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"Xaver" und die Ente ...

ArGwenn

Militanter Veganer
Hallo Leute,
seit der Anschaffung einer 47er Weber Kugel beschäftige ich mich in zunehmendem Maße mit dem Grillen und der Tatsache, dass man doch tatsächlich mehr machen kann als Würstel und Koteletts auf direkter Hitze ausdörren zu lassen ...

Angeregt durch meine bisher erworbenen "Künste" wollte die Familie prompt eine Ente vom Grill. Wegen der Größe des Vogels und der Kleinheit der Kugel wollte ich mich nciht so recht drübertrauen, bis man mir eine kleine Ente aus Freilaufhaltung brachte. 2,3 Kilo wog der Braten, das sollte zu schaffen sein.

Nun ist Wintergrillen eines, aber wenn der Winterorkan "Xaver" dazu übers Land tobt, sind die Verhältnisse schon etwas speziell. Aber ich konnte den Termin nicht verschieben, also markierte ich den harten Mann und stemmte mich draußen gegen den Sturm. Obwohl ich einen möglichst windstillen Platz an der Hauswand eingenommen hatte, war das gar nicht so einfach, denn mehrmals drohten meine Grillutensilien durch die Gegend zu fliegen.

Die 4 Stunden-Kohle im Anzündekamin wurde so angefacht, dass sie lichterloh brannte und offenbar nie das Stadium "Glut" erreichen wollte. Wann immer ich den Deckel der Kugel hob, um die Ente einzupinseln, wurde ich von einem wahren Funkensturm begrüßt.

So schaffte ich die Temperatur nie über 150 Grad am Deckelthermometer hinaus, aber das tat dem Fleisch wohl gut. Ich hatte die Ente vorher mit einer Mischung aus Öl, Honig und Gewürzen eingepinselt und zwölf Stunden im Kühlschrank gelassen, weil ich Panik vor trockenem Brustfleisch hatte. Gefüllt wurde sie mit einer geviertelten Orange.

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Nach etwas mehr als zwei Stunden war der Vogel gar, doch leider geriet mir die Haut nicht knusprig. Mein Plan, die letzten dreißig Minuten die Temperatur im Grill deutlich zu erhöhen, ging wegen des Sturms nicht auf. Nun ja, da muss ich wohl noch üben, aber das Fleisch - auch der Brust - war wunderbar zart und saftig.

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Marcus
 
Klasse Aktion! :hmmmm: Ob ich das mit unserer Weihnachtsente auch probiere?
 
Weltklasse, schaut sehr gut aus.

Kannst du noch etwas zu Füllung sagen?

Ich möchte nächste Woche an Weihnachten auch eine Ente grillen mit Füllung aufm Drehspiess.

Wenn du noch ein paar Tipsa hast worauf geachtet werden muss, nur her damit.

Gruss Lutz
 
Vielen herzlichen Dank für die Komplimente! Lutz, die Füllung bestand lediglich aus einer geviertelten Orange und ein paar Kräutern. wie bereits geschrieben, galt meine größte Sorge dem Austrocknen des Brustfleischs, das ich unbedingt verhindern wollte. Deshalb gab es keine Fülle, die Saft aufsaugt, sondern eine, die Saft abgibt. Das Fleisch nahm den feinen Orangengeschmack sehr gut an.

Darüber hinaus waren wir nur vier Leute für den Vogel, und Beilagen waren schon vorhanden. Eine voluminöse Fülle wäre dann einfach zuviel des Guten gewesen.

Mir fällt noch eine Sache ein, auf die ich das nächste Mal achten muss: Ich glaube, dass das Rasten in der Alufolie die Haut nochmal feuchter gemacht hat. Als ich die Ente vom Grill genommen habe, schien mir die haut durchaus im Ansatz knusprig zu sein. Nach zwanzig Minuten in der Folie war sie zwar gschmackig, aber eben keine Rede von knusprig mehr. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Ente ohne Folie bei 50 Grad im Backrohr rasten zu lassen? Da fehlt mir die Erfahrung ...

Marcus
 
Schöne Ente sieht nach gelungener Vergrillung aus!!!!:respekt:
 
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