mein Schleifstein hat ne 320er und eine 1200er Seite. Daher dachte ich bei der gröberen Schleifpaste auch an ne größere Körnung (6 statt 3Micron) und da es mir vor allem um eine gute Gebrauchsschärfe geht, dachte ich würde 1Micron für fein reichen..
Hab aber mit Polierpasten bisher auch keinerlei Erfahrung, daher halt die Frage, ob das so grob hinkommt^^
Ich weis nicht, warum man solche Pasten zum Schärfen nimmt. Guter Schleifstein ist da erheblich billiger. Ein Stein von Zische mit F500 und F1200 sollte Dir mehr bringen, Leder mit Sic paste zum schluß und gut ist. Die Schärfe wird mit Diamant nicht länger halten, da müste man anderen stahl verwenden. Das wird dann aber recht teuer.
Wie Lange hält die Schärfe bei Dir?
 
Hier mal was die KI zu Kängeruhleder sagt:

Känguruleder gilt unter Messerschleifern und Barbieren tatsächlich als eines der besten Materialien zum Abziehen (Stropping), da es einzigartige strukturelle Vorteile gegenüber herkömmlichem Rindsleder bietet. Der Grund liegt in der Kombination aus extremer Dichte, Festigkeit und einer spezifischen Faserstruktur. [1, 2, 3, 4]
Hier sind die Hauptgründe, warum Känguruleder zum Abziehen vermarktet wird:
  • Extreme Dichte und Glätte: Känguruleder hat eine sehr feine, dichte Faserstruktur ohne Schweißdrüsen, was zu einer extrem glatten Oberfläche führt. Dies ermöglicht eine sehr feine Politur der Schneide, ohne dass die Klinge tief in das Leder einschneidet.
  • Hohe Reißfestigkeit (bei geringer Dicke): Känguruleder ist das stärkste Leder der Welt im Verhältnis zu seinem Gewicht. Es ist bis zu 10-mal reißfester als Rindsleder. Dadurch kann es sehr dünn verwendet werden, ohne bei der Benutzung zu reißen oder sich zu stark zu verziehen.
  • Geringe Kompression: Im Gegensatz zu weicheren Ledersorten komprimiert Känguruleder kaum. Das ist entscheidend beim Abziehen, da ein zu weiches Leder dazu führen kann, dass sich die Klinge in das Leder drückt und die Schärfe "rund" poliert wird (Verlust des flachen Winkels).
  • Parallele Faserstruktur: Die Kollagenfasern im Känguruleder verlaufen parallel zur Hautoberfläche. Dies bietet einen hervorragenden Widerstand gegen Abrieb, was die Lebensdauer des Abziehriemens erhöht.
  • Hervorragende Eignung für Polierpasten: Aufgrund seiner Dichte eignet sich das Leder sehr gut, um Schleif- oder Diamantpasten aufzunehmen, ohne die Politurwirkung zu beeinträchtigen. [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8]
Zusammenfassend sorgt Känguruleder für eine konstantere, glattere und härtere Abziehfläche, was besonders bei feinen Messern, Rasiermessern oder Schnitzmessern zu einer höheren Endschärfe führt. [1, 2, 3, 4]
 
Wofür muss ein Leder reißfest sein? Es wird nicht auf Zug beansprucht.
ohne dass die Klinge tief in das Leder einschneidet.
Ich dachte es ist ein Ab-zieh-leder. Wie kann eine Klinge einschneiden, wenn sie Richtung Klingenrücken gezogen wird.
Die Weichheit und Glätte des Leders ist ein Frage der Verarbeitung. Typisch KI, manche Sachen stimmen und manchmal labert sie einfach das nach, was irgendwo in einem Forum behauptet wird und seien es Marketingsprüche. Ich würde ausprobieren, ob diese Pasten und Pulver was taugen.
 
Wofür muss ein Leder reißfest sein? Es wird nicht auf Zug beansprucht.

Ich dachte es ist ein Ab-zieh-leder. Wie kann eine Klinge einschneiden, wenn sie Richtung Klingenrücken gezogen wird.
Die Weichheit und Glätte des Leders ist ein Frage der Verarbeitung. Typisch KI, manche Sachen stimmen und manchmal labert sie einfach das nach, was irgendwo in einem Forum behauptet wird und seien es Marketingsprüche. Ich würde ausprobieren, ob diese Pasten und Pulver was taugen.
Das mit dem einschneiden hab ich mich tatsächlich auch gefragt, ich denke das Reisßfeste soll auch nur ein Hinweis sein oder eben das man es auch dünner verwenden kann. KI ist nicht immer alles, man sollte da nicht allzuviel drauf geben, sich eher glaubwürdige einleuchtende Sachen raus lesen, interessanter fand ich jedoch die kurze Zusammenfassung und Erklärung der Faserstrucktur, Schweißdrüsen und der gleichen.
 
Ja das mit der Faserstruktur und den Schweißdrüsen mag stimmen. Allerdings frage ich mich ob es wirklich so einen Unterschied macht. Ich würde ja eher sagen, dass die Schweißdrüsen mit Diamantpaste gefüllt werden. Schleifen tut sowieso die Paste. Man kann auch ne Latte mit Chromdioxid bestreichen. Geht bestimmt auch mit Diamantpaste. Man braucht einen Untergrund, der die Paste aufnimmt.
Widerstand gegen Abrieb, was die Lebensdauer des Abziehriemens erhöht.
Widerstand gegen Abrieb? Lebensdauer? Bitte. Ich hab noch kein Leder verschlissen. Ich glaube auch nicht dass das geht, wenn man nicht gegen die Schneide arbeitet.
Aufgrund seiner Dichte eignet sich das Leder sehr gut, um Schleif- oder Diamantpasten aufzunehmen,
Wieso muss es dicht sein um Paste aufzunehmen? Eigentlich unlogisch. Je dichter desto weniger Paste kann aufgenommen werden.
 
….ich habs nicht geschrieben, nur kopiert 🤣
 
Ich weiß, deshalb habe ich die Google KI mit meinen Argumenten konfrontiert und sie hat dann die Aussagen relativiert. Wenn es interessiert, kann ich es hierher kopieren. Ansonsten nur das Fazit: "Wenn du bereits ein festes, glattes Stück Rindsleder auf einer harten Unterlage hast, ist Känguruleder technisch gesehen kein nennenswertes Upgrade. Es ist ein Luxusgut für Enthusiasten, die das "feinere" Feedback und die homogene Faserstruktur für die allerletzten 2 % Schärfe schätzen." - Auch das ist Schönrednerei. Die letzten 2%? Bemerkt man die überhaupt?

"Deine Skepsis ist berechtigt. Känguruleder ist für klassische Pasten oft zu dicht und zu "gläsern". Es ist eine Nische für Nutzer von flüssigen Diamant-Suspensionen [oder Sprays] im Sub-Mikron-Bereich. Für den normalen Gebrauch bietet ein vernünftiges Rindsleder (evtl. leicht mit feinem Sandpapier angeraut) die deutlich bessere Mechanik für die Pastenhaftung."

Fettdruck stammt von der KI. KI übernimmt sogar oft den Tonfall, aus den Foren, weil es nach Expertise klingt.
Manchmal ist die KI ein Käse-Multiplikator. Aber sie weiß alles. Sie tut wenigstens so. Neulich hab ich sie zu meiner Daedica Espressomaschine
was gefragt. Und weil diese Maschine verbreitet ist und es viele Foren gibt, hat sie mir alles erklärt. Was ein Panarello ist wusste ich nicht. Den soll ich weglassen für mehr Kontrolle beim Aufschäumen. - Ich: Die Dampflanze ist aus Gummi, wenn ich den Dampf aufdrehe, ploppt die ohne Panarello immer weg. Ki: Mach einen Kabelbinder drumrum. - Hat funktioniert. Manchmal bin ich von den Socken. Und manchmal - nicht. :thumbdown:
 
Moin!

Nach @Pietje s Inspiration hab ich mir nun auch einfach mal Diamantpulver bestellt und mit Mineralöl zusammen in Spritzen gepackt. Hat mich jetzt insgesamt 42,29€ gekostet und ich habe Material für fünf 5ml Spritzen pro Körnung.
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Hab jetzt zum Testen drei Messer damit abgezogen. Alle drei rasieren ohne Probleme und bei einem konnte ich sogar ein Haar spalten 🤩
Vielen Dank für eure Tipps! 👍
 
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