Hallo zusammen,
ich habe hier im Forum nun schon mehrere Erwähnungen des iGrill-Thermometers gefunden, aber keinen ausführlichen Test. Daher habe ich mir heute mal ein Schweinefilet und ein paar Scheiben Speck geschnappt und mich an die Sache dranbegeben.
Ich war letzte Woche auf Dienstreise in den USA und kannte das iGrill vorher gar nicht. Als ich im Apple Store die Verpackung gesehen habe, dachte ich dass mich jemand vereimern will. Aber – es ist ein real existierendes Produkt, und wie ich sehe, haben es ja auch schon manche. Preis im Apple Store $99,95, auf der Kreditkarte abgerechnet als runde 73 Euro.
Nach dem "Unboxing" finden wir:
Also Batterien rein und mit dem iPad verbinden. Das geht über Bluetooth so einfach, wie es sein soll. Die Verbindung hält von meiner Küche (1. Stock, Fenster zum Innenhof) bis zum Grill, der im Innenhof steht. Bringe ich mein iPad ins Arbeitszimmer auf der anderen Seite der Wohnung, funktioniert es nicht mehr. Mehr als zehn Meter werden also kritisch, wenn Wände, Fenster etc. dazwischen sind.
Jetzt noch schnell die dazugehörige App aus dem Applestore laden (kostenlos), und es bietet sich das folgende Bild:
Hinter dem "Schieber" verbergen sich verschiedene Hilfevideos und -texte, die aber von der Aussagekraft nicht über eine Erklärung der Einzelteile und ein paar Grillrezepte hinausgehen.
Nun ja, wir wollen also Schweinfilet grillen. iGrill bietet einige voreingestellte Standard-Temperaturen an:
Die App ist übrigens (bislang?) nicht übersetzt; man sollte also des Englischen halbwegs mächtig sein, um das Ganze zu bedienen. Diese Stelle ist aber die einzige, wo es nur Fahrenheit gibt. Ansonsten kann man das iGrill selbst und auch die Temperaturdarstellung in der App auf Grad Celsius umstellen.
Ich gebe lieber eine "Custom Temperature" ein, nämlich 65 Grad Celsius.
Damit ist die App an sich startklar, und wir können uns mal um den Grill kümmern.
Ein Stockwerk tiefer wird das Filet auf den Grill gepackt. Temperaturfühler rein, Kabel nach außen geführt und das iGrill irgendwo drangehängt. Im Hellen zeigen sich die ersten Defizite: Die Anzeigen sind relativ schwer abzulesen, wenn die Sonne scheint. Bei den Zahlen gehts noch, aber die blaue, flammenförmige Bluetooth-Anzeige ist kaum zu erkennen. Außerdem fällt auf, dass die Tasten keine richtigen Kontakte haben, sondern induktiv funktionieren und schon mal ein bisschen hakelig sind.
Nun gut, Deckel drauf, und los gehts.
Die App fängt mittlerweile an, die Kerntemperatur über die Zeit grafisch darzustellen. Außerdem fängt sie an, die Zeit abzuschätzen, in der die Kerntemperatur voraussichtlich erreicht werden soll. Das funktioniert aber leider weniger gut; bis zum Schluss wechselt die Anzeige wie wild zwischen
40 Minuten, 20 Sekunden und allen möglichen Zwischenwerten. Unmöglich, daraus die Garzeit auch nur ansatzweise abzuschätzen.
Zwanzig Minuten später:
Und noch etwas später: Wenn die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist, wird ein optischer und akustischer Alarm ausgegeben; die Zeitschätzung wird aus dem Display genommen.
Und das Ergebnis? Wunderbar, also im Grunde funktionierts.
Fazit:
Das iGrill ist vom Design her nett gemacht, aber es tut im Grunde nichts, was ein "normales" Funkthermometer nicht auch könnte.
Gut finde ich die grafische Darstellung des Temperaturverlaufs. Außerdem kann man wohl zwei Temperaturfühler anschließen und zwei Temperaturen gleichzeitig kontrollieren.
Schlecht ist die Helligkeit und Erkennbarkeit der Anzeigen. Die Tasten könnten einen Druckpunkt haben und besser bedienbar sein. Die Abschätzung der Garzeit ist schlicht unbrauchbar.
Die App ist derzeit noch komplett in Englisch gehalten, kann aber (bis auf eine Ausnahme) auf Celsiusgrade umgestellt werden.
Das Konzept wirkt ausbaufähig; an der Software kann man bestimmt noch einiges tun. Im Moment ist es aber nicht mehr als ein nettes "Spielzeug".
Bei Fragen, immer fragen.
Gruß,
DD
ich habe hier im Forum nun schon mehrere Erwähnungen des iGrill-Thermometers gefunden, aber keinen ausführlichen Test. Daher habe ich mir heute mal ein Schweinefilet und ein paar Scheiben Speck geschnappt und mich an die Sache dranbegeben.
Ich war letzte Woche auf Dienstreise in den USA und kannte das iGrill vorher gar nicht. Als ich im Apple Store die Verpackung gesehen habe, dachte ich dass mich jemand vereimern will. Aber – es ist ein real existierendes Produkt, und wie ich sehe, haben es ja auch schon manche. Preis im Apple Store $99,95, auf der Kreditkarte abgerechnet als runde 73 Euro.
Nach dem "Unboxing" finden wir:
- Das iGrill selbst
- Einen Temperaturfühler
- Einen Satz Batterien (4 x AA, Energizer)
- Ein spärlich gehaltenes Beiblatt, das das Einschalten das Geräts und die Kopplung mit dem iPhone, iPad etc. erklärt.
Also Batterien rein und mit dem iPad verbinden. Das geht über Bluetooth so einfach, wie es sein soll. Die Verbindung hält von meiner Küche (1. Stock, Fenster zum Innenhof) bis zum Grill, der im Innenhof steht. Bringe ich mein iPad ins Arbeitszimmer auf der anderen Seite der Wohnung, funktioniert es nicht mehr. Mehr als zehn Meter werden also kritisch, wenn Wände, Fenster etc. dazwischen sind.
Jetzt noch schnell die dazugehörige App aus dem Applestore laden (kostenlos), und es bietet sich das folgende Bild:
Hinter dem "Schieber" verbergen sich verschiedene Hilfevideos und -texte, die aber von der Aussagekraft nicht über eine Erklärung der Einzelteile und ein paar Grillrezepte hinausgehen.
Nun ja, wir wollen also Schweinfilet grillen. iGrill bietet einige voreingestellte Standard-Temperaturen an:
Die App ist übrigens (bislang?) nicht übersetzt; man sollte also des Englischen halbwegs mächtig sein, um das Ganze zu bedienen. Diese Stelle ist aber die einzige, wo es nur Fahrenheit gibt. Ansonsten kann man das iGrill selbst und auch die Temperaturdarstellung in der App auf Grad Celsius umstellen.
Ich gebe lieber eine "Custom Temperature" ein, nämlich 65 Grad Celsius.
Damit ist die App an sich startklar, und wir können uns mal um den Grill kümmern.
Ein Stockwerk tiefer wird das Filet auf den Grill gepackt. Temperaturfühler rein, Kabel nach außen geführt und das iGrill irgendwo drangehängt. Im Hellen zeigen sich die ersten Defizite: Die Anzeigen sind relativ schwer abzulesen, wenn die Sonne scheint. Bei den Zahlen gehts noch, aber die blaue, flammenförmige Bluetooth-Anzeige ist kaum zu erkennen. Außerdem fällt auf, dass die Tasten keine richtigen Kontakte haben, sondern induktiv funktionieren und schon mal ein bisschen hakelig sind.
Nun gut, Deckel drauf, und los gehts.
Die App fängt mittlerweile an, die Kerntemperatur über die Zeit grafisch darzustellen. Außerdem fängt sie an, die Zeit abzuschätzen, in der die Kerntemperatur voraussichtlich erreicht werden soll. Das funktioniert aber leider weniger gut; bis zum Schluss wechselt die Anzeige wie wild zwischen
40 Minuten, 20 Sekunden und allen möglichen Zwischenwerten. Unmöglich, daraus die Garzeit auch nur ansatzweise abzuschätzen.
Zwanzig Minuten später:
Und noch etwas später: Wenn die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist, wird ein optischer und akustischer Alarm ausgegeben; die Zeitschätzung wird aus dem Display genommen.
Und das Ergebnis? Wunderbar, also im Grunde funktionierts.
Fazit:
Das iGrill ist vom Design her nett gemacht, aber es tut im Grunde nichts, was ein "normales" Funkthermometer nicht auch könnte.
Gut finde ich die grafische Darstellung des Temperaturverlaufs. Außerdem kann man wohl zwei Temperaturfühler anschließen und zwei Temperaturen gleichzeitig kontrollieren.
Schlecht ist die Helligkeit und Erkennbarkeit der Anzeigen. Die Tasten könnten einen Druckpunkt haben und besser bedienbar sein. Die Abschätzung der Garzeit ist schlicht unbrauchbar.
Die App ist derzeit noch komplett in Englisch gehalten, kann aber (bis auf eine Ausnahme) auf Celsiusgrade umgestellt werden.
Das Konzept wirkt ausbaufähig; an der Software kann man bestimmt noch einiges tun. Im Moment ist es aber nicht mehr als ein nettes "Spielzeug".
Bei Fragen, immer fragen.
Gruß,
DD
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spacig...

denke aber es wird sich lohnen, im Mai soll der neue iGrill 2 auf den Markt kommen, der erste Thermometer den ich kenne, der gleich 4 Temperaturfühler hat.