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Wursten vor Weihnachten

Skyhobbit

Vegetarier
10+ Jahre im GSV
Direkt vor Weihnachten habe ich an zwei Wochenenden etwas gewurstet:

- Bierknacker/Pfefferbeisser
- Mett im Glas
- feine Leberwurst
- Paprika-Lyoner
- Wiener Würstchen

Da ich das Ganze allein durchgezogen habe, ist der Ablauf nicht sehr detailliert per Foto dokumentiert. Aber ich wollte auch mal was zeigen :sun:

Los ging es mit den Bierknackern. Die unterschiedliche Bezeichnung zwischen Bierknackern und Pfefferbeissern liegt für mich persönlich nur am Grad der Reifung.
Diese habe ich nach folgenden Rezept hergestellt (alle Rezepte kommen mit leichten Anpassungen aus diesem Forum oder aus dem Internet) :

Code:
24g NPS
2g weisser Pfeffer
4g schwarzer Pfeffer (grob)
2g Senfmehl
5g brauner Zucker
1g Muskat
1g Koriander
2g Natriumascorbat

Fleischzusammensetzung: 60% Scheinenacken / 40% Schweinebauch

Für die Bierknacker habe ich dieses mal 20/22 Schafssaitlinge verwendet:
IMG_20231216_130812.jpg


Nachdem sie acht Stunden im Rauch waren, habe ich sie zwei Tage zum Reifen aufgehängt. Leider etwas zu lange, da wir sie sehr frisch mögen:
IMG_20231219_155500.jpg


Am gleichen Tag kam dann auch das Mett ins Glas:

Code:
18g NPS
4g Khm
0,625g Kümmel
1g Muskat
3g weißer Pfeffer
1,25g brauner Zucker
8g Senfmehl
140g geschmorrte Zwiebeln
180g Wasser + Agar Agar

Fleischzusammensetzung: 67% Scheinenacken / 33% Schweinebauch

Nach dem Wolfen habe ich die Masse in die Kitchenaid verfrachtet und durchgeknetet. Das eiskalte Wasser mit dem Agar Agar habe ich währenddessen dazugegeben. Anschließend stand das Abfüllen in Gläser mit dem Wurstfüller an:
IMG_20231216_121730.jpg


Die Gläser wurden dann für zwei Stunden bei 90-100 Grad eingekocht.

Am nächsten Tag wurden dann Leberwurst und Paprika-Lyoner produziert.

Die Leberwurst nach folgenden Rezept:
Code:
20g NPS
5g weißer Pfeffer
2g Muskat
50g Honig
50g frische Zwiebeln
40g Sahne

Fleischzusammensetzung: 30% Schweineleber / 70% Schweinewamme

Die Wamme habe ich Sous Vide gegart. Zwischendurch habe ich die Leber durch die 3mm-Scheibe gewolft und anschließend mit dem Salz vermengt mit dem Schneebesen aufgeschlagen. Die gegarte Wamme wurde dann mit den Zwiebeln durch die 3mm-Scheibe gewolft und anschließend mitgekuttert. Als alles fein genug war und die Temperatur unter 50 Grad war, kam die gewolfte Leber dazu. Es wurde weiter gekuttert. Kurz vorm Schluss kamen Gewürze und Sahne dazu.

IMG_20231217_132210.jpg


Bei dem Ablauf muss ich dieses mal etwas 'falsch' gemacht haben. Nach dem Kuttern sah die Masse nicht so glatt aus ....

Egal: Ich habe einen Teil in Gläser gefüllt und eingekocht und einen Teil in Schweinefettenden abgefüllt und gebrüht. Nach dem Abkühlen der Schweinefettenden habe ich diese dann für 8 Stunden kalt geräuchert.

IMG_20231219_092053.jpg


IMG_20231219_105407_1.jpg


Die Leberwurst im Glas sieht etwas krümmelig aus ... das täuscht aber. Was mir gegenüber meiner letzten Produktion aufgefallen ist, dass sich sowohl im Glas als auch im Darm relativ viel Fett abgesetzt hat. Das verstärkte meinen Verdacht, dass ich etwas falsch gemacht habe ... aber was? Ideen ??

Weiter ging es mit der Paprika-Lyoner:

Code:
19g NPS
3g weißer Pfeffer
1g Makis
0,5g Kardamon
0,5g Koriander
0,5g Paprika edelsüß
0,3g Ingwer
2g Traubenzucker
5g Khm

frische Paprika 1 pro 1,5 kg

Fleischzusammensetzung: 600g güner Speck, 500g Schweineschulter, 400g mageres Rindfleisch, 450g Schüttung

Alles gewolft durch die 3mm-Scheibe (grüner Speck für sich) und anschließend gekuttert (grüner Speck kam gegen Ende dazu):

IMG_20231217_110557.jpg


Nach dem Kuttern habe ich die feingewürfelte Paprika noch untergemengt. Einen Teil habe ich in Gläser gefüllt und eingekocht. Den Rest habe ich in meine neue Schinkenfee gefüllt und ebenfalls eingekocht. Das Bild zeigt die geschnittene Wurst aus der Schnikenfee:

IMG_20231219_160704.jpg


Die Lufteinschlüsse stören ein wenig. Da habe ich aber auch keine Ahnung, wie ich das verhindern soll :-(

Grundsätzlich ist mit alles gelungen (mit den schon ewähnten Einschränkungen) ... die Familie ist aber zumindest begeistert.

Das war der erste Teil meines Berichts ... das zweite Wochenende (Wiener Würstchen) versuche ich heute Abend zu dokumentieren.
 
Na, für "alleine" ist das ja eine richtige Aktion gewesen :respekt:

Sieht alles gut aus und hat sicher auch so geschmeckt.
Warum machst du bei dem Mett im Glas Agar-Agar dran?


Gruß aus Ostfriesland

Martin
 
Fein gewurstet sieht alles sehr gut aus.
Mir ist die Leberwurst mal zu Mager geworden, das ist nicht schön, lieber ein bisschen zu fett, kann man beim Glas abnehmen.
Leider kann ich nichts zum Fehler beim Kuttern der Leberwurst sagen. Habe nur Fleischwolf und meine Feine Sahneleberwurst arbeite ich noch mal mit dem Zauberstab nach.
Wichtig, Euch hat es geschmeckt.
Weiterhin Gutes Wursten.
 
Sehr schöne Verwurstung :thumb2:

Du hast Dir freiwillig das Abwaschen an zwei aufeinander folgenden Tagen angetan? ::???::

Mett im Glas wird normalerweise ohne Zusatz von Gelierhilfe gemacht. Wenn Du auf Gelee stehst, dann gib beim nächsten Mal ca. 10 % gekochte und 2 mm gewolfte Schwarten mit dazu. Sie sind das natürlichste Geliermittel beim Wursten und quasi kostenfrei, da i.d.R. beim Fleisch mit dabei. Bei den Gewürzen mitberechnen.
Agar-Agar an der Wurst habe ich noch nie gehört.
 
... und nun der zweite Teil:

Eine Woche später, am 23.12., kam nun das Finale: Wiener Würstchen.

Ich hatte mich vor kurzem schon einmal an Würstchen 'Wiener Art' probiert. Dabei hatte ich das Brät in 18/20-Schafsaitlinge und probehalber auch in Eiweißsaitlinge gepresst. Die Eiweißsaitlinge war von dem Bissgefühl sehr grenzwertig und die 18/20-Würstchen ein wenig dünn. Also habe ich dieses mal 20/22-Saitlinge ausprobiert. Für mich die perfekte Wahl.

Das Rezept:

Code:
20g NPS    20
5g Khm
2g weißer Pfeffer
1g Macis
1g Koriander
0,5g Ingwer

Die Fleischzusammensetzung: 25% Kalb, 40% mageres Schweinefleisch, 35% grüner Speck
Die Schüttung: 1/8 vom Fleischgewicht.

Nach dem üblichen Wolfen, Kuttern und Abfüllen sahen die guten Würstchen so aus:
IMG_20231223_121112.jpg


Danach wurden sie für 15 Minuten bei 40 Grad zum Trocknen in den Smoker/Räucherschrank gehängt. Anschließend habe ich zwei Sparbrands entzündet und die Temperatur auf ca. 65 Grad erhöht. Nach ca. 60 Minuten im Rauch sahen sie dann so aus:

IMG_20231223_142746.jpg


Inzwischen war das Sous-Vide-Bad in Richtung 70 Grad unterwegs. Nach dem Räuchern wanderten die Würstchen dann ohne Umweg in das Bad und blieben dort nach Erreichen der 70 Grad für 15 Minuten. Danach siedelten sie in das vorbereitete Eiswasser zum Auskühlen um.

Am Ende eines arbeitsreichen Tages war das mein Ergebnis:

IMG_20231223_151820.jpg


Der Grund, warum ich so kurz vor Weihnachten drei Tage lang gewurstet habe: Weihnachten.
Meine Familie hatte nach den ersten Wiener Würstchen, die wir eines Abends als Hot Dog verspeisten, die glorreiche Idee, dass das ein perfektes Essen für den Heilig Abend wäre ... ein einfaches, leckeres Essen. Dem konnte ich nicht widersprechen.

Ok, das einfache Essen war von der Zubereitungszeit dann doch viel aufwändiger als so manches andere Essen zum Heilig Abend. Aber was macht man nicht alles für eine glückliche Familie? :-)

Die Würstchen waren superlecker ... viel besser als beim ersten Versuch. Beim ersten Versuch hatte ich kein Kalbsfleisch verwendet ... mache ich nie wieder.

Damit bin ich am Ende meines Berichts angekommen. :santasmile:
 
Warum machst du bei dem Mett im Glas Agar-Agar dran?
'Mett im Glas' war mein erster Versuch Wurst herzustellen. Völlig ahnungslos habe ich verschiedene Rezepte erlesen und endlose Meinungen zu Aspik und Schweineschwarte gehört ... Dann habe ich irgendwo gelesen, das Agar Agar die todsichere Methode darstellt. Habe ich dann mal so gemacht, hat funktioniert und mache ich seit dem so.

Du hast Dir freiwillig das Abwaschen an zwei aufeinander folgenden Tagen angetan? ::???::
... nein ... an drei Tagen :D ... und das auch mehrmals, d.h. da ich die Wurstsorten nacheinander gemacht habe, wurde auch zwischendurch immer alles abgewaschen.

Mett im Glas wird normalerweise ohne Zusatz von Gelierhilfe gemacht. Wenn Du auf Gelee stehst, dann gib beim nächsten Mal ca. 10 % gekochte und 2 mm gewolfte Schwarten mit dazu. Sie sind das natürlichste Geliermittel beim Wursten und quasi kostenfrei, da i.d.R. beim Fleisch mit dabei. Bei den Gewürzen mitberechnen.
Ich bin ja immer noch Anfänger und durchaus lernfähig (denke ich zumindest :pfeif:). Falls Du Dich an einen meiner Posts aus dem vorletzten Jahr (glaube ich) erinnerst: Dort habe ich meine Würste mit Fleischerhaken und Kabelbindern zum räuchern in den Portland XXL gehängt. Wenn Du Dir jetzt die Wiener im Portland anschaust: das habe ich schon gelernt.
Spaß beiseite: Ich habe es noch nie ohne gemacht. Das Gelee empfinde ich in der Tat als angenehm. Ich bin aber davon ausgegangen, dass ansonsten das Mett in Wasser schwimmt, was mir gar nicht gefällt.
An die Methode mit der Schwarte habe ich mich noch nicht herangetraut. Wie lange werden die Schwarten denn gekocht? Müssen diese komplett vom Restfleisch befreit sein?


Sieht alles gut aus und hat sicher auch so geschmeckt.
Fein gewurstet sieht alles sehr gut aus.
Sehr schöne Verwurstung :thumb2:
Das sieht doch alles hervorragend aus. Prima gemacht
Vielen Dank :-)

Gruß
Ulf
 
Die Leberwurst ist ziemlich sicher mein Rezept.

Wichtig ist die Leber darf nicht zu kalt sein, direkt aus dem Kühlschrank Diese darf ruhig bis 20 grad gekuttert werden.

Denn sonst kühlt die Masse zu sehr ab, man muss bedenken die Leber macht ca 30% der Masse aus

Den Kutter auch mit kochendem Wasser vorheizen hilft.

Ist jedoch nur optisch. Die Gläser gut durchrühren und fertig.
 
Außerdem sieht alles sehr lecker und mit Liebe gemacht aus…die Wiener könnte man so in die Auslage legen 👍🏻
 
Sehr schön gemacht.
Ich bin auch alleine Wurster , da hast Du mein Mitgefühl.😜

Deine Wiener sind optisch der Knaller.
Schöne Farbe und sehr gleichmäßig.

Hast Du zur Leberwurst Masse Brühe hinzu? Das macht sie streichfähiger.

Fett absetzen im Glas lässt sich verhindern durch zügiges abkühlen nach dem Einkochen.
Gruß Markus
 
Wow! Das schaut ja alles richtig gut aus! Die Wiener sehen 1a aus, wie vom Profi! :respekt:
Spaß beiseite: Ich habe es noch nie ohne gemacht. Das Gelee empfinde ich in der Tat als angenehm. Ich bin aber davon ausgegangen, dass ansonsten das Mett in Wasser schwimmt, was mir gar nicht gefällt.
Normalerweise brauchst da gar nichts dazu geben. Der ausgekochte Fleischsaft geliert eigentlich immer von selbst, wenn auch nicht besonders fest. Falls du eine festere Konsistenz wünscht, dann würde ich auch Schwarten dazu geben, wie bereits von @Schönwetter-Angler empfohlen.

Oder das KHM weglassen - dann gibt es auch mehr Gelee, und halt eine kompaktere Wurstmasse. Aber eigentlich finde ich gut, dass du das verwendest! Viele wollen es nicht verwenden, obwohl es die einzige wirkliche Möglichkeit ist, ohne schlachtwarmes Fleisch eine professionelle Wurst herzustellen.

Gruß,

Alex
 
Top gewurstet.
Lyoner in der Schinkenfee habe ich noch nie gemacht.
Auch die Leberwurst finde ich super, lieber etwas mehr Fett als zuwenig. :mosh:
 
Wow , umfangreiches Programm! 💪🏻

Aber das sieht alles vorzüglich aus!
 
Hast Du zur Leberwurst Masse Brühe hinzu? Das macht sie streichfähiger.
Die Wamme habe ich Sous-Vide gebrüht ... der 'Saft' aus der Tüte ist mit in die Masse gekommen.

Fett absetzen im Glas lässt sich verhindern durch zügiges abkühlen nach dem Einkochen.
Das mache ich beim nächsten Mal ... habe halt immer nur Angst, dass mir die Gläser platzen.

Normalerweise brauchst da gar nichts dazu geben. Der ausgekochte Fleischsaft geliert eigentlich immer von selbst, wenn auch nicht besonders fest. Falls du eine festere Konsistenz wünscht, dann würde ich auch Schwarten dazu geben, wie bereits von @Schönwetter-Angler empfohlen.

Oder das KHM weglassen - dann gibt es auch mehr Gelee, und halt eine kompaktere Wurstmasse. Aber eigentlich finde ich gut, dass du das verwendest! Viele wollen es nicht verwenden, obwohl es die einzige wirkliche Möglichkeit ist, ohne schlachtwarmes Fleisch eine professionelle Wurst herzustellen.
Mit den Scharten werde ich es beim nächsten Mal probieren. Ich müsste halt nur noch wissen, wie lange diese vorgekocht werden müsssen. Für das 'Mett im Glas' habe ich kein Khm verwendet.

Gruß
Ulf
 
Sehr schöne Strecke! Ich bin jetzt auch nicht der Profi, die Schwarte muss allerdings nur so lange erhitzt werden, dass Sie sich wolfen lässt. Das geht relativ fix nach meiner Erfahrung.
 
Die Wamme habe ich Sous-Vide gebrüht ... der 'Saft' aus der Tüte ist mit in die Masse gekommen.


Das mache ich beim nächsten Mal ... habe halt immer nur Angst, dass mir die Gläser platzen.


Mit den Scharten werde ich es beim nächsten Mal probieren. Ich müsste halt nur noch wissen, wie lange diese vorgekocht werden müsssen. Für das 'Mett im Glas' habe ich kein Khm verwendet.

Gruß
Ulf
So weich das Du diese mit dem Fingernagel eindrücken kannst.
 
Direkt vor Weihnachten habe ich an zwei Wochenenden etwas gewurstet:

- Bierknacker/Pfefferbeisser
- Mett im Glas
- feine Leberwurst
- Paprika-Lyoner
- Wiener Würstchen

Da ich das Ganze allein durchgezogen habe, ist der Ablauf nicht sehr detailliert per Foto dokumentiert. Aber ich wollte auch mal was zeigen :sun:

Los ging es mit den Bierknackern. Die unterschiedliche Bezeichnung zwischen Bierknackern und Pfefferbeissern liegt für mich persönlich nur am Grad der Reifung.
Diese habe ich nach folgenden Rezept hergestellt (alle Rezepte kommen mit leichten Anpassungen aus diesem Forum oder aus dem Internet) :

Code:
24g NPS
2g weisser Pfeffer
4g schwarzer Pfeffer (grob)
2g Senfmehl
5g brauner Zucker
1g Muskat
1g Koriander
2g Natriumascorbat

Fleischzusammensetzung: 60% Scheinenacken / 40% Schweinebauch

Für die Bierknacker habe ich dieses mal 20/22 Schafssaitlinge verwendet:
Anhang anzeigen 3311467

Nachdem sie acht Stunden im Rauch waren, habe ich sie zwei Tage zum Reifen aufgehängt. Leider etwas zu lange, da wir sie sehr frisch mögen:
Anhang anzeigen 3311468

Am gleichen Tag kam dann auch das Mett ins Glas:

Code:
18g NPS
4g Khm
0,625g Kümmel
1g Muskat
3g weißer Pfeffer
1,25g brauner Zucker
8g Senfmehl
140g geschmorrte Zwiebeln
180g Wasser + Agar Agar

Fleischzusammensetzung: 67% Scheinenacken / 33% Schweinebauch

Nach dem Wolfen habe ich die Masse in die Kitchenaid verfrachtet und durchgeknetet. Das eiskalte Wasser mit dem Agar Agar habe ich währenddessen dazugegeben. Anschließend stand das Abfüllen in Gläser mit dem Wurstfüller an:
Anhang anzeigen 3311472

Die Gläser wurden dann für zwei Stunden bei 90-100 Grad eingekocht.

Am nächsten Tag wurden dann Leberwurst und Paprika-Lyoner produziert.

Die Leberwurst nach folgenden Rezept:
Code:
20g NPS
5g weißer Pfeffer
2g Muskat
50g Honig
50g frische Zwiebeln
40g Sahne

Fleischzusammensetzung: 30% Schweineleber / 70% Schweinewamme

Die Wamme habe ich Sous Vide gegart. Zwischendurch habe ich die Leber durch die 3mm-Scheibe gewolft und anschließend mit dem Salz vermengt mit dem Schneebesen aufgeschlagen. Die gegarte Wamme wurde dann mit den Zwiebeln durch die 3mm-Scheibe gewolft und anschließend mitgekuttert. Als alles fein genug war und die Temperatur unter 50 Grad war, kam die gewolfte Leber dazu. Es wurde weiter gekuttert. Kurz vorm Schluss kamen Gewürze und Sahne dazu.

Anhang anzeigen 3311481

Bei dem Ablauf muss ich dieses mal etwas 'falsch' gemacht haben. Nach dem Kuttern sah die Masse nicht so glatt aus ....

Egal: Ich habe einen Teil in Gläser gefüllt und eingekocht und einen Teil in Schweinefettenden abgefüllt und gebrüht. Nach dem Abkühlen der Schweinefettenden habe ich diese dann für 8 Stunden kalt geräuchert.

Anhang anzeigen 3311482

Anhang anzeigen 3311483

Die Leberwurst im Glas sieht etwas krümmelig aus ... das täuscht aber. Was mir gegenüber meiner letzten Produktion aufgefallen ist, dass sich sowohl im Glas als auch im Darm relativ viel Fett abgesetzt hat. Das verstärkte meinen Verdacht, dass ich etwas falsch gemacht habe ... aber was? Ideen ??

Weiter ging es mit der Paprika-Lyoner:

Code:
19g NPS
3g weißer Pfeffer
1g Makis
0,5g Kardamon
0,5g Koriander
0,5g Paprika edelsüß
0,3g Ingwer
2g Traubenzucker
5g Khm

frische Paprika 1 pro 1,5 kg

Fleischzusammensetzung: 600g güner Speck, 500g Schweineschulter, 400g mageres Rindfleisch, 450g Schüttung

Alles gewolft durch die 3mm-Scheibe (grüner Speck für sich) und anschließend gekuttert (grüner Speck kam gegen Ende dazu):

Anhang anzeigen 3311484

Nach dem Kuttern habe ich die feingewürfelte Paprika noch untergemengt. Einen Teil habe ich in Gläser gefüllt und eingekocht. Den Rest habe ich in meine neue Schinkenfee gefüllt und ebenfalls eingekocht. Das Bild zeigt die geschnittene Wurst aus der Schnikenfee:

Anhang anzeigen 3311489

Die Lufteinschlüsse stören ein wenig. Da habe ich aber auch keine Ahnung, wie ich das verhindern soll :-(

Grundsätzlich ist mit alles gelungen (mit den schon ewähnten Einschränkungen) ... die Familie ist aber zumindest begeistert.

Das war der erste Teil meines Berichts ... das zweite Wochenende (Wiener Würstchen) versuche ich heute Abend zu dokumentieren.
Äußerst feine Verwurstung👍
Auch wenn man beim Selbstmachen die Perfektion anstrebt..😉
Schmecken muss es und das tut es ja😀
 
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