Also bebildert wird nichts, denn die Pralinenmacherei ist, jedenfalls bei mir, eine Riesensauerei. Ich habe dann Schokolade an jedem Lichtschalter, Türgriff, Kühlschrankgriff usw.
Aber ich kann beschreiben wie ich sie mache (entsprechende Videos gibts dann im Netz, an denen habe ich mich auch orientiert). Ich mache alles selber, die Außenhülle mit den entsprechenden Polycarbonatformen, also Schokolade temperieren (ich benutze Callebout 811 54,5%), in die Form gießen, dann wieder rauslaufen lassen. Vorher die Form mit Lebensmittelfarbe auf Kakaobutterbasis färben. Die Whiskypralinen waren ein Geschenk für einen Fußballfan, also habe ich die Pralinen Rot-Weiß eingefärbt. In die entstandenen Hohlkörper habe ich dann den angelierten Whisky gespritzt, darauf kam eine weiche weiße Ganache (100g Alpia weiß, 67g Sahne, 1Tl Kakaobutternibs// Sahne NICHT kochend auf die Zutaten geben, alles schmelzen und in den Spritzbeutel geben, auf 25-29grdC abkühlen lassen zum weiterverarbeiten). Als diese im Kühlschrank etwas fester geworden ist, noch pro Praline 4-5 Kakaonibs. Dann wieder mit temperierter Schokolade verschließen, über Nacht in den Kühlschrank und am nächsten Tag aus der Form stürzen. Wenn die Schokolade richtig temperiert ist, fallen alle Pralinen raus und haben einen schönen Glanz und Knack. Ich habe den ersten Versuch mit meiner 14 jährigen Tochter zusammen gemacht und es hat sofort prima geklappt. Wenn man einmal diese Sauerei macht, dann am besten gleich mehrere Formen füllen und unterschiedliche Ganaches machen für etwas Abwechslung. Die Hauptschokolade habe ich beim Fluss gekauft, für die Ganaches nehme ich quadratische Schokolade mit 61 oder mehr % und wie die anderen Zutaten aus dem Supermarkt. Finishen muss man die Pralinen nicht, wenn man die Formen vorher schon verziert. Selbst ohne Verzierung glänzt temperierte Schokolade ganz herrlich und brauch in meinen Augen keine weitere Bearbeitung. Maximal würde ich die fertigen Pralinen mit so einem matten Lebensmittelfarbspray einsprühen, des Effektes wegen.