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Zirbenspäne

Birndi

Grillgott
5+ Jahre im GSV
Foto des Monats
Hat von Euch schon mal jemand mit Zirbenspänen (Mehl) geräuchert.
Finde nicht wirklich gute Beiträge - oder ich bin blind. ;)
 
Hallo Birndi,
schau doch mal bitte hier: Zirbenspäne. Da wirst Du fündig!
 
Was sind Zirpenspäne? Irgendein Nadelgehölz? Da gibt es ein paar Beiträge. Wacholder Äste werden gerne genommen, wenn man einen eigenen Baum hat. Entnahme aus der Natur ist verboten.
 
Zirbe ist ein Nadelholz aber ich habe nichts brauchbares gefunden.
Es gibt Zirbenspeck.
Auch hier im Forum ist nichts zu finden
Nur etwas von Zirbenschnaps und Likör.
Da habe ich meine eigenen Rezepte aber mir geht es ums räuchern.
 
Auch hier im Forum ist nichts zu finden
Das dürfte damit zusammenhängen, daß jede andere Verwertung von Zirbe lukrativer und sinnvoller ist, als es in einem Räucherschrank verglimmen zu lassen.
Denn ob daraus Kissen für besseren Schlaf, Schnaps, Likör. Öl oder was auch immer gemacht wird, für alles braucht man weniger Holz und kann es teurer verhökern, als Räucherholz.
Obwohl auch da bei einigen Holzarten Preise aufgerufen und sogar bezahlt werden, dass sich einem die Zehennägel ringeln.
Von Krippenfiguren reden wir hier ausdrücklich nicht, da dabei ja die Schnitzerei den Wert darstellen sollte.
Unbestritten ist der Rauchgeruch viel aromatischer als der der meisten anderen Hölzer, deshalb wird Zirbenholz traditionell mit diversen Kräutern auch für das früher weitverbreitete Räuchern in Wohnräumen und Ställen verwendet.
Der Geschmack eines Räucherprodukts hängt viel eher mit der Temperatur zusammen, bei der das Holz verbrannt wird.
Deshalb ist z.B. echtes Schwarzgeräuchertes mit keinem "sägespänegeräucherten" vergleichbar wie es hier mangels einer richtigen Selch auf dem Dachboden größtenteils hergestellt wird und werden muß. Es ist geschmacklich wesentlich harmonischer und nie so "muffig" wie letzteres.
Obwohl es hauptsächlich mit Fichten- und Kiefernholz hergestellt wird, das nach den meisten Räucheranleitungen nicht zum Räuchern geeignet ist, weil es als Nadelholz zu viel Harz enthält.
Vor einigen Jahren habe ich einmal von einem Drechsler irgendeinen französichen Wacholder bekommen, der ähnlich wie Zirbe hervorragend duftete. Einen kleinen Rest habe ich heute noch und er duftet immer noch!
Damit habe ich in einem Ofen Forellen geräuchert und parallell dazu in einem zweiten Ofen neben dran exakt gleich eingelegte mit Buche. Das Ergebnis war, dass der Rauch aus dem einen Ofen wesentlich besser roch und bei den fertigen Fischen von niemandem ein Geschmacksunterschied festgestellt werden konnte.
Das gleiche haben wir einmal mit den berühmten Wacholderzweigen gemacht. Da haben wir nur die Zweige neben den Schrank gelegt. Und siehe da, je nach dem neben welchem die Zweige lagen wurden die Forellen bevorzugt gekauft.
"Da schmeckt man halt das wacholdergeräucherte" war noch das geringste Lob der Esser.
Schließlich haben wir es noch auf die Spitze getrieben und in einem Schrank Wacholderzweige verwendet, aber die neben den anderen gelegt.
Und wo waren die besseren Forellen? Natürlich dort, wo die Wacholderzweige lagen.
Ich habe auch schon nur mit Birke geräuchert, wenn ich grade nichts anderes hatte. Ist ja auch verpönt.
Und schmeckt trotzdem hervorragend, wenn man es richtig macht.
Einzig die Farbe ist bei den verschiedenen Holzarten wirklich unterschiedlich.
Was würden sonst die ganzen Völker im Hohen Norden machen, wo nur spärliche Birken wachsen?
Deshalb muß ich immer ein wenig schmunzeln, wenn manche die Holzzusammensetzung aufs Prozent genau aus dem fertigen Produkt rausschmecken.

Ebenso dürfte es sich mit deinem Zirbenholz verhalten.
Rauch riecht prima, Gselchts schmeckt praktisch gleich.
Der Rest ist ein Placeboeffekt
.
 
Das dürfte damit zusammenhängen, daß jede andere Verwertung von Zirbe lukrativer und sinnvoller ist, als es in einem Räucherschrank verglimmen zu lassen.
Denn ob daraus Kissen für besseren Schlaf, Schnaps, Likör. Öl oder was auch immer gemacht wird, für alles braucht man weniger Holz und kann es teurer verhökern, als Räucherholz.
Obwohl auch da bei einigen Holzarten Preise aufgerufen und sogar bezahlt werden, dass sich einem die Zehennägel ringeln.
Von Krippenfiguren reden wir hier ausdrücklich nicht, da dabei ja die Schnitzerei den Wert darstellen sollte.
Unbestritten ist der Rauchgeruch viel aromatischer als der der meisten anderen Hölzer, deshalb wird Zirbenholz traditionell mit diversen Kräutern auch für das früher weitverbreitete Räuchern in Wohnräumen und Ställen verwendet.
Der Geschmack eines Räucherprodukts hängt viel eher mit der Temperatur zusammen, bei der das Holz verbrannt wird.
Deshalb ist z.B. echtes Schwarzgeräuchertes mit keinem "sägespänegeräucherten" vergleichbar wie es hier mangels einer richtigen Selch auf dem Dachboden größtenteils hergestellt wird und werden muß. Es ist geschmacklich wesentlich harmonischer und nie so "muffig" wie letzteres.
Obwohl es hauptsächlich mit Fichten- und Kiefernholz hergestellt wird, das nach den meisten Räucheranleitungen nicht zum Räuchern geeignet ist, weil es als Nadelholz zu viel Harz enthält.
Vor einigen Jahren habe ich einmal von einem Drechsler irgendeinen französichen Wacholder bekommen, der ähnlich wie Zirbe hervorragend duftete. Einen kleinen Rest habe ich heute noch und er duftet immer noch!
Damit habe ich in einem Ofen Forellen geräuchert und parallell dazu in einem zweiten Ofen neben dran exakt gleich eingelegte mit Buche. Das Ergebnis war, dass der Rauch aus dem einen Ofen wesentlich besser roch und bei den fertigen Fischen von niemandem ein Geschmacksunterschied festgestellt werden konnte.
Das gleiche haben wir einmal mit den berühmten Wacholderzweigen gemacht. Da haben wir nur die Zweige neben den Schrank gelegt. Und siehe da, je nach dem neben welchem die Zweige lagen wurden die Forellen bevorzugt gekauft.
"Da schmeckt man halt das wacholdergeräucherte" war noch das geringste Lob der Esser.
Schließlich haben wir es noch auf die Spitze getrieben und in einem Schrank Wacholderzweige verwendet, aber die neben den anderen gelegt.
Und wo waren die besseren Forellen? Natürlich dort, wo die Wacholderzweige lagen.
Ich habe auch schon nur mit Birke geräuchert, wenn ich grade nichts anderes hatte. Ist ja auch verpönt.
Und schmeckt trotzdem hervorragend, wenn man es richtig macht.
Einzig die Farbe ist bei den verschiedenen Holzarten wirklich unterschiedlich.
Was würden sonst die ganzen Völker im Hohen Norden machen, wo nur spärliche Birken wachsen?
Deshalb muß ich immer ein wenig schmunzeln, wenn manche die Holzzusammensetzung aufs Prozent genau aus dem fertigen Produkt rausschmecken.

Ebenso dürfte es sich mit deinem Zirbenholz verhalten.
Rauch riecht prima, Gselchts schmeckt praktisch gleich.
Der Rest ist ein Placeboeffekt
.
Gut erzählt👍
Bei Birke muss ich widersprechen. Die lässt sich gut räuchern und ist auch nicht verpönt. Allerdings sollte man vorher die Rinde entfernen!
 
Werde wohl mal einen Versuch starten müssen wie sich Zirbenspäne auswirken.
Da sie mir nichts kosten und zu 100 % sauber sind kann ja nicht viel schiefgehen.
20230124_182851.jpg
 
Bei Birke muss ich widersprechen. Die lässt sich gut räuchern und ist auch nicht verpönt. Allerdings sollte man vorher die Rinde entfernen!
Damit widersprichst ja nicht.
Ich wollte damit nur sagen, dass in den meisten, jedenfalls mir bekannten Tabellen über Räucherhölzer die Birke entweder ziemlich unten rangiert oder als gutes Räucherholz gar nicht aufgeführt wird. In manchen wird sogar ausdrücklich davor gewarnt, weil es zu harzhaltig sei.
Das "verpönt" habe ich nur darauf bezogen und war vielleicht etwas unglücklich gewählt, aber in Anbetracht der späten Uhrzeit hoffentlich verzeihbar.:D
 
Genau.
Aber aus der Plastiktüte tät ich sie so schnell wie möglich raus. Wenn die noch a bissel feucht sind, hast schneller Schimmel drin, als du schaust.
Die sind sicher nicht feucht denn die werden normalerweise in Decken und Polster eingearbeitet :-)
 
Einen Versuch ist es Wert, bin gespannt ob du einen Unterschied schmeckst. Ich hab ja auch schon alles ausprobiert. Nadelholzsägemehl (Fichte, Kiefer, Tanne) führt mitnichten zu einem "intensiveren" Rauchgeschmack, wie oft behauptet wird. Eher im Gegenteil, durch die fehlenden Gerbsäuren, die die Harthölzer ethalten, ist der Geschmack sogar etwas weniger durchdringend. Mein Metzger z.B. behauptet, dass Eichenholz überhaupt nicht zum Räuchern geeignet ist (eben wegen der Gerbsäuren), auch Buche nimmt er nicht gern. Er nimmt ausschließlich das Sägemehl vom Sägewerk, und die schneiden bei uns (Behaupte ich mal) zu 90% Fichte und Kiefer. Gut, das bekommt er auch umsonst, ob das eine Rolle spielt weiß ich nicht. Selbst Kienspan mitverglimmen hab ich schon probiert, für mich ebenfalls nicht herauszuschmecken.

Das einzige was etwas bewirkt, sind grüne "Daxn", also Zweige mit den Nadeln dran. Aber auch da bringen drei Nadeln auf dem Sparbrand nix. Da braucht man ein richtiges Glutbett und muss richtig viel drauf werfen, das muss richtig "knistern". Und dann darf man das nicht nur einmal machen, sondern immer wieder was nachlegen. Dann bekommt die Räucherware den typischen "Schwarzwälder" Geschmack.

Das Ende des Lieds: Die Art des Holzes spielt keine wirkliche Rolle! Also bin ich gespannt ob es mit der Zirbe genauso ist. Bitte berichte uns darüber!

Grüße,

Alex
 
Das Ende des Lieds: Die Art des Holzes spielt keine wirkliche Rolle! Also bin ich gespannt ob es mit der Zirbe genauso ist. Bitte berichte uns darüber!
... Sprach der Räucherpapst Alex der Erste.😉✌️😁

Alex, wie immer toll erklärt✌️
Bin auch auf die Zirbe gespannt!
 
Bei Fisch merke ich Unterschiede in der Farbe des Räucherguts.

Daher räuchere ich meine Forellen am liebsten mit Erle, das wird, meiner Meinung nach, goldgelber als das Rotbraun der Buche oder Kirsche.

Geschmacklich nimmt sich da nichts, und ich habe bereits so einiges, auch Exoten durch:

Pfirsich
Orange
Olive
Erle
Kirsche
Nuss
Buche
Erle
Pflaume
 
Einzig die Farbe ist bei den verschiedenen Holzarten wirklich unterschiedlich.
Das sind genau auch meine Erfahrungen.
Hab allerdings nur heimische Hölzer durchprobiert.
Eiche z.B. färbt sehr schnell und ergibt ein dunkles Braun. Man braucht also nicht so lange wie mit Buche zu räuchern.
Und @Alex W. , dass Metzger sagen, das ginge nicht, ist verständlich. Erstens ist es schlecht zu bekommen und in den Mengen für sie fast überhaupt nicht und wenn, dann müssen sie es teuer bezahlen.
Sehr gut ist auch Weide. Wird ein eher helles Braun.
Sogar Pappel hab ich schon verräuchert.
An was ich mich noch nicht getraut habe, ist Espe. Das ist ein Holz, das zwar offiziell auch eine Pappel ist, aber schon beim Spalten stinkt. Und da ist mir schlicht und ergreifend das Risiko zu groß, einen Ofen voller Forellen zu versauen. Vermutlich gehts aber trotzdem. Ich will ja ned das Holz essen.
Wenn mich der Rappel packt häng ich einmal eine oder zwei zu Versuchszwecken rein. Ein paar so Kümmerer sind ja meistens dabei, bei denen nicht viel kaputt ist, wenns nix wird.
Birke und Erle sowieso. Sind beide hervorragend. Färben beide schnell und sehr schön.
Birke hat noch dazu den Vorteil, dass es auch nass brennt und raucht.
Warum manche Hölzer als unbrauchbar verrufen sind könnte auch daran liegen, dass es sich nicht so leicht vermarkten lässt.
Woher kriegen die Hersteller von den Räuchermehlen z.B. Haselnuß in ausreichenden Mengen? Das wäre viel zu viel Aufand. De Stämme sind nicht besonders stark und wenn sie dann noch entrindet werden sollen, müssten Preise verlangt werden, den nur noch ein paar total verrückte bezahlen würden. Folglich wirds als nicht gut oder gar nicht geeignet eingestuft oder taucht einfach als Räucherholz gar nicht auf.
Deshalb wünsche ich @Birndi, dass es mit den Zirbenspänen etwas anders ist.
Glauben tu ich es allerdings nicht, siehe mein französischer Wacholder.
Schlechter wirds sicher nicht, obs besser wird?
Allerdings ist man bei solchen Versuchen meistens selbst voreingenommen und redet sich irgendein erwünschtes Ergebnis ein.
Deshalb hab ich solche Sachen immer von anderen probieren lassen und so, dass niemand wußte, was er jetzt tatsächlich isst.
 
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