Ich konnte es ja nicht lassen, und hab mir so ein Ei geholt. Ich hatte den Verkäufer angeschrieben, und mich ausserhalb ebay mit dem Verkäufer auf 250 Euro geeinigt. Abgeholt habe ich es vor rund 2 Wochen, die Erstvergrillung fand aber erst vorgestern statt, da der Deflektorstein etwas auf sich warten lies.
Bilder gibt es bisher noch keine, das werd ich aber noch nachholen.
Hier mal meine ersten Eindrücke.
Da es mein erstes Ei ist was ich in natura gesehen habe, kann ich wenn ich Vergleiche anstelle mich nur auf Bilder beziehen.
Die Qualität der Glasur lässt stark zu wünschen übrig. Im Deckel gibt es oberflächliche Risse, die einem Spinnennetz ähneln. Auch ansonsten ist die Oberfläche der Keramik nicht besonders glatt. Hier ist natürlich die strukturierte Oberfläche der Konkurrenz klar im Vorteil, da fällt das gar nicht auf.
Der Boden des Ei´s hat einen leichten Buckel, dadurch wackelt die Feuerbox. Das werde ich evtl. noch korrigieren, mit einer Schicht Schamottemörtel o.ä. sollte man das ausgleichen können.
Positiv aufgefallen im Vergleich zum Wogerei ist mir die Lüftung im Deckel, hier lässt sich ähnlich wie beim Monolith der ganze Einsatz wegklappen, um das Ei schnell auf Temperatur zu bringen.
Das Ei scheint auch höher zu sein, wie das Wogerei, mit Deflektorstein und Distanzstück steht der Rost etwa 2cm über dem Rand.
Das Thermometer habe ich mit meinem ODC verglichen, hier gab es nur wenige Grad Abweichung, sollte also passen.
Der erste Test fand mit Loin Ribs aus der Metro statt. Angepeilt waren 120°C. Als Brennstoff kam ein 3kg Säckchen Sommerhit in die Feuerbox. An 2 Stellen wurde ein Stückchen Bio Holzwolle entzündet, und bei geöffnetem Deckel abrennen lassen. Ich hatte dann 2 etwa Handflächen große Glutstellen. Deckel geschlossen, obere und untere Lüftung erst mal ganz auf gelassen. Als die Temperatur bei etwa 90°C war, habe ich unten zu gemacht, bis auf etwa 1cm, oben ungefähr halb zu. Nach einer Weile war die Temperatur bei etwa 140°C, also unten dann bis auf 1mm zu gemacht. Als ich dann rund ne halbe Stunde später gekuckt habe, war die Temperatur bei 160°C.
Die Verdächtigen waren schnell gefunden. Die untere Lüftungsklappe war an der Oberseite mit Dichtmasse zur Keramik abgedichtet, an der Unterseite war anstatt der Dichtmasse ein 3mm Luftspalt. Da ich zufällig eine Kartusche Ofenkit hatte, war das Problem schnell beseitigt.
Der zweite Fehler war ein Montagefehler des Deckels. Im Bereich des Scharniers war zwischen Ei und Deckel ein Luftspalt von ca. 2-3 mm. Ich habe dann die Schrauben vom Scharnier kurz gelöst, damit sich die 2 Teile setzen konnten, und anschließend wieder festgezogen. Jetzt passt es.
Nachdem Ich dann die beiden Fehler behoben hatte, musste ich erstmal einkaufen fahren. Als ich dann nach ca. 1h zurück war, war die Temperatur bei rund 140°C angekommen. Die Ribs waren mittlerweile fertig, und ich hatte dann beide Lüftungsschieber komplett zu gemacht. Das war so gegen 12 Uhr, um 18 Uhr hatte ich nochmal gekuckt, und noch eine Restwärme von etwa 60°C. Am nächsten morgen hatte ich dann nach der Kohle gekuckt, von meinem 3 kg Säckchen war rund 1/3 verbrannt.
Heute Abend kommt dann der "richtige" Test mit PP. Nun habe ich aber meine Bedenken was mit der Temperatur passiert. Wie lange dauert es bei euch denn, wenn die Temperatur abhaut auf z.B. 160° bis Ihr dann wieder auf 120° runter seit? Das dürfte bei mir, nachdem ich die beiden Fehler behoben hatte rund 2 Stunden gedauert haben. Ist das normal?
Was soll ich mit meiner kohle die noch in der Feuerbox ist machen? Alles raus und von Asche befreien, oder einfach nachfüllen?
Gruss Sascha