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Ah ok, danke dir.
An den Stirnseiten hab ich noch keine Löcher drin, werde die also in "gross" anfertigen und dann einfach mal testen und dann natürlich berichten.
Da sind Langlöcher in den Streben drin, allerdings geflext
Diese Streben sind nicht geschraubt, sondern wie von dir vorgeschlagen, lediglich eingehangen.
Die Schrauben sitzen fest auf Druck und klemmen die Leisten nicht fest.
Ich mach morgen nochmal ein Fotto davon.
Und an dieser Stelle setzt es bei mir irgendwie aus.
Leinöl.
Es gibt Leinöl für Salat und co aus dem Supermarkt
Es gibt Leinöl für Holzimprägnierung aus dem Baumarkt.
Ist das alles das gleiche ? Welches nehme ich denn jetzt am besten ?
Achja, Leinölfirnis gibt es ja auch noch.
Oberflächenbehandlung so wie ich mir das jetzt mal vorstelle.
Die Kiste von Rost befreien, anschleifen?, reinigen.
Mit Öl einreiben, Feuer machen, Öl brennt ein... Kiste wird schwarz.
Einzelne Teile wie z.B. die Querstangen, Öl drauf, mit nem Unkrautbrenner erhitzen, und gut ??
Hab da im Moment wirklich einen totalen Black-out.
Liegt wohl am frühen Montagmorgen
Schickes Teil wird das. Ich liebe solche Handwerkskunst und mit Muskelkraft geschaffene Sachen. Und wenn ich dann noch sehe, was manche hier im Forum an Maschinen rumstehen haben. Da werde ich neidisch. Ich bleibe gespannt, wie die Küche hinterher aussehen wird.
Wenn ich das richtig blicke, ist Leinöl zum Einbrennen das am besten geeignete Öl (Leinöl für Salat). Leinölfirnis ist eingekochtes Leinöl, also stärker konzentriert, geht auch. Davon habe ich mir gerade eine Dose gekauft, weil ich meinen noch zu bauenden UDS damit einpinseln möchte. Ob Leinölfirniss besser geht, als Leinöl werde ich dann raus finden. Für die innere Anwendung, also im Lebensmittelbereich, sollte Leinölfirniss ohne Zusätze benutzt werden. Da sind nämlich häufig Sikkative drin, um das Trocknen zu beschleunigen. Die sind nicht gut für's Essen. Bei der Holzimprägnierung hast du auch Zeug drin, was du wohl eher nicht am Essen haben möchtest. Rost kann, muss aber nicht runter. Teilweise wird bei Öldtimern Rost mit Leinölfirniss konserviert. Das Zeug wird auf den Rost gepinselt, zieht in alle Lücken und wird dann irgendwann fest. Dann hast du Rostschutz, ohne dass der Rost entfernt werden muss. Ob das ohne Sikkative geht, weiß ich aber nicht.
Aber der @pfannendoc kann da bestimmt mehr zu sagen.
Ich finde das Projekt und auch die Ausführung super toll. Werde das auch mal im Auge behalten. Da ich ja selbst ne Zeitlang im "Wilden Westen" gewohnt habe und auch meinen diesjährigen 70. en Geburtstag in einer Westernstadt feiere, überlege ich, ob das auch für mich ein passendes Projekt nach meinem U-Boot Smoker sein könnte. Könnte ich mir gut vorstellen.
Also...Leinöl wird schon sehr lange und traditionell im Schmiedehandwerk eingesetzt, um Eisen korrossionsbeständig zu machen. Da wurde schonmal das heiße Eisen in einen Eimer mit Leinöl getaucht. Leinöl zählt zu den trocknenden Ölen. Das bedeutet, es härtet aus, dieser Prozess kann ohne Wärmebehandlung mind. 1 Woche dauern. Um diesen Trocknungsprozess zu beschleunigen, werden bei Leinölfirnis Sikkative zugesetzt, die auch Schwermetalle enthalten. Von daher verbietet sich der Einsatz bei Holz - Eisenteilen, die direkten Kontakt zu Lebensmitteln haben. Trägt man Leinöl zu dick auf, kann es zu einer klebrigen Schicht führen, deshalb immer nur hauchdünn auftragen, lieber mehrere Schichten. Es wird auch sehr gerne für Pferde verwendet. Als Energielieferant und als Nebeneffekt für einen besseren Fettstoffwechsel, für gesundes Fell, eine schöne Haut. Warum ich das erzähle? Ganz einfach, weil ich mein Leinöl immer in 5 bzw. 10 Liter Kanistern in diesem Umfeld kaufe. Dadurch erhalte ich sehr gute Literpreise. Auf deutsch: Leinöl hauchdünn auftragen, die Oberfläche erhitzen, das Öl verraucht. Wiederholt man das mehrmals, wird die Oberfläche irgendwann schwarz. Für Kleinteile geht das auch mit einem Dachpappenbrenner usw. Die Hitze nicht übertreiben, sonst brennt die Schutzschicht wieder weg, Stichwort Pyrolyse.
Hoffe, das hilft weiter.
Dann muss ich das wohl mal ausprobieren. Erste Erfahrungen mit Leinöl habe ich ja schon. Falls ich meinen UDS mal fertig bekomme, pinsel ich ihn mit Firnis ein und brenne ihn ein. Ich werde dann berichten. Kann aber noch ein paar Tage dauern.
Es macht außer im Preis keinen Unterschied, ob Du Leinöl oder Leinölfirnis für die Außenseite des UDS verwendest.
Leinölfirnis läßt sich besser auftragen, da es bereits vorgekocht und somit schon etwas polymerisiert ist.
Es trocknet auch wesentlich schneller ohne Wärmezufuhr z.B. durch einen Unkrautbrenner.
Mit reinem Leinöl und abbrennen erstellst Du quasi ein Standöl direkt auf dem Blech. Standöl aus Leinöl hergestellt ist nichts anderes als unter Luftabschluß auf ca. 230°C erhitztes Leinöl.
Wenn der UDS nicht vorher mit hitzebeständiger Farbe lackiert wurde und er dunkel werden soll, dann das Leinölfirnis dünn auftragen, einen Tag trocknen lassen und erst dann vorsichtig abbrennen - so wird er dunkel. Diesen Vorgang solange wiederholen bis die gewünschte Farbe erreicht wird.
Ist der UDS lackiert und der Lack ordnungsgemäß eingebrannt, dann reicht der wiederholte Anstrich mit Leinölfirnis mit entsprechenden Trocknungsphasen ohne Wärmebehandlung.
Anfangs habe ich bei meinem lackierten UDS 3 Schichten aufgetragen und in der Sonne jeweils aushärten lassen. Dann jedes Frühjahr und Herbst eine Schicht aufgetragen. Mittlerweile reicht einmal im Jahr, wenn die Firnisschicht matt wird.
Wie immer der Hinweis, dass Leinöl/Leinölfirnis selbstentzündlich ist und die Lappen flach getrocknet werden müssen und nicht gleich in den Mülleimer wandern dürfen!
Innen sollte der UDS nur mit Sonnenblumenöl behandelt werden - Erdnußöl und Olivenöl neigen stärker zur Schimmelbildung.
Reines Leinöl geht natürlich auch, ist IMHO aber nicht nötig.
Durch den Gebrauch bildet sich innen dann eine Schutzschicht, die Rost verhindert. Falls einmal etwas abblättert, die losen Stellen gründlich abbürsten oder abkratzen und erneut mit Sonnenblumenöl behandeln.
Wenn sich durch längere Nichtnutzung doch einmal der Schimmel bilden sollte, den UDS innen entweder vorsichtig ausbrennen (geht mit liegendem Faß besser wegen der Sauerstoffzufuhr) und/oder mit Wasser ordentlich ausspülen, trocken wischen und dann normal einheizen.
Und an dieser Stelle setzt es bei mir irgendwie aus.
Leinöl.
Es gibt Leinöl für Salat und co aus dem Supermarkt
Es gibt Leinöl für Holzimprägnierung aus dem Baumarkt.
Ist das alles das gleiche ? Welches nehme ich denn jetzt am besten ?
Nein es ist nicht alles das Gleiche. Je nach Herstellungsprozess ist es entweder als Lebensmittel geeignet und zugelassen oder eben nicht. Bei "technischem" Leinöl werden die Öle bzw. Ölreste aus den Leinsamen mit organischen Lösungsmitteln (je nach Art des verwendeten Lösungsmittels u.U. giftig bzw. krebserregend; z.B. n-Hexan) ausgewaschen. Das Lösungsmittel wird danach mehr oder weniger vollständig vom Leinöl getrennt (abdestilliert).
Soll heißen zumindest für die Innenseite würde ich auf jeden Fall ausschließlich Öle verwenden die als Lebensmittel geeignet sind, wie eben z.B. Lebensmittel-Leinöl oder Sonnenblumenöl.
Wie immer der Hinweis, dass Leinöl/Leinölfirnis selbstentzündlich ist und die Lappen flach getrocknet werden müssen und nicht gleich in den Mülleimer wandern dürfen!
@Suuluu:
Du kannst Leinölfirnis nehmen, alles andere ist Geldschneiderei und bringt auch kein besseres Ergebnis, aber ein super Finish passend zur Westernküche.
Wenn Du auf den Rosten auch direkt grillen willst, dann diese nur mit Sonnenblumen- oder reinem Leinöl einbrennen wie bei einem Gußrost.
Nachtrag:
Nicht zu stark mit dem Unkrautbrenner arbeiten, da das Material dann wirft und auch das Leinölfirnis komplett abbrennt.
Die Dicke Bertha von @DerHoss ist nur so von außen behandelt. Das klebt zwar anfangs etwas trotz Einbrennen, aber härtet nach ein paar Tagen dann von selbst. Und selbst Rost unter ein Leinölfirnisschicht kann nicht weiter rosten, da kein Sauerstoff mehr ran kommen kann.
Danke für die Tipps, das hat mir noch gefehlt. Lackiert hatte ich außen, aber den Lack wohl nicht rechtzeitig eingebrannt. Der Rost kommt schon wieder durch. Ich werde nach Fertigstellung das Fass und die Regalschienen zum Sandstrahlen geben und dann außen mit Firnis arbeiten. Innen habe ich die Reste noch nicht runter, da bietet sich das Sandstrahlen an. Das Abschmiergeln war außen schon blöd genug.
Wie immer der Hinweis, dass Leinöl/Leinölfirnis selbstentzündlich ist und die Lappen flach getrocknet werden müssen und nicht gleich in den Mülleimer wandern dürfen!
Aber genug an dieser Stelle, ich will ja nicht den Fred kapern. Weiter mit der Küche und der Lackierung derselben. Im Gegensatz zum UDS liegt die Glut hier ja direkt am Blech oder ist für die Glut noch eine eigene Wanne vorgesehen? Wie hält Leinöl(firnis) die Hitze aus? Bei direktem Kontakt dürfte der Lack nicht halten. Oder liege ich falsch?
Also Leinöl Firnis zur Oberflächen behandlung machen wir schon ewig. Hab das auch schon an Triller gemacht da wüste ich noch nichts vom GSV. Auf keinen Fall abschleifen oder Sandstrahlen die Kiste das zerstört die nadürliche Schmiedeeisen Patina. Nimm eine Topfbürste für die Flex und gut. Dunkel wurde dann ganz alleine durch Gebrauch oder du nimmst 2\3 Leinöl auf1\3 Graphitpulver schwarz. Bzw nach bedarf abtönen aber Versuch mal Leinöl Firnis pur das giebt eine schöne farbe
Danke für die Tipps, das hat mir noch gefehlt. Lackiert hatte ich außen, aber den Lack wohl nicht rechtzeitig eingebrannt. Der Rost kommt schon wieder durch. Ich werde nach Fertigstellung das Fass und die Regalschienen zum Sandstrahlen geben und dann außen mit Firnis arbeiten. Innen habe ich die Reste noch nicht runter, da bietet sich das Sandstrahlen an. Das Abschmiergeln war außen schon blöd genug.
Ja, steht dick auf dem Eimer.
Aber genug an dieser Stelle, ich will ja nicht den Fred kapern. Weiter mit der Küche und der Lackierung derselben. Im Gegensatz zum UDS liegt die Glut hier ja direkt am Blech oder ist für die Glut noch eine eigene Wanne vorgesehen? Wie hält Leinöl(firnis) die Hitze aus? Bei direktem Kontakt dürfte der Lack nicht halten. Oder liege ich falsch?
Stimmt natürlich, da ist ja auch ordentlich Hitze drin. Dann sollte das ja kein Thema sein. Ich lehne mich wieder zurück und genieße den Bau. Sieht echt gut aus, was ihr beide hier auf die Beine gestellt habt/stellt.
Vielen vielen Dank Jungens für die zahlreichen qualifizierten Antworten und die netten Kommentare.
Bin jetzt um einiges schlauer und werd mich mal frisch motiviert ans Werk machen.
gestern hab ich die Seitenteile mal provisorisch drangeschraubt,
Martin hatte natürlich recht, pimpen der Inbusschrauben ist nicht nötig, ich finds gut so.
Eine Verstärkung für die Seitenteile ist nicht nötig.
Die Vorderseite mit den Messingteilen
Nicht das jetzt jemand sagt ich bau eine bling bling fire-pit, das Messing dunkelt noch nach.... hoffe ich jedenfalls mal inständig.